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Evangelische Kirchengemeinde
Kirchheim am Ries

Die Kirchengemeinde Kirchheim am Ries (ca. 750) umfasst den Hauptort und den Ortsteil Dirgenheim der Gemeinde Kirchheim am Ries. Der Ortsteil Benzenzimmern bildet eine eigene Kirchengemeinde, die jedoch vom Pfarramt Kirchheim am Ries betreut wird. Das eigentliche kirchliche Leben begann in Kirchheim am Ries mit der Gründung des Zisterzienserinnenklosters Mariä Himmelfahrt durch Graf Ludwig VI von Öttingen im Jahr 1267. Das exemte Kloster konnte einen erheblichen Besitz in Kirchheim am Ries, das damals noch aus zwei Dörfern Ober- und Unterkirchheim bestand sowie dem gesamten Umland auf sich vereinen und bestand bis 1805 (im 19. Jahrhundert wurde es dann zum Teil abgebrochen). Graf Ludwig XV. wollte die Reformation einführen, was jedoch Kaiser Karl V. untersagte. So blieb das Kloster stets katholisch, der Ort selbst wurde aber evangelisch. Dies wurde im Passauer Vertrag von 1552 festgelegt. Der evangelischen Gemeinde diente fortan die ursprünglich romanische Kirche St. Joseph in Oberkirchheim, die 1497 spätgotisch umgebaut worden war. Diese Kirche wurde 1902 umgebaut. Eine weitere Pfarrkirche war die frühgotische Kirche St. Martin in Unterkirchheim. Diese Kirche dient heute als Friedhofskirche.

Dirgenheim sowie die heutigen Unterschneidheimer Ortsteile Geislingen, Unterwilflingen (mit Oberwilflingen) und Zipplingen (mit ) blieben nach der Reformation katholisch. Die überwiegend erst nach dem Zweiten Weltkrieg zugezogenen evangelischen Bewohner wurden zunächst der Kirchengemeinde Kirchheim am Ries zugeordnet. Mit Verfügung vom 11. Mai 2001 wurden die Ortsteile Geislingen, Unterwilflingen (mit Oberwilflingen) und Zipplingen (mit Sechtenhausen, Wössingen) von der Kirchengemeinde Kirchheim am Ries gelöst und der Kirchengemeinde Walxheim angegliedert.



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