Goldburghausener Kirchengemeinde verzichtet auf Pfarrstelle
Die Pfarrstellen im Ries werden reduziert. Statt wie bisher drei Stellen werden es künftig nur noch zwei sein. Die Pfarrstelle Goldburghausen wird aufgehoben. Den Weg dafür frei gemacht hat der Kirchenbezirksausschuss am Montagabend bei seiner Tagung in Ellwangen.
Ulrike Schneider
Ellwangen/Riesbürg. Das Vorhaben ist nicht neu. Der so genannte Pfarrplan 2011 der evangelischen Landeskirche sieht es vor, dass Pfarrstellen eingespart werden müssen. Betroffen in unserer Region sind fünf evangelische Gemeinden im württembergischen Ries: die fünf Kirchengemeinden Goldburghausen, Pflaumloch, Trochtelfingen, Kirchheim und Benzenzimmern. Bislang waren dort drei Pfarrstellen angesiedelt. Kirchheim mit 100 Prozent Pfarrdienst, Goldburghausen und Pflaumloch mit 100 Prozent und Trochtelfingen mit 75 Prozent. Künftig sollen es aber nur noch zwei sein.
„In den vergangenen Monaten haben wir deshalb viel diskutiert“, erklärte am Montagabend Dekan Albrecht Daiss im Kirchenbezirksausschuss. Schließlich gehe es darum einen Weg zu finden, den alle mittragen können. „Mir ist ein Konsens wichtig“, hob der Dekan wiederholt hervor. Und den scheint man nun gefunden zu haben.
Im Ries verbleiben eine Pfarrstelle mit je 100 Prozent in Trochtelfingen (bisher 75 Prozent) und eine in Kirchheim. Die Pfarrstelle, die bisher Goldburghausen und Pflaumloch betreut hat, wird vollständig aufgehoben. Dem haben die Mitglieder des Kirchenbezirksausschusses zugestimmt. Das Votum der Bezirkssynode steht allerdings noch aus. „Wir erwarten jedoch auch dort, dass die neue Struktur akzeptiert wird“, sagte der Dekan auf Nachfrage aus dem Plenum. Die Goldburghausener Kirchengemeinde habe ihren Verzicht bereits mehrheitlich beschlossen.
Um diese beiden Ries-Gemeinden optimal entwickeln und betreuen zu können, müsse man eine neue Form, zwei Seelsorgeeinheiten für die fünf Gemeinden, finden. Dies solle in den kommenden Jahren geschehen. In der bisherigen Diskussion habe sich herauskristallisiert, dass Kirchheim und Trochtelfingen als Standorte für die Pfarrämter sinnvoll seien. Beeinflussende Faktoren seien die Gemeindegrößen und vor allem auch der Zustand der Pfarrhäuser gewesen. „Trochtelfingen und Kirchheim sind in tadellosem Zustand“, bekräftigte der Dekan. Ein Problem seien allerdings die Gemeinderäume in Goldburghausen. Die seien dort ebenfalls im Pfarrhaus.
Ebenfalls noch umzusetzen sei die 100-Prozent-Stelle in Trochtelfingen. Derzeit sei sie mit 75 Prozent besetzt. Und das bleibe vorerst auch so. Deshalb werde von Kirchheim der 25-Prozent-Anteil übernommen, in Form von Religionsunterricht. Die Stellen werden zu gegebener Zeit ausgeschrieben, so Daiss. Ebenfalls in den nächsten Jahren müsse man klären, wo die Geschäftsführung für die Gemeinden angesiedelt werden soll.