Fahrradtour nach Nördlingen
Im Rahmen des Lauchheimer Ferienprogramms startete die evangelische Kirchengemeinde am Donnerstag eine Fahrrad-Erlebnistour nach Nördlingen. 14 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 13 Jahren machten sich zusammen mit vier Jugendmitarbeitern und Pfarrer Ulrich Marstaller auf den Weg ins Nördlinger Ries. Am Trochtelfinger Freibad gab es dann eine erste Rätselpause mit Fragen zu Land und Leuten. Zur Mittagszeit kletterten die Radler dann die 368 Stufen des „Daniel“ hinauf und genossen die geniale Aussicht auf Nördlingen und ins „Ries“. Nach dem Mittagessen ging es weiter zum Bayrischen Eisenbahnmuseum. Nach einer zweiten Rätselpause und einer „Eispause“ in Bopfingen, ging es dann am Nachmittag zurück nach Lauchheim. (Foto: privat)
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Auf Schusters Rappen den Glauben erleben
Auf Schusters Rappen den Glauben erleben
(Aalen/sz) Einen nicht alltäglichen Gottesdienst im Grünen haben die „Kirchgänger, die dem Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, Bernhard Richter, auf dem Weg zum Aalbäumle folgten, erlebt. „Geh aus mein Herz und suche Freud“ lautete das begleitende Lied.
Von unserem Mitarbeiter Herbert Kullmann
Beim Gottesdienst auf dem Aalbäumle erinnerte Pfarrer Bernhard Richter alljährlich an die Verantwortung für Mensch und Umwelt. In diesem Jahr sollte „Kirche im Grünen“ für all die, die gut zu Fuß sind, auch spürbar werden. Treffpunkt war der Parkplatz an der Osterbucher Steige. Von hier aus ging es auf Schusters Rappen durch den Wald. Zwar nicht im Talar, aber mit einem Rucksack bepackt ging Pfarrer Richter voraus.
Seine Gemeinde wirkte nicht wie Gottesdienstbesucher, sondern viel mehr wie eine Wandergruppe. Dennoch das „Wandern ist des Müllers Lust“ kam ihnen nicht über die Lippen. Stattdessen sangen sie Tobias Clausnitzers Kirchenlied „Liebster Jesu, wir sind hier“.
Keine Glocken und keine Posaunen
Weder Glockengeläut noch Posaunenchor begleitete den Marsch durch Wald und Flur, dafür das Gefühl auf dem Pilgerpfad zu sein. Die Namensgebung brachte allerdings den evangelischen Pfarrer in Nöte, denn Prozession klingt zu katholisch, pilgern ist mittlerweile zwar gut ökumenisch, trifft inhaltlich den „Gottesdienst im Grünen“ aber nicht. „Wir gehen einen gottesdienstlichen Weg“, umschrieb Pfarrer Richter kurzerhand. Und da das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte, wurde es überdies ein angenehmer Morgenspaziergang. Freilich einer mit geistlicher Führung, denn an mehreren Stationen erinnerte Pfarrer Richter an die Wege des Lebens, die jeder gehen müsse.
„Wir dürfen nicht an einem Punkt verharren, sondern müssen uns immer wieder auf den Weg machen“, betonte er mit Verweis auf das Alte und Neue Testament. Dass auf dem Lebensweg so manche Stolpersteine warten, wollte er nicht verhehlen. Stolpersteine seien Sorgensteine, die aus dem Weg geräumt werden müssten. Nur wer auf einem festen Stein gründe und gut verwurzelt sei, könne den Stürmen des Lebens standhalten. Dies erleichtere auch an Weggabelungen die Entscheidung, welchen Pfad man einschlagen wolle. Mit dem von Professor Dr. Klaus-Peter Hertzsch nach der Wende 1989 gedichteten „Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist“ kamen die Gottesdienstwanderer auf dem Aalbäumle an.
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Zum Geburtstag gibt’s eine Frischzellenkur
Zum Geburtstag gibt’s eine Frischzellenkur
(AALEN/sz) Aalens evangelische wie katholische Christen nennen sie einfach nur „unsere Stadtkirche“. Der in die Jahre gekommene Sakralbau inmitten der Stadt steht für gesellschaftliche Veränderungen, braucht allerdings dringend auch eine Rundumerneuerung. Stadtpfarrer Bernhard Richter hofft, dass dies bis zum 250. Geburtstag der Kirche im Jahr 2017 gelingt.
Von unserem Mitarbeiter Herbert Kullmann
„Wir pflegen eine gute Nachbarschaft“, versichert Stadtpfarrer Bernhard Richter. Nicht alle in seiner Gemeinde sehen es so, denn dass das „Rambazamba“ die Außenbestuhlung bis zur Kirchturmwand vorgeschoben hat, ist manch einem ein Dorn im Auge. „Selbst wenn wir wollten, könnten wir wenig dagegen tun, denn der Kirchenbesitz endet am ersten Pflasterstein.“ Das gute Miteinander mit der Gastronomie gehört dennoch zum Alltag. „Wir nehmen gegenseitig Rücksicht. Das macht das Leben leichter und schöner. Wir gehören doch alle zusammen, die Kirche, „Aalen City blüht“ und eben auch die Kneipen.“ Vom Kirchturm tönt der Stundenschlag herab. „Früher gab es Zeitgenossen, die hatten damit ein Problem. Heute wird das Glockengeläut wieder akzeptiert.“
Imposant zeigt sich der Blick nach oben. Er offenbart allerdings auch, wie der Zahn der Zeit an den massigen Sandsteinquadern nagt. In guter Erinnerung ist der „Steinfall“ von oben herab. Zufall, dass er folgenlos blieb, doch er machte überdeutlich, dass etwas geschehen muss. „Mittlerweile ist alles wieder sicher, aber die Sanierung bleibt Thema Nummer eins“, betont Pfarrer Richter. Die Zeitläufe nagen nicht nur an der Kirche. So sorgt der gesellschaftliche Wandel dafür, dass sich die Kirche neuen An- und Einsichten öffnet. „Was wir brauchen, ist eine City-Kirche, ein Gotteshaus, das Besuchern immer offen steht.“ Gerade bei Veranstaltungen sei verstärkter Kirchenbesuch zu verzeichnen. „Menschen kommen, um Stille und Ruhe zu suchen, um sich zu besinnen.“
Eine Kirche für jeden
Dass einige vielleicht nur die Deckenmalereien bewundern möchten, stört Pfarrer Richter nicht. Auch ihnen öffnet er die Eingangstür weit. Die Gefahr, dass die Stadtkirche zum Museumsersatz wird, sieht er nicht. „Kirche als Museum wäre sinnentleert. Aber gerade als Gotteshaus muss sie für jeden zugänglich sein.“ Kirche und Glaube stünden dem Museumsgedanken konträr gegenüber. Deshalb stemmt sich Pfarrer Richter so vehement gegen Bestrebungen, die Johanneskirche zum bloßen Denkmal herabzustufen. Der Vorwurf, die Stadtkirche sei nur bei Konzerten voll, lässt Pfarrer Richter nicht gelten. Kirchenmusik hätte, da in die Liturgie eingebunden, immer eine geistliche Dimension. „Deshalb trage ich dabei einen Talar. Musik biete überdies die Chance, Menschen in die Kirche zurückzubringen. Gutes Beispiel sei das Projekt „Orgel und Musik“, das vielen den Weg in die Kirche, auch den zurück zum Glauben geebnet habe.
Die Finanzierung der neuen Kirchenorgel bewies letztlich, dass die Aalener bereit sind, sich für ihre Stadtkirche zu engagieren. Ein Engagement, das Pfarrer Richter gern in eines zugunsten des Kirchturms münden ließe. Zwar fehlt es an einer Konzeption, dafür gibt es andere Herausforderungen. Aktuell: Das Ferientagheim in Leinroden. Kommenden Monat soll es abgerissen werden, bis zu den Ferien im nächsten Jahr bereits das neue stehen. Auch deshalb muss der Kirchturm warten. Seit 1767 läuten die Glocken, jeden Abend tönen die Posaunen der Turmbläser. Sie sind derzeit die einzigen, die sich auf den Turm wagen dürfen. Der Stadtpfarrer sähe es aber gern, wenn nach einer Restaurierung Besucher die Aussicht ebenfalls genießen könnten. Eine feste Jahreszahl hat er im Sinn: 2017. Zum 250-jährige Bestehen der Stadtkirche müsste die Renovierung zu schaffen sei.
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Gottesdienst in luftiger Höhe auf dem Aalbäumle
Zu einem etwas anderen Gottesdienst im Grünen hat die evangelische Kirchengemeinde in Aalen am Sonntag eingeladen. Pfarrer Bernhard Richter begrüßte oberhalb der Osterbucher Steige rund 50 Christen, die sich auf den Weg zum Aalbäumle machten und an verschiedenen Stationen innehielten und Gottesdienst feierten. Bei jeder Station gab es einen Psalm, einen geistlichen Impuls und ein Lied. Als die wandernde Gemeinde auf dem Aalbäumle angekommen war, wurden sie schon von einer Reihe von Besuchern erwartet. Miteinander wurde der 31. Psalm gebetet, in dem es heißt: „Du stellst Deine Füße auf weiten Raum.“ Pfarrer Bernhard Richter sprach den Segen. Das Opfer war für die Arbeit der Bahnhofsmission bestimmt, die von Schirmherrin Hannelore Melcher vorgestellt wurde. (Foto: Oliver Giers)
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Gottes Liebe und Zuwendung wird für die Besucher der Oase-Gottesdienste auch körperlich erfahrbar: Jedem, der möchte, wird mit Salböl ein Kreuz in die Hand gezeichnet. (Foto: opo)
„Tankstelle“ mitten im Alltag
Reihe der „Oase“-Gottesdienste in der Magdalenenkirche beginnt am 16. September
Seit einigen Jahren findet in der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen in der Regel an jedem zweiten Donnerstag im Monat (außer im August) ein Gottesdienst statt, der sich von den sonntäglichen Gottesdiensten unterscheidet. Der Oase-Gottesdienst bietet eine kleine Auszeit inmitten des stressigen Alltags.
Aalen-Wasseralfingen. Alle, die sich mitten im stressigen Alltag eine kleine Auszeit gönnen und zur Ruhe kommen möchten, ihre Gedanken ordnen, Atem holen oder Halt finden wollen, sind um 19 Uhr in der Magdalenenkirche willkommen. Musikstücke, gespielt mit Geige, Cello, Flöte, Klavier oder auch Saxophon, umrahmen den Gottesdienst.
Die Musikantinnen und Musikanten Wolfgang und Inge Braun, Barbara Böhme- Münch und Sohn Fabian und Erika Rathgeb lassen sich für die Oase-Gottesdienste immer wieder Passendes zum Thema einfallen, von Barock bis Klezmer, oder vom kleinen Abendlied bis „Summertime“ von George Gershwin. Die Meditationsmusik vor der Predigt sucht Ursula Dauser ansprechend aus.
Ein Kreuz mit Salböl
Predigt und Liturgie übernehmen abwechselnd Pfarrerin Ursula Richter und Kirchengemeinderätin Dr. Gabriele Schöll. Darin werden Lebensfragen und Probleme, die Menschen belasten und beschäftigen, aufgegriffen und in verständlicher Weise zu Wort gebracht. Jeder und jede der Besucherinnen und Besucher ist danach eingeladen, sich segnen und salben zu lassen.
Damit Gottes Liebe und Zuwendung auch körperlich erfahrbar wird, erhält jeder, der es möchte, ein Kreuz mit Salböl in die Hand gezeichnet und ein Segenswort. Alle bekommen „ihr“ Segenswort sogar schriftlich auf einer Karte mit, die von Ursula Dauser ab und zu sogar selbst gestaltet wird.
Für die durchschnittlich 40 bis 70 Besucherinnen und Besucher sind die Oase-Gottesdienste schon oft zu einer „Tankstelle“ mitten in der Woche und im Alltag geworden. Am Donnerstag, 16. September, 19 Uhr, beginnt nach der Sommerpause die nächste Runde der Oase-Gottesdienste in der Wasseralfinger Magdalenenkirche, die wie immer offen sind für alle Menschen. Ursula Richter
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Abenteuer pur – Die Nacht im Zelt zu verbringen, gehört für Kinder und Jugendliche zu den beliebtesten Abenteuern. Dass sie dabei auch sicher sind, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Organisatoren. (Foto: Peter Hagenender)
,Hundert Prozent sicher gibt’s nicht“
Das Thema Missbrauch beschäftigt die Anbieter von Ferienfreizeiten im Ostalbkreis nicht erst seit gestern
Zusammen eine Stadt managen, im Matsch wühlen, im Zelt übernachten – für viele Kinder gehören die Freizeiten in den Sommerferien zu den Höhepunkten des Jahres. Doch mit dem Missbrauchsfall in einem Feriencamp auf Ameland, wo Jugendliche die Opfer anderer Jugendlicher wurden, stellt sich manchem auch die Frage, wie sicher solche Freizeiten sind. Im Ostalbkreis befassen sich die Veranstalter von Stadtranderholung, Ferientagheim und Co. nicht erst seit Ameland mit dem Thema Sicherheit. Die Eltern dagegen sind erstaunlich gelassen.
Dagmar Oltersdorf
Ostalbkreis. „Bei den Eltern war das gar kein Thema. Das ist ein großer Vertrauensvorschuss“, erzählt Hanna Fischer. Seit einigen Jahren leitet die Jugendreferentin des Evangelischen Jugendwerks Aalen das Ferientagheim der Evangelischen Kirchenpflege Aalen in Leinroden. In diesem Jahr wuseln dort während eines Zweiwochenabschnittes rund 170 Kinder über das Gelände. Von deren Eltern habe nicht ein einziger Besorgnis zum Ausdruck gebracht, freut sich Hanna Fischer. Und das, obwohl sie die Berichterstattung über Ameland höchst undifferenziert fand: „Da wurde alles in einen Topf geworfen und umgerührt“, ärgert sie sich.
Und nicht nur sie: „Da ist in Bezug auf Ameland das Thema Pädophilie mit allem verwurschtelt worden“, empört sich auch Kreisjugendreferent Baltes. Dabei sei es ganz klar um Übergriffe von Kindern und Jugendlichen untereinander gegangen. Diese seien seit einigen Jahren zwar auch auf der Ostalb thematisiert worden, allerdings sei das Problem noch verschwindend gering, vor allem auch, wenn es um Sexualität gehe. „Es ist aber grundsätzlich ein Indiz dafür, dass die Kinder mit der Sexualisierung in der Gesellschaft überfordert sind.“
Doch obwohl Ameland die Öffentlichkeit aufheizt, gab es auch beim Kreisjugendring von Eltern keine besorgten Anrufe: „Keine einzige Anfrage“, berichtet Baltes, der unter anderem für die Zeltlager bei der Zimmerbergmühle zuständig ist. Dass die Eltern so gelassen sind, führen Hanna Fischer und Michael Baltes auch auf die lange Tradition der Ferienfreizeiten zurück. Beide gibt es schon seit mindestens 40 Jahren.
Auf Tradition setzt man zudem, wenn es um die Betreuer geht. Die meisten Ehrenamtlichen sind den Organisatoren der Freizeiten längst bekannt: „In der Regel sind die heutigen Betreuer nahezu aller unserer Angebote noch vor ein paar Jahren selbst als Kinder Gast dieser Zeltlager oder Ferienfreizeiten gewesen. Lediglich ein Drittel der Betreuer sein neu“, beschreibt Baltes. Doch ganz gleich wie gut man den Einzelnen kennt, alle durchlaufen zumindest bei den angefragten Anbietern eine Schulung, bevor sie selbst Kinder betreuen dürfen.
Ein weiterer Baustein, den viele Organisatoren fordern, ist die „Juleica“, die Jugendleiter-Card. Sie ist Voraussetzung dafür, dass die Jugendlichen Betreuer eine Gruppe selbständig leiten können. Eine Mindestanforderung dabei ist die Vollendung des 16. Lebensjahrs des Karteninhabers.
Bei der Schwäbisch Gmünder Stadtranderholung auf dem Ziegerhof für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren haben alle Betreuer die „Juleica“, im Idealfall seien die Betreuer zudem Auszubildende von St. Loreto (Institut für soziale Berufe), berichtet Robin Schmid, Gesamtleiter des Ziegerhofs. Trotzdem wird auch hier nochmals gesondert auf die Freizeit vorbereitet. Zudem gebe es während der Freizeit täglich zwei Teamsitzungen, „bei denen alles auf den Tisch komme“, sagt Schmid.
Infoabende für Eltern, Schulung für die Mitarbeiter – das organisieren alle Veranstalter der Ferienfreizeiten im Vorfeld. Vom Evangelischen Jugendwerk gibt es dazu beispielsweise einen Flyer, in dem das Thema Sexualität bei Freizeiten ganz offen in acht Punkten angesprochen wird. Dabei geht es um die Intimsphäre der Kinder und Jugendlichen genauso wie um die Rolle der Mitarbeiter und das Verhalten bei Grenzüberschreitungen.
Dazu gehören körperliche Kontakte mit den Kindern nicht automatisch, wie Michael Baltes erklärt. Denn bei Freizeiten suchen Kinder Trost und Geborgenheit, wenden sich Kinder auch im Vertrauen an ihre Betreuer: „Wenn irgendwie möglich sollte der Mitarbeiter hier immer Öffentlichkeit herstellen, damit andere Mitarbeiter und auch die Kinder darüber informiert sind. „Das schützt den Betreuer vor unberechtigten Vorwürfen und es schützt auch die Kinder“, findet Baltes. Dass diese Vertrauen und Nähe bekommen und sich ihnen jemand den ganzen Tag widme, sei ja auch eines der Erfolgsrezepte von Freizeiten.
Kontrollgänge in der Nacht
Zudem setzen Kinder in vielen Fällen auch ganz selbständig ihre eigenen Grenzen, wie man in der Aalener OstalbCity gut beobachten kann: Damit die Kinder dort nicht zu hart miteinander umgehen, gibt es unter all den Berufen, die man ausüben kann, auch die Polizei: „Die sind sehr aktiv. Da werden nicht mal Beschimpfungen geduldet“, sagt Heidi Weiss-Moll, Geschäftsführerin des Stadtjugendrings Aalen, die Spielstadt organisiert. Generell sei eine Kinderspielstadt im Vergleich zu anderen Angeboten auch gut überschaubar, erklärt Weiss-Moll. „Aber es macht einen Riesenunterschied, ob die Kinder übernachten.“
Tatsächlich müssen sich die Organisatoren bei Zeltlagern zusätzlich überlegen, wie sie während der Nachtstunden für Ruhe und Sicherheit sorgen: Bei der Ziegerhof-Freizeit schlafen nur die älteren Kinder während der Freizeit zwei Mal dort: „Und dann auch nur freiwillig“, erläutert Robin Schmid. Es gebe getrennte Schlafzelte, ein Betreuer nächtige auf jeden Fall mit im Zelt: „Das geht gar nicht anders. Kinder haben ja auch Angst oder müssen auf die Toilette.“
Bei der Zimmerbergmühle gibt es eine „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“, beschreibt Michael Baltes. Die beinhaltet eine Nachtwache, an der neben einem Betreuer jeweils eine Zeltgruppe beteiligt sei. Allerdings schlafen die Betreuer dort nicht in den Zelten, sondern immer zwischen ein paar Zelten getrennt von den Jugendlichen.
Eine scharfe Trennung machen alle Anbieter zwischen dem Thema Missbrauch durch Erwachsene und dem Thema Übergriffen der Kinder untereinander. Beides werde im Kinder- und Jugendbereich ständig diskutiert, versichert Michael Baltes. Natürlich sei die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern ein Bereich, über den sich ein Pädophiler theoretisch Zugang zu Kinder verschaffen könne.
Dass es trotz pädagogischen Know-hows, polizeilicher Führungszeugnisse, Beobachtung und Kommunikationen keine absolute Sicherheit gegen Übergriffe von Kindern untereinander oder Erwachsenen gebe, gestehen alle ein: „Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht“, sagt Robin Schmid. Deshalb aber die vielen ehrenamtlichen Betreuer unter Generalverdacht zu stellen, halten alle für fatal: „Die Jugendverbände sind die Anwälte der Kinder und Jugendlichen in der Gesellschaft“, sagt Michael Baltes. Und fügt an, dass ihm im Ostalbkreis noch kein bestätigter Fall von Missbrauch während der Ferienfreizeit bekannt geworden ist.
Die Jugendleiter-Card „Juleica“ – was man dafür braucht
Voraussetzungen für die Ausstellung der Card für Jugendleiterinnen und Jugendleiter ist
- dass der Inhaber der Card eine ausreichende praktische und theoretische Qualifizierung für die Aufgabe als Jugendleiterin oder Jugendleiter erhalten haben und in der Lage sein, verantwortlich Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen zu gestalten, z. B. eine Gruppe zu leiten.
- Die theoretische Ausbildung soll mindestens 40 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten umfassen. Neben dem Erwerb fachspezifischer Kenntnisse sollen mit insgesamt mindestens 15 Unterrichtseinheiten auch pädagogische, jugendpflegerische, jugendpolitische und organisatorische Kenntnisse und Handlungsfähigkeiten vermittelt werden. Jeweils innerhalb von drei Jahren soll eine mindestens zweitägige Fortbildung erfolgt sein.
- Die Inhaberin und der Inhaber der Card sollen in der Regel das 16. Lebensjahr vollendet haben. In besonders vom Träger zu begründenden Fällen kann die Card auch für Jugendleiterinnen und Jugendleiter im Alter von 15 Jahren ausgestellt werden.
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Glücklich sein mit anderen
„Was ist Glück?“ lautete der Titel einer Umfrage der evangelischen Kirchengemeinde Oberkochen. Viele der Antworten sind im jüngsten Gemeindebrief veröffentlicht. Für die Oberkochener bedeutet Glück unter anderem, ein friedliches Familienleben, wenn man in einer Notsituation Hilfe erfährt, aber auch wenn man im Alltag Gott begegnet. Die Umfrage ist Basis für eine Gottesdienstreihe, die die Pfarrer Achim Bellmann sowie Ulrike und Albrecht Nuding im Oktober planen. Am Sonntag, 10. Oktober lautet das Thema „Glück kommt selten allein – vom Glücklichsein mit anderen“. „Glück im Unglück, glücklich sind die Leidtragenden“ heißt es am 17. Oktober, und am 24. Oktober lautet die Frage im Gottesdienst: „Sind religiöse Menschen glücklicher?“ „Der Wegweiser zum Glück soll Ermutigung sein, die Glücksmomente im eigenen Leben und im Alltag wahrzunehmen und zu genießen“, sagt Pfarrerin Ulrike Nuding, die auf dem Bild mit Pfarrer Achim Bellmann (links) und ihrem Gatten Albrecht Nuding zu sehen ist. (Text/Foto: su)
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In Kirchheim ist es fast wie in Südafrika
In Kirchheim ist es fast wie in Südafrika
(Kirchheim/mab) Die Kinderkirchen Benzenzimmern und Kirchheim holen Südafrika nach Kirchheim. „Die Welt zu Gast bei Freunden in Südafrika“ war das Motto des Ferienprogramms auf dem Kirchheimer Sportplatz.
Wer heute an Südafrika denkt, dem kommt zuerst die Fußball-WM 2010 in den Sinn. Sogleich werden Erinnerungen an packende Fußballszenen, trötende Vuvuzelas und gastfreundliche Südafrikaner in einem wach.Doch Südafrika ist mehr als nur das Land der lachenden und ausgelassenen Menschen und der Fußball mehr als nur hinter einem Ball herzujagen und Tore zu schießen.
Beide Themen, Südafrika und Fußball, haben die Organisatoren des Ferienprogramms der evangelischen Kirchengemeinden Benzenzimmern und Kirchheim aufgegriffen und sie in spielerischer Form umgesetzt. An acht Stationen durften insgesamt 40 Kinder Rätsel raten, Basteln, sich Wettrennen liefern und selbstverständlich auch Fußball spielen.
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Landrat Klaus Pavel, Bürgermeister Georg Ruf und Kreistagsmitglieder überzeugten sich davon, dass den Kindern in Leinroden nicht langweilig wird.
Basteln, spielen, toben und Politiker begrüßen
Erlebnisreiche Wochen im Ferientagheim in Leinroden bei Abtsgmünd
170 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren erleben im Ferientagheim in Leinroden bei Abtsgmünd in zwei Ferienabschnitten je zwei erlebnisreiche Wochen. Kürzlich bescherte ihnen die Politrundfahrt des Kreistages Politikerbesuch.
Abtsgmünd-Leinroden. Auf dem Gelände des Ferientagheims haben die rund 13 einzelnen Gruppen mit je 14 Kindern und zwei Betreuerinnen zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung: eine riesige Spielwiese, eine Grillstelle, einen großen Speisesaal, Tischtennisplatten und vieles andere, was das Herz begehrt. Jeder Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück, danach gibt es biblische Geschichten und ein buntes Programm mit Basteln, Spielen und Toben, das nach dem Mittagessen weitergeht. Um Jugendliche auf die ehrenamtliche Arbeit als Betreuer vorzubereiten, können diese als lernende Mitarbeiter in der Praxis üben.
Im Namen der Heimleitung begrüßte Johanna Fischer Landrat Klaus Pavel, Bürgermeister Georg Ruf und die Kreistagsmitglieder. Die Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde Aalen, die Eigentümer und Betreiber des Ferientagheims sind, sagten, dass das jetzige Ferientagheim nach der Ferienfreizeit im September abgebrochen wird. Die evangelische Kirchengemeinde Aalen plant einen Neubau mit Kosten von rund 400 000 Euro. Der Bau soll im Jahr 2011 seiner Bestimmung übergeben werden.
Pavel war begeistert vom hochwertigen Angebot des Ferientagheims. Ruf betonte die Vielfalt der Freizeitprogramme in Abtsgmünd. In den drei Freizeitstätten Leinroden, Zimmerbergmühle und Rottal seien augenblicklich rund 600 Kinder zu Gast. Darüber hinaus biete die Gemeinde das Ferienprogramm der Bibliothek, bei dem über 700 Kinder angemeldet seien.
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Die Besucher schauten den Kindern beim Flaschenkegeln zu
Besuch von den Chefs
Abtsgmünd-Leinroden. Auch in diesem Jahr besuchte Bürgermeister Georg Ruf zusammen mit Landrat Pavel im Rahmen der Politrundfahrt des Kreistages das Ferientagheim in Leinroden. In zwei Ferienabschnitten verbringen hier jeweils 170 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren zwei erlebnisreiche Wochen. Neben zahlreichen Kindern aus Abtsgmünd kommen die Kinder überwiegend aus dem gesamten Mittelbereich Aalen. Die Kinder fahren morgens um 8 Uhr von Aalen nach Leinroden und kommen nach einem Tag voller Abenteuer wieder in Aalen an. Auf dem Gelände des Ferientagheims haben die rund 13 einzelnen Gruppen mit je 14 Kindern und zwei Betreuerinnen zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung: eine riesige Spielwiese, eine Grillstelle, einen großen Speisesaal, Tischtennisplatten und vieles andere, was das Herz begehrt. Jeder Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück, danach gibt es biblische Geschichten und ein buntes Programm mit Basteln, Spielen und Toben, das nach dem Mittagessen weitergeht. Um Jugendliche auf die ehrenamtliche Arbeit als BetreuerInnen vorzubereiten, können diese als lernende MitarbeiterInnen einsteigen und die Grundlage der Gruppenpädagogik in der Praxis erlernen. Im Namen der Heimleitung begrüßte Johanna Fischer Landrat Pavel, Bürgermeister Ruf und die Kreistagsmitglieder in Leinroden. Die Vertreter der Evangelischen Kirchengemeinde Aalen, die Eigentümer und Betreiber des Ferientagheims sind, legten dar, dass das jetzige Ferientagheim unmittelbar nach der Ferienfreizeit im kommenden September abgebrochen wird. Die Evangelische Kirchengemeinde Aalen plant einen Neubau mit einem Kostenaufwand von rund 400 000 Euro. Dieser soll bereits im Jahr 2011 seiner Bestimmung übergeben werden. Landrat Klaus Pavel war begeistert von dem hochwertigen Angebot, welches im Ferientagheim Leinroden den Kindern und Jugendlichen geboten wird. Insbesondere die qualitativ hochwertige pädagogische und sozialverantwortliche Arbeit wurden von ihm ausdrücklich gelobt. Bürgermeister Georg Ruf betonte die Vielfältigkeit der Freizeitprogramme, welche derzeit in Abtsgmünd angeboten werden. In den drei Freizeitstätten Leinroden, Zimmerbergmühle und Rottal seien augenblicklich rund 600 Kinder aus vielen Städten und Gemeinden des Ostalbkreises zu Gast. Darüber hinaus bietet die Gemeinde das Ferienprogramm der Bibliothek, an welchem mehr als 700 Kinder angemeldet sind.
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Luisa Ferner war mit ihrem Hund „Funny“ zum Tiergottesdienst gekommen.
Gottesdienst der besonderen Art gefeiert
(NERESHEIM/uz) Das Samariterstift Neresheim hat bei seinem Stallfest mit Tiergottesdienst viele Tierfreunde begrüßt. Friedhelm Boderke verwies in seiner Predigt auf die Bibel, in der erwähnt werde, wie wichtig Gott die Tiere sind.
Beim Tiergottesdienst waren alle Plätze bei herrlichem Sommerwetter mit Kindern und ihren Haustieren sowie mit Menschen mit und ohne Behinderung belegt. Hunde, kleine Schildkröten, Pferde, Esel, Ziegen und Kaninchen waren mit Frauchen und Herrchen der Einladung in den Park gefolgt. Sie alle sangen und beteten gemeinsam mit Pfarrer Udo Schray, Friedhelm Boderke und der Gruppe „Happy People“.
Wie oft dieser Tiergottesdienst im Park noch stattfinden wird, ist derzeit ungewiss. Denn durch den Tausch des Grundstückes mit der Stadt, der offiziell im Januar 2012 vollzogen wird, ist es nicht klar, wie es mit dem Park und den Tieren weiter geht. Die Meinungen zum Erhalt des Tierparks gehen auseinander. Die eine Gruppe möchte dieses „kleine Paradies“ erhalten und dies ohne in erster Linie auf Geld und immer mehr Wachstum und Wirtschaftlichkeit zu schauen. Sie wollen vielmehr etwas erhalten, was die Menschen und vor allem Familien mit Kindern erfreut. Denn der Park sei eine schöne Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderung, so deren Meinung. Die anderen Neresheimer sehen die Kosten, die auf die Stadt und daher auch auf die Bürger zukommen könnten.
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Kleine Wikinger besetzen das Leintal
Ferienspaß pur erleben 170 Kinder momentan wieder im Leintal. Beim Ferientagheim in Abtsgmünd-Leinroden steht diesmal das Motto „Die Wikinger kommen - kleine Helden ganz groß“ auf dem Programm. Seit Montag spielen, essen Schnitzel und basteln die Kinder unter der Aufsicht von insgesamt 29 geschulten und 17 noch lernenden Betreuern wieder im Tagheim der Evangelischen Kirchengemeinde Aalen. Der erste Abschnitt des Ferientagheims Leinroden endet nach zwei Wochen, Mitte August geht es dann in die zweite Runde. Nach den Sommerferien soll dann das Gebäude rundum saniert werden. (Text: dot/Foto: privat)
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