Gruppenbild mit Baugerüst: Beim Vor-Ort-Termin freuten sich Vertreter des Kirchengemeinderats, Stadtpfarrer, Dekan, Gerüstbauer und Architekt über den Beginn der Sanierungsarbeiten am Turm der evangelischen Stadtkirche. (Foto: Kullmann)
Ab Mai rücken an der Aalener Stadtkirche die Steinmetze an
Aalen / kul Der evangelische Dekan Ralf Drescher hatte am Montagnachmittag zum Ortstermin vor die Stadtkirche gebeten. Der Grund: Der Kirchturm wird eingerüstet, die lang geplante Sanierung kann beginnen. Nicht nur für Stadtpfarrer Bernhard Richter und seine evangelische Kirchengemeinde geht damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung, auch die Gesamtgemeinde, die Kirchenoberen, der Kirchenbezirk, das Landesdenkmalamt und die Stadt ziehen bei der anstehenden Rundumsanierung des Kirchturms mit.
Dass es dabei allerdings nicht um die Vermeidung eines Horrorszenariums wie Anno 1765 gehe, als der gesamte Kirchturm in sich zusammenstürzte, sondern lediglich um notwendige Erhaltungsarbeiten und optische Maßnahmen, hob Pfarrer Richter mit Unterstützung seines Dekans und des Gmünder Architekt Martin Klaiber (Klaiber & Oettle) hervor. Ihr gemeinsamer Tenor: Niemand müsse beim Kirchgang Angst um Leib und Leben haben. Die Turmtür werde aber dennoch vorsorglich bis Ende des Jahres verschlossen. Geöffnet bleibt das Brauttor.
Im Baustellenambiente zeigt sich seit gestern der Glockenturm. Bauzaun und Baugerüst sprechen hier eine eindeutige Sprache. Ab Mai rücken darüber hinaus die Steinmetze an. Deren Werkmaterial, die Sandsteinquader, kommen aus einem Bruch aus dem Crailsheimer Raum, da der alte, aus dem einst die Kirchenbauer ihren Rohstoff bezogen, längst geschlossen sei, verriet Dekan Drescher. Ein Jahr würden die Arbeiten in Anspruch nehmen, mutmaßte Architekt Klaiber, der in gründlicher Vorarbeit alle für die Sanierungsarbeiten notwendigen Details erfasste. Jeder Sandsteinquader wurde fotografisch registriert und auf eventuell vorhandene Schäden analysiert. Man wisse genau, welche Arbeiten auf die Handwerker zukämen, weshalb die rund 600 000 Euro, die die Sanierung kosten werde, zuverlässig kalkuliert seien.
Bereits im vergangenen Herbst legt die Kirchengemeinde die Zahlen zur Finanzierung vor. Rund 200 000 Euro bekommt danach die Gemeinde vom Landesdenkmalamt und der Stadt, 140 000 schießt die Landeskirche zu, 30 000 der Kirchenbezirk, denn Rest stemmt die Gemeinde über Spenden selbst. „Auch wenn wir die Summe größtenteils zusammen haben, sind dennoch weitere Spenden für den Kirchturm gern gesehen“, bemerkte Pfarrer Richter. Spenden seien nach wie vor ein bedeutender Beitrag für den Erhalt der Kirche, deren Grundfeste ins Jahr 1360 zurückführt. Das heutige Gebäude wird in vier Jahren 250 Jahre alt.
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Die Tage der Markuskirche, die 1968 im Hüttfeld gebaut wurde, sind gezählt. Auch sie soll geschlossen werden.
Filialkirchen werden geschlossen
Keine Zukunft für Markus- und Martinskirche – Haus der Kirche anstelle des evangelischen Gemeindehauses
Die evangelische Kirchengemeinde Aalen hat einstimmig beschlossen, dass die Markuskirche im Hüttfeld und die Martinskirche im Pelzwasen geschlossen und die Grundstücke verkauft werden. Anstelle des evangelischen Gemeindehauses in der Friedhofstraße soll ein Haus der Kirche entstehen. Das Dekanat wird umfassend saniert.
Ulrike Schneider
Aalen. Die evangelische Kirchengemeinde Aalen befasst sich seit geraumer Zeit mit einem Immobilienkonzept. Vor allem aber seit feststeht, dass am 30. April die Gnadenfrist fürs Gemeindehaus an der Friedhofstraße endet (wir berichteten). Jetzt haben die Kirchengemeinderäte einen weitreichenden Beschluss gefasst. „Die Kirchen und Gemeindezentren der Martinskirche im Pelzwasen und der Markuskirche im Hüttfeld werden aufgegeben; die Grundstücke werden verkauft“, erklärt Dekan Ralf Drescher. Nicht betroffen sind die dortigen Pfarrhäuser, in denen die Pfarrer wohnen bleiben. Damit die Christen auch weiterhin eine Anlaufstelle in ihrem Pfarrbezirk, der so genannten Parochie, haben, sollen Gebietsräume – ähnlich denen des „Christushauses“ in Waldhausen – für die Gemeindeaktivitäten eingerichtet werden.
Konzeptionell Grundlegendes ändert sich ebenfalls an der Friedhofstraße. Dort wird das evangelische Gemeindehaus zu einem zentralen Haus der Kirche – für eine Investition von rund 4,9 bzw. 5,7 Millionen Euro. Noch ist offen, ob das Gebäude dafür komplett abgerissen wird oder bestehende Teile bei einem Neubau berücksichtigt werden können. „Sobald die Landeskirche ihre Zustimmung für die notwendigen Zuschüsse signalisiert habe, könne der Architekt mit der Planung beauftragt werden. „Ich rechne damit bis Herbst“, erklärt der Dekan. So sei frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2014 ein Baubeginn möglich. Im übrigen geht Dekan Ralf Drescher davon aus, dass die Baumaßnahmen dort rund drei Jahre dauern. So lange sollen auch die Gebäude im Hüttfeld und im Pelzwasen bestehen bleiben.
Teil der Neukonzeption der kirchlichen Immobilien ist auch das Dekanat im Südlichen Stadtgraben. Zunächst hat es Überlegungen gegeben, dieses zum Haus der Kirche zu erweitern. „Doch es stehen sowohl das Gebäude wie auch der Garten unter Denkmalschutz“, erläutert Drescher. Deshalb werde das Ensemble grundlegend saniert. Indessen werde die Kirchengemeinde das Haus Kastanie an den Kirchenbezirk verkaufen, um auch finanzielle Mittel zu erhalten.
Die finanzielle Situation sei neben der demografischen Entwicklung der Auslöser für diese umfänglichen Veränderungen. „Schon heute verschlingt allein der Unterhalt der Gebäude mehr als die Hälfte der Kirchensteuerzuweisungen“, so der Dekan. Dabei seien dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen nicht eingerechnet. Nur wenn man bestehende Strukturen verändere, könne man ein für die Zukunft tragfähiges Konzept erhalten.
Erst zu einem späteren Zeitpunkt will die Kirchengemeinde das Areal Westpreußenstraße und das Gebäude mit dem kirchlichen Verwaltungszentrum an der Wilhelm-Merz-Straße 13 bewerten. Das ökumenische Gemeindezentrum Peter und Paul werde in Absprache mit den Katholiken weiter entwickelt.
Mit dieser umfassenden Immo-Konzeption müssen die Protestanten gleichzeitig ihre Gemeindestruktur überdenken. Denn damit werden sich wohl auch die Zuschnitte der Pfarrbezirke ändern. „Für unsere Kirchengemeinde ist das die Chance, aus den Insellagen der Parochien, zu einer einheitlichen Gemeinde zusammenzuwachsen“, so Drescher.
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Dekan Drescher ehrt 16 Mitarbeitende (Foto: privat)
Dekan Drescher ehrt 16 Mitarbeitende
Aalen / an 120 Mitarbeitende hat der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Reinhard Krämer, des evangelischen Kirchenbezirks Aalen zur Versammlung im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Unterrombach begrüßt. Nach einer Andacht berichtete Dekan Ralf Drescher über die Entwicklung des Kirchenbezirks. Er bedankte sich bei den Mitarbeitenden für ihre gute Arbeit in den Kirchengemeinden. Sein besonderer Dank galt 16 Jubilarinnen. Auch der Vorsitzende der Kirchenbezirkssynode, Heinz Schmidt, schloss sich den Dankesworten an. Bei der Nachwahl zur Vervollständigung des Gremiums wurde Elke Weis aus Aalen gewählt. Liza Banzhaff von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erläuterte, wie wichtig eine private Altersvorsorge ist und was vor dem Abschluss eines Vertrages zu beachten sei. Das Foto zeigt die geehrten Mitarbeiterinnen Ingrid Haas, Rosa Steinhauer und Elvira Thum (20 Jahre) Doris Maier, Heidrun May, Ursula May, Dagmar Spitzner und Jutta Tischer (25 Jahre), Elsbeth Krauß und Jutta Werner (30 Jahre) mit Dekan Ralf Drescher, dem MAV-Vorsitzenden Reinhard Krämer und Heinz Schmidt.
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Dekan Ralf Drescher segnet Marco Frey als Bezirksjugendpfarrer in der Hüttlinger Versöhnungskirche ein. (Foto: opo)
Ein neuer Pfarrer für die Jugend
Bezirksjugendpfarrer mit einer Viertelstelle
Der evangelische Kirchenbezirk Aalen hat seit Sonntag offiziell einen neuen Bezirksjugendpfarrer. Dekan Ralf Drescher hat Marco Frey im Jugendgottesdienst Fun©e, der dieses Mal in Hüttlingen gefeiert wurde, in sein Amt eingesetzt.
Ulrike schneider
Hüttlingen/Aalen. Die Hüttlinger Versöhnungskirche war am Sonntagabend fest in der Hand von rund 140 jungen Menschen. Das evangelische Jugendwerk Aalen hatte zum Bezirksjugendgottesdienst geladen. Der stand unter dem Titel „Wirus – Achtung ansteckend“. Während der Feier wurde allerdings auch Marko Frey als neuer Bezirksjugendpfarrer und damit als Nachfolger von Achim Bellmann in sein Amt eingesetzt. „Ich bin berührt von der Atmosphäre und der starken Botschaft der Predigt“, sagte Dekan Ralf Drescher und erklärte den Jugendlichen, man habe Ort und Rahmen für die Einsetzung bewusst gewählt. „Ein Jugendpfarrer kann nichts alleine ausrichten, dazu braucht es junge Menschen“, stellte der evangelische Dekan fest, ehe er den Pfarrer der Aalener Markusgemeinde auf das Amt des Jugendpfarrers verpflichtete. Dabei informierte Drescher die Jugendlichen über das so genannte Ordinationsgelübde. „Die Sprache ist euch vermutlich fremd, doch sie verbindet uns mit einer ganz langen Geschichte.“
Davor hatte sich der neue Jugendpfarrer, der weiterhin in der Markusgemeinde bleibt, kurz vorgestellt. Er sei verheiratet, habe zwei Töchter und freue sich auf seine neue Aufgabe. Frey betonte, dass es für einen Kirchenbezirk von der Größe des Aaleners eher ungewöhnlich sei, eine Stelle für einen Jugendpfarrer einzurichten. „Wir wollen mit der Neubesetzung der Stelle aber ein Zeichen für die Jugendarbeit setzen“, sagt der Theologe. Daher gebe es zudem auch künftig drei Jugendreferenten im Bezirk. Denn die Jugend sei die Zukunft der Welt und der Kirche.
Die besten Wünsche fürs neue Amt überbrachte stellvertretend das Leitungsgremium des evangelischen Jugendwerks um dessen Vorsitzenden Christoph Reichart. Frey möge sich „anstecken lassen vom Virus“ der Innovation, der Motivation, der Offenheit und der Neuerungen. Die Band „Fryk“ hat den Fun©e-Jugendgottesdienst, der an wechselnden Orten im Kirchenbezirk gefeiert wird, musikalisch mitgestaltet. Pfarrerin z.A. Florentine Arshadi von der gastgebenden Kirchengemeinde Wasseralfingen dankte allen Beteiligten.
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Kinderkleiderbasar spendet
Kinderkleiderbasar spendet
Der Erlös des diesjährigen Oberdorfer Kinderkleiderbasars in Höhe von 500 Euro geht an die im vergangenen Jahr in Bopfingen eröffnete Beratungsstelle des Kreisdiakonieverbands Ostalb für Familien in Not. Die Beratungsstelle im evangelischen Gemeindehaus ist immer donnerstags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Dort fand auch die Spendenübergabe statt. Das Bild zeigt v.r. Pfarrer Stephan Stiegele, Heidi Müller und Anita Bauer vom Basarteam der evangelischen Kirchengemeinde, die den Spendenscheck an Diakon Jörg Dolmetsch übergeben haben.
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Landesbischof July: „Den Geburtstag der Kirche mit Christen aus vielen Ländern feiern“
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Der 44-jährige Pfarrer im Schuldienst übernimmt die Nachfolge von Reinhard Zimmerling
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