© Schwäbische Post 17.02.2012

WORT ZUM SONNTAG
 
Immer wenn ich Schlittschuhläufer sehe, faszinieren mich die fließenden Bewegungen, Linien, Punkte und Kurven. Ab und an Unterbrechungen – Luftsprünge.
„Es gibt zielgerichtete Bewegungen, die die direkte, schnelle Verbindung zwischen zwei Punkten suchen. Es gibt Abweichungen vom schnellen Weg zum Ziel – Umwege, die sich aber ebenfalls von ihrem Ziel her bestimmen. Und es gibt Bewegungen, die sich nicht unter solche Kategorien oder Wertungen fassen lassen. Tanzen zum Beispiel“, meint Anselm Grün und zitiert den Benediktiner Steindl-Rast: „Schließlich tanzen wir ja nicht, um irgendwo hinzukommen.“
Wann haben Sie zum letzten Mal getanzt? Tanzen, einfach um zu tanzen. Mitmachen oder zuschauen: sei es Eislaufen, Staatsballett oder abends beim Ausgehen. Tanzen, um des Tanzens willen, ohne weiteren Sinn und Zweck.
War Tanzen in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit nicht völlig überflüssig?
Wir können im Tanzen die gemeinsame Bewegung genießen, die Welt vergessen. Im Tanzen eine gemeinsame Linie verfolgen – was statt durch Kontrolle ja viel leichter durch ein Sich-Loslassen und Sich-Einlassen geht (Anselm Grün). Ganz im Rhythmus, der Musik, im Augenblick aufgehen. Ganz in der Gegenwart sein, sich hingeben. So spüren sich Körper, Geist und Seele zusammen. In diesem Sinn hat Tanzen auch etwas Spirituelles.
Für unsere Gottesdienste wünsche ich mir das auch: Bewegung, Linien, Punkte, Zentrierung. Ab und an Unterbrechung im Alltag – vielleicht sogar Luftsprünge. Was brauchen Sie, damit im Gottesdienst die Seele in diesem Sinn „tanzen“ kann?
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© Schwäbische Post 16.02.2012

Probleme eines kleinen Ortes
 
In Walxheim fand der Auftakt zur Visitation durch Dekan Ralf Drescher statt
 
Eine gelungene Auftaktveranstaltung zu den Visitationen durch Dekan Drescher fand jetzt in Walxheim statt. Man schüttete vor dem Besucher gerne das Herz aus.
 
Unterschneidheim-Walxheim. Man traf sich in der evangelischen St. Erhardkirche in Walxheim. Ralf Drescher, Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Aalen, erläuterte, Visitationen fänden etwa alle acht Jahre statt und bedeuteten im wesentlichen eine Bestandsaufnahme und einen Beratungsprozess.
Kindergottesdienstteam, Jungschar und der Jugendkreis erläuterten Drescher ihre Sicht der Dinge, nannten Wünsche, Pläne und Kooperationen. F. Scherer sprach für den Frauenkreis, H. Peyk für den Posaunenchor, F. Rinckleb für die Patchwork-Gruppe und Dietmar Pflanz für den Kirchengemeinderat. Kreisrätin, Marlies Kleinhans benannte die Berührungspunkte des Ostalbkreises mit den Kirchen. Sie spannte einen Bogen von Landflucht und Landarztmangel über das vielfältige Vereins- und Dorfleben und sprach auch über den Fortschritt der Ökumene in Walxheim.
Anschließend berichtete Pfarrer Schmid aus Tannhausen über seine schon 18-jährigen Erfahrungen, die er in nachbarschaftlicher und gemeinschaftlicher Kirchenarbeit gesammelt hat. F. Drost vom Handels- und Gewerbeverein Unterschneidheim trug vor, wie die Vereine die Kirchengemeinde sehen und wies darauf hin, dass die Bürger der auswärtigen Orte vermehrt angesprochen sowie Jugendliche nach der Konfirmation besser integriert werden sollten.
Ortsvorsteher Wolfgang Schäfer gab einen detaillierten Überblick über die Gemeinde. Sein persönliches Anliegen ist vor allem, dass die Zusammenarbeit sowohl zwischen Kirchengemeinde und kommunaler Gemeinde wie auch zwischen den Konfessionen weiterhin funktioniert. Nachdem Pfarrer Bergius im November in den Ruhestand geht, bat Schäfer Dekan Drescher, eine volle Pfarrstelle einzuplanen. Was Drescher mit „Ich streng mich an“ beantwortete.
Gottlieb Schierle als geschäftsführender Schulleiter der Gemeinde sprach über die Schwierigkeiten, in kleinen Dorfschulen einen evangelischen Religionsunterricht zu ermöglichen, weil die Kinderzahl zu gering ist. Bisher wurden die evangelischen Kinder von Zöbingen und Zipplingen gemeinsam unterrichtet, was jedoch einen großen Fahr- und Planungsaufwand bedingte. Heuer sei die erforderliche Schülerzahl gar nicht gegeben, die evangelischen Kinder werden deshalb im katholischen Religionsunterricht mitunterrichtet.
Zum Abschluss der Visitation wurde in kleinen Gruppen erarbeitet, was jetzt und in der Zukunft wichtig ist. Hier wurde vor allem Vorschläge gesucht, um weitere Gemeindeglieder besser anzusprechen, zum Beispiel: In Walxheim fehle ein großer Saal, um den Weltgebetstag der Frauen und den Adventsnachmittag wie bisher zu feiern, wurde beklagt; vielleicht könne wieder ein Gospelchor starten; die Kirchengemeinderatsarbeit sollte transparenter gestaltet werden. Dekan Drescher sieht vor allem eine Herausforderung in der Struktur des Ortes: . Walxheim ist sehr klein. Wie können weitere Menschen der umliegenden Gemeinden mobil gemacht werden? Man müsse noch mehr auf die Leute zugehen, meinte er, zugleich sehe er auch eine große Chance in der Vertrautheit der Kirchengemeindemitglieder untereinander: Dies sei ihm von Beginn an aufgefallen.
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© Aalener Nachrichten 14.02.2012

Bild 1

Andreas Malessa (links) und Pfarrer Bernhard Richter (Mitte) verteilen beim Gottesdienst zum Valentinstagin der Stadtkirche rote Herzen. (Foto: Thomas Siedler)

Liebe, Sehnsucht und Segen
 
Aalen / pm Zu einem etwas anderen Gottesdienst hat gestern Abend die evangelische Kirchengemeinde in die Stadtkirche eingeladen. Im Rahmen des Jahres des Gottesdienstes sollte es wieder einmal einen Gottesdienst zum Valentinstag geben. Er werde immer ein bisschen belächelt, wenn er zu diesem Gottesdienst einlade, sagte Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. Aber er sei der Überzeugung, dass dieser Tag nicht nur den Floristen und dem Süßwarenhandel überlassen werden dürfe. Sondern die ganze Bibel sei eine einzige Liebesgeschichte Gottes mit den Menschen und dieser Welt.
 
Als Pediger für diesen Abend konnte Andreas Malessa gewonnen werden, bekannt als Hörfunk- und Fernsehjournalist, in früheren Jahren auch als Sänger im Duo Arno & Andreas. Doch gestern sang er nicht, sondern sprach eine klare Botschaft von Liebe, Sehnsucht und Segen. Dabei ließ sich Andreas Malessa leiten von der Frage: ohne Liebe ist doch alles nichts, oder? Und dann ging es um alle nur denkbaren Themen: um den Reiz der ersten Liebe und den Schmerz der ersten Trennung, um das Glück einer erfüllten Ehe und die Kosten der Scheidung, um die Geborgenheit in einem eigenen Nest und die Mehrfachmühen in einer Patchwork-Familie, immer haben Menschen beides im Blick, wenn sich die Sehnsucht meldet. Eine überzeugende Predigt, die immer auch den Gottesbezug nicht aus den Augen verlor und die weit über den Valentinstag hinaus reicht.
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15.02.12: "Der Mensch darf nicht zum Objekt des Helfens werden"

Landesbischof July hält Grundsatzreferat bei 60 Jahre Evangelische Heimstiftung
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14.02.12: "Frucht langjähriger Bemühungen in der Asylarbeit"

Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July begrüßt gelockerte Residenzpflicht für Asylbewerber
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12.02.12: "Gott hat eine Schwäche für die Schwachen"

Der neue Heilbronner Regionalbischof Harald Stumpf ruft auf zur Solidarität mit den Armen
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