© Aalener Nachrichten 28.04.2010

Viele gute Wünsche hat es beim Richtfest zur Erweiterung des evangelischen Kindergartens Abtsgmünd von Zimmerermeister Wolfgang Kiesel (zweiter von links) gegeben. Bis zum kommenden Kindergartenjahr soll das Projekt abgeschlossen sein.

Viele gute Wünsche hat es beim Richtfest zur Erweiterung des evangelischen Kindergartens Abtsgmünd von Zimmerermeister Wolfgang Kiesel (zweiter von links) gegeben. Bis zum kommenden Kindergartenjahr soll das Projekt abgeschlossen sein.

Erweiterung liegt voll im Zeitplan

 
(ABTSGMÜND/na) Nach knapp sechs Wochen Bauzeit ist die Erweiterung des evangelischen Kindergartens Abtsgmünd schon weit gediehen. Zum Start des Kindergartenjahrs 2010/2011 soll alles planmäßig fertig sein.
 
Die Arbeiten für die rund 300 000 Euro teure Erweiterung des evangelischen Kindergartens Abtsgmünd haben vor sechs Wochen termingerecht begonnen. Das Richtfest Donnerstagmittag hat dann gezeigt, wie weit die Handwerker schon gekommen sind. „Wir liegen super im Zeitrahmen“, sagt Sonja Rettenmaier von der Gemeinde Abtsgmünd, die mit 200 000 Euro zwei Drittel der Baukosten trägt. Spätestens zum Kindergartenjahr 2010/2011 soll der Erweiterungsbau in Betrieb gehen. Zum nächsten Kindergartenjahr kann dann zusätzlich zu den bestehenden zwei Gruppen noch eine dritte Gruppe für Kinder ab zwei Jahren angeboten werden.


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© Schwäbische Post 29.04.2010

Die einen sind arbeitslos – andere können nicht mehr von ihrer Arbeit leben. „Alle sollen sich dafür einsetzen, dass der soziale Aspekt wieder mehr zählt“, sagt Wolfgang Klok, Regionalvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftbundes Ostwürttemberg.  (Foto: sf)

Die einen sind arbeitslos – andere können nicht mehr von ihrer Arbeit leben. „Alle sollen sich dafür einsetzen, dass der soziale Aspekt wieder mehr zählt“, sagt Wolfgang Klok, Regionalvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftbundes Ostwürttemberg. (Foto: sf)

„Arbeit haben – keine haben“

Den „Tag der Arbeit“ thematisierte die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen
 
Morgen ist 1. Mai, der gesetzliche Feiertag zum „Tag der Arbeit“. Die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen feierte hierzu vergangenen Sonntag einen ökumenischen Gottesdienst. „Arbeit haben – keine haben“ war dieser überschrieben.
 
Sandra Fischer
 
Aalen-Wasseralfingen. Bereits seit zwölf Jahren thematisiert die evangelische Kirchengemeinde den Tag der Arbeit mit einem Gottesdienst. Initiator war der ehrenamtliche Mitarbeiter und ehemalige Kirchengemeinderat Jakob Koch, im Bestreben, Kirche und die Gewerkschaften aufeinander zugehen zu lassen.
Dass sich Kirche und Gewerkschaft gemeinsam der Not stellen, bewertet Wolfgang Klok, Regionalvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftbundes Ostwürttemberg, als sehr positiv. „Manche können nicht mehr von ihrer Arbeit leben“, sagte er beim Gottesdienst. Weiter habe die Wirtschafts- und Finanzkrise gezeigt, wohin der „Casino-Kapitalismus“ führe. „Alle sollten sich dafür einsetzen, dass der soziale Aspekt wieder mehr zählt“, meinte er. Außerdem solle die Politik nicht Arbeitslosigkeit, sondern Arbeit finanzieren, erwähnte er.
 
„Die Zahlungsmoral ist desolat“
Hermann Schöll, Ingenieurbüro, vertrat die Seite der Selbstständigen und berichtete vom „Kampf, einen Betrieb über Wasser zu halten“. „Die Zahlungsmoral ist desolat“, erzählte er sorgenvoll. Trotzdem schöpfe er aus seinem Glauben immer wieder neue Kraft. Diakon Siegfried Herrmann schloss in seine Gebete Arbeitgeber mit den Worten „Kapital verpflichtet“, Gewerkschaften und die Jugend ein, die beide nicht den Mut verlieren sollten. „Alle sollten mithelfen, dass die Menschen ohne Arbeit nicht ihr Selbstwertgefühl verlieren“, sagte Herrmann.
Pfarrerin Ursula Richter knüpfte in ihrer Predigt zum Gleichnis nach Matthäus 20, 1-16 vom Gutsbesitzer und den Arbeitern im Weinberg an: „Jeder Mensch ist in Würde, Wert und im Menschsein gleichgestellt. Das sollten die Menschen spüren“, betonte sie. Ebenso rückte sie ins Bewusstsein: „Im Gleichnis spricht der Gutsbesitzer mit denen, die keine Arbeit haben, anstatt über sie zu sprechen“. Im Vergleich hierzu denken heutzutage viele, dass Hartz-IV-Empfänger nicht arbeiten wollen, weiß sie um die häufigen Vorurteile. Arbeitslosigkeit sei heute sehr nah und betreffe nicht nur gering qualifizierte Menschen. „Sie kann jeden treffen“, sagte sie und stellte heraus, dass jeder ein Recht auf Arbeit habe.
Pfarrerin Richter weiß aus eigener Erfahrung mit ihren Kindern, wie hart und frustrierend es derzeit auf dem Arbeitsmarkt aussieht. „Es tut mir weh, wenn junge Leute so ins Leben einsteigen“, sagt sie, die darüber hinaus als Vorsitzende des Regionalen Bündnisses für Arbeit nah an der Problematik dran ist.
Persönlich rät sie verzweifelten Menschen in Arbeitslosigkeit, sich nicht fallen zu lassen oder aufzugeben. Der Wille zu kämpfen sollte dasein und keine Scheu davor, „ins Unbekannte aufzubrechen“ – sei es mit einer räumlichen Veränderung oder im Ausprobieren einer neuen Arbeit.
Sie ist sich dessen bewusst, dass dies nicht immer leicht zu bewerkstelligen ist. Ebenso weiß die Pfarrerin um zermürbende, befristete Arbeitsverträge: „Diese verhindern jegliche Lebensplanung“.


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© Schwäbische Post 29.04.2010

„Kirchen in Indonesien wachsen“

Gemeindeabend der evangelischen Kirche – Hans Heinrich berichtete über Indonesien
 
Seit zehn Jahren unterstützt die evangelische Kirchengemeinde eine kirchliche Ausbildungsstätte für Schreiner in Indonesien, die an eine Kokosholzwerkstatt angeschlossen ist. „Die Kirchen in Indonesien wachsen“, berichtete Hans Heinrich beim Gemeindeabend.
 
Lothar Schell
 
Oberkochen. Die christlichen Gemeinden in Indonesien verzeichneten in den vergangenen Jahren einen steten Zuwachs an Gemeindegliedern, begann der Indonesien-Referent seine Ausführungen. Die Kirchen seien zum Teil so überfüllt, dass um die bisherigen Gotteshäuser herum der Rohbau für neue, größere Kirchen erstellt werde, bevor man dann die alte Kirche abreiße und am selben Ort ein deutlich größeres Kirchengebäude fertig stellt.
Bilder von dieser eindrucksvollen Art der Kirchenerweiterung waren beim Gemeindeabend im Christian-Hornberger-Saal mit Hans Heinrich, dem Indonesien-Referent des evangelischen Missionswerks Südwestdeutschland, zu sehen. Frauentreff und Männerforum hatten gemeinsam mit der Kirchengemeinde zu dieser sehr gut besuchten Informationsveranstaltung eingeladen.
Hans Heinrich war selbst mit seiner Familie mehrere Jahre in Indonesien als kirchlicher Berater tätig und initiierte und begleitete im Bergland Sulawesis kirchliche Entwicklungsprojekte im Agrarbereich. Heinrich stellte unter anderem ein Aufforstungsprojekt der evangelischen Kirche auf Bali vor, die brach liegendes Kirchenland nutzt, um es mit einem tropischen Mischwald aufzuforsten.
 
Hilfe kommt aus Oberkochen
In die Reihe kirchlicher Entwicklungsprojekte, die aus sozialen und ökologisch sinnvollen Ideen entstanden sind, gehört auch die Kokosholzfabrik in Tomohon in Nordsulawesi. Mit Hilfe deutscher Experten wurde eine Technik gefunden, das schwierig zu bearbeitende und sehr harte Kokosholz zuerst zu trocknen und dann zu bearbeiten. Jahrzehntelang vergammelte das Holz in aufgegebenen Plantagen oder wurde allenfalls als Brennholz verwendet.
„Inzwischen wurden nicht nur dekorative Möbel aus dem dunkelbraunen Tropenholz gefertigt, sondern auch Fertighäuser“, betonte der Referent. Derzeit arbeite die Werkstatt an einer großen Lieferung für Bodenbeläge aus Kokosholz nach Europa. An diese Kokosholzwerkstatt angeschlossen ist eine kirchliche Ausbildungsstätte für Schreiner, die von der evangelischen Kirchengemeinde seit zehn Jahren unterstützt wird.
Hierunter fallen seit vielen Jahren auch Spenden aus dem Entwicklungshilfefonds der Stadt Oberkochen. Jugendliche erhalten dort eine mindestens zweijährige Schreinerausbildung und lernen die Bearbeitung von Kokosholz. Neben der Ausbildung in der Lehrwerkstatt werden sie blockweise in der Produktion der Kokosholzwerkstatt mit eingesetzt, so dass sie verschiedene Erfahrungen für ihren Beruf sammeln. Neu ist, dass die Jugendlichen, die vielfach aus abgelegenen Dörfern stammen, mit ihrer Ausbildung eine Grundausstattung an Schreinerwerkzeug erhalten, so dass sie in ihren Heimatregionen sofort kleinere Aufträge übernehmen können.
Nach Aussage von Hans Heinrich sollen künftig neben der Schreinerausbildung auch Grundkenntnisse im Gemüseanbau vermittelt werden, so dass sich die Jugendlichen zu Hause ein zweites wirtschaftliches Standbein aufbauen können. „Auch das kirchliche Engagement in Entwicklungsprojekten trägt zur wachsenden Attraktivität der christlichen Gemeinden auf Sulawesi bei“, erklärte Hans Heinrich. Die verschiedenen kirchlichen Projekte seien meist nicht nur für Christen, sondern auch für Muslime offen. „Unsere Förderung fällt auf fruchtbaren Boden“, schloss Pfarrer Albrecht Nuding den Gemeindeabend.

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© Schwäbische Post 29.04.2010

Beratung fördern

Evangelischer Diakonie- und Krankenpflegeförderverein tagte
 
Im großen Saal des Speratushauses fand jetzt die gut besuchte alljährliche Mitgliederversammlung des evangelischen Diakonie- und Krankenpflegefördervereins statt.
 
Ellwangen. Nach der Schilderung der vielfältigen Aktivitäten im vergangenen Jahr durch die Vorsitzende des Vereins, Margrit Böltz, berichtete Pfarrer Martin Schuster über die Beendigung der Kooperation mit der Samariterstiftung und die Gründe hierfür: Durch die Beendigung des 2005 geschlossenen Kooperationsvertrages können in Zukunft andere diakonische Tätigkeitsfelder stärker unterstützt werden.
Schuster machte den Vorschlag, die Sozial- und Lebensberatung im Haus der Diakonie zu fördern. Damit dort die Beratung wie seither aufrecht erhalten werden kann, übernimmt der Verein zunächst für ein Jahr die Personalkosten in Höhe von 3200 Euro und sichert damit die Kontinuität der Arbeit. Ohne diese Förderhilfe müsste die Beratung in Ellwangen ersatzlos gestrichen werden. Mit dieser Hilfe kann sie weiterhin vierzehntägig, immer am Dienstag, jeweils vier Stunden stattfinden. Die Versammlung war einhellig der Meinung, dass diese Förderung angesichts der steigenden Zahl von Hartz IV-Empfängern eine sehr wichtige Aufgabe der Diakonie darstelle und stimmte einstimmig für diesen Vorschlag.
Der Bericht von Kassiererin Vollmer ergab einen ausgeglichenen Jahresabschluss 2009. Die Erörterung des Haushaltsplanes 2010 beschäftigte sich mit der Verteilung der Fördergelder. Einstimmig wurde beschlossen, dass außer für die Sozial- und Lebensberatung Fördermittel für Einzelfallhilfen der Diakoniegruppe, für den ökumenischen ambulanten Hospizdienst, die Tagespflege der St. Anna-Schwestern, die Demenzgruppe der katholischen Sozialstation und den Gesprächskreis für pflegende Angehörige zur Verfügung gestellt werden sollen.
Insbesondere durch die Personalkosten zur wichtigen Weiterführung der Beratung muss im Jahr 2010 aus den Rücklagen Geld entnommen werden. Der Vorstand hofft auf weitere Einnahmen durch neue Mitglieder.
Zum Schluss hielt Diakon Dolmetsch vom Kreisdiakonieverband Ostalbkreis einen Vortrag über die Diakonie als eines der vier Merkmale der Kirche und erklärte diese zu einer Grundaufgabe einer Kirchengemeinde. Er lobte dabei in besonderem Maß die Diakonie in Ellwangen.

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© Aalener Nachrichten 28.04.2010

Diakonieverein investiertweiter in gute Beratung

(Ellwangen/pm) Vorsitzende Margit Böltz hat bei der Hauptversammlung des evangelischen Diakonie- und Krankenpflegefördervereins auf die vielfältigen Aufgaben des Jahres 2009 zurückgeblickt. Pfarrer Martin Schuster berichtete von der Beendigung der Kooperation mit der Samariterstiftung.
 
Durch die Beendigung des 2005 geschlossenen Kooperationsvertrages können in Zukunft andere diakonische Tätigkeitsfelder stärker unterstützt werden. Pfarrer Martin Schuster machte den Vorschlag, die Sozial- und Lebensberatung im Haus der Diakonie zu fördern. Damit dort die Beratung wie seither aufrecht erhalten werden kann, übernimmt der Verein zunächst für ein Jahr die Personalkosten in Höhe von 3200 Euro und sichert damit die Kontinuität der Arbeit. Ohne diese Förderhilfe müsste die Beratung in Ellwangen ersatzlos gestrichen werden.
 
Mit dieser Hilfe kann sie weiterhin vier Stunden vierzehntägig, immer am Dienstag, stattfinden. Die Versammlung war einhellig der Meinung, dass diese Förderung angesichts steigender Hartz IV- Empfänger eine sehr wichtige Aufgabe der Diakonie darstellt und stimmte einstimmig für diesen Vorschlag.
 
Fördergelder werden verteilt
 
Der Bericht von Kassiererin Vollmer ergab einen ausgeglichenen Jahresabschluss 2009. Die Erörterung des Haushaltsplanes 2010 beschäftigte sich mit der Verteilung der Fördergelder. Einstimmig wurde beschlossen, dass außer für die Sozial- und Lebensberatung Fördermittel für Einzelfallhilfen der Diakoniegruppe (500 Euro), für den ökumenischen ambulanten Hospizdienst (300 Euro), die Tagespflege der Sankt-Anna-Schwestern (200 Euro), die Demenzgruppe der katholischen Sozialstation (200 Euro) und den Gesprächskreis für pflegende Angehörige (100 Euro) zur Verfügung gestellt werden sollen.
 
Insbesondere durch die Personalkosten zur wichtigen Weiterführung der Beratung muss im Jahr 2010 aus den Rücklagen Geld entnommen werden. Der Vorstand hofft auf weitere Einnahmen durch neue Mitglieder.
 
Zum Schluss hielt Diakon Dolmetsch vom Kreisdiakonieverband Ostalbkreis einen Vortrag über die Diakonie als eines der vier Merkmale der Kirche und erklärte diese zu einer Grundaufgabe einer Kirchengemeinde. Er lobte dabei in besonderem Maße die Diakonie in Ellwangen.

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© Aalener Nachrichten 28.04.2010

Senioren nutzen Angebote

(ESSINGEN/pm) Bei der Hauptversammlung des Fördervereins Essinger Seniorenbetreuung haben die Mitglieder das vergangene Vereinsjahr Revue passieren lassen. Die vielen Angebote für Senioren kommen nach wie vor gut an.
 
Die Vorsitzende Brigitte Meck ging auf die Aktivitäten und Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein. Fast jeden Tag gab und gibt es weiterhin Angebote wie Spielenachmittage, Gedächtnistraining, Gesprächskreis, Volksliedersingen, Diavorträge oder die gut besuchte Seniorengymnastik. Das monatliche Sonntagscafé erfreue sich großer Beliebtheit. Die Nutzung der Angebote stieg an, ganz besonders beim Gedächtnistraining und bei der Seniorengymnastik.
 
Ein Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Gemarkungsfahrt, die den Teilnehmern interessante Einblicke bot. Zum fünfjährigen Bestehen des Pflegewohnhauses fand im Juli das Johanniterfest in Essingen statt. Auch hier hat der Förderverein mit zum Gelingen beigetragen.
 
Mit der Einrichtungsleiterin Jutta Krauß und der Pflegedienstleiterin im Pflegewohnhaus Essingen, Elke Ulonska, sei die Zusammenarbeit nach wie vor gut. In Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde, dem Krankenpflegeverein sowie der Diakonie-Sozialstation unterstützt der Förderverein die Gesprächsgruppe „Pflegende Angehörige“ die sich monatlich in der Begegnungsstätte trifft.
 
Als neues Angebot gibt es seit 1.März das Café zur guten Stube in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Aalen. Dieses Angebot ist an Familien mit demenziell Erkrankten gerichtet. Jeden Montagvormittag werden demenziell Erkrankte von der Betreuungsgruppe unter Leitung einer Fachkraft von 9 bis 12 Uhr betreut.

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© Schwäbische Post 28.04.2010

Jugendabende zu Glaubensfragen

Heute und am 5. Mai in Aalen
 
In der evangelischen Martinskirche Aalen startet heute ein Versuch, an zwei Abenden zum Thema „Glauben“ besonders junge Leute anzusprechen. Veranstalter sind die Jugendgruppe der „Apis“ und die „Lebendige Gemeinde“.
 
Aalen. Die Jugendgruppe der „Apis“ wird die Abende moderieren und musikalisch begleiten. Die Gruppe besteht seit knapp zwei Jahren. „Wir wollen nicht einfach nur für uns bleiben, sondern offen für andere sein“, sagt Michael Häfele, einer der Aktiven. Deshalb engagierten sich die Jugendlichen mit dem „Arbeitskreis Lebendige Gemeinde“. „Apis ist quasi ein Kosename für Altpietisten“, erklärt Häfele. Die „Apis“ sei der Evangelische Gemeinschaftsverband Württemberg, ein freies Werk innerhalb der Evangelischen Landeskirche.
Den „Input“ gibt heute ab 19 Uhr Christian Lehmann aus Tübingen zur Frage „Was den Glauben krisensicher macht“. Am Mittwoch, 5. Mai, ab 19 Uhr spricht Reiner Holweger aus Korntal-Münchingen über „Was den Glauben stark macht“. Beide Referenten sind Pfarrer der Evangelischen Landeskirche. Mit dabei ist auch die Tanzformation „Praise by Dancing“ aus Heidenheim.
 
Veranstaltungsort ist die evangelische Martinskirche Aalen, Zebertstraße 39. Dort trifft sich auch jeden Mittwoch von 19 bis 21 Uhr die Jugendgruppe der „Apis“.

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© Schwäbische Post 27.04.2010

Ort für Senioren beliebt

Förderverein Essinger Seniorenbetreuung – Mitgliederversammlung
 
Die Angebote des Fördervereins Essinger Seniorenbetreuung werden immer besser angenommen. Das ging aus der Mitgliederversammlung hervor.
 
Essingen. Wie Vorsitzende Brigitte Meck berichtete, sei die Begegnungsstätte mit viel Leben gefüllt. Fast jeden Tag gebe es Angebote wie Spielenachmittage, Gedächtnistraining, Gesprächskreis, Volksliedersingen, Dianachmittage, Seniorengymnastik. Das monatliche Sonntagscafé erfreue sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die Zusammenarbeit mit der Einrichtungsleiterin Jutta Krauß und der Pflegedienstleiterin im Pflegewohnhaus Essingen, Elke Ulonska, sei die Zusammenarbeit nach wie vor gut.
In Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde, dem Krankenpflegeverein sowie der Diakonie-Sozialstation unterstütze der Förderverein die Gesprächsgruppe „Pflegende Angehörige“, die sich monatlich in der Begegnungsstätte trifft. Neu im Angebot sei das „Café zur guten Stube“ in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Aalen. Dieses Angebot sei als Entlastung für Familien mit demenziell Erkrankten gedacht. Jeden Montagvormittag werden demenziell Erkrankte von der geschulten Betreuungsgruppe unter Leitung einer Fachkraft von 9 bis 12 Uhr betreut.
Im Jahr 2009 haben 3175 Personen an den Angeboten mit 5904 Stunden teilgenommen. Die Verantwortlichen der Programmgestaltung haben zur Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Programme etwa 900 Stunden aufgewendet.
Meck dankte vor allem Bürgermeister Hofer für dessen unbürokratische Unterstützung. Sie erinnerte an das Versprechen, die Begegnungsstätte besser in den Ostermarkt einzubinden.
Die Kassiererin Simone Funk erläuterte die Finanzlage des Fördervereins. Reinhold Hornung und Hedwig Mack bescheinigten als Kassenprüfer eine einwandfreie Kassenführung.
Die Entlastungen von Vorstand und Kassiererin erfolgten einstimmig.
In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Hofer, dass die Begegnungsstätte im wahrsten Sinne des Wortes ein Ort der Begegnung geworden sei.

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© Schwäbische Post 27.04.2010

Heidehaus auf der Kippe?

Vorberatung im Kirchengemeinderat – Evangelische Kirche braucht Rücklagen
 
Der Kirchengemeinderat wird sich bald konkret darüber unterhalten müssen, ob das Heidehaus in der Ernst-Abbe-Straße 74 künftig noch gehalten werden kann. Im Hintergrund steht die Auflage der Landeskirche zur Erstellung eines Immobilienverzeichnisses.
 
Oberkochen. Neben dem Christian-Hornberger-Saal der Versöhnungskirche im Ort hat die evangelische Kirchengemeinde einen weiteren Gemeindesaal im Erdgeschoss des Heidehauses. In den beiden oberen Stockwerken befindet sich eine Pfarrwohnung, die der Pfarrstelleninhaber der zweiten Pfarrstelle bewohnt. Im Gemeindesaal des Heidehauses haben verschiedene Gruppierungen ihr Domizil und dort finden vereinzelt auch Gemeindeveranstaltungen statt.
Pfarrer Albrecht Nuding erklärte im Kirchengemeinderat, dass die Landeskirche vor der Bezuschussung größerer Baumaßnahmen künftig von jeder Kirchengemeinde die Erstellung eines Immobilienverzeichnisses verlangt, aus dem hervorgeht, ob eine Kirchengemeinde langfristig in der Lage ist, ihren Immobilienstand zu erhalten und die dafür für Sanierungsarbeiten vorgeschriebenen Rücklagen auch zu bilden.
Da die Oberkochener Kirchengemeinde in den nächsten Jahren noch einmal große Renovierungsarbeiten an der Versöhnungskirche und am Kirchturm vornehmen müsse, sei auch die Erstellung einer Immobilienkonzeption unausweichlich. „Dabei wird insbesondere über die Zukunft des Heidehauses entschieden werden müssen“, blickte Nuding in die Zukunft. In den Haushaltsjahren 2009 und 2010 habe man auf Grund von Kirchensteuereinnahmen aus den Jahren vor der Wirtschaftskrise und auf Grund eines erfreulich hohen Gemeindebeitrags die jährlich notwendigen Rücklagen erbringen können. Ob dies in Zukunft der Fall sein werde, wenn die Kirchensteuerzuweisungen sänken oder mindestens stagnierten, sei sehr fraglich.

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© Schwäbische Post 25.04.2010

Der Segen für den Weg ins Leben

Am Sonntag begannen in Aalen die Konfirmationen, in der Martinskirche durch Pfarrer Manfred Metzger und in der Stadtkirche durch Pfarrer Bernhard Richter. Der Weg der 18 Jugendlichen zur Kirche begann bei schönstem Wetter am Gmünder Torplatz. Unter den Dudelsackklängen eines Konfirmandenvaters zog die Gruppe durch die Stadt. Neben den gelernten Teilen des Katechismus formulierten die Konfirmanden eigene Texte zu den Geboten und dem Glaubensbekenntnis. In seiner Ansprache ermutigte Pfarrer Bernhard Richter die jungen Menschen, neben Musik, Sport und anderen Hobbys auch den Glauben als wichtig zu erachten. Das Leben zeige immer wieder deutlich, dass man nicht alles bestimmen und regeln könne. Deshalb sei wichtig zu wissen, dass Gott „unser Leben in Händen hält“. Schon lange bevor man im Facebook anderen Freundschaftsanträge stellen könne, habe Gott jedem seine Freundschaft angeboten, die dauerhaft gelte und sich durch Verlässlichkeit auszeichne. Festliche Klänge des Posaunenchores unter Wolfgang Böttiger und der Orgel, Kirchenmusikdirektor Thomas Haller, sorgten für die festliche Ausgestaltung. (Foto: opo)


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© Schwäbische Post 23.04.2010

Hilfen für Familien

Lücke im sozialen Netzwerk der Stadt wird geschlossen
 
Der evangelische Krankenpflege- und Diakonieförderverein und der katholische Krankenpflegeverein haben ein gemeinsames Konzept in Sachen Familienhilfe in Aussicht gestellt.
 
Oberkochen. Künftig wollen die beiden Krankenpflegevereine für ihre Mitglieder in Notlagen Zuschüsse anbieten, wenn diese von der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe kurzfristige praktische Hilfen für Familien in Anspruch nehmen.
Nachdem Krankenkassen zum Beispiel bei Erkrankungen von Müttern immer seltener die Kosten für professionelle Familienpflege übernehmen, wird die ökumenische Nachbarschaftshilfe künftig bei zeitlich befristeten Einsätzen kurzfristig mit einer Nothilfe für Familien einspringen, betonte Pfarrer Albrecht Nuding.
Den ausgebildeten Familienpflegerinnen der Diakonie-Sozialstation und der Sozialstation Vinzenz von Paul entstehe durch diese ehrenamtlich getragene Ergänzung durch die Nachbarschaftshilfe keine Konkurrenz.
Die Krankenpflegevereine planen, für eine begrenzte Zeit die Hälfte der Kosten für Familien zu übernehmen. Details dieser Initiative, die auch die Krankenpflegevereine für jüngere Mitglieder attraktiv machen sollen, müssten in Zusammenarbeit mit der Einsatzleiterin zwischen den beiden Vereinen noch abgestimmt werden, so Pfarrer Nuding gegenüber dieser Zeitung.
Grundsätzlich solle mit diesem Angebot eine in den letzten Jahren größer gewordene Lücke im sozialen Netzwerk der Stadt geschlossen werden. su

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© Schwäbische Post 23.04.2010

22 000 Euro für Projekte vergeben

 
Regionales Bündnis für Arbeit
 
Der Vorstand des Vereins „Regionales Bündnis für Arbeit“ hat 22 000 Euro für Projekte genehmigt, die der Vermeidung und Bekämpfung von Arbeitslosigkeit im Ostalbkreis dienen.
 
Ostalbkreis. Der Betrag ist in zwei Teile gesplittet:
10 000 Euro erhält das Berufsausbildungswerk Aalen für sein Projekt „Ausbildungsvermittlung junger Menschen“ und
12 000 Euro bekommt der Ausbildungsring Ostwürttemberg für sein Projekt „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“.
Beim Projekt „Ausbildungsvermittlung junger Menschen“ werden Praktika-, Lehr- und Ausbildungsstellen für Jugendliche und junge Erwachsene, die nur schwer einen Lehrherrn finden, in zahlreichen Betriebskontakten akquiriert. Jugendliche und junge Erwachsene mit mehreren Vermittlungshemmnissen werden während der Ausbildung und am Arbeitsplatz begleitet.
Das Projekt „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ basiert auf dem Wissen, dass vor allem im ersten Lehrjahr viele Jugendliche ihre Ausbildung abbrechen. Es will die Zahl der Abbrecher verringern und Hilfestellung geben, wenn sich erste Krisen abzeichnen.
Weitere Informationen gibt es im Haus der katholischen Kirche in Aalen (Weidenfelder Straße 12) oder unter (0 73 61) 5 90 10.

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© Aalener Nachrichten 22.04.2010

Künftig Tauffeste für den kleinen Geldbeutel

Bad Herrenalb (dpa/lsw) - Die traditionelle Taufe ist für manche offenbar zu teuer - und damit es nicht am Geld scheitert, bietet die Evangelische Landeskirche in Baden vom kommenden Jahr an auch Tauffeste für den kleinen Geldbeutel. In mindestens 20 Kirchenbezirken sollen es regionale Feste geben, bei denen mehrere Kinder getauft werden und gemeinsam ohne größere Kosten gefeiert werden kann. «Es müssen nicht die großen Feste sein», sagte Landesbischof Ulrich Fischer am Donnerstag vor der Frühjahrssynode in Bad Herrenalb (Kreis Calw). Auch Konfirmationen will die Kirche ohne teures Feiern möglich machen.

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© Schwäbische Post 20.04.2010

Kino in der Kirche

St.-Erhardt-Gemeinde Walxheim beteiligt sich an Aktionswoche
 
Die St.-Erhardt-Gemeinde zu Walxheim beteiligt sich an der bundesweiten Aktion „Woche für das Leben“ – einer jährlichen Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.
 
Unterschneidheim-Walxheim. Geplant ist am heutigen Dienstag, 20. April, 10 Uhr, im Großen Pfarrsaal ein „Gesundes Frauenfrühstück“ für Jung und Alt, zum Kennenlernen und gemütlichen Beisammensein. Am Mittwoch, 21. April, 20 Uhr, referiert dann der Diplom-Psychologe und psychotherapeutische Berater bei der Diözese Rottenburg, Rudolf Salenbauch, zum Thema „Burnout“. Salenbauch wird anhand des mittlerweile weit verbreiteten Phänomens des Ausgebranntseins verschiedene Möglichkeiten der Sorge um sich selbst und der eigenen Wertschätzung aufzeigen.
Am Freitag, 23. April, 20 Uhr, steht das mehrfach oscarnominierte Filmdrama „Brokeback Mountain“ auf dem Programm. Der Film wird in der St. Erhardt-Kirche in Walxheim gezeigt. Die in den Jahren 1963 bis 1983 angesiedelte Liebesgeschichte zweier Cowboys, Jake Gyllenhaal und Heath Ledger, wurde von Ang Lee in großartige Bilder übersetzt.
Den Abschluss bildet am Sonntag, 25. April, 10 Uhr dann ein Gottesdienst in der St.-Erhardt-Kirche.

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© Schwäbische Post 19.04.2010

Das Bläserteam des evangelischen Jugendwerkes aus Stuttgart gab Kostproben seines Könnens.  (Foto: ott)

Das Bläserteam des evangelischen Jugendwerkes aus Stuttgart gab Kostproben seines Könnens. (Foto: ott)

Nachwuchs beweist viel Puste

Bläserteam des evangelischen Jugendwerkes setzt gekonnt den Schlusspunkt beim „Jungbläserfrühling“
 
In der sehr gut besuchten Sankt-Georgs-Kirche in Oberdorf erklangen Posaunen und Trompeten zur Ehre Gottes. Das Bläserteam des evangelischen Jugendwerkes (ejw), setzte am Sonntagabend einen grandiosen Schlusspunkt unter den „Jungbläserfrühling“ in Oberdorf.
 
Günter Ott
 
Bopfingen-Oberdorf. Alle zwei Jahre veranstaltet die evangelische Kirchengemeinde Oberdorf zur Nachwuchsarbeit den „Jungbläserfrühling“. Mit dem Flötenspiel werden die Jüngsten an die Musik herangeführt. Unter der Leitung von Birgit Tschunko traten die „Flötenkids“ schon am Nachmittag auf. Der nächste Schritt ist der Übertritt zu den Nachwuchsbläsern. Diese werden in Kooperation mit der Musikschule Bopfingen und Katharina Grimm weiter geschult.
„Musik pustet den Staub aus der Seele“, sagte Pfarrerin Anne Stiegele. Unter diesem Motto stand der Jungbläserfrühling. „Der Nachwuchs hat heute viel Puste bewiesen“, lobte die Pfarrerin weiter.
„Wir sind heut gerne in die Peripherie gekommen“, sagte Landesjugendreferent Michael Püngel, der mit seinem Bläserteam aus Stuttgart angereist war. Mit dem Stück „Fanfare und Chorus“ feierte das Bläserteam einen gelungenen Einstand. Viele rhythmische Tonleitern in verschiedenen Tempi standen bei Ludwig van Beethovens „Movement IV“ im Mittelpunkt. Schon jetzt war jedem Besucher klar, dass das Konzert des Bläserteams eine gute Werbung für das Wirken der Posaunenchöre ist. Viele Zuhörer spielen selbst im Posaunenchor und das virtuose Bläserspiel mit vielseitigen Klängen zog nicht nur sie in den Bann.
Ausdrucksstark präsentiert sich die Musik bei der „Sonata for Brass“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Tänzerisch und leicht wurde dagegen der zweite Satz vorgetragen. Weitere Stücke, wie etwa Klaus Badelts „Pirates of the Caribbean“ oder auch „A Londoner in New York“ von Jim Parker bezauberten in der Kirche. Beim Stück „Grand Central“ hatten die Besucher das Gefühl im New Yorker Bahnhof zu stehen.
Spirituals und Choral-Interpretationen sowie zwei Zugaben bereiteten ein schönes Klangerlebnis. Insbesondere die kurzweilige, leicht anmutende Spielweise und spritzige Art der Darbietung verfehlte ihre positive Wirkung auf das Publikum nicht. Mit viel Applaus wurde das Bläserteam verabschiedet.
„Das war das Sahnehäubchen an diesem schönen Tag“, freute sich Kirchengemeinderatsvorsitzender Ernst Scheidle nach dem gelungenen Konzert.


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© Schwäbische Post 18.04.2010

Clemens Bittlinger gab ein Konzert in Lauterburg.  (Foto: na)

Clemens Bittlinger gab ein Konzert in Lauterburg. (Foto: na)

Witzig und kritisch

Liedermacher Clemens Bittlinger spielt in Lauterburg
 
Proppenvoll mit fröhlichen Menschen war die evangelische Kirche in Lauterburg. Die Besucher verbrachten einen Abend mit Gute-Laune-Liedern, und hatten Spaß beim Mitsingen. Doch dabei blieb es nicht: Clemens Bittlinger bezog klar Stellung zu Themen wie Gott und Aids, sexueller Missbrauch und geheimen Priesterkindern.
 
Nele Kasper
 
Essingen-Lauterburg. „Wann lebst Du?“, „Was hat der Kontostand mit Glück zu tun?“ und „Wenn Sie nur drei Habseligkeiten auf eine einsame Insel nehmen mitnehmen dürften, welche wären das?“, fragte Clemens Bittlinger rhetorisch. 2004 wurde Habseligkeiten zum schönsten Wort des Jahres gekürt. Es gefiel ihm so gut, dass er dazu sein Programm „HabSeligkeiten“ zusammenstellte. Im orangegelben Licht der Scheinwerfer besang er, begleitet von Adax Dörsam und David Kandert, mal einfühlsam, mal pointiert seine Lieder. „I heard an angel sing, wake up, your wonderful dreams come true“, sang er vor, und die vielen Besucher sangen den Refrain mit. „Neugotischer Schachteleffekt, man hört nur die Frauen“, und „Das heißt wake up, nicht Make-up“, witzelte er. Bei der Kindereinlage gaben die Besucher bankreihenweise den quakenden Frosch im Takt mit den Fingern, schnappten eine Fliege und spukten die Wespe aus.
Bittlinger warb für Unterstützung der Christoffel-Blindenmission und der Yanomami- Hilfe. Danach sangen alle lautstark „Aufstehn, aufeinander zugehn“ und „Sanna“ mit.
Clemens Bittlinger stimmte einen Text in Latein an. Er wolle die Übersetzung nicht verraten. Stille, vereinzelte Lacher. Dann gab er den Inhalt doch noch preis. Inspiriert von dem Pink-Song „Dear Mister President“, über einen fiktiven Spaziergang mit George W. Bush, machte sich Clemens Bittlinger auf einen Spaziergang mit Papst Benedikt. „Mensch Benedikt, ich würde gern ein paar Schritte mit dir gehn“, stimmte er an, und sang unverblümt über Kondomverbot und Aidsausbreitung, über heimliche Priesterkinder und von klagenden Missbrauchsopfern. „Ich frage mich, was hat das mit Christus denn zu tun“, sang er weiter, und forderte die Abschaffung des Zölibats. Er plädierte für eine geeinte Christenschaft, in der Protestanten nicht den Platz „Christen zweiter Klasse“ zugewiesen bekämen.


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© Schwäbische Post 12.04.2010

„Der Mensch ist wie ein Baum“

„Wir pflanzen heute Bäume, weil die Schöpfung uns etwas wert ist“, betonte Pfarrer Jochen Stolch in der evangelischen Versöhnungskirche in Hüttlingen. Im Familiengottesdienst am vergangenen Sonntag drehte sich alles um das Thema „Der Mensch ist wie ein Baum.“ „Wir können so nicht weiter mit der Natur umgehen“, sagte Stolch bestimmt. Um ein Zeichen gegen die Zerstörung der Natur zu setzen, wurden nicht nur Unterschriften gesammelt gegen die Abholzung des Regenwalds, sondern rund um die Kirche Bäume gepflanzt. Die Aktion wurde vom Umweltteam der Kirchengemeinde geplant. Vergangenes Jahr wurde im Rahmen des Geldvermehrungsprojektes für das Projekt Geld gespendet. Ein Apfelbaum, eine Kupfer-Felsbirne, eine Sauerkirsche, ein Schmetterlingsbaum für die Kinder und zwei schwedische Mehlbeeren dürfen nun um die Kirche herum Wurzeln schlagen.
(Text/Foto: BW)


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© Aalener Nachrichten 12.04.2010

Mit einer Baumpflanzaktion hat die evangelische Kirchengemeinde bei der Versöhnungskirche nach dem Sonntagsgottesdienst – im Bild ganz rechts Pfarrer Jochen Stolch - die im vergangenen Herbst gefällte Tanne durch verschiedene Laubbäume ersetzt.

Mit einer Baumpflanzaktion hat die evangelische Kirchengemeinde bei der Versöhnungskirche nach dem Sonntagsgottesdienst – im Bild ganz rechts Pfarrer Jochen Stolch - die im vergangenen Herbst gefällte Tanne durch verschiedene Laubbäume ersetzt.

Laubbäume ersetzen die Tanne vor der Versöhnungskirche

(HÜTTLINGEN/sz) Das markante Wahrzeichen der Versöhnungskirche – eine riesige Tanne – war zu einem Sicherheitsrisiko geworden und musste deshalb Ende November des vergangenen Jahres gefällt werden. Jetzt ist sie durch verschiedene Laubbäume und Büsche ersetzt worden. 43 Jahre alt ist die Tanne geworden.
 
Von unserem Mitarbeiter Dieter Volckart
 
Der vergangene Sonntagsgottesdienst in der Hüttlinger Versöhnungskirche stand deshalb ganz im Zeichen dieser Baumpflanzaktion. Da konnten sich die Kinder Gedanken machen über die Jahresringe und welchen Witterungseinflüssen so ein Baum im Laufe seines Lebens ausgesetzt ist. Die Erwachsenen stellten in einem szenischen Spiel dar, dass Baum und Mensch nicht nur ihren eigenen Lebensraum haben, sondern sogar aufeinander angewiesen sind. Die tiefe Symbolik von Wurzeln, Stamm und Blätterwerk lasse sich auch auf viele Bereiche des täglichen Lebens übertragen.
 
Auch der Projektchor um Claudia Dolmetsch sowie die Krabbelgruppe und die Kinderkirche hatten sich dieser Thematik verschrieben. Schließlich stellte Pfarrer Jochen Stolch seine Predigt ganz in das Zeichen der Baumpflanzaktion. Jedes Blatt symbolisiere die Unverwechselbarkeit eines Gemeindemitgliedes. Die Blätter der Bäume und Sträucher liefern den notwendigen Sauerstoff, spenden Schatten oder sorgten im Herbst durch ihr Farbenspiel für Freude beim Betrachter. Sie würden genährt durch Wurzeln und Stamm. Auf diese Weise entstehe ein Geben und Nehmen, wie das auch in einer lebendigen Kirchengemeinde der Fall ist, so führte Pfarrer Stolch weiter in seiner Predikt aus.
 


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© Schwäbische Post 09.04.2010

Spenden für sich selbst

Bis Ende März über 7000 Euro aus freiwilligem Gemeindebeitrag
 
Von einer positiven Entwicklung des freiwilligen Gemeindebeitrags berichtete Kirchenpflegerin Doris Graef in der jüngsten Sitzung des evangelischen Kirchengemeinderats.
 
Oberkochen. Anfang März waren alle Oberkochener Haushalte mit mindestens einem evangelischen Gemeindeglied um einen freiwilligen Gemeindebeitrag gebeten worden. Die Spenden werden ausschließlich für Aufgaben der eigenen Gemeinde in Oberkochen verwendet.
Bis Ende März, so Graef, seien Spenden in Höhe von 7096 Euro bei der Kirchenpflege eingegangen. Pfarrer Albrecht Nuding dankte allen Gemeindegliedern, die zum Gemeindebeitrag beigetragen haben und noch beitragen werden. „Dies ist ein Zeichen der Verbundenheit der evangelischen Christen in Oberkochen“, betonte er. Erfahrungsgemäß kämen viele Spenden für den freiwilligen Gemeindebeitrag nach einem hohen Spendenaufkommen nach dem ersten Aufruf im Laufe des Jahres noch hinzu.
Mit Zufriedenheit nahm der Kirchengemeinderat den Bericht in Sachen Energieeinsparung durch Wärmedämmung entgegen. Es wurde berichtet, dass der Energieverbrauch in der Versöhnungskirche seit der Kirchenrenovierung in den Jahren 2003 und 2004 im Durchschnitt der Jahre um rund 30 bis 40 Prozent gesenkt werden konnte. Allerdings blieben die absoluten Energiekosten fast gleich hoch wie zuvor, was auf die gestiegenen Energiepreise zurückzuführen ist.
Neben den baulichen Maßnahmen habe ein konsequentes Heizungsmanagement durch Mesner Gottfried Grimme erheblich zur Absenkung des Energieverbrauchs beigetragen, erklärte Pfarrer Nuding. su

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© Schwäbische Post 07.04.2010

Die Bedeutung der sieben Gebote lernen die Teilnehmer der Kinderbibelwoche beim Basteln und Spielen kennen.  (Foto: sf)

Die Bedeutung der sieben Gebote lernen die Teilnehmer der Kinderbibelwoche beim Basteln und Spielen kennen. (Foto: sf)

„. . . ehren? Das ist doch bescheuert!“

Biblische Geschichten in der Kinderbibelwoche spielerisch erleben – Familiengottesdienst am Samstag zum Abschluss
 
In vielen Kirchengemeinden gibt es alljährlich die Kinderbibelwoche (KiBiWo). In diesen Tagen beschäftigen sich Kinder, meist zwischen sechs und zwölf Jahren, spielerisch mit biblischen Geschichten. In der KiBiWo Essingen gibt es in diesem Jahr den „Wegweiser ins Leben“.
 
Sandra Fischer
 
Essingen. Hanna gehört zu den „Roten“, den Kleinsten, und ist schon zum zweiten Mal dabei. „Das Basteln gefällt mir gut“, grinst sie. Und andere Kinder habe sie auch schon kennen gelernt, erzählt sie. Ihre Betreuerinnen Anika Brenner und Edda Trinkl leiten die zwölf jüngsten der insgesamt 52 KiBiWo-Teilnehmer an.
„Wir wollen einen Stammbaum basteln. Was hängt an einem Baum?“ Äste? Äpfel? Blätter! Genau auf diesen sollen die Kinder versuchen, Mama, Papa, Geschwister und alle, die zur Familie gehören, „in den Baum zu hängen“. Somit vertiefen sie den Inhalt aus den zuvor gehörten Geschichten beim gemeinsamen Auftakt in der katholischen Kirche.
Das Gebot „Du sollst Vater und Mutter ehren“ sollte thematisiert werden. „Wohin mit der nervigen Oma?“, fragten sich schauspielernde KiBiWo-Mitarbeiter am Familientisch und meinten: „Ehren? Das ist doch bescheuert! Da muss ich ja immer gehorchen“. Dass dies nicht unbedingt damit gemeint ist, schlussfolgerten die Generationen im Rollenspiel: „Kinder, Eltern, Großeltern – sorgt füreinander und respektiert euch“.
Die biblische Parallele wurde im Buch Rut gefunden, in der Geschichte um die alte Naomi, die Hilfe von ihren Schwiegertöchtern bekommt. „An jedem Tag wird zu einem oder mehreren Geboten Bezug genommen“, erklärt Gemeindediakon Jürgen Schnotz. Eine biblische Geschichte, die erzählt, oder als Bibeltheater erlebt werde, zeige die Bedeutung des Gebotes auf. Oft seien KiBiWo-Mitarbeiter ehemalige Teilnehmerkinder, ab 14/15 Jahren dürften sich Jugendliche hier engagieren. Aber auch Mütter, Väter oder Leute, die etwas für die Kinder tun wollen, helfen mit. „Sei es in der Betreuung oder beim Kaba kochen und Kuchen anrichten“, sagt Schnotz.
„Kinder lernen die Gemeinde von ihrer fröhlichen, festlichen, einladenden Seite kennen“, ist die Intention vom Evangelischen Jugendwerk und der „Kirche unterwegs“, die das Programm zur KiBiWo ausgearbeitet hat. Auch ein buntes Liedangebot, verpackt in einem persönlichen „KiBiWo-Pass“ gehört zum Programm des ökumenischen Angebots. Die Gruppenarbeit ist vielfältig. Basteln und Spielen sind auf das jeweilige Alter abgestimmt und in Kleingruppen erlebbar. „Am Freitag besuchen wir das Pflegewohnhaus in Essingen und wollen die Besucher mit Erzählen, Singen und Gebasteltem erfreuen“, sagt Schnotz. Am Samstag gibt es zum Abschluss um 15 Uhr einen Familiengottesdienst im katholischen Gemeindehaus.


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© Schwäbische Post 06.04.2010

Noch mehr Einsatzstunden

Ökumenischen Nachbarschaftshilfe: Stabiler Umsatz in der Jahresstatistik
 
In 40 bis 50 Haushalten war die ökumenische Nachbarschaftshilfe im vergangenen Jahr mit 35 Helferinnen und Helfern gleichzeitig im Einsatz. Das betonte die Einsatzleiterin Dagmar Bellmann bei der Vorlage der Jahresstatistik des Vereins.
 
Oberkochen. Die Zahl der Einsatzstunden ist leicht auf 5065 angestiegen. Davon wurden 706 Stunden rein ehrenamtlich ohne Aufwandsentschädigung erbracht. Der Schwerpunkt der Einsätze der ökumenischen Nachbarschaftshilfe liege noch immer in Haushalten mit Senioren, erklärte Bellmann.
Es gebe aber auch Einsätze in Familien oder in Haushalten mit Behinderten. „Auffällig ist, dass die Zahl der außergewöhnlichen Einsätze in besonderen Notsituationen in Haushalten zunimmt“, unterstrich die Einsatzleiterin. Neben der Koordination der Einsätze sei die Begleitung der ehrenamtlichen Nachbarschaftshelferinnen und – -helfer die Hauptaufgabe der Einsatzleitung.
Verschiedene Fortbildungen seien angeboten worden, um auf die nicht immer ganz einfachen Einsätze vorzubereiten oder die Helferinnen und Helfer weiterzubilden. Im kommenden Jahr blickt die ökumenische Nachbarschaftshilfe auf ihr 30-jähriges Bestehen zurück. Dieses Jubiläum soll im Rahmen eines Begegnungskaffees mit Angehörigen und Klienten gefeiert werden
Der Umsatz der ökumenischen Nachbarschaftshilfe blieb 2009 nahezu stabil gegenüber dem Vorjahr. Die Jahresrechnung weist bei Ausgaben in Höhe von 52 000 Euro ein leichtes Defizit von 223 Euro auf. Einbezogen in diesen Rechnungsabschluss ist der Abmangelzuschuss der Stadt Oberkochen. „Ohne diesen Zuschuss in Höhe von 5500 Euro könnten die beiden Kirchengemeinden als Träger der ökumenischen Nachbarschaftshilfe die Einrichtung nicht auf Dauer weiterführen“, erklärte Pfarrer Albrecht Nuding.
Der Haushaltsplan 2010 geht bei einem Volumen von 52 000 Euro wieder von einer roten Null am Jahresende und damit einem geringfügigen Defizit aus. Pfarrer Nuding und der Geschäftsführer der Nachbarschaftshilfe Paul Trittler betonten, dass die Einrichtung auch in diesem Jahr wieder auf Einnahmen aus den Opfern der ökumenischen Gottesdienste und auf den Abmangelzuschuss der Stadt angewiesen sei. Der Plan wurde verabschiedet. su

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© Schwäbische Post 06.04.2010


25. Dienstjubiläum

Hermine Hankele ist seit dem 1. April 1985 als Mesnerin in der Martin-Luther Kirche in Wört-Bösenlustnau beschäftigt. Pfarrer Joachim Hahn gratulierte Hankele jetzt zu dem 25. Dienstjubiläum und sprach seinen Dank aus. Hankele war nicht nur Mesnerin, sondern hat sich auch um den Schmuck der Kirche und die Pflege der Außenanlage und des Kirchplatzes gekümmert. Pfarrer Hahns Dank galt auch Ehemann Walter Hankele, der seine Frau bei diesen Tätigkeiten unterstützt. Schon bevor Hermine Hankele Mesnerin wurde, hat sie in der evangelischen Kirchengemeinde mitgearbeitet: Bereits seit 1978 hat sie die Hausmeistertätigkeiten im Gemeindehaus übernommen; seit 1984 sorgt sie zusammen mit ihrem Mann zudem im Bereich des Friedhofs und der Leichenhalle für Ordnung. Nach dem Gottesdienst am Gründonnerstag überreichte Pfarrer Hahn zusammen mit der Vorsitzenden des Kirchengemeinderats Marga Krauss eine Urkunde zum Dienstjubiläum, und einen Geschenkkorb.
Das Bild zeigt von links die Vorsitzende des Kirchengemeinderats Marga Krauss, Mesnerin Hermine Hankele und Pfarrer Joachim Hahn. es


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© Schwäbische Post 06.04.2010

Ellwanger Kantorei enthüllt ein Juwel

Reinhard Krämer meisterte die Lukas-Passion von Heinrich Schütz zusammen mit Chor und Solisten mit Bravour
 
Es ist ein löbliches Verdienst der Ellwanger Kantorei mit ihrem Leiter Reinhard Krämer, die „Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heiland Jesu Christi nach dem Evangelisten St. Lukas“ (so der Originaltitel) von Heinrich Schütz (1585-1672) am Karfreitag in der Evangelischen Stadtkirche zu Ellwangen aufgeführt zu haben.
 
Hermann Weigold
 
Das Besondere des Werkes ist seine Besetzung: Gemischter Chor, Jesus und der Evangelist mit jeweils großen Soloparts und kleineren Solostellen (Soliloquenten), die von Chormitgliedern ausgeführt wurden. Das gesamte Werk wird a cappella, also ohne jegliche Instrumentalbegleitung gesungen, was von vorneherein eine immense Anforderung an die Intonationssicherheit sämtlicher Ausführenden stellt.
Heinrich Schütz, der auf seiner Grabplatte in der Dresdener Frauenkirche „der hervorragendste Musiker seines Jahrhunderts“ genannt wurde, gilt zurecht als Großmeister der protestantischen Kirchenmusik vor Bach. Seine musikalischen Wurzeln finden wir im katholischen Venedig bei G. Gabrieli, aus denen sich so etwas wie eine „Synthese zwischen der Tradition der protestantischen Kirchenmusik einerseits und deritalienischen Vokalmusik andererseits entwickelte“. Die Lukas-Passion schrieb Schütz im Alter von 68 Jahren als reine Evangelientext-Vertonung mit kurzem Eingangs- und Schlusschor. Die Komposition ist der „Neugregorianik“ zuzuordnen und steht in der lydischen Kirchentonart. Heinrich Schütz verstand es meisterhaft, mit den heiklen und begrenzten Mitteln des A-cappella-Singens umzugehen, indem er sein Werk vom Wort her konzipierte und größten Wert auf die Sinndeutung des Textes legt, was bedeutet, dass er durch das Wort das vokale Musizieren veredelt.
Eine nahezu raumfüllende Zuhörerschaft führte Pfarrer Schuster mit einem meditativen Text an das Werk heran. Der Chor, vor dem Altar postiert, sang den kurzen Vorspruch so, dass die Dramatik des Geschehens bereits hier musikalisch ausdrucksvoll aufleuchte.
Gespannte Erwartung durfte den beiden Hauptsolisten Jens Ellinger (Evangelist) und Kantor Reinhard Krämer (Jesus) entgegengebracht werden, hatten beide doch den Löwenanteil des Werkes zu bewältigen. Beide Solisten bestachen gleichermaßen durch eine ausgezeichnete Sprache. Ihr Singen war ausgeglichen sowohl in oberen als auch tiefen Lagen und beide machten sich die dem Werk geradezu angepasste Raumakustik zunutze, indem sie das Kirchenschiff als Resonanzkörper einsetzten.
 
Plastische Erzählkunst
Ellinger konnte man hier als Evangelisten eigenen Formats kennenlernen, der in der Lage ist, plastisch zu erzählen, ohne je gewollt zu wirken. Eine Stimme mit breiter Farbpalette und wohldosierter feinstangepasster Dynamik. Er setzte Pausen zur rechten Zeit und von richtiger Länge und konnte auch bei erheblich langen Passagen der Aufmerksamkeit seiner Zuhörer sicher sein. Reinhard Krämer, in Doppelfunktion als musikalischer Leiter und Jesus-Solist, gebührt für beide Rollen hohe Anerkennung. Er gestaltete seinen Solo-Part mit hoher stimmlicher Qualität und verkörperte einen Jesus, der mit souveräner Macht seine Aussage macht. Beide Solisten identifizierten sich stimmlich mit ihrer Rolle und zogen so das Auditorium unvermindert in ihren Bann.
Es spricht für die Qualität des Kantors Krämer, dem es gelungen ist, aus seinen gewiss nicht üppigen Chorreihen Soliloquenten zu gewinnen. Unter Berücksichtigung stimmlicher Eigenheiten wurde – obwohl nur mit kurzen Beiträgen – mit beachtlichem Können nicht minder zum Gelingen des Ganzen beigetragen.
Heinrich Schütz hat in seiner Lukas-Passion dem Chor eigentlich eine Nebenrolle zugewiesen. Abgesehen vom Eingangs- und vom Schlusschor verkörpert er die Rolle des Pöbels, musikalisch in Turba-Chören dargestellt. Hohe Anerkennung den Sängerinnen und Sängern, die eine Stunde konzentriert vor ihrem Publikum stehen und weitaus längere Pausen haben, als sie singen dürfen, aber dann jeweils exakt einzusetzen haben. Das sind dann keine besinnlichen Choralsätze, sondern stets kurze Meisterwerke, mit großen Anforderungen an rhythmisches Singen, deutliches Sprechen und vorbehaltloses Umsetzen der gestalterischen Vorstellungen des Chorleiters.
Das wurde mit Bravour gemeistert. Genau wie den Eingangschor gestaltete Krämer den Schlusschor. Er schließt die Passion nicht betrachtend, sondern als Verkündigung ab. Was an diesem Karfreitag die Ellwanger Kantorei bot, ist ein Juwel. Beeindruckend das am Schluss gemeinsam gebetete Vaterunser für einen besinnlichen Heimweg.

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© Aalener Nachrichten 05.04.2010

Lukas-Passion berührt die Herzen der Zuhörer

(Ellwangen/gk) Viele Menschen haben am Karfreitag in der evangelischen Stadtkirche in Ellwangen der Lukas-Passion von Heinrich Schütz gelauscht. Die Ellwanger Kantorei berührte mit ihrer Interpretation des bescheiden wirkenden Werkes die Herzen der Zuhörer.
 
Nahezu vollbesetzt war die evangelische Stadtkirche am Abend des Karfreitag, als die Ellwanger Kantorei unter der Leitung von Kantor Reinhard Krämer die Lukas-Passion von Heinrich Schütz aufführte. Die inspirierte Interpretation des Chores und der Solisten berührte die Seelen der ergriffen lauschenden Zuhörer. Im Vergleich zu den musikalisch prachtvoll ausgeschmückten Passionen von Bach oder Händel kommt die Lukas-Passion von Heinrich Schütz eher bescheiden daher. Sie dauert etwa eine Stunde, verzichtet auf Instrumente und konzentriert sich auf das Wesentliche -- auf die Erzählung der Leidensgeschichte, der Kreuzigung Jesu Christi.
 
So wirkte diese nur selten aufgeführte Passion auch eher wie eine ausführliche Verkündigung des Evangeliums, musikalisch ausgeschmückt lediglich durch kurze Chorsätze, wenn die Apostel, das Volk oder die römischen Kriegsknechte im Lukas-Evangelium zu Wort kommen. Für die Aufführung dieser Passion braucht es also „nur“ einen konditionsstarken Tenor als Evangelisten, einen profunden Bariton für die Worte von Jesus Christus, einen beweglichen Chor und einige Chormitglieder, die sich zutrauen, lurze Sequenzen solistisch zu singen.

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© Schwäbische Post 05.04.2010

Beim anschließenden Stehempfang (von links): Pius Angstenberger, Martin Gerlach, Klaus Pavel, Ursula Richter, Albrecht Daiss, Gabriele Wulz und Heinz Schmidt.  (Foto: hag)

Beim anschließenden Stehempfang (von links): Pius Angstenberger, Martin Gerlach, Klaus Pavel, Ursula Richter, Albrecht Daiss, Gabriele Wulz und Heinz Schmidt. (Foto: hag)

„Von besonderer Farbigkeit“

Evangelische Gemeinde verabschiedet ihren Dekan in Richtung Diakonie und Oberkirchenamt
 
Der Dekan des evangelischen Kirchenkreises Aalen wurde am Ostersonntag nach einem festlichen Gottesdienst feierlich verabschiedet.
 
Rainer Wiese
 
Aalen. Posaunenchor, Kantorei, Thomas Haller an der Orgel und eine große Gemeinde gaben dem Abschiedsgottesdienst für Albrecht Daiss festlichen Glanz. Der Dekan predigte selber über 1. Korinther 15, in dem Paulus bei den Korinthern für das Evangelium und den Osterglauben wirbt.
Daiss akzentuierte: Ostern rufe uns aus festgefahrenen Lebenserfahrungen und zeige, dass das Leben keine fortgesetzte Scheiterungserfahrung bis zum Tode sei. Paulus wende sich gegen Eitelkeit und Stolz, Selbstsucht und Missgunst und spreche für Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung und setze auf die göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung, Liebe. Ostern biete sich Christus als „sensibler Wegbegleiter“ zu dieser Art Gerechtigkeit an.
Die menschlichen Versuche, aus eigener Kraft so zu leben, scheiterten: „Je mehr wir versuchen, gerecht zu werden, werden wir zum Schrecken für unsere Mitmenschen“, betonte Daiss.
Liturgin des Gottesdienstes war Pfarrerin Ursula Richter. Die Pfarrerinnen und Pfarrer der Aalener Gemeinde waren in Talar und heller Stola zugegen.
Die Ulmer Pröpstin Gabriele Wulz war am Gottesdienst nicht aktiv beteiligt, sprach aber das erste „Grußwort“ in der anschließenden Feier. Dem „lieben Albrecht“ empfahl sie den Bibelvers: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele.“ Sie meinte Daiss’ Entscheidung, nach zweieinhalb Jahren die auf zehn Jahre geplante Amtszeit als Dekan in Aalen zu beenden: Manchmal sei es besser, etwas anderes zu machen, als Schaden zu nehmen.
Die weltliche Gemeinde grüßte durch ihre Repräsentanten Landrat Klaus Pavel und Oberbürgermeister Martin Gerlach. Beide betonten die besonders gute Atmosphäre, in der mit Albrecht Daiss die Zusammenarbeit gepflegt wurde, insbesondere in Fragen der sozialen Dienste.
Daiss bedankte sich schließlich für „ein besonderes Maß an farbiger Lebenszeit“. Er nannte die gute Kooperation mit Stadt und Landkreis, die gut gelebte, geschwisterliche Ökumene, die Familienbildungsstätte, die Kirchenmusik, die Jugendarbeit, den christlich-islamischen Dialog.
Bei der Pfarrerschaft bedankte er sich für die Solidarität und bezeichnete sie in ihrer Verschiedenheit als den eigentlichen Schatz der Aalener Gemeinde. Sein Lob und Dank für die Kirchenpflege charakterisierte Daiss als nicht mehr steigerbar.
Der katholische Dekan Pius Angstenberger war ebenfalls als Redner erwartet worden, kam aber erst während des Schlußchorals der Feier an.
 
Albrecht Daiss beginnt im Sommer eine neue Tätigkeit beim Oberkirchenamt in Stuttgart. Diese Tätigkeit im Bereich der Diakonie hatte er als optimal für sich bezeichnet. Mit dieser Entscheidung gehen mehrmonatige Verstimmungen über Umgang und Arbeitsstil im Kirchenkreis und in der Aalener Gemeinde zu Ende.
 
Heidemarie Daiss: Die stellvertretende Dekanin Ursula Richter bedankte sich in der Abschiedsfeier mit einem eigenen Beitrag bei Heidemarie Daiss. Die Frau des Dekans hatte sich erfolgreich für die Belebung der Frauenarbeit im Kirchenkreis und den Weltgebetstag eingesetzt. Ursula Richter wörtlich: „Deine Worte bleiben einem, sie lassen die Freundlichkeit des Evangeliums leuchten.“ Albrecht Daiss hob in seinem Schlusswort ausdrücklich die freundliche Aufnahme hervor, die seine Frau in Aalen erfahren habe.
 
Rainer Wiese


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© Aalener Nachrichten 05.04.2010

Dekan Albrecht Daiss tritt eine neue Herausforderung an

Dekan Albrecht Daiss tritt eine neue Herausforderung an

Dekan Albrecht Daiss tritt eine neue Herausforderung an

(AALEN/kul) - Der evangelische Dekan Albrecht Daiss verlässt den Kirchenbezirk Aalen. Der 57-Jährige sucht im Diakonischen Werk der Landeskirche nach neuen Herausforderungen. Am Ostersonntag ist er verabschiedet worden.
 
Daiss war als Nachfolger von Erich Haller gerademal zweieinhalb Jahren im Aalener Kirchenbezirk tätig. Nun zieht es ihn zum Diakonischen Werk nach Stuttgart, um dort eine Stabsstelle für theologische Grundsatzfragen zu übernehmen und um neue Projekte zu entwickeln. Seine Zeit auf der Ostalb wollte er schwerpunktmäßig zur Verkündigung und Bildungsarbeit nutzen. Dafür bekam er bei einem Empfang nach dem Ostergottesdienst von kirchlicher und weltlicher Seite Dank.
 
Loslassen können und dürfen, nannte der Vorsitzende der Bezirkssynode Heinz Schmidt den Wechsel, auch wenn dieser für viele überraschend gekommen sei. Für Landrat Klaus Pavel war Daiss' Zeit in Aalen von einer guten Zusammenarbeit in allen Kirche und Kreis betreffenden Bereichen geprägt. In einem breit gefächerten Aufgabenfeld habe man gemeinsam versucht, Kräfte zu bündeln. Kooperativ und harmonisch sei die Partnerschaft gewesen, was nicht selbstverständlich sei, so Pavel. Er habe den evangelischen Dekan als einen engagierten Menschen kennengelernt, der konstruktiv an und in der sozialen Struktur des Ostalbkreises mitgearbeitet habe.
 
„Die Kirchen sind Schrittmacher der gesellschaftlichen Entwicklung“, hob der Landrat mit Blick auf die schwierige wirtschaftliche Lage und auf die Herausforderungen des demografischen Wandels hervor. Dem schloss sich Aalens Oberbürgermeister Martin Gerlach an. Auch er dankte dem scheidenden Dekan für dessen Engagement um die sozialen Einrichtungen in der Stadt und für seine offene Gesprächsbereitschaft. Mit seiner sensiblen Art, mit Menschen umzugehen, habe er überdies Impulse gegeben, ergänzte Daiss’Stellvertreterin, Pfarrerin Ursula Richter. Bei so viel Lob, wollte Albrecht Daiss nicht zurückstehen. Er lobte seinerseits die vielfältigen kirchlichen Aktivitäten im Kreis, die er als den eigentlichen Schatz des Kirchenbezirks bezeichnete.


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© Schwäbische Post 05.04.2010

Pfarrer Bernd Rampmeier nahm zum Abschied echte Dankesworte und nette Geschenke entgegen.  (Foto: ott)

Pfarrer Bernd Rampmeier nahm zum Abschied echte Dankesworte und nette Geschenke entgegen. (Foto: ott)

In kurzer Zeit viel Gutes bewirkt

 
Evangelische Kirchengemeinden Benzenzimmern und Kirchheim verabschieden Pfarrer Bernd Rampmeier
 
Günter Ott
 
Mit je einem feierlichen Gottesdienst und anschließendem Stehempfang hat sich Pfarrer Bernd Rampmeier von seinen beiden Kirchengemeinden Benzenzimmern und Kirchheim am Ostermontag offiziell verabschiedet. Etwas mehr als drei Jahre war der beliebte „Pfarrer auf Zeit“ in den beiden evangelischen Gemeinden tätig.
 
Kirchheim. Der Posaunenchor Kirchheim unter der Leitung von Franz Simitz eröffnete den sehr gut besuchten Abschiedsgottesdienst in der Jakobuskirche in Kirchheim.
„Der Ostermontag ist eine Brücke zwischen der Osterzeit und den weiteren Zeitabschnitten“ sagte Pfarrer Bernd Rampmeier. Denn wo eine Brücke ist, da geht aus auch weiter. Das trifft sowohl für die beiden Kirchengemeinden Benzenzimmern und Kirchheim mit den weiteren Riesgemeinden als auch für Pfarrer Rampmeier selbst zu: Er tritt seinen neuen Wirkungskreis in Neunkirchen-Althausen in der Nähe von Bad Mergentheim an.
Die Ausschreibung für die Pfarrstelle in Kirchheim und Benzenzimmern läuft noch. Man hofft jedoch, dass bis nach den Sommerferien der neue Pfarrer im Kirchheimer Pfarrhaus einziehen wird.
„Mit der Auferstehung Gottes werden Furcht und Angst überwunden und die Osterfreude und Osterbegeisterung kann einziehen“ sagte Pfarrer Rampmeier in seiner Lesung. Denn erst die Versöhnung bringe den Frieden.
Den Gottesdienst haben neben dem Posaunenchor auch die Kinder der Kinderkirche mitgestaltet. Einen Beweis der großen Wertschätzung, die Pfarrer Rampmeier erfuhr, zeigten die große Zahl von Besuchern und die anschließenden Dankesworte beim Stehempfang im evangelischen Gemeindehaus.
„Es war für uns ein Segen, dass Pfarrer Rampmeier direkt von Chile nach Kirchheim kam“, sagte Christine Strauß, die Vorsitzende des Kirchengemeinderates Kirchheim. Er habe stets ein offenes Ohr gehabt und mit seiner ruhigen Art die Dinge aus verschiedenen Blickrichtungen gesehen. Sie dankte auch für den unermüdlichen Einsatz für den Kindergarten. „Jung und Alt waren von dem Seelsorger begeistert“ sagte sie und dankte Pfarrer Rampmeier abschließend für die Saat, die er im Auftrag Gottes in der Kirchengemeinde gesät habe.
Karl Bauer von der Kirchengemeinde Benzenzimmern schloss sich diesen Worten an und dankte Pfarrer Rampmeier für die die sehr gute Zusammenarbeit. Heinz Schmidt vom Kirchenbezirk Aalen sprach Dank und Anerkennung für die Arbeit des „Pfarrers auf Zeit“ aus.
„Pfarrer Rampmeier hat Zeichen und Spuren hinterlassen“ sagte Bürgermeister Willi Feige. Der Pfarrer auf Zeit habe sich gut eingelebt und sei ein engagierter Seelsorger gewesen. Er habe sich für die Belange der Kinder eingesetzt und Partei ergriffen für die Struktur im ländlichen Raum, der Kindergärten und der Ökumene, lobte der Bürgermeister weiter.
Für den Distrikt überbrachte Pfarrer Michel Rau die Dankesworte. „Auf ihrer Durchreise haben Sie sich bis zuletzt für die Gemeinde eingesetzt.“ Rektor Paul Hug bedankte sich im Namen der Alemannenschule für die angenehme und gute Zusammenarbeit und Pfarrer Hubert Klimek im Namen katholischen Seelsorgeeinheit Ries für den gemeinsam gegangenen Weg des Glaubens.
Weitere Dankesworte übermittelten Rudi Egelhofer vom Altenheim Kirchheim, Edwin Michler vom Freundeskreis Kloster Kirchheim und Ella Weigel im Namen von 60 Plus. Johannes Strauß dankte im Auftrag des Posaunenchors für das konstruktive Wirken.
Die Kinder der Kinderkirche verabschiedeten ihren Pfarrer musikalisch mit dem Lied „Schade, dass Sie weiterziehen“.
Pfarrer Bernd Rampmeier blickte dankbar auf die drei Jahre seines erfolgreichen Wirkens zurück. „Die Übergangszeit war eine besondere Zeit“ sagte er abschließend und bedankte sich für die zahlreichen Wünsche und Geschenke für seinen weiteren Lebensweg.


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© Aalener Nachrichten 05.04.2010

Pfarrer Rampmeier verlässt Kirchheim

Pfarrer Rampmeier verlässt Kirchheim

Pfarrer Rampmeier verlässt Kirchheim

(Kirchheim/sz) Bernd Rampmeier hat als Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinden Kirchheim und Benzenzimmern verabschiedet. Der 48-Jährige wird künftig in Althausen-Neunkirchen bei Bad Mergentheim tätig sein. Die Kirchengemeinden im württembergischen Ries stehen vor einer Umstrukturierung.
 
Von unserem Redakteur Bernhard Hampp
 
„Das Besondere war das persönliche Verhältnis zu den Menschen“, sagte Rampmeier, der nach drei Jahren als Pfarrer mit einem Gottesdienst in der Kirchheimer Jakobuskirche Abschied nahm. Dass Rampmeiers letzter Gottesdienst, den der Posaunenchor mitgestaltete, eine Kinderkirche war, traf sein Anliegen: „Die Arbeit mit Kindern, ob im evangelischen Kindergarten oder beim Religionsunterricht in der Alemannenschule, war mir besonders wichtig“, betont Rampmeier, der die Pfarrstelle ursprünglich nur anderthalb Jahre lang übergangsweise innehaben sollte.


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© Schwäbische Post 05.04.2010

Literarische Fundgrube

Nunmehr im neunten Jahr veranstaltete die evangelische Kirchengemeinde Essingen ihren Bücherflohmarkt. Heuer hatte dieser einen besonderen Stellenwert: Der Erlös soll der Innenrenovierung der Quirinus-Kirche zufließen. Der Bücherflohmarkt wurde zu einer wahren Fundgrube für Leseratten, die gute Bücher zum günstigen Preis erwerben konnten. Im Vorfeld waren rund 2000 Bücher bei der evangelischen Kirchengemeinde für den Flohmarkt eingegangen. Thematisch sortiert, bot sich den Besuchern eine breit gefächerte Literatur-Palette. (Text/Foto: ls)


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© Schwäbische Post 05.04.2010

„Aus“ für den Kirchenchor

Oberkochen. Wie Pfarrerin Ulrike Nuding dieser Zeitung mitteilt, wird der evangelische Kirchenchor seine Singetätigkeit beenden. Es fehle an Nachwuchs, außerdem wollten einige Mitglieder ausscheiden. Deshalb habe die Chorgemeinschaft des evangelischen Kirchenchors Oberkochen beschlossen, sich nach dem 2. Mai aufzulösen. Der Chor wird am Kantate-Sonntag am 2. Mai noch einmal in der Versöhnungskirche auftreten. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Stehempfang mit der Ehrung zahlreicher langjähriger Chorsängerinnen und Chorsänger. Wie Pfarrerin Nuding weiter mitteilt, beendet der Kirchenchorleiter und Organist Dieter Glinkowsky seinen Dienst in der Kirchengemeinde. Glinkowsky hatte den Kirchenchor 16 Jahre lang geleitet und auch den Organistendienst verrichtet. Dieter Glinkowsky wird bei seinem letzten Orgeldienst am Sonntag, 11. April, von der Kirchengemeinde verabschiedet. su

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© Schwäbische Post 05.04.2010

Den Stein zur Seite schieben

Eindrucksvolle Osterpredigten in den Kirchen der Region – Spuren aktueller Debatte
 
Traditionsgemäß wurde an den Feiertagen in den sehr gut besuchten Gottesdiensten der katholischen und evangelischen Christen der Region wieder eindrucksvoll gepredigt. Das Wesentliche wurde verhandelt, auch wenn die aktuellen Debatten dabei Spuren hinterlassen haben.
 
Aalen. Für Adrian Warzecha ist das Evangelium von Ostern mit seiner Botschaft vom leeren Grab nur ein vieldeutig verstehbarer erster Schritt zum Verständnis der Auferstehung. Erst aus den Texten der folgenden Sonntage gehe das Entscheidende hervor: „Die Begegnungen mit dem Auferstandenen öffnen den damals Suchenden die Augen.“ Wo diese Begegnung mit dem Lebenden nicht stattfinde, da bleibe der Glaube tot, unterstrich der Neresheimer Pfarrer. „Dann gehen wir in die Kirche, wie in ein Grab. Ungetröstet kehren wir von dort zurück. Und davon nehme ich mich als Pfarrer überhaupt nicht aus.“
Zwei Tage zuvor hatte er die Zuhörer aufgefordert, wie Jesus das Kreuz zu tragen, „stellvertretend für jene, die im Gewand der Kirche gesündigt haben“, und fügte hinzu: „Wir tragen es auch für jene, die unschuldig gelitten haben.“
Das tote Grab beschäftigte auch Willi Stadler beim Festgottesdienst in Dewangen. „Nur wer den Weg Jesu geht, seine Botschaft hört und sein Kreuz auf sich nimmt, dem wird der Stein zur Seite geschoben.“ Der Diakon folgerte: Österlich sehe der, dem der Stein vom Herzen falle und der deshalb offen sei für neue Erfahrungen. Auch er erwähnt den aktuellen „Scherbenhaufen“ und ist sich sicher, dass „etwas Gutes und Heilsames für die Erneuerung von Kirche und Gesellschaft daraus erwächst“.
Vikar Rainer Stadlbauer verdeutlichte in der Nacht in der Thomas-Kirche die Besonderheit dieser Stunde. Dunkelheit und Licht, Gesang und Weihrauch, die Feierlichkeit – alles sei geheimnisvoller als sonst, erklärte er den vielen Kindern. Mit Ostern sei alles anders geworden: „Der Tod ist überwunden, Sünde und Dunkel haben keine Macht mehr. ER hat uns den Weg zum Leben, zur Gemeinschaft mit Gott und untereinander frei gemacht.“
In der Osternacht in der Magdalenenkirche in Wasseralfingen sprach Pfarrerin Ursula Richter von der Nacht, in der das Kreuz, das Leiden und der Tod überwunden würden und das neue und ewige Leben von Gott in unserer Welt Einzug halte. Auch in der Aalener Stadtkirche fand eine Osternachtsfeier mit Pfarrer Manfred Metzger statt. Der Ostermorgen begann in Aalen um 5 Uhr mit einer Auferstehungsfeier in der Markuskirche mit Pfarrer Marco Frey, an die sich ein gemeinsames Frühstück anschloss.
Beim Auferstehungsgottesdienst auf dem Johannesfriedhof las Ursula Schäfer das Osterevangelium nach Matthäus 28. Pfarrer Bernhard Richter ging in seiner Predigt auf das Auferstehungszeugnis des Apostels Paulus aus 1. Korinther 15 ein und betonte, dass die Christen immer wieder neu daran erinnert werden müssten, was am Ostermorgen geschah und wie die Kraft der Auferstehung auch unser Leben und unseren Alltag erreichen möchte. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger blies hoffnungsvolle und festliche Auferstehungschoräle.
Am Ostermontag fand in der Stadtkirche ein Familiengottesdienst mit Pfarrer Stephan Stiegele statt, unter der Überschrift: „Freut euch – Jesus lebt!“

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© Schwäbische Post 02.04.2010

Ministranten, Jugendmitarbeiter und auch junge Erwachsene aus Essingen und Fachsenfeld feierten am Karfreitag in der Essinger Quirinuskirche gemeinsam mit Liedern, Bibeltexten und Gebeten – unterstützt von der Fachsenfelder Chor- und Instrumentalgruppe New Voice (Foto) ökumenisch die Passionsgeschichte Christi.  (Foto: hag)

Ministranten, Jugendmitarbeiter und auch junge Erwachsene aus Essingen und Fachsenfeld feierten am Karfreitag in der Essinger Quirinuskirche gemeinsam mit Liedern, Bibeltexten und Gebeten – unterstützt von der Fachsenfelder Chor- und Instrumentalgruppe New Voice (Foto) ökumenisch die Passionsgeschichte Christi. (Foto: hag)

„Kreuzworte“ in schwarz-weiß

Der Jugendkreuzweg 2010 wurde am Karfreitag in vielen Gemeinden und Kirchen gefeiert
 
Sie wirken wie eine Dokumentation oder Berichterstattung – die Bilder des diesjährigen ökumenischen Jugendkreuzwegs. In vielen Gemeinden und Kirchen wurde ihnen am Karfreitag mit Musik, Bibeltexten und Gebeten eine ausdurcksstarke Tiefe verliehen. Zum Beispiel in der Essinger Quirinuskirche, wo die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden von Fachsenfeld und Essingen gemeinsam die Passionsgeschichte Christi erlebten.
 
Ulrike Wilpert
 
Essingen. Ein Kreuzweg ohne Kreuzwegstationen. Der Jugendkreuzweg 2010 stellt das eine Kreuz in den Mittelpunkt. In diesem Fall das Kruzifix am Altar der Quirinuskirche. Die sieben einzelnen Stationen sind Bilder. Sind Fotos, aufgenommen von professioneller Hand. Aber sie hängen nirgends, werden auf keine Leinwand gebeamt. Sie liegen aus als Faltblätter in den Kirchenbänken.
Seltsame Sache. Aber bewusst so gewählt. Das Jugendhaus Düsseldorf, eine katholische Jugendorganisation, hatte die Redaktion und wollte eigener Mitteilung zufolge einen anderen Zugang zu dem rätselhaften Geschehen rund um Tod und Auferstehen Jesu finden, einen anderen Zugang zu den letzten sieben Worten am Kreuz. Der Blick aufs Kreuz nicht als historischer Blick zurück, sondern als Blick auf die eigenen Lebensthemen und Lebensfragen.
„Die Feier eines gemeinsamen Jugendkreuzwegs hat in Essingen Tradition und geschieht seit drei Jahren in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden in Fachsenfeld“, erklärt der Essinger Gemeindediakon Jürgen Schnotz. Und so feierten am Karfreitag in der Quirinuskirche Ministranten, Jugendmitarbeiter und auch junge Erwachsene aus Essingen und Fachsenfeld gemeinsam mit Liedern, Bibeltexten und Gebeten – unterstützt von der Fachsenfelder Chor- und Instrumentalgruppe New Voice.
Die einzelnen Kreuzwegstationen auf den Handzetteln könnten Schnappschüsse sein. Die von Profis fotografierten gestellten Szenen strahlen etwas Zufälliges aus. Sie sprechen in schwarz-weiß zum Betrachter. Kurz und prägnant sind die „Kreuzworte“ zu den einzelnen Bildern, den Stationen: „Vergib!“, „Paradies“ oder „Siehe!“ und „verlassen“. In Komposition mit den Bildern aber erhalten sie bedeutsame Tiefe, werden zu Botschaften. Es sind Momentaufnahmen von Gaffern, von Menschen, die sich in die Arme fallen, von scheinbar Verlassenen oder Menschen, die sich abwenden.
Jede Station beginnt mit einem Zitat, mit einer Aussage eines Jugendlichen, der die Worte Jesu mit seinen Ohren hört und in seiner persönlichen aktuellen Lebenssituation deutet.
Die Brücke zum Ostergeschehen schlägt Gemeindediakon Jürgen Schnotz mit Zitaten aus den Evangelien und rückt zum Schluss hin das Kreuz als solches in den Mittelpunkt der Betrachtung. „Die Gemeinschaft um das Kreuz ist wertvoll im Sinne der Osterbotschaft.“ Er lädt ein zur Kreuzverehrung, lädt jeden ein, die Nähe des Kreuzes zu suchen, die Stirn auf das Kreuz zu senken. „Wir können Christus so die eigenen Lasten anvertrauen und die der anderen.“


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