Seit 18 Jahren leitet Brigitte Hofmann (Bildmitte) den Pelikan-Club. (Foto: ls)
Club für Menschen mit Handicap
Pelikan-Club: Nächstes Jahr wird der Treff für Behinderte 40 Jahre jung
„Es ist schon beeindruckend, was in diesem Pelikan-Club an ehrenamtlichem Engagement, Herzlichkeit und Nächstenliebe eingebracht wird“, sagt Landrat Klaus Pavel bei der Weihnachtsfeier, die in traditioneller Manier im Dietrich Bonhoeffer-Haus stattfindet.
Lothar Schell
Aalen-Unterrombach. „Viele wissen gar nicht, was der Pelikan-Club ist und dass es ihn gibt“, sagt Brigitte Hofmann, die schon seit 18 Jahren den Pelikanen Flügel verleiht. Damals hatte sie das Amt von Walter Klein übernommen.
Vor genau 39 Jahren war es, als im Rahmen der „Aktion Mensch“ der „Behindertenklub für junge Leute“ im evangelischen Gemeindehaus in Aalen gegründet wurde. Junge Leute zwischen 15 und 25 Jahren aus der Stadt und dem Kreis Aalen waren zusammengekommen, um für Menschen mit Handicaps – so würde man heute sagen – einen Treff ins Leben zu rufen. Die Versammlung beschloss, dem Klub einen Namen zu geben und man einigte sich auf die Bezeichnung Pelikan-Club.
Der Pelikan ist seit Urzeiten ein christliches Symbol. Eine Parallele zur Person Jesu Christi und seinem Opfertod wird darin gesehen, dass der Pelikan in Zeiten der Not seine Kinder mit dem Blut aus der eigenen Brust ernähren soll, um sie vor dem Hungertod zu bewahren.
„Herzenssache“
Viele Ehrengäste sind bei der Weihnachtsfeier im Dietrich Bonhoeffer-Haus präsent. Vom Lions-Club Schwäbisch Gmünd-Aalen-Ellwangen sind Dr. Karl-Ludwig Petersohn und Gerhard Kayser gekommen, um eine Geldspende für den traditionellen Jahresausflug zu überreichen. Irmela Seraphim ist da, die schon seit -zig Jahren die lernbehinderten, geistig und körperlich behinderten Menschen zum Eisessen einlädt. Auch Landrat Klaus Pavel ist gekommen, um die Leistung im Ehrenamt zu würdigen und ein Geschenk zu überreichen.
„In dieser engen Gemeinschaft ist Ehrenamtlichkeit zu Hause“, sagt der Landrat und er dankt Brigitte Hofmann, die sich neben vielen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten ihren Pelikanen verschrieben habe. Sein Respekt gilt aber auch Heidi Wiedmann, die seit 34 Jahren als Betreuerin den behinderten Menschen zur Seite steht. „Der Pelikan-Club ist eine Institution, die Sicherheit ausstrahlt und die sich etabliert hat“, betont Pfarrer Astfalk. Franz Wiedenhöfer ist seitens der Stadt Stammgast und Freund der behinderten Menschen.
„Wenn man sich zwölf Mal im Jahr trifft, gemeinsam Ausflüge macht und Freud und Leid miteinander teilt, wächst man zusammen“, betont Brigitte Hofmann. Oft sind bei den Monatstreffs Eltern und Angehörige mit dabei. Man bastelt, singt, tanzt, wandert oder entspannt sich. Wie nicht behinderte Menschen auch. Die behinderten Menschen kommen aus dem ganzen Ostalbkreis, aus den verschiedensten Einrichtungen oder leben selbständig.
Der Pelikan-Club gehört zum Dach des Kreisdiakonie-Verbands. Viele von Brigitte Hofmanns Hilfsgenossen konnten über den Sozialführerschein gewonnen werden. Wie etwa Marcel Kallwass, der in Oberkochen den Sozialführerschein erworben hat und sich spontan dazu bereit erklärte, die Weihnachtsfeier am Klavier zu begleiten.
Die Herzlichkeit im Bonhoeffer-Haus ist greifbar. „Das ist eben das, was uns gesunden Menschen abgeht, Natürlichkeit und echtes Zusammengehörigkeitsgefühl“, sagt Brigitte Hofmann, die ausdrücklich betont, dass sich der Pelikan-Club ausschließlich über Spenden finanziert.
Auch Pelikane haben Hunger. Nach der wunderschönen Weihnachtsfeier mit Beiträgen und Jahresrückblick ist das gemeinsame Festessen ein besonderes Schmankerl. Und alle freuen sich jetzt schon aufs Jubiläum im kommenden Jahr.
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Spende für Kirchengemeinden
8000 Euro für Indonesien und Kariobangi
Die Stadt Oberkochen spendet 8000 Euro für Entwicklungsprojekte der beiden Kirchengemeinden. Beide Kirchengemeinden haben seit vielen Jahren erfolgreiche Entwicklungsprojekte in Gang gesetzt und der direkte Draht garantiere, dass die jeweils 4000 Euro gut verwendet werden, so Bürgermeister Peter Traub (Mitte) . Pfarrer Albrecht Nuding (rechts) berichtete über das Projekt der evangelischen Kirchengemeinde im indonesischen Nordsulawesi. – „Wir werden das Geld in bewährter Weise unserer Partnergemeinde Kariobangi zukommen lassen“, erklärte der katholische Pfarrer Andreas Macho (links). (Foto: su)
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Pfarrer Bernhard Richter erinnert zusammen mit den Tamilen an die Tsunami-Katastrophe. (Foto: ls)
Solidarität gezeigt
Gedenkgottesdienst und Schweigemarsch zur Tsunami-Katastrophe
„Wir danken allen Menschen, die sich mit uns solidarisch erklären und das Gedenken an unsere Heimat teilen“, meinte Vyramuthu Thanabalasingam, genannt „Muthu“, beim Gottesdienst in der Stadtkirche. Den Gedenkgottesdienst gestalteten die evangelische und tamilischen Gemeinden.
Aalen. Gemeinsam mit den Tamilen im Ostalbkreis gedenke man den Tausenden von Opfern des schweren Tsunami im Jahre 2004 in Sri Lanka und Indonesien, betonte Pfarrer Bernhard Richter. Ebenso stark betroffen seien die Menschen durch die Kriegswirren. Eine tamilische Sängerin brachte in Liedern die Hinwendung zum Heiland zum Ausdruck.
„Muthu“, der Leiter der tamilischen Schule, zog eine verheerende Bilanz. Der Tsunami habe bereits Tausenden von Menschen das Leben gekostet, der schlimme Krieg stelle die Naturkatastrophe noch in den Schatten. Es fehle an Lebensmitteln und Medizin.
Pfarrer Richter erinnerte an „die schrecklichen Bilder des Tsunami, der alles wegfegte“. Christus sei das Licht der Welt, aber viele Menschen stünden auch im Dunkel und nicht einmal an Weihnachten hätten die Waffen geruht.
Pfarrer Richter äußerte seinen Respekt, dass die Tamilen hier auf der Ostalb das Schicksal ihrer Landsleute nicht kalt lasse. „Das Unrecht muss beim Namen genannt werden“, so Richter weiter.
Den „Weg ins Licht“ gingen nach dem Gottesdienst Deutsche und Tamilen bei einem Schweigemarsch mit brennenden Kerzen zum Marktbrunnen. Dort war ein Altar aufgebaut zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Tsunami. Lothar Schell
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"besinnlich zusammen sein"
Im Netzwerk mit den Kirchen
Ortsvorsteherin Andrea Hatam setzt Tradition fort
„Wir wollen besinnlich zusammen sein und den Kontakt untereinander pflegen“, meinte Ortsvorsteherin Andrea Hatam bei der Heiligabend-Feier im Bürgerhaus. Ihr besonderer Gruß galt Pfarrerin Ursula Richter von der evangelischen Kirchengemeinde.
Aalen-Wasseralfingen. Die Heiligabendfeier für Alleinstehende, Seniorinnen und Senioren, die Karl Bahle im Sitzungssaal des Rathauses begonnen und im Annapark und im Bürgerhaus fortgesetzt hatte, soll künftig auch unter seiner Nachfolgerin Andrea Hatam Bestand haben. Fast 40 Gäste konnte Hatam im Bürgersaal willkommen heißen.
„Ich habe vor, diese schöne Tradition weiterzumachen“, meinte die Ortsvorsteherin. Man wolle dies im Netzwerk mit den Kirchen tun. Pfarrerin Ursula Richter stimmte auf die Geburt Jesu Christi ein, dem Heiland und Erlöser der Welt. Im kommenden Jahr soll dann die katholische Kirche bei der Heiligabendfeier mit der Ortsvorsteherin vertreten sein. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Barbara Böhme-Münch (Cello) und ihrem Sohn Fabian (Klarinette). Mit besinnlichen und lustigen Beiträgen stimmte die Ortsvorsteherin aufs schönste Fest des Jahres ein.
In der Geschichte „Was Tiere wollen“ wurden allerhand Wünsche und Meinungen bekundet, wie sich die Tiere Weihnachten vorstellten. Schließlich war es der Esel, der dem Kind in der Krippe huldigte und die eigentliche Essenz des Weihnachtsfests artikulierte. Schön gedeckt war die Kaffeetafel und dank des Beitrags vom Sozialamt der Stadt Aalen konnte jeder Besucher ein Weihnachtsgeschenk mit nach Hause nehmen. Gefüllt war die Tüte von den Erzieherinnen und Kindern des Kindergartens Regenbogen, die „Weihnachts-Bredla“ für die Seniorinnen und Senioren gebacken hatten. Gute Wünsche von der Kindergartenleitung sowie vom Elternbeirat waren im Beipack. Lothar Schell
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Im Hartz-IV-Paragraphenwald kennt sie sich aus, nimmt nach Feierabend die neueste Rechtsprechung mit aufs Sofa: Schuldnerberaterin Iris Wolf. (Foto: Peter Hageneder)
Knallhart mit großem Herzen
Leute heute (275): Iris Wolf hat als Schuldnerberaterin der Diakonie ein Gespür für die Not anderer Menschen
Sie hat ein großes Herz. Und ist knallhart in ihren Entscheidungen. Das muss so sein im Hartz-IV-Paragraphenwerk – auch und vor allem gegenüber den Behörden. Iris Wolf, gelernte Bankkauffrau, ist Schuldnerberaterin bei der Diakonie.
Ulrike Wilpert
Aalen. Ein kleiner Weihnachtsstern auf dem Tisch, daneben flackert eine rote Kerze. Nichts, was den Blick ablenken könnte. Hier, im Büro der Diakonie in der Marienstraße geht’s ums Wesentliche. Um die Lebensverhältnisse, um viel Persönliches. . . und natürlich um Schulden. Um die Existenz. Punkt.
Iris Wolf hat eine Nase für die Not anderer Menschen. Schon seit den Jahren, als die gelernte Bankkauffrau noch am Schalter in der Kreissparkassen-Filiale in Hüttlingen saß. Damals war der Kundenkontakt noch eng, es gab noch nicht so viele Geldautomaten. „Für unsere schwierigen Kunden hatten wir Notizzettel in der Schublade und stellten für den einen oder anderen schon mal einen Haushaltsplan auf“, erinnert sich die 50-Jährige. So dirigierte sie zum Wohl ihrer Problem-Kunden hin und wieder die Geldausgabe, erteilte Sperren für andere Zweigstellen. „Und die Kunden dankten es, waren froh, wenn sie jemand durch den Schulden-Dschungel steuerte.“
Mit Hartz-IV-Urteilen nach Feierabend aufs Sofa
Iris Wolf wirft den Kopf zurück, springt zurück in die Gegenwart. Nach Elternzeit und dann ehrenamtlicher Tätigkeit bei der Diakonie ist sie ebenda seit 1997 in Teilzeit beschäftigt – 24 Wochenstunden, davon gehen sechs für ihr Engagement als Mitarbeitervertreterin (Betriebsrätin) ab. Im Hartz-IV-Paragraphenwald kennt sie sich aus, hier hat sie sicheren Boden unter den Füßen. Nach Feierabend bleibt sie am Ball, nimmt Fortbildungsliteratur und Hartz-IV-Urteile mit aufs Sofa – „da liest es sich bequemer“. „Ich will einfach immer auf dem aktuellen Stand der Rechtsprechung sein“, fasst sie ihren Ehrgeiz in Worte. Was der Ehemann – Diplom-Kaufmann bei Zeiss – samt den beiden Studenten-Söhnen mit höchstem Verständnis respektiere.
Auf diese, ihre Weise lernt Iris Wolf den für ihre Arbeit relevanten Inhalt von Zivilprozessordnung, BGB und Sozialgesetzbüchern kennen, ohne je Jura studiert zu haben. Und weil sie ihre Verständnisprobleme hat mit Gesetzestexten – wie so viele Laien – hat sie Ordner mit Beispielfällen, Urteilen und Abhandlungen gefüllt, die nicht nur Paragraphen spiegeln, „sondern verständlich sind für logisch denkende Menschen“.
Dass Überschuldungen heute mehr und mehr in prominentes Licht gerückt werden, davon profitiert die Aalener Schuldnerberaterin. Teilweise. „Wenn neue Klienten in meiner Tür stehen, rufen sie oft: Ach, Sie sind ja jemand wie der Herr Zwegat von RTL!“ Auf der einen Seite, sagt Wolf, erleichtere die RTL-Reallife-Serie „Raus aus den Schulden“ ihre Arbeit. Auf der anderen Seite muss Iris Wolf auch manche öffentliche Aussage Zwegats revidieren – wenn er zum Beispiel behauptet, dass ein Arbeitsloser keine Insolvenz beantragen kann.
Weil Iris Wolf ihre Arbeit mit professioneller Beredsamkeit ausführt, hat sie auch kein Problem mit der Absage an falsche Erwartungen. „Für seine Klienten eine Bewerbung schreiben oder ein Auto verkaufen – das geht natürlich nur bei RTL.“
„Hartz IV ist wenig genug – da lässt sich nichts abzweigen“
Stattdessen konzentriert sich Wolf aufs Wesentliche. Auf die Schulden und ihre Regulierung. Allemal eine große Herausforderung. „Denn Hartz IV“, sagt sie, „ist wenig genug“. Eine monatliche Ratenzahlung lasse sich davon kaum abzweigen – nur dann, wenn dies innerhalb eines halben Jahren zu einem übersichtlichen Haushalt führe. „Ansonsten“, weiß die Schuldnerberaterin, „bleibt anderes auf der Strecke wie Miete, Nebenkosten oder Müllgebühren“.
Iris Wolf lehnt sich zurück – doch ja, sie kann sich abgrenzen von ihrer Klientel. Und manchmal besinnt sie sich dabei auf das eigene Elternhaus, in dem christliche Werte stets hochgehalten worden seien. „Früh habe ich gelernt, dass Wohlergehen nicht selbstverständlich, und nicht immer der eigenen Leistung geschuldet ist.“ Immer sei auch eine Portion Glück mit im Spiel. Iris Wolf: „Und je länger ich als Schuldnerberaterin arbeite, desto mehr wird mir diese Gratwanderung zwischen Wohlergehen und Glück bewusst.“
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Die Sängerinnen und Sänger von Cantiamo in der Friedenskirche in Unterkochen. Gemeinsam mit „voice:nett“ und dem Kinderchor engagierten sie sich für das Netzwerk für Kinder. (Foto: sus)
Einfühlsam und voller Freude
Weihnachtliches Benefizkonzert in der Friedenskirche Unterkochen zu Gunsten des Netzwerkes für Kinder
Schöner hätte man den vierten Advent nicht ausklingen lassen können. Das bezaubernde weihnachtliche Benefizkonzert in der evangelischen Friedenskirche in Unterkochen begeisterte die Zuhörer. Cantiamo, der Kinderchor und „voice:nett“ faszinierten mit geistlichen Werken über klassische und moderne Weihnachtslieder bis hin zu Gospel.
Susanne Rötter
Aalen-Unterkochen. Die drei Chöre, die zu Gunsten des Netzwerkes für Kinder sangen, verwandelten den vierten Advent in einen Glanzpunkt der diesjährigen Adventszeit.
Jeder Chor für sich allein oder aber im Zusammenspiel machte das Konzert zu einem besonderen Erlebnis. Einfühlsam gab Johannes Fiedler die Melodie vor und die Stimmvielfalt folgte ihm.
Kinderchor fürs Benefizkonzert gegründet
Cantiamo zog mit „Open Up Wide“ von Christiane Dusza in die Kirche ein und verbreitete sofort eine freudige Stimmung unter allen Zuhörern. Geleitet wird der Chor des Liederkranzes seit seiner Gründung von Kristin Schwarz.
Anlässlich dieses Benefizkonzertes wurde der Kinderchor ins Leben gerufen. Seit Mitte November probten die Kleinen für ihren ersten Auftritt und mit „Stern über Betlehem“ eroberten sie die Herzen aller in der Kirche. Zusammen mit „voice:nett“ läutete der Kinderchor mit dem Song „Schmücket alles“ eine neue Weihnacht ein. Aus tiefer Empfindung harmonisch geradezu träumerisch sang das Vokalensemble „My Lord, what a Morning“, ein Lobeslied für jeden Tag. Und was bei Cantiamo mit Leonard Cohen’s „Halleluja“ begann und mit einem Kniefall vor dem Lord endet gipfelt danach in einer berauschenden Liebeserklärung „Ain‘t no mountain“.
Die klaren Stimmen der Sängerinnen und Sänger erzeugten Gänsehaut und brachten dem Netzwerk für Kinder 1000 Euro ein. Viel Geld, mit dem der seit zweieinhalb Jahren aktive Verein wieder tolle Aktionen für Kinder und Jugendliche starten kann.
Die engagierten Mitglieder sind bestrebt die Lebensqualität in Aalen zu verbessern. Mike Weiß vom Netzwerk für Kinder erinnerte an die geleistete wertvolle Arbeit, wie die Teilnahme an der Aktion Notinsel, die Wunschzettelaktion, die die Untersuchung der Sicherheit der Schulwege ins Rollen brachte und die Auflage des neuen Heftes „KinderStadtAalen“ in dem alle Angebote für Kinder und Familien zu finden sind.
„Damit wir weiterhin so tatkräftig sein können, freuen wir uns über weitere Fördermitglieder oder auch Aktive,“ sagte Weiß und dankte den Chören und auch dem Publikum.
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Das Weihnachtsoratorium von Bach war in Königsbronn zu hören. (Foto: ls)
Frohlocken in der Klosterkirche
Stehende Ovationen für das Weihnachtsoratorium von Bach unter der Gesamtleitung von Andreas Hug
Kein Platz ist mehr frei in der Königsbronner Klosterkirche, als Dirigent Andreas Hug mit dem durch Oberkochener Sänger verstärkten evangelischen Kirchenchor, der Sinfonietta und Solisten die ersten Teile aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach zu Gehör bringt.
Lothar Schell
Oberkochen-Königsbronn. Die Vertonung der Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien der Gesangsolisten Sigrid Hug (Sopran), Sonja Bareis (Alt), Angelika Freitag (Alt), Bernd Grill (Tenor) und Martin Poxleitner (Bass) prägen das Oratorium, das die Freude über die Geburt Jesu Christi zum Inhalt hat. Hell erstrahlt das „Jauchtzet, frohlocket“, der Jubelhall des überaus feinfühlig intonierenden Orchesters sorgt für Strahlkraft im weiten Kirchenraum.
Die wunderschöne Tenor-Stimme von Bernd Grill wirkt als Schmuckwerk im homogen präsentierten Weihnachtsoratorium, das in seiner musikalischen Gattung oratorischen Passionen ähnelt. Dass die beiden Alt-Stimmen in ihrer Fülle etwas zu wünschen übrig lassen und vom Orchester übertönt werden, tut der Gesamtfülle keinen Abbruch.
Andreas Hug wird in diesem sehr differenzierten Monumentalstück größte Konzentration abverlangt, wobei der Dirigent mit leichter Hand auch kompositorische Klippen bewältigt.
Dem Gesamtensemble gelingt es vom ersten bis zum letzten Takt, das bewegte Publikum anzusprechen und mit ins Geschehen einzubinden. Geiger und Bläser verschmelzen förmlich ineinander und der Kirchenchor wirkt zupackend und höchst motiviert.
In mächtiger Fülle fordert die Bass-Stimme im zweiten Teil des Bach’schen Oratoriums dazu auf, zum Stall zu gehen und dem Kind ein Lied zu singen. Ein besonderer Genuss ist das „Ehre sei Gott in der Höhe“, jubelnd ausgelegt in einem großen motettischen Tutti-Chor.
Der dritte Teil beschließt die eigentliche Geschichte mit der Anbetung durch die Hirten im Stall zu Bethlehem. Würdig und ausladend, ohne aber in Pathos zu verfallen, wirkt der festliche Eingangschor. Die Bewegung der Hirten wird differenziert und sensibel umgesetzt. Gerade in diesem dritten Teil des insgesamt sechsteiligen Werkes überzeugen die Sänger und Musiker von Andreas Hug durch Geschlossenheit und tief greifende Musikalität. Stehende Ovationen begleiten den Schlussakkord.
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Der Chor „Voice of Music“ der Musikschule Habrom steckte an mit seiner Sangesfreude. (Foto: rb)
Weihnachtsmusik, die Kindern hilft
Lehrer, Schüler und Ehemalige der Musikschule Habrom konzertieren für das Projekt „Heart for Children“
Ein ansprechendes und vielseitiges Benefiz-Weihnachtskonzert hat die Musikschule Habrom am Sonntagabend in der evangelischen Quirinuskirche gegeben. Auf dem Programm standen besinnliche Chor- und Instrumentalstücke und moderne geistliche Lieder. Die Spenden werden der evangelischen Kirchengemeinde Essingen und der Organisation „Heart for Children“ zugutekommen.
Essingen. Lehrer, Schüler und Ehemalige der Musik- und Kunstschule Habrom hatten sich zu diesem Konzert zusammengefunden, um für das Projekt „Heart for Children“ zu sammeln.
„Wir möchten Sie davon überzeugen, dass es wichtig ist, sich für eine gerechte Welt einzusetzen, sagte eine Sprecherin des Chors. Auf „Heart for Children“ waren Lehrer und Mitglieder von „Voice of Music“ bei einem Gospel-Workshop in Göppingen Ende November aufmerksam geworden. Das Projekt unterstützt den Aufbau eines Kinderdorfes in Uganda, um Waisenkindern eine Perspektive zu geben. „Kimbilio - Zuflucht“, so heißt das Kinderdorf von „Heart for Children“ in Tororo, das einmal 400 Kindern ein Zuhause und eine Ausbildung bieten will.
Mit ausdrucksstarken Gospels wie „Worthy of all praise“, „Get on Board“ oder „Get together“ brachte der Chor die Sehnsucht nach Frieden, Freiheit und mehr Menschlichkeit stimmgewaltig und mitreißend zum Ausdruck.
Das Publikum ließ sich anstecken von der besonderen Fröhlichkeit der Spirituals, klatschte und swingte begeistert mit den Sängern und Sängerinnen mit.
Viel Anklang fanden auch die modernen geistlichen Lieder wie „The Christmas Way“ und „Keine Macht der Welt“.
Besinnliche Texte zur Adventszeit, die zwischen die musikalischen Vorträge eingeflochten wurden, regten die Zuhörer dann immer wieder zum Nachdenken an.
Mit dem bekannten Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“ hatte ein Blockflöten-Ensemble das Programm feierlich eröffnet. Die „Bourrée“ von Händel und die Sonate c-Moll von Boismortier führten in die festliche Zeit des Barocks zurück. Wunderbar weiche und stimmungsvolle Klangbilder malten die verschiedenen Saxophon-Ensembles mit Stücken wie „Lobt Gott ihr Christen“ oder „Gott setzt seinen Bogen“ in den sakralen Raum.
Ein schönes Hörerlebnis war auch die variantenreiche „Sonate g-moll“ von Antonio Vivaldi, die von Katrin Scholz, Dominik Werle und Michael Habrom auf der Blockflöte intoniert wurde. Dominik Werle brillierte auch auf der Altflöte mit einer einfühlsamen Interpretation von „Grave non grazia“.
Sehr beeindruckt zeigten sich die Konzertbesucher dann von dem in englischer Sprache gesungenen „Halleluja“, das Irene Schrunner und Marcus Theinert sehr souverän im Duett vortrugen.
Unterstützt wurden Chor und Solisten von einer Band und Dr. Matthias Habrom am Piano. Die Gesamtleitung des Konzerts lag in den Händen von Michael Habrom. Die Beiträge der einzelnen Ensembles überzeugten das Publikum alle auf ihre Weise. Es spendete gerne für den guten Zweck und bedankte sich bei den Mitwirkenden des Konzerts mit großem Applaus. rb
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Kinderkirchen setzen sich für Projekte ein.
Für eine gerechte Welt
Christliche Kinderkirchen Waldstettens engagieren sich
Die Kinder der evangelischen und katholischen Kinderkirche in Waldstetten haben sich erfolgreich für Not leidende Kinder in der Welt eingesetzt. Auf dem Waldstetter Wochenmarkt, nach den Adventsgottesdiensten und bei der Waldstetter Weihnacht verkauften sie allerlei selbst Gebasteltes und Gebackenes.
Waldstetten. Den eigentlichen Anlass dazu schufen die vielen Berichte und Bilder Not leidender Kinder in aller Welt. „Da müssen wir helfen,“ beschlossen die Kinder ganz spontan und wollten es bei einer Geldspende nicht belassen, sondern selbst dafür etwas tun. Also taten sich die beiden Kinderkirchen seit den Herbstferien zusammen, und es wurde fleißig gebacken und gebastelt. Der Erlös beträgt 865 Euro. Die eine Hälfte ist bestimmt für das Projekt „Endlich Kind sein“, das sich gegen Kinderarbeit in Indien wendet, betreut von Brot für die Welt. Die andere Hälfte geht an das Projekt „Kinderförderung in Salta, Argentinien“, das sich speziell um die Schulbildung der Kinder in einer der ärmsten Gegenden Argentiniens kümmert, betreut von der Aktion Adveniat. Die Aktion soll im nächsten Jahr wiederholt werden.
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Willibald Bezler reihte mit seinem Oratorienchor und dem „Ensemble musica viva Stuttgart“ in der Ellwanger Stadtkirche Perlen der Barockmusik aneinander. (Foto: Klemm)
Machtvoll-freudig und bewegend
Das „Ellwanger Weihnachtsoratorium“ erklingt in der voll besetzten Stadtkirche in Ellwangen
Es ist das „Ellwanger Weihnachtsoratorium“, was da im Programm als „Ein neues Weihnachtsoratorium“ angekündigt und am Samstag in der evangelischen Stadtkirche aufgeführt wurde.
Hermann Weigold
Programmgestaltung, Einstudierung und Aufführung lagen in den bewährten Händen Willibald Bezlers, der mit seinem Oratorienchor und dem „Ensemble musica viva Stuttgart“ das Werk in der voll besetzten Stadtkirche zum Klingen brachte und bei der Auswahl der Vokalsolisten und des Flautino-Spielers eine glückliche Hand bewies.
Wenn Bezler neben Bach auch Vivaldi in sein Programm aufnahm, so pflegt er damit eine alte Tradition, denn Bach selber war es, der sich von seinem katholischen italienischen Zeitgenossen beeinflussen ließ, weil er die musikalische Bedeutung dieses „Il prete rosso“ erkannt hatte.
Den Auftakt des Konzertes bildete das „Kyrie“ aus der „Lutherischen Messe“ in F-Dur, nach Albert Schweitzer eine Bach’sche „Originalarbeit“, was für andere Messteile nicht zutreffe, da sich Bach bezüglich anderer Messstücke bei „deutschen und italienischen Komponisten“ bedient habe. Das kurze herrliche Kyrie begann der Chor duftig klingend als Referenz an den Kyrios. Im „Christe“ fiel die klare rhythmische Gliederung auf, die der Chor exakt gestaltete, um dann in breiter Linie mit dem zweiten „Kyrie“ zu schließen.
Als anspruchsvolles Hauptwerk des Abends darf wohl das 1723 entstandene „Magnifikat“ gewertet werden. Ursprünglich in Es-Dur geschrieben, transponierte Bach um 1730 das Werk – wie hier aufgeführt – nach D-Dur. Die Eingangs-Sinfonia leitete über in ein chorisches Koloraturgeflecht feinster Verästelung. Dies verlangte von den Sängerinnen und Sängern ein hohes Maß an stimm- und sprechtechnischem Können, das es lobenswert hervorzuheben gilt. Hier und bei weiteren Programmteilen, auch bei der Begleitung der Vokalsolisten, hätte man sich mehr orchestrales Feingefühl wünschen können.
Die Sopranistin Angelika Rudolf sang das „Et exultavit“ in schlichter Gestaltung, wobei sie insbesondere in den oberen Lagen mit klarer Tongebung überzeugte.
Das „Omnes generationes“ bot der Chor, präzise einsetzend, mit hörbarem Engagement.
Im „Quia fecit“ stellte sich vom ersten Ton an der Bassist Daniel Raschinsky als souveräner Interpret seines Faches vor. Dies betrifft sowohl die Textbehandlung als auch die Klarheit der Koloraturen bei ausgeglichener sonorer Stimme.
Im Duett „Et misericordia“ sangen die Altistin Zografia Maria Madesi und der Tenor Christian Georg meditativ-schön und stimmlich ausgeglichen wie aus einem Guss, ohne dabei das eigene musikalische Ich preiszugeben.
Im „Fecit potentiam“ musizierte der Chor machtvoll-freudig glaubensüberzeugt, was sich zu einem verminderten Akkord hin steigerte, dessen Wirkung durch die nachfolgende kurze Pause noch erhöht wurde.
Im „Deposuit“ sang Christian Georg seinen Tenor mit Beweglichkeit und feinem Timbre. Lobenswert die präzise Instrumentalbegleitung. Beim Terzett der Frauenstimmen „Suscepit Israel“ muss Anke Plew aus dem Chor hervorgehoben werden. Dem heiklen „Gloria Patri“ mit seinen bewegten vokalen Tonketten und dem strahlenden Amen folgte die bekannte Alt-Arie „Bereite dich Zion“. Zografia Maria Madesi interpretierte liedhaft schön und souverän und sang auch im da capo lebendig und mit klangvoller Stimmkraft. Die Oboe d’amore, zurückhaltend-sanglich geblasen, hätte das Werk noch veredelt.
Vivaldis dreisätziges „Konzert für Flautino (Sopranino-Blockflöte) und Streichorchester in C-Dur wurde von Michael Drunkenpolz meisterhaft gespielt, bei einer bewundernswerten Finger- und Atemtechnik in den Ecksätzen und im Largo geradezu edel gesungen. Als reineA-cappella- Sätze sang der Chor „O Jesulein süß“ und „Ich steh an deiner Krippen hier“.
An den Abschluss seines neuen Weihnachtsoratoriums hatte Bezler die Epiphanienkantate „Sie werden aus Saba alle kommen“ gesetzt. Ein ausgewogen spielendes Orchester und der in bewegten Koloraturen schwelgende Chor lassen die Weisen mit großem Gefolge einherziehen. Der nachfolgende Dreikönigschoral besticht ob seiner Schlichtheit. Das Bass-Rezitativ „Was dort Jesaias“ im Ton der Freude gesungen und die Tenor-Arie „Nimm mich dir zu eigen“ spiegeln nochmals die hohe Singqualität ihrer Interpreten wider. Dem Schlusschoral „Ei nun, mein Gott“ ließ Bezler, quasi als Abrundung, den Eingangschor der Kantate folgen und beschloss damit ein erfolgreiches und beachtenswertes Chorschaffen
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Oberbürgermeister Martin Gerlach hat acht Aalener Initiativen, die Hilfsprojekte in Afrika unterstützen, Spendenschecks überreicht.
Bürgeraktion: Aalener helfen Afrika
AALEN. Die Freude ist groß gewesen und im Gemeinderat gab es für die Projektträger viel Beifall. Denn zum Abschluss der Spendenaktion „Aalener helfen Afrika“ hat Oberbürgermeister Martin Gerlach acht örtlichen Initiativen Spendenschecks in Höhe von jeweils 2550,16 Euro überreicht. Bei der Spendenaktion aus Anlass der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika waren in Aalen insgesamt 35 000 Euro zusammengekommen.
Aus diesem Topf werden 8000 Euro genommen, um Operationen hilfsbedürftiger Kinder in Afrika zu finanzieren. Ein internationales Ärzteteam nimmt die Operationen vor. Die Mediziner verzichten dabei auf ein Honorar. Das Restgeld wurde jetzt auf Aalener Afrikaprojekte verteilt.
Folgende Projekte erhielten einen Scheck: Women’s Vocational Center in Ghana. Den Scheck für diese Schule für junge Frauen in Begoro nahm Pfarrer Bernhard Richter entgegen. Die evangelische Kirchengemeinde ist Partner des Kirchenbezirks in Ghana. Die katholische Kirchengemeinde Salvator unterstützt ein Missionsprojekt der Untermarchtaler Schwestern in Tansania. Dekan Dr. Pius Angstenberger stellte die Hilfsaktion vor.
Reinhard Liebhäußer vom Studiengang Augenoptik an der Hochschule Aalen nahm das Geld für das Nkhoma Hospital in Malawi entgegen. Die Ulrike und Dr. Eberhard Schunk-Stiftung finanziert eine Augenklinik in Äthiopien und wurde dafür aus dem Spendentopf bedacht. Für die Förderung der Ausbildung Jugendlicher in einer mobilen Werkstatt in Simbabwe gab’s ebenfalls Geld. Der Verein Agape Mission Aalen ist Partner dieses Projekts.
Honorargeneralkonsul Siegfried Lingel, Präsident der Deutsch-Mosambikanischen Gesellschaft, bekam den Scheck für eine Schule in einem Elendsviertel in Maputo. 60 bis 70 Prozent aller Afrikaner seien Analphabeten, sagte Lingel. Deshalb seien Bildungsprojekte so wichtig. Miserabel sei zudem die Gesundheitsversorgung.
Die evangelisch-methodistische Kirche in Aalen unterstütze ein Hilfszentrum für Waisen, Straßenkinder und ehemalige Kindersoldaten in Liberia, berichtete Pastor Wolfgang Bay. Den Scheck für ein Schulprojekt in Soweto nahm der Schatzmeister des Fördervereins der Deutschen Schule in Johannesburg, Hans-Jörg Stützel, in Empfang.
An der Aktion „Wir helfen Afrika“ nahmen 32 Städte in Baden-Württemberg teil. In Aalen koordinierte Stefan Rieger, persönlicher Referent des Stadtoberhaupts, das Projekt. Zig Vereine, Kindergärten, Behörden, Firmen und andere Initiativen hätten teilgenommen. Rieger sprach von einer großen Bürgeraktion.
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WORT ZUM SONNTAG
Gerhard Bergius, Pfarrer in Walxheim
Der Weg unter den Füßen. Bei dem Wochenspruch zum 4. Advent meldet sich sogleich Widerspruch: „freuet Euch in dem Herrn Allewege, und abermals sage ich: Freuet Euch! Eure Güte lasst Kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!“ (Phil 4,4-5) Sich auf Befehl freuen? Das geht doch gar nicht! Und dort, wo es so praktiziert wird, ist die Freude doch nur aufgesetzt, oberflächlich. Dennoch wird heute vielen Zeitgenossen in Managementseminaren empfohlen, den Lebenskünstler zu spielen, der sich auf keinen Fall unterkriegen lassen darf. Positiv denken. Der Grund, auf dem dieses Frohsinnsgebäude ruht, ist allerdings kein stabiler. Letztlich ruht mein Vertrauen auf meinen Leistungen: Ich arbeite, also bin ich etwas. Was aber geschieht, wenn ich in dieser Leistungsgesellschaft nicht mehr mithalten kann, ich krank oder arbeitslos bin? Dann ist es mit der Freude schnell dahin, denn mein Selbstwertgefühl ruht nur auf einem Kartenhaus, das beim kleinsten Windstoß zusammenfällt. Wenn man den Lebensweg des Paulus verfolgt, dann wird man feststellen, dass der Apostel nicht dem Typ Lebenskünstler entspricht, der in den entsprechenden Seminaren als Leitbild hingestellt wird. Paulus wird bedrängt, ist aber nicht ängstlich. Er ist mitunter ratlos, verzagt aber nicht. Er wird unterdrückt, kommt aber nicht um. Die Ursache für diesen Lebensmut liegt darin, dass er die Nähe des Herrn spürt. Dass er sein Leben auf die Verheißung Jesu gründet. Wer auf die Zusage der Nähe Gottes vertraut, für den verlieren die Mächte dieser Welt ihren letzten Schrecken. Wir sind bedroht, kommen aber nicht um. Wer unsicheren Schrittes unterwegs ist und sich diesem Jesus anvertraut, der wird merken, dass sich ihm buchstäblich der Weg unter die Füße schiebt. Wegbegleitung seien die vielen Gemeinschaftserlebnisse der Gottesdienste in diesen Tagen.
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Probe in der Markuskirche im Aalener Hüttfeld. Dort wird an Heiligabend ein Musical aufgeführt. (Foto: opo)
Auf Herbergssuche
In vielen Kirchengemeinden gibt es ein Krippenspiel an Heiligabend
Was wäre der Heiligabend ohne Krippenspiel? Fleißig üben die Kinder in den Kirchengemeinden Texte ein und proben in den passenden Gewändern. So auch Kinder in der Aalener Stadtkirche und in der Markuskirche im Hüttfeld, die in diesem Jahr die Geburt Jesu in einem Musical darstellen.
Sandra Fischer
Aalen. „Es leuchtet ein Stern“ ist das Musical in der Markuskirche überschrieben. Dabei wird die Geburt Jesu aus der Sicht der drei Weisen aus dem Morgenland erzählt werden. Dabei werden sie die großen und kleinen Kirchgänger auf dem Weg zum Stall begleiten. Auch die Besucher in den letzten Reihen werden sich ob der schlechten Sicht nicht grämen müssen. „An der Seite wird es eine große Leinwand geben, auf die das Musical live übertragen wird“, nennt Pfarrer Marco Frey eine Besonderheit.
25 Kinder und Jugendliche ab Grundschulalter bis hin zur neunten Klasse konnten dafür begeistert werden. „Generell machen die Kinder sehr gerne mit. Tendenziell wird es aber immer schwieriger Mitwirkende zu finden“, weiß Pfarrer Frey. Unter anderem durch das G 8 am Gymnasium und anderen Hobbys und den damit verbundenen Verpflichtungen in der Vorweihnachtszeit seien die Jugendlichen immer mehr eingespannt, ist seine Erfahrung.
Zu den „Schauspielern und Sängern“ gesellt sich eine Liveband, bestehend aus Konfirmanden und ehemaligen Konfirmanden. Mit Klavier, E-Gitarre und Schlagzeug werden sie für die passende Untermalung der sechs Lieder sorgen. „Nichts kommt aus der Dose. Alle Lieder werden live gesungen und musiziert“, erzählt Pfarrer Frey. Dabei wird es sehr unterschiedliche Stilrichtungen zu hören geben: Countrymusik, Rock und Rock ‘n’ Roll sind auch dabei. „Die Lieder sollen die Stimmung in der jeweiligen Situation aufgreifen“, erklärt Frey. Dabei seien die Refrains so eingängig, dass die ganze Gemeinde mit einstimmen kann.
Harfen-, Flötenklänge und Orgel werden in der Aalener Stadtkirche das Krippenspiel umrahmen, in dem das Licht als Hoffnungsträger eine zentrale Rolle spielen wird. Denn „Das Licht der Welt“ ist der Titel der Rahmengeschichte, in der zwei Mädchen der Bedeutung des Weihnachtsfestes auf der Spur sind. Ein „Evangelist“ wird den klassischen Bibeltext über die Herbergssuche verlesen, erzählt Sabine Weinbrenner vom Team der „Kinderkirche“ der Triumphstadt.
Dieses vierköpfige Team hat erstmals das Krippenspiel für die Stadtkirche einstudiert. Zuvor habe es eine Gruppe aus drei bis vier Familien über zehn Jahre lang organisiert und aufgeführt. Sabine Weinbrenner gehörte bereits diesem Kreis an. „Meine Kinder sind damit großgeworden“, sagt sie. Nun sei es Zeit gewesen „einen Schnitt“ zu machen, sie hofft ihre langjährige Erfahrung weitergeben zu können und „irgendwann auszusteigen“.
An Mitwirkenden mangelte es für das Krippenspiel nicht. „Wir hatten einen regen Zulauf an Kindern, die mitspielen möchten“, erzählt Sabine Weinbrenner. „Ich musste Rollen dazuschreiben und aus vier Hirten acht machen“, freut sie sich. Rund 20 Kinder zwischen vier und 15 Jahren sind gerne dabei und auch die Väter sind gefragt, wenn es um Lichteffekte in der dunklen Stadtkirche geht.
Jeweils sechsmal proben heißt es für die Krippenspiel-Schauspieler in der Stadt- und Markuskirche. „Dass alles gut klappt“, ist ein gemeinsamer Wunsch, den sie alle haben.
Die Gottesdienste mit Krippenspiel beginnen in der Markuskirche und in der Stadtkirche am 24. Dezember jeweils um 16 Uhr.
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An den Kindergarten Sohlhöhe wird es einen Anbau mit Flachdach (rechts) geben. Die Kosten belaufen sich vorraussichtlich auf 520 000 Euro. Die Stadt erwartet Zuschüsse aus dem Sonderprogramm für Betreuung von Kindern unter drei Jahren sowie aus dem Ausgleichsstock von zusammen 364 000 Euro. (Grafik: Wittmann)
Mehr Platz für Schüler und Krippe
Architekt Stephan Wittmann stellt die Planung für die Erweiterung des Kindergartens Sohlhöhe vor
Der Kindergarten Sohlhöhe wird erweitert. Jetzt hat Architekt Stephan Wittmann die Planung dem Gemeinderat vorgestellt. Im Mittelpunkt der Erweiterung stehen Räume für die Ganztagesbetreuung von Kindern unter drei sowie die von Grundschülern.
Ulrike Schneider
Neresheim. Das größte Hochbauprojekt im kommenden Jahr in Neresheim ist ein Anbau an den städtischen Kindergarten Sohlhöhe. Mit diesem Vorhaben löst die Klosterstadt gleich zwei Probleme. Erstens ist der eingruppige, evangelische Kindergarten sanierungsbedürftig. Zweitens will die katholische Kirche nicht länger die Ganztagesbetreuung der Grundschulkinder übernehmen. „Mit der Erweiterung schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagte Bürgermeister Gerd Dannenmann jetzt im Gemeinderat. Der evangelische Kindergarten wird nun nicht saniert; die Gruppe zieht um in den Erweiterungsbau. „Wir sind künftig für das Gebäude zuständig, die evangelische Kirchengemeinde ist Trägerin“, erklärte das Stadtoberhaupt.
Die katholische Kirche betreue derzeit noch die Grundschüler. Allerdings sei dies nicht mehr möglich. Diese Aufgabe falle nun der Stadt zu. Dementsprechend sind auf der Sohlhöhe Räumlichkeiten für die Schulkindbetreuung eingeplant.
„Der Anbau entsteht nach Osten“, erläuterte Architekt Stephan Wittmann aus Heidenheim die Planung. Im unteren Bereich des eingeschossigen Anbaus werden die Kinder von ein bis drei Jahren untergebracht sein. Für sie sind ein Spielbereich, eine Küche, eine Nasszelle mit Wickelraum, WC und ein Schlafbereich für zehn Kinder vorgesehen.
Der obere Bereich ist den Ganztagesschülern gewidmet. Auch sie erhalten in dem Neubau, der sich in eine Mulde eindruckt, einen Gruppenraum.
Viel Lob für das Vorhaben zollte Eberhard Rupp (CDU): „Diese Lösung passt gut zum bestehenden Gebäude und fügt sich hervorragend an die benachbarte Sportarena an.“
Dieser Ansicht schloss sich auch Lothar Köhl (FWV) an, der den Planentwurf als attraktiv bezeichnete. Da die Stadt sich dazu bekenne, familienfreundlich zu sein und zudem Schulstadt sei, sei man mit der Erweiterung des Kindergartens und dessen Aufgaben auf die Zukunft vorbereitet.
Sein Kollege in der Fraktion, Joachim Hügler, freute sich, dass durch den eingeschossigen Neubau die Aussicht der Anwohner nicht beeinträchtigt sei. Gleichzeitig mahnte er, die Kosten von 520 000 Euro im Blick zu behalten.
Die Stadträte stimmten bei drei Enthaltungen für die Erweiterung.
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Das Benefizkonzert von „Joy of Gospel“ und der Big Band des Ellwanger Jazz Orchesters in der Versöhnungskirche begeisterte das Publikum. (Foto: ls)
Ergreifende Stimmungen
Benefizkonzert von „Joy of Gospel“ in der Versöhnungskirche Oberkochen
Die Kirchenbänke sind voll, erwartungsfrohe Besucher schon eine halbe Stunde vor Konzertbeginn. „Joy of Gospel“ und die Big Band des Ellwanger Jazz Orchesters sind zu Gast in der evangelischen Kirche.
Oberkochen. Der Erlös des Benefizkonzerts kommt dem Regionalen Bündnis für Arbeit und der Jazzinitiative Ellwangen zugute.
„Rise up“, steh auf Hirte, singt der Chor von Tanja Gold, begleitet am Klavier von Andreas Wagner. Der Chor swingt und singt, vom Aufbruch zum Licht. Gospels und Spirituals sind in eine musikalische Geschichte vernetzt, die „Joy of Gospel“ sympathisch erzählt. Hochkarätige Solisten schmücken das Chorensemble.
Strahlend und zugleich voluminös erklingt es im weiten Kirchenraum und in der musikalischen Zwiesprache mit Maria intonieren die Sängerinnen und Sänger von Tanja Gold ihre Laudes auf das Wunder schaffende Jesuskind.
Als „Josua, it’s the battle of Jericho“ erklingt und die lang gezogenen Passagen des Hallelujah ans Ohr gebracht werden, sind die Konzertbesucher begeistert.
Das gemeinsam mit der Big Band präsentierte „Go Tell It on the Mountain“ lässt die Besucher aufstehen und mitwippen.
Zum Finale servieren die Ellwanger den „Jazzy Roundabout“. Stehender Applaus für Chor und Big Band inklusive. Beim Verlassen der Kirche gibt Helmut Krämer aus Heubach stellvertretend für viele seinen Eindruck wieder: „Dieser Kulturgenuss wird noch lange bei mir nachhallen.“ ls
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Adventskonzert der Bundeswehr bringt Geld für Soziales
Adventskonzert der Bundeswehr bringt Geld für Soziales
Circa 480 Musikbegeisterte haben das Adventskonzert der Bundeswehr mit dem Heeresmusikkorps 10 aus Ulm in der Evangelischen Stadtkirche in Ellwangen genossen (wir berichteten), rund 120 Personen weniger als im vergangenen Jahr. Standortältester Oberstleutnant Uwe Zvonar und Stabsfeldwebel Armin Högg (von links) spendeten die Einnahmen von 2347,60 Euro zu jeweils einem Drittel (782,53 Euro) an die Weihnachtsaktion der Stadt Ellwangen zur Verbesserung des Angebots für behinderte Menschen, an den Ambulanten Ökumenischen Hospizdienst in Ellwangen und an das Haus am Hirschbach der Lebenshilfe in Aalen. Es freuen sich (von rechts): Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, Volker Enser, Dagmar Starz (beide Lebenshilfe), Pfarrer Martin Schuster und Barbara Sittler (beide Hospizdienst). Das Adventskonzert 2009 hatte rund 3200 Euro erbracht. sj/Foto: Josef Schneider
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Kirchenbezirk ehrt verdiente Mesner
Kirchenbezirk ehrt verdiente Mesner
Bopfingen. Mesnerinnen, Mesner und Hausmeister folgten der Einladung des evangelischen Kirchenbezirks Aalen zum Jahrestreffen nach Bopfingen. Dort begrüßte Pfarrer Michael Rau seine Gäste in der evangelischen Stadtkirche Sankt Blasius in Bopfingen. Rau eröffnete das Treffen mit einer Führung durch die Sankt-Blasius-Kirche und erzählte dazu interessante Fakten zu deren Entstehungsgeschichte. Im Verlauf seiner Ausführungen rückte auch das wertvolle Altarbild in das Zentrum von Raus Erzählungen. Benannt nach seinem Erbauer, dem Nördlinger Maler Friedrich Herlin, der Mitte des 15. Jahrhunderts dieses Kunstwerk erschaffen hatte, bildet der sogenannte Herlin-Altar das Prunkstück der Kirche. Im Anschluss des kleinen Informationsprogramms und einer gemeinsamen Andacht ehrte die stellvertretende Dekanin des Kirchenbezirks, Ursula Richter, zusammen mit dem Obmann der Mesner, Gottfried Grimme, verdiente Mesnerinnen und Mesner. Anschließend wurde in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen an mindestens genauso interessante Mesnergeschichten erinnert.
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Foto: sus
Tag der Menschenrechte
Am Freitagabend versammelten sich rund 30 Menschen zu einer Mahnwache um den Marktbrunnen in Aalen. Der 10. Dezember sei der internationale Tag der Menschenrechte, erinnerte Pfarrer Bernhard Richter.
Eingeladen hatten die evangelische Kirchengemeinde, der Freundeskreis für Asyl und die Ortsgruppe von Amnesty International. Beispiele für Menschenrechtsverletzungen brachten einige tamilische Mitbürger mit ihren Plakaten und Protestschildern. Mit furchtbaren Bildern erinnerten sie an den Wahnsinn, der zum Beispiel in Sri Lanka an der Tagesordnung ist.
Richter sagte, dass die Menschen hier hingegen in Würde leben dürfen. DRK-Kreisvorsitzende Dr. Eberhard Schwerdtner betonte in seiner Ansprache, dass die Vielfalt der Kulturen auch für unsere Stadt eine große Bereicherung sei. (Text/ Foto: sus)
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Brigitte Hofmann
Oberkochen. Stadträtin Brigitte Hofmann, im bayerischen Dinkelsbühl geboren, seit 2004 für Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat und seit 2009 im Kreistag, feierte ihren 50. Geburtstag. Brigitte Hofmann, von Beruf Sozialpädagogin, arbeitet seit ihrem Zuzug nach Oberkochen im Jahr 1990 bei der Lebens- und Sozialberatung der Diakonischen Bezirksstelle Aalen mit Außenstelle in Oberkochen. In ihrer Freizeit engagiert sie sich ehrenamtlich bei der evangelischen Kirchengemeinde und bei den Naturfreunden.
Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und sorgsamer Umgang mit Energien und Flächenverbrauch sind Schwerpunkte ihrer Arbeit als Stadträtin. Für die offene Jugendarbeit , die Stärkung der Vereinsarbeit und der Infrastruktur ist Brigitte Hofmann im Stadtparlament eine besondere Fürsprecherin. su
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Auf dem Bild v. l. Dr. Dieter Bolten, Gemeinderat Essingen, Carl Trinkl, Vorstandschef der KSK Ostalb, Eberhard Wagner, Fahrer des Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Ostalb, Dr. Pius Angstenberger, Dekan des Dekanats Ostalb, Pfarrerin Ursula Richter, Dieter Sorg, Kassierer, und Hildegard Seibold, Schriftführerin des Bündnisses für Arbeit. (ds/Foto: hag)
5000 Euro für das Bündnis für Arbeit
Das regionale Bündnis für Arbeit hat eine Spende von 5000 Euro bekommen: Das Geld stammt aus dem Erlös eines des CD-Verkaufs (3000 Euro) und einer Spende der Kreisparkasse Ostalb (2000 Euro). „5000 Euro – das ist eine tolle runde Summe“, sagt Ursula Richter, Vorsitzende vom regionalen Bündnis für Arbeit, die den Spendenscheck im Haus der Katholischen Kirche in Aalen entgegennahm. Auf der CD zu hören sind Bands, Chöre und Musikanten der Region, die Eberhard „Ebe“ Wagner zusammengestellt hat. Die Produktionskosten waren zum größten Teil von der Kreissparkasse übernommen worden. Auf dem Bild v. l. Dr. Dieter Bolten, Gemeinderat Essingen, Carl Trinkl, Vorstandschef der KSK Ostalb, Eberhard Wagner, Fahrer des Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Ostalb, Dr. Pius Angstenberger, Dekan des Dekanats Ostalb, Pfarrerin Ursula Richter, Dieter Sorg, Kassierer, und Hildegard Seibold, Schriftführerin des Bündnisses für Arbeit. (ds/Foto: hag)
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Der Kammerchor der Hochschule für Musik Weimar besteht aus rund 45 jungen Sängerinnen und Sängern, die sich unter der Leitung von Prof. Jürgen Puschbeck anspruchsvoller Chormusik widmen: sowohl a cappella als auch chorsinfonisch, auf hohem Niveau und mit viel Spaß.
Weihnachtliche Weisen
Am Samstag, 11. Dezember, um 15 Uhr singt der Kammerchor der Hochschule für Musik Weimar unter der Leitung von Prof. Jürgen Puschbeck in einem Konzert in der evangelischen Stadtkirche Ellwangen.
Auf dem Programm stehen unter dem Thema „Ein Kind ist uns geboren“ neben „A Hymn to the Virgin“ und den Variationen für gemischten Chor op. 3 „A Boy was born“ von Benjamin Britten volkstümliche Liedsätze zu Advents- und Weihnachtsliedern aus verschiedenen Regionen Deutschlands und darüber hinaus.
Das Konzert ist Teil einer Konzertreise, die den Kammerchor der Hochschule für Musik Weimar auch in die Stiftskirche Stuttgart, in die St. Michaelskirche Schwäbisch Hall, die evangelische Kilianskirche Heilbronn und nach Nürnberg führt.
Evangelische Stadtkirche Ellwangen 15 Uhr
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Fotos: Thomas Siedler
Bundeswehr spielt auf hohem Niveau
ELLWANGEN (jm) – Eine Ellwanger Tradition feiert immer noch Triumphe. Mit „Happy Sound“ begeisterte das Heeresmusikkorps bei seinem Adventskonzert in der Ellwanger Stadtkirche.
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Den Erlös des Adventskonzerts, 2347,60 Euro, spendete die Bundeswehr zu gleichen Teilen der städtischen Adventsaktion, dem Haus am Hirschbach der Lebenshilfe Aalen und dem ambulanten ökumenischen Hospizdienst. Das Bild zeigt (von links): Stabsfeldwebel Armin Högg, Oberstleutnant Uwe Zvonar, Stadtpfarrer Martin Schuster, Barbara Sittler, Dagmar Starz, Volker Heuser und Oberbürgermeister Karl Hilsenbek. (Foto: Königer)
Abschalten vom Alltagsstress
Adventskonzert des Heeresmusikkorps 10 UIm begeistert in der Stadtkirche
Ein Blasmusikkonzert der Extraklasse bot das Heeresmusikkorps 10 aus Ulm den Gästen in der evangelischen Stadtkirche. Die auf hohem Niveau stehende Konzertdarbietung stimmte ein auf die besinnliche Weihnachtszeit.
Achim Klemm
Ellwangen. Das Heeresmusikkorps aus Ulm genießt einen exzellenten Ruf und das völlig zu Recht. Die mitreißenden Auftritte haben sich mittlerweile herumgesprochen und so mussten in der restlos gefüllten Stadtkirche noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden, um alle interessierten Musikbegeisterte fassen zu können. Der Konzertbesuch lohnte sich für jeden der Besucher.
Strahlende Fanfarenklänge erschallten zu Beginn des Adventskonzerts als Benjamin Brittens „Fanfare for St. Edmundsbury“ intoniert wurde. Der Choral „Wachet auf!“ aus dem Oratorium „Paulus“ op.36 folgte dem Trompetenzauber. Beim „Art in the Park“, das bekannte Kunstgemälde vielschichtig musikalisch beschrieb, steigerte das Orchester unter der Regie von Major Christian Weiper langsam das Tempo, um in einem gewaltigen Klanggewitter zu enden.
Es kommt ein Schiff geladen
Erhaben, leuchtend und majestätisch erklangen danach die beiden Adventschoräle „Es kommt ein Schiff, geladen“ und „Maria durch ein‘ Dornwald ging“. Das Saxofonensemble des Heeresmusikkorps 10 unter der Leitung von Hauptfeldwebel Jochen Müller schilderte musikalisch die glanzvolle „Ankunft der Königin von Saba“, am Hof König Salomons, einer biblischen Gestalt aus dem 10. Jahrhundert vor Christus.
Das ruhig dahin fließende melancholische „Adagio for Strings“ gab Gelegenheit inne zu halten und einen Blick zurück auf das zu Ende gehende Jahr zu werfen. Die „Festmusik der Stadt Wien“ von Richard Strauss und „Nimrod“ von Edward Elgar beeindruckten durch eine hohe Klangdichte und musikalische Ausdruckskraft. Kindheitserinnerungen keimten auf, als die „Fröhliche Weihnacht überall“ und verschiedene bekannte Advents- und Weihnachtslieder zuckersüß zum Besten gegeben wurden.
Beim „Macht hoch die Tür“ waren die Besucher eingeladen in das Kirchenlied einzustimmen. Zwischen den Stücken wurden Gedichte wie die „Geschichte vom eingebildeten Eiszapfen“ oder die „Geschichte vom heiligen Weihnachtsmann“ vorgetragen.
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Steuern: In evangelischen Gemeinden wird das Geld knapp
Steuern: In evangelischen Gemeinden wird das Geld knapp
(Laichingen/sz) „Langfristig“, sagt der Münsinger Dekan Michael Scheiberg, zu dessen Dekanat auch Laichingen, Feldstetten und Heroldstatt gehören, „sollen Pfarrstellen in hohem Maße verringert werden.“ In der Landeskirche ist die Rede davon, dass bis zum Jahr 2030 700 der derzeit 1800 Vollzeit-Pfarrstellen gestrichen werden sollen. Einzelheiten darüber gibt es noch nicht. Gerüchteweise heißt es jedoch, dass in jedem Kirchenbezirk zwei Vollzeitstellen gestrichen werden sollen.
Klarheit gibt’s im Herbst 2011
Ab wann dies der Fall sein könnte, steht freilich ebenfalls noch nicht fest. Ende kommenden Jahres dürften die Dekane aber Bescheid wissen, was auf ihre Kirchenbezirke zukommt: „Im Herbst 2011 will der Oberkirchenrat mitteilen, wie viele Pfarrstellen die jeweiligen Bezirke haben dürfen“, sagt Dekan Scheiberg. Im Umkehrschluss steht dann natürlich auch fest, wie viele Stellen ein Bezirk zu viel hat.
Spekulieren will in Bezirken wie Gemeinden derzeit niemand. Auch Dekan Klaus Schwarz nicht, der im Bezirk Blaubeuren auch für Suppingen, Machtolsheim, Nellingen, Merklingen und Berghülen zuständig ist. Schwarz sagt: „Je länger sich der Entscheidungsprozess hinzieht, desto verunsicherter sind sowohl die Pfarrer als auch die Gemeindeglieder.“
Vorerst bekommen beide Dekanate die Sparpolitik ohne konkrete personelle Einschnitte zu spüren. „Die finanzielle Lage bleibt angespannt“, fasst Dekan Michael Scheiberg seine Einschätzung zusammen. Zum Haushalt 2011 seines Kirchenbezirks sagt er: „Ohne die Gemeinde-Umlagen wäre dieser nicht ausgeglichen zu gestalten.“ Die Kirchenbezirke erhalten Finanzzuweisungen von der Landeskirche, die vor allem von der Anzahl der Kirchengemeinden und der Mitglieder abhängen. Weil diese Zuweisungen jedoch bis zum Jahr 2014 nicht erhöht werden, muss angesichts ganz normaler Kostensteigerungen ohnehin gespart werden.
Geld aus Rücklagen entnommen
Zumal die württembergische Landeskirche ihre Zuweisungen nur dadurch auf stabilem Niveau zahlen kann, weil sie Geld aus den Rücklagen entnimmt.
In der Laichinger Gemeinde seien die geplanten finanziellen Einschnitte „bis jetzt nicht spürbar“, sagt Pfarrer Albrecht Lächele. Allerdings belasten die Umlagen die Gemeinden zusehends, weil darüber die Lücke zwischen den Zuweisungen der Landeskirche und den tatsächlichen Kosten im Kirchenbezirk geschlossen werden muss. Aktuell zahlen die Kirchengemeinden pro Mitglied 24,69 Euro an das Dekanat Münsingen. Für die Laichinger Gemeinde mit rund 4000 Mitgliedern sind das rund 100 000 Euro. Und die Umlage steigt weiter, je größer die Finanzlücke wird. Dabei sagt Pfarrer Lächele: „Die Umlage ist schon jetzt grenzwertig.“
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Hintere Reihe (V. li.): Pfarrer Michael Rau, Pfarrerin Ursula Richter, Gottfried Grimme, Mesnerpfarrer Bernhard Richter. Vorne: Elfriede Bühler, Walter Maurer, Peter Ruf, Günther Knoll. (Foto: Hag)
Mesner als wichtige Säulen
Aalen. Jedes Jahr im Advent lädt Mesnerobmann Gottfried Grimme aus Oberkochen alle Mesner und Hausmeister des Kirchenbezirkes Aalen zu einem Treffen ein. Diesmal kam man in Bopfingen zusammen und Ortspfarrer Michael Rau hieß die über 20 Mesner und Hausmeister herzlich willkommen. Die stellvertretende Dekanin Ursula Richter überbrachte die Grüße des Kirchenbezirkes. Gottfried Grimme ehrte einzelne Mesner und Hausmeister. Danach traf man sich im evangelischen Gemeindehaus zu einem Vortrag des Bopfinger Feuerwehrkommandanten Klaus Schwarz.
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Kirchengemeinde dankt ihren Helfern
Am Internationalen Tag des Ehrenamts dankte die evangelische Kirchengemeinde ihren Mitarbeitern mit einem Fest, bei dem jüngst weit über hundert Mitarbeiter zusammengekommen sind. Das Fest begann mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche, in dem Pfarrerin Ursula Schütz predigte. Pfarrer Bernhard Richter dankte den Mitarbeitern für das große Engagement in der Gemeindearbeit. „Uns ist sehr wohl bewusst, dass das Ehrenamt unbezahlbar ist“, so Richter. Pfarrer Marco Frey ehrte alle, die im Bereich von Kinder-, Jugend- und Familienarbeit tätig sind, im Ferientagheim Leinroden, in der Familienbildungsstätte, in der Kinder- und Jugendkantorei, bei „Große Kirche für Kleine Leute“, in den Kinderkirchen und Jungscharen und bei vielen anderen Angeboten. „Es ist sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche in der Kirche eine Heimat erhalten“ so Frey. Danach waren alle zu einem Mittagessen eingeladen, und die Pfarrer bedienten ihre Mitarbeiter. Anneliese Staiger dankte im Namen aller Mitarbeiter für das schöne Fest. (Foto: privat)
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Gemeinsam essen, ein geistlicher Impuls und viele Gespräche. (Foto: gne)
Gemeinschaft erlebt
Verlauf der Vesperkirche stimmt Pfarrer Rau zufrieden
Am Freitag ging die 3. Bopfinger Vesperkirche in der evangelischen Stadtkirche zu Ende. Organisator Pfarrer Michael Rau zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf und sprach von vielen guten Begegnungen und einer gelebten Gemeinschaft bei den Besuchern wie bei den zahlreichen Helfern.
Bopfingen. Schon allein, was die Zahl der verkauften Essen angeht, übertraf die dritte Auflage ihre beiden Vorgänger. Nach 800 Essen bei der Premiere im Jahr 2008 und 1164 Essen im Jahr 2009 waren es in diesem Jahr sogar 1241 warme Mahlzeiten, die von Sonntag bis Freitag ausgegeben wurden. Nach 190 Essen am Sonntag waren es am Montag 130. „Da hatte ich schon ein bisschen Sorge“, sagt Rau, alle Mitarbeiter hätten hochmotiviert in den Startlöchern gesessen und dann habe es doch nur wenig zu tun gegeben. Doch wahrscheinlich lag es am schlechten Wetter. Denn am Dienstag setzte mit 190 Essen ein wahrer Ansturm ein, der bis Freitag anhielt. „230 Essen am Mittwoch und dann am Donnerstag und Freitag sogar 250, und das bei knapp 160 Sitzplätzen“, freut sich Rau. Dabei sei es auch gelungen Vorbehalte gegen die Vesperkirche, wie „man kann doch in der Kirche nicht essen“, abzubauen.
Doch es wurde nicht nur gegessen, es gab auch viele Begegnungen über Generationen und Konfessionen hinweg und quer durch alle Schichten. „Es war besonders auffällig, dass sich viele Gäste viel Zeit genommen haben, eine ganze Stunde bei uns verbrachten und mit ihren, oft fremden, Tischnachbarn ins Gespräch gekommen sind“, so der Pfarrer, „das war das Faszinierendste, die Gemeinschaft ergab sich von selbst“.
Auch für die engagierten Mitarbeiter sei die Vesperkirche etwas ganz Besonderes, berichtet er weiter. Immer um 11.15 Uhr habe man sich getroffen, um letzte Dinge zu klären und sich einzustimmen. „Denn es ist ein großer Unterschied, ob wir nur das Essen möglichst schnell verteilen wollen, oder ob in der Vesperkirche der Geist der Gemeinschaft und der Liebe herrscht,“ so Rau.
Auf die Frage, ob die Vesperkirche sich selbst tragen konnte, gibt es noch keine Antwort. Die Endabrechnung steht noch aus. „Klar ist, dass wir darauf hoffen müssen, dass jeder, der er es sich leisten kann, mehr gibt als die 1,50 Euro für den Essensbon.“ Bei fünf Euro etwa liege der Einkaufspreis, dazu kommen noch Kosten für die Heizung der Kirche. Vom Lions Club Ostalb-Ipf erhielt die Vesperkirche eine Spende über 500 Euro, gemeinsam mit Mitteln aus Opfersammlungen sollte es reichen. Unabhängig davon, wird es auch im Advent 2011 wieder eine Vesperkirche geben, verspricht Pfarrer Michael Rau. gne
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„Schlamperkasse“ hilft gegen Abeitslosigkeit
„Schlamperkasse“ hilft gegen Abeitslosigkeit
Einen Scheck über 500 Euro überreichten Teilnehmer des Schwarzhornzeltlagers an die Vorsitzende des Fördervereins „Regionales Bündnis für Arbeit“, Ursula Richter, und deren Stellvertreter Dekan Dr. Pius Angstenberger. Das Regionale Bündnis für Arbeit engagiert sich seit Jahren in unterschiedlichsten Projekten in Sachen Bekämpfung von Arbeitslosigkeit im Ostalbkreis. Mit den Spendengeldern soll diese Arbeit unterstützt werden. Zusammengekommen ist der Betrag durch Spenden der Jugendlichen, das Geld stammt aus der „Schlamperkasse“ des Zeltlagers. Pfarrerin Richter bedankte sich bei den Jugendlichen, lobte deren Engagement für die Arbeitslosen und wünschte sich viele Nachahmer. Mit auf dem Bild sind (hinten, von links): Dieter Sorg, David Petasch, Dekan Pius Angstenberger, Felix Janot, Tizian Wieland. Sitzend: Pfarrerin Ursula Richter, Matthias Gäkle und Johannes Trzebiatowski. Kullmann/Foto: kul
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(Foto: opo)
Zeltlager spendet fürs Arbeits-Bündnis
Jugendliche des Schwarzhornzeltlagers überreichten am Freitag einen Scheck über 500 Euro an die Vorsitzende des Fördervereins „Regionales Bündnis für Arbeit“, Ursula Richter, und deren Stellvertreter Dekan Dr. Pius Angstenberger. Das regionale Bündnis für Arbeit engagiert sich in Projekten zur Vermeidung und Bekämpfung von Arbeitslosigkeit im Ostalbkreis. Mit den Spendengeldern soll diese Arbeit Unterstützung erfahren. Zusammengekommen ist der Betrag durch kleine Gaben der Jugendlichen, das Geld stammt nämlich aus der „Schlamper- und Spendenkasse“ des Zeltlagers, das Dekan Angstenberger als geistlicher Begleiter betreut hat. Richter bedankte sich bei den Jugendlichen, lobte deren Engagement für die Arbeitslosen und wünschte sich viele Nachahmer. Unser Bild zeigt (hinten, v.l.): Dieter Sorg, David Petasch, Pius Angstenberger, Felix Janot, Tizian Wieland. Sitzend: Ursula Richter, Matthias Gäkle und Johannes Trzebiatowski. (Foto: opo)
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Beim Festakt zu 650 Jahre „Freie Reichsstadt“ in der evangelischen Stadtkirche zollte OB Martin Gerlach den Menschen Respekt, die Aalen 650 Jahre geprägt haben.(Foto: Kullmann)
Jubiläum: Mit Herz und Verstand in die Zukunft
(AALEN/sz) „Zur Freiheit hat uns Christus befreit“, hat Dekan Dr. Pius Angstenberger beim Gottesdienst in der Marienkirche gepredigt. Mit den Worten des Apostels Paulus zog er eine Linie zu den Bürgerrechten in der Freien Reichsstadt, zur Französischen Revolution mit ihrer Forderung nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit bis zu den heutigen Menschenrechten. Der Gottesdienst war Auftakt zur Jubiläumsfeier in der benachbarten Stadtkirche.
Hier nahm Stadtpfarrer Bernhard Richter mit einem Zitat aus der Bachschen „Ratswahlkantate“ (BWV 29) den Faden der historisch-politischen Betrachtung der 650-jährigen Geschichte wieder auf. In „Wir danken dir, Gott“ sah er das geeignete Motto für die Feier, zumal in den vergangenen Jahrhunderten die Stadtkirche zentraler Ort der Stadt gewesen sei. Die Geschichte lehre, dass die Zukunft mit Herz und Verstand bewältigt werden müsse. „Beim demokratischen Ringen um den besten Weg geht es immer um die Menschen, um die Gemeinsamkeit von Starken und Schwachen.“
Den Weg zurückliegender Generationen würdigen und den Menschen Respekt zollen, die in 650 Jahren die Stadt geformt hätten, forderte Oberbürgermeister Martin Gerlach. Er gab einen Abriss von der Erhebung zur Reichsstadt hin zur napoleonischen Neuordnung und der Entwicklung zur modernen Flächenstadt. Zugleich erinnerte er an die zurückliegenden Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr, das unter dem Motto „Stadtluft macht frei“ gestanden habe.
Spannende Geschichte
Für den Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter bedeutet Freie Reichsstadt Freiheit von feudaler Herrschaft. „Keine Obrigkeit und Unterwürfigkeit, dafür Bürgerrechte und Freiheit“, beschrieb er die Forderung nach Bürgersinn. Mit „Gottlob, es geht uns wohl“ aus der Bachkantate verwies er auf die Zusammengehörigkeit von Freiheit, Kultur und Wirtschaft. In die wechselvolle Geschichte der Stadt entführte anschließend Dr. Roland Schurig. Dem Stadtarchivar gelang ein spannungsreicher Bogen von der historischen über die politische Entwicklung, ohne dabei das Leben der Bürger außen vor zu lassen.
Der Festakt in der Stadtkirche stand musikalisch ganz im Zeichen der Bachschen „Kantaten zur Ratswahl“ aus den 1730er Jahren. Die Festmusik, vorgetragen von den Solisten Sabine Winter, Cornelia Lanz, Christian Wilms, Florian Götz und der Aalener Kantorei, begleitet von einem Orchester unter der Leitung Thomas Hallers, umrahmten musikalisch wie inhaltlich die Jubiläumsfeier.
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Aalener Bürgersinn
Gebettet in die feierliche Musik Johann Sebastian Bachs gab es beim großen Festabend zum 650-jährigen Geburtstag der Reichsstadt Aalen mehrere Ansprachen: „Wir können mit Stolz sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft blicken“, freute sich OB Martin Gerlach gemeinsam mit den rund 450 Gästen in der Stadtkirche. Aus dem zarten Pflänzchen der Selbstständigkeit, die am Abend des 3. Dezember 1360 besiegelt wurde, sei mittlerweile eine bedeutende Stadt in der Region geworden. „Aalen hat in den letzten 200 Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht“, führte Gerlach aus und bezeichnete den Zusammenschluss zur Flächenstadt als markantestes Politikum in der jüngeren Geschichte der Stadt. „Aalen ist eine Stadt der Kunst und Kultur, der Wissenschaft und des Sports und bedeutend in der Wirtschaft“, lobte Roderich Kiesewetter die Stadt, die mit einer Fläche von 146 Quadratkilometern die siebtgrößte des Landes ist. Reichsstadt zu sein bedeute auch über Bürgersinn verfügen zu können und Zivilcourage zu haben. Dafür sei Aalen immer bekannt gewesen.
Die aktive Beteiligung der Bürger an der Stadtpolitik stellte auch Stadtarchivar Dr. Roland Schurig in seiner Festansprache als Insigne für eine Reichsstadt dar. „Auch damals schon wollten die Bürger an Entscheidungsprozessen partizipieren, Meinungsverschiedenheiten wurden mit dem Schlichtungsverfahren gelöst“, erklärte Schurig. „Eine ganz aktuelle Methode“, fügte er schmunzelnd an. Als Vermächtnis der Reichsstadt sieht Schurig die über Generationen gepflegte Haltung der Bürgerschaft, die immer schon das vertreten habe, was unter Demokratie zu verstehen sei.
Seinen Stolz darüber, dass der Stadtgeburtstag in der Stadtkirche gefeiert wird, äußerte Pfarrer Bernhard Richter. „Eine gute Zukunft ist nur in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit möglich“, zeigte sich Richter überzeugt.
Von einer „Liebeserklärung an die Stadt“ sprach Dr. Pius Angstenberger und lobte die Aktion dieser Zeitung, die mit den „Reichsstädter Köpfen“ die Menschen in den Mittelpunkt gerückt hat. „Diese Stadt lebt von ihren Menschen, wir müssen die Rechte des Einzelnen immer hochhalten“, appellierte der Dekan auch im Hinblick auf die Pflege der Ökumene mit anderen Religionen. sik
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In der Stadtkirche hatten sich um die Rieger-Orgel die Aalener Kantorei, ein gut besetztes Orchester und stimmstarke Solisten geschart. (Foto: Giers)
Bach-Kantaten als Ständchen
Glanzvolles Festkonzert in der Stadtkirche veredelt die Feierlichkeiten zu „650 Jahre Reichsstadt Aalen“
Die festlich strahlende Musik Johann Sebastian Bachs, die dieser zu den Ratswahlen in Leipzig (um 1730) und Mühlhausen (1708) notiert hatte, passte an diesem Abend bestens zum großen Jubiläum der Stadt Aalen. In der Stadtkirche hatten sich um die Rieger-Orgel die Aalener Kantorei, ein gut besetztes Orchester und stimmstarke Solisten geschart, um der herrlichen Musik mit Glanz und Freude zu begegnen.
Sibylle Schwenk
Aalen. Ein freudiger, lobpreisender Charakter durchzieht die Kantaten Bachs, in denen in dichtem, kontrapunktischem Gewebe die für ihn so typische Vertiefung des musikalischen Gehalts verborgen liegt. Barocker Pathos und Effekt begleiten sie, symbolreich und durchdacht ist die Musiksprache des großen Barock-Komponisten in diesen geistlichen Werken. Sie unterstützt stets die musikalische Besinnung auf den liturgischen Text. Die Kantate „Wir danken dir Gott“ (BWV 29) ist in acht Teile gegliedert. In schnellen Toccata-artigen Läufen beginnen Orgel und Orchester. Hell registriert dafür Johannes Fiedler das Pfeifen-Instrument, das Orchester um Konzertmeisterin Monika Böhm folgt in freudigem Duktus. Die Kantorei stimmt kräftig und mutig ein.
Klar strukturiert erscheinen die fugierten Einsätze. Jede Stimmlage ist ein Element für sich und versteht es dennoch, sich wohltuend in den Gesamtklang einzubringen. Besonders die Choräle scheinen der Aalener Kantorei auf den Leib geschrieben zu sein. Ganz am Text orientiert („Sei Lob und Preis mit Ehren“) gestalten die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit Kirchenmusikdirektor Thomas Haller die musikalischen Linien. Dabei kommen neben dem festlichen und freudigen Zug der Kantaten auch die sehr innigen und demütigen Passagen nicht zu kurz. Besonders die Chöre in der Mühlhausener Kantate „Gott ist mein König“ (BWV 71) bringen die Aalener Kantorei zu neuen Ausdrucksformen.
Sehr innig und besinnlich agieren die Chorsänger für „Du wolltest dem Feinde nicht geben die Seele deiner Turteltauben“. Auch die nicht zu scharfe Artikulation und der Puls in der Klangführung erheben die musikalische Darstellung des Textes in höhere Sphären.
Ganz von Glanz und Gloria bestimmt ist dagegen der zweite Satz der Kantate „Gott man lobet dich in der Stille“ (BWV 120), aus der Thomas Haller den Chor „Jauchzet ihr erfreuten Stimmen“ passend gewählt hat. Geschlossen und voll, geführt von einem kräftigen Sopran, erscheint das Klangbild der Kantorei hier und kann in gesanglicher Hingabe sowohl Lobpreis als auch Dank trefflich darstellen.
Mit kräftigen, charakterstarken Stimmen unterstützen die Solisten Sabine Winter (Sopran), Cornelia Lanz (Alt), Christian Wilms (Tenor) und Florian Götz (Bass) die Interpretationsfarben des Chores. Sabine Winter gefällt besonders im schwingenden Siciliano-Rhythmus von „Gedenk uns mit deiner Liebe“. Eine freundliche Klangausstrahlung besitzt auch Christian Wilms, der gemeinsam mit der Solo-Violine von Monika Böhm in seiner Arie stimmlich glänzt, allerdings mit der polyphonen Verschlingung dieses Teils seine Probleme hat. Überzeugend und mutig agiert Cornelia Lanz in der „Halleluja“-Arie mit kerniger Stimme und Florian Götz besticht vor allem durch eine scharfe, gut verständliche Artikulation in den Rezitativ-Teilen.
Was den Bach-Kantaten nebst den vokalen Perlen eine besondere Ausstrahlung gibt, das sind die schmückenden Orchestermotive, die an diesem Abend mit dem Trompetenensemble Johann Konnerth eine strahlende, leuchtende Ausführung erfahren. Auch die beiden Oboen und die Flöten, sowie die geschlossen auftretenden Streicher tragen zum schillernden Klangbild in den Ratswahlkantaten bei. Die Pauken von Alfred Ruth erheben die Musik mit einer weiteren Klangfarbe.
Jede der drei aufgeführten Kantaten Bachs bildet sowohl musikalisch als inhaltlich eine in sich geschlossene Einheit. Eine Einheit, die sich wohltuend um die mit der Musik alternierenden Ansprachen gelegt hat. Somit wurde auch der Kreis der Jubiläumsveranstaltungen zu „650 Jahre Reichsstadt Aalen“ in einer stimmigen, runden Veranstaltung würdig und festlich beschlossen.
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WORT ZUM SONNTAG
Dr. Werner Kugler, Pfarrer in Adelmannsfelden
Wie wird es werden mit meinem Leben? Vor mir liegt eine Zukunft. Das ist die Zeitspanne, die mir gegeben ist. Damit kann ich etwas machen. Doch wie wird es damit werden? Kann ich das machen, was mir Freude macht? Werde ich mich richtig entscheiden oder bleibe ich in Kompromissen stecken? Ich will es anders machen, ich habe mehr Fragen als genug. Halt finde ich dort, wo man mir Freiraum lässt und doch zuverlässig sagen kann, was richtig und gut ist. Das würde mir helfen, dass ich weiß, wie ich es anpacke. Dazu hat Jesus etwas gesagt. Wenn man im Neuen Testament liest, dann merkt man bald, dass Jesus den Menschen kennt. Offensichtlich hat er ganz genau verstanden, was uns in tiefster Seele bewegt. Es kann kein Zweifel sein, dass er den Sonnenglanz und die Gewitterstürme kennt, die für andere unsichtbar in uns sind. Was ich von Jesus schon weiß, was ich von Jesus noch neu erfahre, das hilft mir, etwas Sinnvolles mit meiner Zeit, meiner Zukunft, meinem Leben zu machen. Ich vertraue darauf, dass ich ganz cool sagen können werde: Ist schon gut. Jesus sagt mit alten Bildern: Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
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Hans-Ulrich Fischer
Aalen-Wasseralfingen. Der ehemalige evangelische Pfarrer von Wasseralfingen und Fachsenfeld, Hans-Ulrich Fischer, wird am Sonntag 80 Jahre alt. Fischer kam 1962 als Pfarrer nach Fachsenfeld, wechselte im April 1975 nach Wasseralfingen und war dort evangelischer Pfarrer bis Januar 1993, als er in den Ruhestand ging.
Drei Dinge gelten als charakteristisch für den evangelischen Pfarrer Hans-Ulrich Fischer: Er hat sich sehr für die Ökumene eingesetzt, er stand immer auf der Seite der Schwachen, und er hat sich politisch engagiert: als Kreistagsmitglied in der SPD-Fraktion, von 1971 bis 1992.
Als Hans-Ulrich Fischer im April 1975 eingesetzt wurde, sagte Dekan Thibaut, es sei offensichtlich bekannt, dass Fischer „mehr im Laden hat als im Schaufenster“. Seine Bescheidenheit, sein Engagement für die Ökumene und sein Einsatz für die Schwachen wurden denn auch anlässlich seiner Verabschiedung 1993 gewürdigt. Als vor 30 Jahren eine Anzahl vietnamesischer Flüchtlinge („boat people“) in Wasseralfingen strandeten, kümmerten sich Fischer und sein katholischer Kollege Alfons Wenger um sie. Die evangelische Pfarrersfamilie, bereits gesegnet mit drei Kindern, nahm einen von ihnen als Pflegesohn auf. Ein Meilenstein seines Wirkens in Wasseralfingen war der Bau eines Kindergartens mit behinderten und nichtbehinderten Kindern. Fischer stammt ursprünglich aus Klein-Sachsenheim im Kreis Ludwigsburg. Als Vikar war er in Reutlingen, Stuttgart-Rohr und Riedlingen tätig. Heute lebt er mit seiner Frau Renate sowie der Familie einer der Töchter in Wasseralfingen. Er singt nach wie vor aktiv im Kirchenchor. mam
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Buch zu St. Johann
Das gerade erschienen Buch über die Sankt-Johann-Kirche kann unter anderem im Evangelischen Dekanat sowie beim „Bücherwurm“ und in den anderen Aalener Buchhandlungen zum Preis von 19,50 Euro gekauft werden. Es kann aber auch zum gleichen Preis bestellt und gekauft werden bei Annegret und Fritz Walter, Schleiermacherstraße 41 in 73431 Aalen, Telefon (07361) 31686, oder per E-Mail bitte an: f.a.walter.aalen@t-online.de.
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Solidargemeinschaft festigen
Amtseinsetzung des neuen Dekans Ralf Drescher zur Osterzeit
„Wir haben mit einer großen Ernsthaftigkeit Kandidaten gesucht“, sagt der Vorsitzende des Kirchenbezirks Aalen, Heinz Schmidt, nach der Dekanswahl. Unter den beiden Kandidaten hatte Ralf Drescher am Dienstagabend dann die Nase vorn (wir berichteten). Drescher ist geschäftsführender Pfarrer in Bietigheim, stellvertretender Dekan und Absolvent der Führungsakademie des Landes in Karlsruhe. Er will zur Osterzeit sein Amt antreten.
Ulrike Schneider
Aalen. Dem Vorsitzenden des Kirchenbezirks Heinz Schmidt ist es anzumerken: Er ist froh, dass mit Ralf Drescher ein neuer Dekan gefunden ist, nachdem Albrecht Daiss, sich vor neun Monaten aus dem Amt zurückgezogen hat. „Ich habe nach einer guten Wahl ein gutes Gefühl“, stellt der Laienvorsitzende fest. Mit Drescher habe man einen kommunikativen Kandidaten zum evangelischen Dekan gewählt.
„Mir ist der Austausch mit den Pfarrerinnen und Pfarrern wichtig“, stellt der neue Dekan fest. Eines seiner Ziele sei es, die Dienstgemeinschaft zu stärken und klare Strukturen zu schaffen. Zudem wolle er das geistliche Profil voranbringen. „Wichtig ist mir auch, die Solidargemeinschaft der einzelnen Gemeinden im Kirchenbezirk zu festigen und ein gemeinsames Bewusstsein auszubilden“, erklärt Ralf Drescher.
Ihm sei es ein Anliegen, dass der Verkündigungsauftrag deutlich wahrgenommen werde. Aber er wolle sich auch in gesellschaftspolitischen Fragen positionieren. Der gesellschaftsdiakonische Beitrag der evangelischen Kirche spielt seiner Ansicht nach eine wichtige Rolle. „Die anhaltende Armut von der besonders junge Familien betroffen sind, lassen mir keine Ruhe“, betont Drescher, der derzeit noch geschäftsführender Pfarrer der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Bietigheim ist. Der 48-jährige Geistliche betreut dort mit vier Kollegen und Kolleginnen rund 10 200 Evangelische in drei Teilgemeinden. Seit vielen Jahren ist Drescher schon Stellvertreter des Dekans.
Nach seinem Theologiestudium in Tübingen, dem Vikariat in Rosswelden/Weiler kam er über die Stationen Reichenbach/Fils und Fornsbach nach Bietigheim. „Die Stelle in Aalen hat mich gereizt wegen der Stadt, der Landschaft, aber vor allen Dingen auch wegen der Aufgaben, die hier auf mich warten“, erklärt Drescher, der verheiratet ist und mit seiner Frau Gisela Fleisch-Erhardt vier Kinder hat. Gisela Fleisch-Erhardt ist ebenfalls Pfarrerin und hat derzeit eine 50-Prozentstelle inne. „Wenn wir nach Aalen wechseln, wird sie sich beurlauben lassen“, sagt der neue Dekan.
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Ralf Drescher ist neuer Dekan
(Aalen/sim)
Ralf Drescher ist neuer Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Aalen. Das Besetzungsgremium hat sich am Mittwochabend für den 48-Jährigen entschieden. Seit Frühjahr 2010 war die Stelle unbesetzt gewesen. „Wir sind überzeugt, dass wir mit Herr Drescher eine gute Wahl getroffen haben. Ich habe ein gutes Gefühl“, sagt Heinz Schmidt, Leiter des Wahlgremiums und Vorsitzender der Bezirkssynode. Ralf Drescher ist derzeit geschäftsführender Pfarrer in Bietigheim. Wann er sein Amt in Aalen antreten wird ist noch unklar. Schmidt hofft, dass es spätestens zu Ostern soweit sein wird.
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Der neue Dekan
Der evangelische Kichenbezirk Aalen hat eine neuen Dekan. Neun Monate nach dem Rücktritt von Albrecht Daiss wurde am Mittwochabend Pfarrer Ralf Drescher gewählt. Das knapp 50köpfige Wahlgremium unter der Leitung von Heinz Schmidt hatte die Wahl zwischen Drescher und einer Pfarrerin, die ebenfalls aus dem Großraum Stuttgart kommt.
Ralf Drescher ist derzeit geschäftsführender Pfarrer in Bietigheim.
Aus Kirchenkreisen war zu hören, dass man anders als bei einer früheren Wahl diesmal sehr gute Bewerbungen zu verzeichnen hatte. wi
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Spendenübergabe
Bündnis für Arbeit erhält 1130 Euro
Einen Spendenscheck in Höhe von 1130 Euro nahm am Mittwoch die Vorsitzende vom Regionalen Bündnis für Arbeit, Pfarrerin Ursula Richter (Vierte von links), entgegen. Das Geld stammt aus dem Verkauf der Fotografien, die im September in der Ausstellung „Mode-Menschen-Geschichte“ in der Hauptstelle der Kreissparkasse ausgestellt waren. Auch Pfarrerin Richter ist auf einem der Fotos abgebildet. „Das war eine ganz neue Erfahrung, es hat total Spaß gemacht“, stellt die Pfarrerin fest. Am Projekt beteiligt waren Philip Gold (Salon Gold, links), Markus Frei (Kreissparkasse), Friedrun Reinhold (First Floor), Ursula Richter, Uli Riegel (Dr. Skate), Ulrich Prott (Kiesel und Partner), Melanie Pfördtner (First Floor) und Thomas Weiler (Brillen Weiler). (Text/Foto: ds)
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