Albrecht Daiss (links) beim Pressegespräch. Neben ihm der Vorsitzende der Kreissynode Heinz Schmidt und die stellvertretende Dekanin Ursula Richter (Foto: opo)
Der Dekan verlässt Aalen
Albrecht Daiss nimmt ein Angebot des Diakonischen Werks Württemberg an – Verabschiedung am Ostersonntag
Nun ist es offiziell: Albrecht Daiss verlässt den Kirchenkreis Aalen und geht zum Diakonischen Werk Württemberg. Der Dekan wird nach zweieinhalbjähriger Amtszeit am Ostersonntag in Aalen aus seinem Amt verabschiedet.
von Rainer Wiese
Aalen. Im Pressegespräch am Aschermittwochmorgen findet Albrecht Daiss beseelte Worte für seine neue Aufgabe in der Diakonie. Er komme ja „aus der Diakonie, das ist meine Grundlage.“ Daiss wird eine neu geschaffene Stabsstelle bekleiden und Konzepte entwickeln und beispielhaft umsetzen für die „Diakonie im Landkreis“. So eine Chance bekomme man nur einmal im Leben und nicht ein zweites Mal, so der 57-jährige Theologe.
Der Schritt weg vom Amt des Dekans hin zur Diakonie liege „ganz auf der Linie meiner inneren Entwicklung. Ich gehe meinen Weg, wie er in mir angelegt ist“. Die neue Aufgabe sei „absolut faszinierend“.
Daiss wurde vor knapp drei Jahren für eine Amtszeit von zehn Jahren gewählt. Schon wenige Monate nach seinem Amtsantritt war in Kreisen der evangelischen Kirche im Altkreis Aalen eine gewisse Reserviertheit gegenüber dem Arbeits- und Kommunikationsstil des neuen Dekans zu beobachten.
Die daraus erwachsenden Probleme waren dann auch ein gewichtiges Thema bei der Visitation des Kirchenkreises durch die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz im vergangenen Jahr. Im Nachgang wurde offenbar auf verschiedenen Ebenen über berufliche Alternativen für Albrecht Daiss nachgedacht. Er selbst ordnete am Mittwoch seine zukünftige Tätigkeit beim Vorstand des Diakonischen Werkes Württemberg ein: „Mir wurde ein Angebot gemacht, das für mich als Person nicht eine Alternative, sondern die Alternative ist.“
In einem am Mittwoch verfassten Brief an die Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenkreis begründet Daiss seinen Entschluss, das Angebot anzunehmen, nicht weiter. Er weist auf seine Nähe zu diakonischen Themen hin: „Wer mich näher kennt, weiß um mein Herz für die Diakonie. Die Gemeindediakonie war schon immer ein großer Schwerpunkt meiner Arbeit.“
Für den Kirchenkreis gab die stellvertretende Dekanin, Pfarrerin Ursula Richter, eine mit dem Vorsitzenden der Kreissynode abgestimmte Pressemitteilung ab. In den zweieinhalb Jahren seiner Amtszeit habe Albrecht Daiss „zahlreiche Schwerpunkte in der Verkündigung und Bildungsarbeit“ gesetzt. Ein Schwerpunkt sei die Neuordnung der Pfarrstellen im Ries sowie die Renovierung der Orgel in der Aalener Stadtkirche. Er sei auch Vorsitzender des Kreisdiakonieverbandes Schwäbisch Gmünd / Aalen gewesen. In der Pressemitteilung ist keine Rede von Dank oder Bedauern über den vorzeitigen Amtsverzicht des Dekans.
Albrecht Daiss wird seine neue Stelle nach einer dreimonatigen Studienphase „im Sommer“ dieses Jahres antreten. Bis zur Verabschiedung am Ostersonntag nimmt er die Amtsgeschäfte des Dekans des Kirchenkreises wahr. Danach amtiert seine Stellvertreterin, Pfarrerin Ursula Richter.

Der Aalener Dekan Albrecht Daiss geht nach Stuttgart.
Dekan verlässt Aalen
(AALEN/ug) Der evangelische Dekan Albrecht Daiss verlässt den Kirchenbezirk Aalen. Der 57-Jährige sucht eine neue Herausforderung im Diakonischen Werk der Landeskirche.
Daiss war erst vor zweieinhalb Jahren als Dekan des Kirchenbezirks Aalen investiert worden. Er trat damals die Nachfolge von Erich Haller an. Während seiner Zeit auf der Ostalb habe Daiss Schwerpunkte in der Verkündigung und bildungsarbeit gesetzt, sagte die stellvertretende Dekanin und Wasseralfinger Pfarrerin Ursula Richter, die nach dem Weggang von Daiss bis zur Wiederbesetzung der Stelle die Amtsgeschäfte führen wird. Die offizielle Verabschiedung ist für den Ostersonntag in der Stadtkirche geplant. Solange steht Daiss auch noch dem Kirchenbezirk vor.
Daiss übernimmt im Diakonischen Werk eine neu geschaffene Stabsstelle, die sich sowohl mit theologischen Grundsatzfragen als auch mit der Entwicklung von Projekten beschäftigt. Er ist dort direkt dem aus Aalen stammenden Oberkirchenrat Dieter Kaufmann unterstellt.
Strahlende Gesichter: Das regionale Bündnis für Arbeit erhält 2000 Euro
Regionales Bündnis für Arbeit freut sich über 2000 Euro
(AALEN/tu) Eine Spende in Höhe von 2000 Euro hat die Vorsitzende des Fördervereins Regionales Bündnis für Arbeit, die Wasseralfinger Pfarrerin und stellvertretende Dekanin Ursula Richter, entgegengenommen.
Es handelt sich dabei um den Erlös eines Benefizkonzertes, zu dem der Chor „Joy of Gospel“ zu Jahresbeginn in die katholische Kirche in Abtsgmünd eingeladen hatte. Obwohl der Eintritt frei gewesen sei, sei mit 2000 Euro eine beachtliche Spendensumme zusammengekommen, die das Bündnis gut brauchen könne. Unser Bild zeigt von links Dekan Dr. Pius Angstenberger, Hildegard Seibold, Dieter Sorg und Pfarrerin Ursula Richter vom Vorstand des Bündnisses sowie Kai Eder, Petra Wahl und Oliver Machold vom Veranstalter des Benefizkonzertes.
Oberkochen. Die Personalkosten der Kirchengemeinde belaufen sich auf insgesamt 73 600 Euro. Die Kosten für die Gebäude der Kirchengemeinde betragen 67 370 Euro, wobei in dieser Summe Energiekosten in Höhe von 15 400 Euro enthalten sind. Enthalten sind außerdem die seit 2010 gesetzlich vorgeschriebenen Mittel für die Substanzerhaltungsrücklage aller Gebäude der Oberkochener Kirchengemeinde in Höhe von 22 520 Euro.
In der Aussprache wurde hervorgehoben, dass die Bildung entsprechender Rücklagen für Gebäudesanierungen dringend notwendig sei. Pfarrer Albrecht Nuding wies jedoch darauf hin, dass in den nächsten Jahren allein aus Haushaltsmitteln nicht genügend Rücklagen gebildet werden könnten, um damit die Sanierung des Kirchendachs und des Kirchturms finanzieren zu können. Nach Expertenmeinung seien diese Baumaßnahmen an der Versöhnungskirche aber voraussichtlich in spätestens vier bis fünf Jahren erforderlich.
Im Haushalt 2010 sind ferner insgesamt 51 800 Euro für die Kirchenbezirksumlage vorgesehen. Aus dieser Umlage finanziert der Kirchenbezirk seine Dienste, wie zum Beispiel das evangelische Jugendwerk Aalen, die Arbeit der Diakonischen Bezirksstelle oder die evangelische Erwachsenenbildung im Ostalbkreis.
Zur Deckung des kirchlichen Haushalts benötigt die evangelische Kirchengemeinde eine Zuweisung aus Kirchensteuermitteln in Höhe von 160 420 Euro. „Insgesamt ist der Haushalt für 2010 – bedingt durch die gute Konjunkturlage der vergangenen Jahre – einigermaßen ausgeglichen“, erklärte Pfarrer Nuding. Gleichwohl müssten dem ordentlichen Haushalt 2070 Euro aus dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. su