© Schwäbische Post 31.03.2010

Das erste Abendmahl für die 48 Kinder der Konfi-3-Gruppe
 
Seit Herbst vergangenen Jahres trafen sich 48 Kinder der so genannten Konfi-3-Gruppe regelmäßig sonntags in kleinen Gruppen bei den betreuenden Müttern. Dieses Mal waren es 16 Mütter, die den Kindern ihren Glauben und ihre Gemeinde näher gebracht haben. Den Abschluss bildete am Palmsonntag die gemeinsame Feier eines Abendmahlsgottesdienstes mit Pfarrer Marco Frey in der Stadtkirche Aalen. „Dieser Gottesdienst wurde auf kindgerechte Weise gestaltet“, erläutert Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter. Seit 2001 gibt es die sogenannte Konfi-3-Zeit. Der damalige Kirchengemeinderat hatte beschlossen, das Projekt einzuführen, um den evangelischen Kindern in der dritten Klasse – zu der Zeit, wenn die katholischen Kinder ihre Erstkommunion erhalten – den christlichen Glauben und ihre Gemeinde näher zu bringen. (Foto: privat)


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© Aalener Nachrichten 31.03.2010

Dozentin erklärt den Orientierungsplan

(Bopfingen/pm) „Der Orientierungsplan in der Spannung zwischen Pädagogik und Politik“: Dieser Titel hat fast 100 pädagogische Mitarbeiterinnen aus Kindergärten und Schulen sowie Trägervertreter am in das evangelische Gemeindehaus in Bopfingen gelockt.
 
Hier referierte Prof. Dr. Edeltraud Röbe, Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, über Entwicklung und die Auswirkungen des dreijährigen Pilotprojektes zur Implementierung des Orientierungsplans, an dem der evangelische Kindergarten von 2006 bis 2009 teilnahm.
 
Nach der Begrüßung durch die neue Leitung des evangelischen Kindergartens, Susanne Pfitzer, übernahm Sigrid Würth die Zusammenfassung der Erfahrungen während der Teilnahme am Pilotprojekt, das von der PH Ludwigsburg wissenschaftlich begleitet wurde. Röbe eröffnete ihren Vortrag mit den Aufgaben der Politik, die in der Verbesserung und der Strukturierung der Gesellschaft liegen. Im Gegensatz dazu strebe die Pädagogik die Optimierung Zukunft an, denn erst dort werde ihre Saat aufgehen. Trotz dieser Unterschiedlichkeit sind Pädagogik und Politik aufeinander verwiesen. Der Orientierungsplan für Kindertagesstätten ist ein Steuerungs- und Verständigungsinstrument. Er ist das Ergebnis der Kooperation von Politik und Pädagogik. Röbe verglich dies mit einem guten Computer, der die Hardware, Politik, ebenso braucht wie die Software, die Pädagogik.
 
Pädagogik und die Politik stellten sich zentrale Fragen: „Was ist ein Kind? Was braucht ein Kind?“ Daraufhin verfasste sie vier Aussagen bezüglich der Bedürfnisse von Kindern, die im Orientierungsplan fest verankert sind. Einen Schwerpunkt legte sie hier auf die Sprachförderung, die idealerweise in jedem Kindergartenkonzept große Priorität haben sollte.
Obwohl der Orientierungsplan nun nicht wie geplant im September 2009 verbindlich umgesetzt wurde, ist er laut Röbe nicht mehr rückgängig zu machen. Die Fortbildungsinitiative der vergangenen 3 Jahre hat deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. 20 Mio. Euro hat sich das Land Baden-Württemberg dies kosten lassen. Weitere Gelder sollen laut Beschluss vom November 2009 in Fortbildungen von Erzieherinnen investiert werden. Eine Akademisierung des Berufsstandes ist in nächster Zeit jedoch nicht vorgesehen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die schrittweise Erhöhung des Personalschlüssels in Kindergärten ab September 2010. Pfarrer Michael Rau dankte Edeltraud Röbe als Träger des evangelischen Kindergartens.

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© Aalener Nachrichten 31.03.2010

Christen steigen auf zum Licht

(Bopfingen/ij) „Von den Lichtern ins Dunkel, aus der Stadt auf den Berg, durch die Tiefen zu Gott“ -- diesem Leitspruch folgend sind Bopfingens evangelische Christen gemeinsam beim Kreuzweg auf den Ipf gezogen.
 
An zwölf Stationen bis zum 668 Meter hohen Gipfel des Berges wurde die Passionsgeschichte Jesu vorgetragen. Für den Hinunterweg im Dunkeln hatten sich die Teilnehmer Taschenlampen mitgebracht. Am heutigen Gründonnerstag erklingen gregorianische Psalmgesänge um 19 Uhr zum Abendmahlsgottestdienst in der evangelischen Stadtkirche Bopfingen. „Seit uralten Zeiten haben sich die Psalmen bewährt als ein Weg, der aus der Angst durch die Klage zur Bitte führt, und der die Beter verwandelt“, kündigt Pfarrer Michael Rau die Veranstaltung an, die an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Aposteln erinnert. In der katholischen Bopfinger Pfarrkirche Sankt Josef wird am morgigen Karfreitag der Kinderkreuzweg begangen. Die Shalom-Gruppe Bopfingen gestaltet diesen Gottesdienst mit modernen christlichen Liedern und Gospels.


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© Aalener Nachrichten 28.03.2010

Es jazzt im Pfarrhaus
 
(UNTERSCHNEIDHEIM-WALXHEIM/go) Beim 66. Walxheimer Pfarrhauskonzert sind die Besucher wieder von vier Künstlern bestens unterhalten worden. „Jazz für Flöte und Klavier“ sowie zwei ausgezeichnete Nachwuchskünstler mit Gesang und Klavier im Vorprogramm waren der Garant für zwei besonders schöne musikalischen Stunden.
 
Die Konzerte im Walxheimer Pfarrhaus bei Familie Bergius sind immer was Besonderes. Der Besucher sitzt ganz nah bei den Künstlern und genießt sein ganz eigenes privates Konzert. „Die Besucher sind voll konzentriert und beobachten einen ganz genau“, sagte Frank Wunsch. Denn anders als im Jazzclub klingelt hier kein Handy oder wird Bier gezapft. Das Duo Frank Wunsch am Flügel und Michael Heupel mit einer seiner fünf Flöten sorgten mit jazzigen Arrangements für gute Unterhaltung. Sie überzeugten ihr Publikum mit eigenen Jazzstandards und eigenen sensationellen Improvisationen.
 
Frank Wunsch war ein virtuoser Meister am Klavier und Michael Heupel stand ihm mit Bassquerflöte, Querflöte oder auch mit der großen Kontrabassflöte in nichts nach. Sehr gut klangen die Eigenkompositionen von Frank Waltz „September Waltz“ und „Joana`s Waltz“. Ob als Komposition nach Noten oder als auch als Improvisation, die Besucher waren hellauf begeistert. Unter anderem wurden den Besuchern der Blues „Relaxing at Camarillo“ und der Jazz „Stella by Starlight“ musikalisch serviert.
 
Zuvor traten die 20-jährige Sopranistin Verena Voigtländer und der 18-jährige Pianist Luca Bähne auf. Das Duo harmonierte wunderbar. Die Arien „An Chloe“ und „Die Hochzeit des Figaro“ von Mozart erfüllten das Pfarrhaus mit wunderbaren Klängen. Auf Italienisch erklangen das „Vaga luna“ von Vincenzo Bellini und „O mio babbino caro“ von Giacomo Puccini. Sehr schön anzuhören war auch die Zugabe „Vittoria, mio core“ mit viel Beifall wurden die jungen Künstler verabschiedet.

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© Schwäbische Post 28.03.2010

Der Kirchenchor unter Leitung von Hellmut Litzelmann begleitete zusammen mit der Kirchengemeinde die Fürbitten. (Foto: ls)

Der Kirchenchor unter Leitung von Hellmut Litzelmann begleitete zusammen mit der Kirchengemeinde die Fürbitten. (Foto: ls)

Raum für Begegnung mit Jesus Christus
 
Zum Abschluss der Kirchenrenovierung Festgottesdienst in der Quirinuskirche mit Prälatin Gabriele Wulz
 
Lothar Schell
 
„Wir wollten kein Museum, sondern eine Gebrauchskirche für Alt und Jung und für die vielen Gruppen, um gemeinsam fröhliche Gottesdienste zu feiern“, meinte Pfarrer Christoph Bäuerle gestern zum Einzug ins renovierte und strahlend helle Gotteshaus.
 
Essingen. Zur „Pop-Fanfare“ des Posaunenchors wurden in einem feierlichen Einzug die gottesdienstlichen Gegenstände in die Kirche getragen. „Eine lange Zeit des Planens und Handelns ist vorbei, drei Bauabschnitte liegen hinter uns, wir bauen eine Kirche“, meinte Pfarrer Christoph Bäuerle, der gemeinsam mit dem Kirchenchor feststellte: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ Eine lange Wegstrecke sei geschafft, ein Haus der Güte Gottes sei entstanden. Das Parament in violetter Farbe zum Zeichen der Passion wurde ausgelegt. In jazziger Ausstrahlung intonierte der Posaunenchor das „Amen & More“.
„Dieser weite, helle Raum lässt die Herzen höher schlagen“, freute sich Prälatin Gabriele Wulz. Die Gemeinde sei zurück in ihrer Kirche. Das Äußere müsse nun mit Leben erfüllt werden. Gottesdienst sei Wohltat und Luxus, den Jesus Christus den Menschen schenke, und Christen könnten dabei Stärke und Zuversicht erfahren. Schön sei, dass die Quirinus-Kirche auch werktags zum Verweilen und zur Einkehr geöffnet sei. Im Aufbruch des so schön renovierten Gotteshauses müsse auch der Aufbruch der Gemeindeglieder enthalten sein. Zusammen mit dem Kirchenchor unter Leitung von Hellmut Litzelmann begleitete die Kirchengemeinde die Fürbitten.
„Es strahlt alles, viele Helferinnen und Helfer haben sich mit Herzblut eingebracht“, eröffnete die 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Monika Fischer, den Reigen der Grußworte. Fünf Monate lang habe man in einem festen Netzwerk viel geleistet und dafür gebühre einfach Dank. Architekt Rolf Pfeiffer wünschte „viel Freude in der neuen, alten Kirche“. Monika Fischer habe als Leiterin des Bauausschusses ganze Arbeit geleistet.
„Dies ist auch ein besonderer Tag für die bürgerliche Gemeinde“, meinte Bürgermeister Wolfgang Hofer. Für viele Essinger verkörpere die Quirinus-Kirche Heimat, Herkunft und Wurzel. Eine einladende Kirche sei entstanden, ein Ort der Begegnung. Freude und Glückwünsche der katholischen Schwestergemeinde übermittelte Pfarrer Karl Wahl. Wünschenswert wäre, so Wahl, dass eines Tages die Einheit im Glauben wahr werden könne. Dass evangelische Christen in der katholischen Kirche Abendmahl feiern könnten und Katholiken Eucharistie im evangelischen Gotteshaus.
Für den Kirchenbezirk gratulierte Pfarrerin Ursula Richter. Mit einem großen Fundus an Ideen habe die hiesige Kirchengemeinde Zeugnis dafür abgelegt, was möglich sei, wenn man es als wichtig empfinde. Kirchenrenovierung und Gemeindebau seien Synonym für Identifikation, die renovierte Kirche sei viel mehr als bloßes Gebäude.
Grüße der Partnergemeinde Windischleuba überbrachte Pfarrer Detlef Herfurth. Die Kirchengemeinde in Thüringen freue sich mit, der gemeinsame Glaube verbinde die beiden Gemeinden. „Wir sind angekommen, jetzt fehlt uns nur noch ein Mesner“, schloss Pfarrer Christoph Bäuerle.
Noch ist das Spendenbarometer der evangelischen Kirchengemeinde nicht ganz oben. Es fehlen noch rund 25000 Euro. Die Kirchengemeinde bittet um Spenden auf das Konto 110 019 149 bei der Kreissparkasse Ostalb.


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© Aalener Nachrichten 28.03.2010

Die Essinger Quirinuskirche strahlt in neuem Glanz

Die Essinger Quirinuskirche strahlt in neuem Glanz

Die Essinger Quirinuskirche strahlt in neuem Glanz
 
(ESSINGEN/l) Bewunderung für das nagelneue Gotteshaus hat Prälatin Gabriele Wulz beim Festgottesdienst zum Abschluss der Kirchenrenovierung bekundet. Sie rief die Gläubigen dazu auf, die evangelische Quirinuskirche nunmehr mit Geist und Leben zu erfüllen.
Für den Gottesdienst hatte Pfarrer Christoph Bäuerle ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Es gab Beiträge des Kirchen- und des Posaunenchores und eine Erläuterung der gottesdienstlichen Gegenstände. Grußworte sprachen Monika Fischer (Laienvorsitzende des Kirchengemeinderates), Architekt Rolf Pfeiffer, Bürgermeister Wolfgang Hofer, Pfarrer Karl Wahl (katholische Nachbargemeinde), Pfarrerin Ursula Richter (Kirchenbezirk) und Pfarrer Detlev Herfurth aus der thüringischen evangelischen Partnergemeinde Windischleuba. Sie allen waren sich einig: Was hier in sechs Jahren bei drei Renovierungsabschnitten geleistet wurde, stellt dem guten Geist der Kirchengemeinde das beste Zeugnis aus.
Die Innenerneuerung betraf vor allem die Erneuerung und Modernisierung der gesamten Elektrik mit Schaltpult für die Licht- und Schallregulierung, speziell auch für Hörgeräteträger. Es wurden Bodenplatten und Wandputz erneuert sowie eine Orgel schonende Warmluftgebläseheizung eingebaut. Alle diese Maßnahmen zusammen werden von der Pfarrgemeinde auf rund 400 000 Euro beziffert, wobei die Eigenleistung der Gläubigen mit rund 30 000 Euro zu Buche schlägt. Was noch aussteht, ist die Überholung der denkmalwürdigen Orgel aus dem 17. Jahrhundert. Das soll nochmals rund 35 000 Euro kosten
Zusammen mit den vorausgegangenen Renovierungsmaßnahmen an Turm- und Kirchendach beläuft sich die Gesamtkirchenrenovierung auf rund 900 000 Euro. Es gab erkleckliche Zuschüsse von kirchlichen und weltlichen Behörden. Doch hat die Gemeinde einen kräftigen Happen aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Pfarrer Christoph Bäuerle dankte den vielen Spendern, Wohltätern und Freunden der Essinger Quirinuskirche.
Die Essinger evangelische Pfarrkirche stammt in ihrer derzeitigen Erscheinung aus dem Jahre 1470. Grabungen aber haben ergeben, dass diesem Bau zumindest eine Vorgängerkirche voraus ging. Römische Relikte lassen sogar die Annahme eines römischen Heiligtums an der Stelle der Kirche zu. Zu den Sehenswürdigkeiten des Gotteshauses zählen vor allem die altertümliche Orgel, der Echthaarchristus am Altarkreuz und zahlreiche Epitaphien.


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© Schwäbische Post 26.03.2010

Atmosphärische Beleuchtung und den einzelnen Anlässen angepasste Lichtverhältnisse sind jetzt in der Quirinuskirche möglich.  (Foto: Kreuz+Kreuz, Stuttgart)

Atmosphärische Beleuchtung und den einzelnen Anlässen angepasste Lichtverhältnisse sind jetzt in der Quirinuskirche möglich. (Foto: Kreuz+Kreuz, Stuttgart)

Sie versteht sich als eine Kirche des Wortes. Und sie ist eine Kirche modernster ausgetüftelter Technik. Nach dem Turm und dem Dach ist nun auch das Innere der evangelischen Kirche in Essingen mit Heizung, Ton und Elektrik auf den neuesten Stand gebracht. Nach der letzten Bauphase von einem halben Jahr wird nun am Palmsonntag, 28. März, in der Quirinuskirche erstmals wieder ein Gottesdienst gefeiert.
 
Ulrike Wilpert


Essingen. Fasziniert steht Pfarrer Christoph Bäuerle vor der großen und neuen Schalttafel am Durchgang zur Sakristei. „Wir wollen nicht Museum sein, sondern eine Gebrauchskirche“, erklärt er. Und dazu gehörten unter anderem jeweils unterschiedliche, den einzelnen Anlässen wie Gottesdiensten oder Konzerten angepasste Beleuchtungen. Das Licht ist jetzt im Detail regulierbar – vor einem halben Jahr war es das noch nicht. „Die Leitungen in der Kirche waren aus den Anfangsjahren der Elektrizität“, erläutert Monika Fischer, stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats und Vorsitzende des Bauausschusses. Und so nimmt es auch nicht Wunder, dass man während der Renovierungsarbeiten auf eine schon durchgeschmorte Leitung gestoßen ist. „Es war höchste Zeit, die Elektrik auszutauschen“, verdeutlicht Bäuerle die absolute Notwendigkeit der Innenrenovierung.
Vorausgegangen war ein Jahr intensiver Planung mit zahlreichen Sitzungen, Ortsterminen und Exkursionen in andere Kirchen. Im September 2009 dann hatte der Oberkirchenrat grünes Licht gegeben für den Baubeginn. Am 11. Oktober, anlässlich des Gemeindefestes, wurde der letzte Gottesdienst in der Quirinuskirche gefeiert.

Der Mesner sitzt vor dem Mischpult
Mit rund 412 000 Euro wurden die Gesamtkosten für die Innenrenovierung veranschlagt. Den dicksten Brocken davon verschlang die Elektroinstallation mit 114 800 Euro. Dazu gehört auch eine ausgefeilte Tontechnik, mit der selbst Träger von Hörgeräten nun über eine Induktionsschleife mit dem Kirchenhall zurecht kommen können. Dazu gehört auch ein Beamer und ein Tonmischpult in der Kirchenbank unterhalb der Empore. „Der Mesner“, so Bäuerle, „wird künftig nicht mehr vorne, sondern in den hinteren Reihen vor dem Mischpult sitzen“. Hier kann er dann den Ton der einzelnen Lautsprecherboxen im Raum sowie Glockengeläut und Licht adäquat aussteuern. Dasselbe sei auch möglich über ein portables und leichter bedienbares Touch-Panel. „Aufgrund des vielfach ehrenamtlichen Engagements in unserer Kirchengemeinde haben wir großes Augenmerk auf eine besonders bedienerfreundliche Technik gelegt“, sagt Bäuerle.
Apropos Ehrenamtliche: Rund 50 freiwillige Helfer haben im vergangenen halben Jahr mit angepackt, haben Kirchenbänke hinaus- und wieder hineingetragen, oder den alten Putz von den Wänden geschlagen. Über 600 Stunden haben sie geschuftet und damit eine Leistung in Höhe von rund 30 000 Euro eingebracht.

Platz für einen lockeren Treff nach dem Gottesdienst
Neu ist jetzt auch die Warmluftgebläseheizung und auch der Chorraum wird künftig temperiert sein: Dafür sorgt eine Hüllflächenheizung, die man in die Wand ringsherum eingebaut hat. Bäuerle betont nicht nur den ökologischen Aspekt des neuen Heizsystems, sondern auch den positiven Effekt besonders für die denkmalgeschützte Orgel aus dem 17. Jahrhundert. „Bislang musste der Mesner eine Stunde vor dem Gottesdienst die Heizung voll aufdrehen – das war natürlich Gift für die Orgel.“ Die neue Heizung dagegen sei programmierbar und die Temperatur exakt einzustellen.
Frisch verputzt sind die Wände, die Bodenplatten abgeschliffen und mit neuen Sollnhofener Platten dort ergänzt, wo Kabel neu verlegt wurden. Im hinteren Teil der Kirche hat man unter der Empore Platz geschaffen für einen lockeren Treff nach dem Gottesdienst. Bäuerle: „Es ist ein Ort zum Verweilen, eine spirituelle Mitte wollen wir noch gestalten.“
Und auch mit dem bisherigen „Schummerlicht“ ist nun Schluss. „Jetzt können die Gottesdienstbesucher ohne Schwierigkeiten wieder im Gesangbuch lesen und für Konzerte sind malerische Beleuchtungsszenarien möglich“, freut sich der Pfarrer. Auch das Echthaarkruzifix aus dem Spätmittelalter beziehungsweise Frühbarock – restauriert von Barbara Meschke – hat seinen Platz mittlerweile wieder über dem Altar


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© Gmünder Tagespost 26.03.2010

Daten, Zahlen und Fakten
 
 
Essingen. Mit der Innenrenovierung der Quirinuskirche ist nun zu Ende gebracht, was der Kirchengemeinderat am 18. Juni 2004 beschlossen hat: Eine Kirchenrenovierung in drei Bauabschnitten – zuerst das Turmdach (Kosten: 142 000 Euro), dann das Kirchendach (320 000 Euro) und schließlich das Innere (411 700 Euro).Die Finanzierung, so Pfarrer Christoph Bäuerle, wurde über innere Darlehen im Kirchenhaushalt abgewickelt. Der von der Kirchengemeinde zu erbringende Eigenanteil mache ungefähr die Hälfte der Baukosten aus. In den Jahren 2008 und 2009 gingen insgesamt rund 50 000 Euro über Opfer und Spenden für die Renovierung ein. Ein mannshohes Spendenbarometer vor der Kirche zeigt den exakten Spendenstand an. Zudem hat der Kirchengemeinderat kreative Fundraising-Aktionen ins Leben gerufen, unter anderem wurden Kirchentassen verkauft, ein Kalender und Fotokarten mit Motiven der Kirche. Eine ganz besonders ergiebige Einnahmequelle aber sei über Jahre hinweg der große Bücher- und Spieleflohmarkt gewesen.“„Jetzt steht noch die Hauptreinigung und Instandsetzung der Orgel aus“, blickt Pfarrer Christoph Bäuerle auf ein weiteres Vorhaben, für das rund 35 000 Euro veranschlagt sind. UW
 
 
 
 

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© Schwäbische Post 25.03.2010

Die Kirche hat zu viele Häuser
 
Evangelischer Kirchenbezirksausschuss muss Gesetz der Landeskirche durchboxen
 
Ein Wort beschäftigt derzeit und wohl auch für die Zukunft die evangelischen Kirchengemeinden des Bezirks Aalen: Die Substanzerhaltungsrücklage. Die Landeskirche hat die Gemeinden zur Schaffung der Substanzerhaltungsrücklagen gesetzlich verpflichtet. Nun beschäftigte sich der Kirchenbezirksausschuss (KBA) mit dem heiklen Thema.
 
Sibylle Schwenk
 
Aalen/Westhausen. „Wir müssen eine erhebliche Bremsspur hinlegen“, sagte Harald Schweikert, Finanzverwalter im Kirchenbezirk. In den vergangenen Jahren habe der Bezirk Aalen im Wesentlichen durch den demografischen Wandel eine komplette Kirchengemeinde verloren. Deshalb sei zu prüfen, ob diverse Gebäude für die „angemessene Erfüllung der Aufgaben in den Kirchengemeinden“, wie es in der Haushaltsordnung der Landeskirche heißt, noch gebraucht werden. Als krassestes Beispiel nennt Schweikert die Gemeinde im Ries. „Dort haben wir 2500 Gemeindeglieder und 14 Gebäude“, gibt Schweikert zu Bedenken. „Wir können uns das nicht mehr leisten“.Auch in anderen Gemeinden des Bezirks besteht Handlungsbedarf. In Wasseralfingen wurde bereits über ein neues Immobilienkonzept diskutiert (SchwäPo berichtete). Und genau das fordert der Kirchenbezirksausschuss jetzt von den einzelnen Gemeinden, weil die Haushaltspläne ohne Berücksichtigung der Substanzerhaltungsrücklagen nicht mehr genehmigt werden können.In einer lebhaften Diskussion wurde das neue Gesetz im KBA diskutiert. Während Pfarrer Ulrich Marstaller aus Lauchheim mehr Transparenz des Gesetzes fordert und sich für eine stärkere Vernetzung der Gemeinden im Bezirk aussprach, ist Pfarrerin Ursula Richter davon überzeugt, erst einmal in der eigenen Gemeinde Bestandsaufnahme zu machen: „Jede Gemeinde muss sich selbst der Sache stellen“, meinte die stellvertretende Dekanin. Erst danach sei eine sinnvolle Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden möglich. Pfarrerin Ulrike Nuding aus Oberkochen sieht das neue Gesetz als pädagogisches Konzept für die Kirchengemeinden: „Wir sind jetzt gezwungen, wirtschaftlich zu handeln und ein Immobilienkonzept zu erstellen“, ist die Pfarrerin überzeugt.Allerdings warnte Harald Schweikert, dass ein Immobilienkonzept kein Allheilmittel sei. „Wir brauchen viel mehr als das“. Er hält die geforderten Höhen der Substanzerhaltungsrücklagen nicht für angemessen.Der Vorsitzende des KBA, Heinz Schmidt, hält es für die Aufgabe des Kirchenbezirks, diese Dinge den Kirchengemeinden vernünftig zu vermitteln. „Auch in dieser Dekan-losen Zeit“, so Schmidt. Man einigte sich auf ein schrittweises Vorgehen: Der Pfarrerdienstbesprechung soll die Weiterleitung in die Kirchengemeinden und eine außerordentliche Synode, eventuell mit der fachlichen Unterstützung des Oberkirchenrats, folgen.

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© Schwäbische Post 24.03.2010

Gemeinsam für die Gemeinde


Das Evangelische Jugendwerk Aalen sucht engagierte Jugendliche für ein Trainee-Programm
 
Ferienfreizeiten, Kinderbibelwochen oder Fußballturniere – viele Kirchengemeinden suchen händeringend nach engagierten Jugendlichen, die sie bei der Organisation und Umsetzung verschiedener Projekte unterstützen. Unter dem Motto „Kreativ, kooperativ und kompetent“ startet das Evangelische Jugendwerk Aalen das erste Trainee-Programm für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren.
 
Aalen. „Wir möchten die Jugendarbeit in den Gemeinden verbessern“, informiert Gabi Vogt. Die Jugendreferentin des Evangelischen Jugendwerks Aalen (EJA) kennt die Gründe für die mangelnden Einsatz der Jugendlichen in der Kirche. „Die Kinder heutzutage stehen unter einem enormen Leistungsdruck“, ist Vogt überzeugt. Sie müssen in der Schule aufgrund der Reformen viel schneller lernen und daher bleibe ihnen wenig Freizeit. „Man überlegt sich daher genau, wie man diesen kleinen Zeitrahmen sinnvoll nutzen könnte“, fügt ihr Kollege Mathias Moroff hinzu.
Dabei denken die wenigsten Schüler an die Jugendarbeit in ihrer Gemeinde, die sowohl das Organisieren von Turnieren und Feiern als auch das Mitgestalten von Ferienfreizeiten und der Kinderbibelwoche umfasst.
Mit dem dieses Jahr zum ersten Mal anlaufenden Trainee-Projekt versucht das EJA auf diese Veränderung in der Lebenswelt der Jugendlichen eine Antwort zu geben. „Es ist ein Vorschlag, wie man Jugendliche auch nach der Konfirmation zusammenhalten kann“, erklärt Vogt.
Die Voraussetzungen für die Teilnahme am Trainee-Projekt fasst Jürgen Reimann, Vorsitzender des EJA, zusammen: „Man sollte zwischen 14 und 16 Jahren alt sein, eine gewisse Neugier und Interesse mitbringen.“ Die Konfession spiele dabei nur eine Nebenrolle. Man spreche natürlich zuerst die Konfirmanden aus den Gemeinden an, aber es seien alle Interessenten herzlich willkommen. Durch eine „Jugendleiter-Card“ und den „Quali-Pass“ ermögliche die Kirche den Jugendlichen außerdem, für ihren ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet zu werden. „Die Zertifikate des Kultusministeriums werden offiziell anerkannt und erhöhen später die Chancen für den Berufseinstieg“, informiert Reimann.

Zertifikat des Kultusministeriums
Die Entscheidung für die Teilnahme am Trainee-Projekt ist daher verbindlich. „Nur wer die Veranstaltungen wirklich regelmäßig besucht, bekommt am Ende ein Zertifikat“, betont der Vorsitzende. Denn in jeder Sitzung werde ein neues spannendes Thema behandelt. Neben Gruppenpädagogik, Rhetorik, Spieleplanungen, Basteln und Werken bekommen die Jugendlichen auch einen Einblick in rechtliche Vorschriften wie Sicherheitsvorkehrungen, Aufsichtspflicht und Kassenführung. „Wir möchten die Schüler in ihrer Persönlichkeit stärken und ihre Kompetenzen erweitern“, erklärt Gabi Vogt.
Über ein Jahr hinweg verteilt, finden 15 Trainee-Abende in den teilnehmenden Kirchengemeinden Oberkochen, Wasseralfingen, Ellwangen, Adelmannsfelden, Lauchheim/Westhausen, Aalen-Hüttfeld/Unterrombach und in den Riesgemeinden statt. Zu einem Grundkurs in den Herbstferien und zu einem Erste-Hilfe-Kurs treffen sich alle Teilnehmer in Aalen, um weitere Kontakte zu knüpfen. „In der Theorie ist es ein klasse Projekt und jetzt hoffen wir, dass es auch in der Praxis gelingt“, stimmen die Mitarbeiter des EJA überein. Die organisatorische Vorarbeit sei dank der Mithilfe der Gemeinden gut gelungen. „Wenn sich jetzt noch viele motivierte 14- bis 16-Jährige anmelden, sind wir sehr glücklich“, strahlt Gabi Vogt.
Das Schönste an diesem Projekt sei, dass alle Teilnehmer, die Gemeinden wie die Jugendlichen, davon profitierten. Das Trainee-Programm beginnt nach Ostern. Daher richtet sich Gabi Vogts Appell direkt an die interessierten Jugendlichen: „Schnell das Telefon in die Hand nehmen und anmelden!“


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© Aalener Nachrichten 23.03.2010

Posaunenchöre üben beim Jungbläsertag


(AALEN/pm) Die die jüngeren Mitglieder der Posaunenchöre des Kirchenbezirks Aalen haben sich zum Jungbläsertag im Gemeindehaus in Trochtelfingen getroffen. 54 Jungbläser von sieben bis 14 Jahren und drei Erwachsene aus acht Posaunenchören übten und musizierten dort gemeinsam.
 
Ein Teil der Musiker bereitete sich dabei auf den Ulmer Landesposaunentag vor. Das Treffen stand unter dem Motto der Jahreslosung „Euer Herz erschrecke nicht“. Hanna Fischer vom evangelischen Jugendwerk des Bezirks Aalen eröffnete den Tag mit einer Andacht. Musiziert wurde in drei Gruppen unter der Leitung der Bezirksposaunenwarte Heidrun Melchinger und Jürgen Nolting und des Posaunenchorleiters Christoph Glöckner. Das Ergebnis konnte sich hören lassen, als am Nachmittag alle gemeinsam beim Abschlussblasen ihre Trompeten, Posaunen und Hörner erschallen ließen. Bastel- und Spielangebote in der Mittagszeit rundeten das Freizeitangebot ab. Einstimmige Meinung am Ende des Tages: „... super – nächstes Mal machen wir wieder mit!“

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© Schwäbische Post 22.03.2010

Kirche will sich von Gebäuden trennen
 
Evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen kann Unterhalt ihrer Immobilien nicht mehr stemmen
 
Eine neue Immobilienkonzeption auf den Weg bringen will die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen. Der aktuelle Gebäudebestand – Magdalenenkirche, „Altes Pfarrhaus“ mit dem Magda-Eckle daneben, Pfarrhaus, Gemeindehaus, die beiden Kindergärten und die Versöhnungskirche in Hüttlingen zählen hierzu – sei wohl nicht zu erhalten.
 
Aalen-Wasseralfingen. Unter der Leitung der beiden Vorsitzenden Jörg Dolmetsch und Pfarrerin Ursula Richter hat sich der Kirchengemeinderat in einem „Werkstatt-Halbtag“ im Gemeindehaus Zeit genommen, die Zukunft zu planen.
Die Kirchengemeinde stehe, wie die meisten Kirchengemeinden der Landeskirche, vor der schwierigen Herausforderung, sich im Bereich der eigenen Immobilien auf ein Maß zu reduzieren, das in Gegenwart und Zukunft noch finanzierbar ist, sagt Pfarrerin Ursula Richter. Zusätzlich zu den rund 11 000 Euro jährlich bereits durch den freiwilligen Gemeindebeitrag erbrachten Spenden, müssten in Zukunft weitere 21 000 Euro jährlich von der Kirchengemeinde an Opfern und Spenden für die Gebäudesubstanzerhaltungsrücklage aufgebracht werden.
Die Mitglieder des Kirchengemeinderats würden deutlich sehen, dass die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen nicht mehr den bisherigen Gebäudebestand (dazu gehören Magdalenenkirche, „Altes Pfarrhaus“ mit dem Magda-Eckle neben der Kirche, Pfarrhaus, Gemeindehaus, zwei Kindergärten und Versöhnungskirche in Hüttlingen) erhalten kann. So habe sich beim Werkstatt-Halbtag klar herauskristallisiert, dass sich die Kirchengemeinde von voraussichtlich mehreren Gebäuden trennen muss, ein großer Neubau als Alternative zu älteren Gebäuden nicht finanzierbar ist, dass Entscheidungen zeitnah getroffen werden müssen.
In ihrer Andacht zum Auftakt des Werkstatt-Halbtags betonte Pfarrerin Richter, dass bei allen Strukturveränderungen und Einschnitten bei den Gebäuden auch in Zukunft das Ziel der Kirchengemeinde maßgeblich ist, das Evangelium in Wort und Tat mit den Menschen zu teilen. Dies könne unter neuen und zunächst nur als Einschränkung wahrgenommenen Bedingungen dennoch wieder neue Chancen und neue kreative Ansätze bei der Verwirklichung dieses Ziels freisetzen.
Der Kirchengemeindrat hat die aktuellen Gebäude analysiert und will dieses Resultat nun zu einer für die künftige Gemeindearbeit sinnvollen Konzeption zusammenführen. Nun liegen manche Ideen und Visionen auf dem Tisch, die in den kommenden Monaten vom neu eingerichteten Immobilienausschuss weiter konkretisiert werden und auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft werden. Zum neuen Ausschuss gehören neben der geschäftsführenden Pfarrerin Ursula Richter und dem Kirchengemeinderatsvorsitzenden Jörg Dolmetsch die Mitglieder des Verwaltungs- und des Bauausschusses. Wohl im Herbst 2010 sollen auf einer Gemeindeversammlung erste konkretisierte Lösungsvorschläge vorgestellt und diskutiert werden.


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© Aalener Nachrichten 21.03.2010

Gemeinde unterbricht Fastenzeit


(AALEN-UNTERROMBACH/jo) Die evangelische Kirchengemeinde Unterrombach-Hofherrnweiler hat am Wochenende ihr diesjähriges Gemeindefest gefiert. Es stand unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“.

Am Wochenende war wieder Fastenpause in Unterrombach. Im Dietrich-Bonnhoeffer-Haus wurde nämlich das Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde Unterrombach-Hofherrnweiler gefeiert und dazu gehört die traditionelle Schlachtplatte.
Schon am Samstagnachmittag sorgten die Kinder der Kindergärten Sandbergnest und Weilernest für Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen. Den Gemeindeabend stimmte der Liederkranz Unterrombach unter der Leitung von Birgit Lutz an. Der Frauenchor sang beschwingt und mit viel Spaß den Kriminaltango, bei dem auch Schuss und Schrei nicht fehlen durften. Den Frauen folgte der Männerchor mit dem „Liebeslied für Lu“.
Für gute Laune und viel Beifall sorgte ein „Pfannkuchen-Herstellungs-Wettbewerb“ zwischen zwei Ehepaaren. Die Besonderheit war, dass der Mann alles machen musste, die Frau dagegen nur ansagen durfte. So wurden unter lautstarkem Anfeuern durch das Publikum Mehl, Eier und Milch zu einem Teig gerührt, bis die richtige Konsistenz erreicht war. Am Ende konnte sich Jurorin Annegret Ginader-Esswein, die für das Essen beim Gemeindefest verantwortlich war, nicht entscheiden und kürte kurzerhand beide Paare zu Siegern.
In einem weiteren Programmpunkt brillierte Pfarrer Jürgen Astfalk mit philosophischen Ausbrüchen in einem Sketch mit Annegret Ginader-Esswein. Beim „Gesangsmemory“ waren die Mitglieder des Liederkranzes gefordert. Für die Kinder gab es an beiden Tagen Jux, Spiel und Basteln in der Rombachschule.
Nach einem Gottesdienst in der Christuskirche, der vom Liederkranz Hofherrnweiler mitgestaltet wurde, konnte man den Sonntag mit Mittagessen und anschließendem Kaffee mit selbstgemachten Kuchen ausklingen lassen. Die Erlöse des Gemeindefestes sind für die Kindergärten Sandnest und Weilernest, sowie für die Aalener Tafel und den Kocherladen bestimmt.


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© Aalener Nachrichten 21.03.2010

Prälatin fordert mehr Zusammenhalt
 
(AALEN/jo) Prälatin Gabriele Wulz hat ein Mehr an Zusammenhalt und Miteinander der einzelnen Kirchengemeinden im Evangelischen Kirchenbezirk Aalen gefordert. Die Ulmer Prälatin stellte bei der Bezirkssynode die Ergebnisse ihrer Gemeindebesuche im vergangenen Jahr vor.
„Jeder macht sein Ding.“, sagte Prälatin Gabriele Wulz vor der Bezirkssynode, die am Freitagabend im Evangelischen Gemeindehaus in Aalen getagt hat. Das Zusammenspiel von kleineren und größeren Kirchengemeinden im Aalener Bezirk funktioniere nicht so, wie es wünschenswert wäre, berichtete Wulz von ihrer Visitation. Es sei ihr bewusst, dass keine neue Leitsatzdiskussion stattfinden könne. Es gelte jedoch, pragmatischer zu handeln und Schwerpunkte zu setzen. Als ein gelungenes Beispiel für eine Integration und neuen Zusammenhalt führte sie die Gemeinde Schweindorf an, die in den vergangenen Jahren in die Gemeinde Neresheim integriert worden sei.
Auch in anderen Kirchenbezirken müsse man mit Traditionen brechen. Weniger Einnahmen durch die Kirchensteuer, die Zukunft der Kindertagesstätten und die Frage, was mit den Immobilien geschehen soll, wären nur wenige der vielen Herausforderungen, denen man sich stellen müsse, so Wulz. Die Prälatin räumte offen ein, dass sie kein Patentrezept zur Lösung dieser Aufgaben parat habe. Sie forderte jedoch alle Gemeinden und die Synode auf, an den Entscheidungen aktiv mitzuwirken. Besonders der Kirchenbezirk, der mehr sei als eine „Kirchensteuerverteilungsstelle“, müsse Aufgaben übernehmen, die die einzelnen Gemeinden nicht leisten könnten.
Die Diakonie sei in der Wahrnehmung der Gemeinden nicht sehr präsent und durch eine Unterfinanzierung gefährdet. Die Bezirksaufteilung sei etwas unglücklich, meinte Wulz. Darüber sollte man nochmals nachdenken.
Eine gemeinsame Strategie für die Kindertagesstätten im Kirchenbezirk muss laut Wilz entwickelt Entscheidungen über die vorhandenen Immobilien getroffen werden. Seit Jahren habe man hier über die Verhältnisse gelebt, da keine Rücklagen für notwendige Sanierungen zurückgelegt worden seien.
Voller Lob äußerte sich Wilz über die Jugendarbeit im Bezirk. Es sei beachtlich, wie sich der Jugendgottesdienst entwickelt habe, vor allem vor dem Hintergrund, dass viele Jugendliche aufgrund von Schule und Ausbildung immer weniger Zeit hätten, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Ein besonders Anliegen der Prälaten war jedoch der Zusammenhalt der Gemeinden. Die Prälaten erwartet von den Kirchengemeinden im Bezirk Aalen, dass sie in Zukunft an einem Strang ziehen. Das Miteinander in der Gemeinde sei maßgeblich und nicht die Herrschaft über andere.

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© Schwäbische Post 21.03.2010

Hier macht jeder sein Ding
 
Prälatin Gabriele Wulz verwendet deutliche Worte im Visitationsbericht bei der Frühjahrssynode
 
Im Mittelpunkt der gut besuchten Frühjahrssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Aalen im Gemeindehaus stand der Visitationsbericht von Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm. Die „Außenansicht“ des Kirchenbezirks, der 24 Kirchengemeinden mit 42 000 Gemeindegliedern umfasst, sei für die Synode ein wichtiger Baustein zur Weiterentwicklung.
 
Sibylle Schwenk
 
Aalen. In ihren umfassenden Ausführungen hat Gabriele Wulz nicht nur ihre Ansicht auf die verschiedenen Wirkungsbereiche des Bezirks deutlich gemacht, sondern gleich Verbesserungsvorschläge mitgeliefert.
Seit dem Forum im vergangenen Frühjahr hat die Prälatin Personalien und Strukturen des Bezirks unter die Lupe genommen und eine „unglaubliche Heterogenität im Kirchenbezirk“ festgestellt. „Sie haben viele liebenswerte, kleine Gemeinden“, stellte Wulz fest, aber es fehle das Zusammenspiel zwischen den großen und kleinen Gemeinden.
„Es darf keine Sieger- und Besiegtenkonstellation wie in Schweindorf mehr geben“, sagte die Prälatin. Die Distrikteinteilung hält sie für unglücklich, sie strahle wenig Kontakt zu den Bezirksgemeinden aus. „Hier muss etwas Neues wachsen“, forderte Wulz. Dass die Mentalität „hier macht jeder sein Ding“ (Zitat von Wilfried Krüger, Leiter der Erwachsenenbildung) vorherrsche, sei für eine Zusammenarbeit im Bezirk kontraproduktiv, ebenso das Hangeln von Entscheidung zu Entscheidung. „Das ergibt nur ein verschwommenes Bild“. Konkret wurde sie im Bereich Diakonie: Die Präsenz sei „angeknabbert“. Daran müsse man arbeiten und eine neue Immobilienkonzeption angehen. Sie forderte eine Mitarbeitervertretung für die Dienststellen Gmünd und Aalen.
Was die Jugendarbeit betrifft, sieht Wulz auch in der Förderung von Kleingruppen eine gute Chance. Nicht nur die Großevents seien von Nutzen. Aalen neige im Jugendbereich dazu, „alles an sich zu ziehen“. Für die Erwachsenenbildung sei der allgemeine Bildungsauftrag im Sinne der Reformation nicht mehr ausreichend. „Machen Sie sich klar, was sie vom Bezirk wollen“, so die Prälatin. Mehr Zusammenarbeit, bessere Vernetzung und sich an den Aufträgen orientieren, sei auch für die Mitarbeiter im Bezirk wichtig. Momentan befinde man sich noch in „Frontstellungen, die in Selbstbezüglichkeiten aufgehen“.
Die Kirchenmusik solle sich zunehmend am Gemeindegesang orientieren und diesen mehr fördern. Für die Kindertagesstätten wünscht sich Wulz eine gemeinsame Linie, für die Immobilien ein gemeinsames Konzept für Substanzerhaltungsrücklagen und eine bessere Öffentlichkeitsarbeit. „Die menschliche Freiheit besteht darin, etwas Neues anfangen zu können“, motivierte sie.
Trotz der direkten Worte war die Aussprache sehr zurückhaltend. Im Hinblick auf den Weggang von Dekan Albrecht Daiss, dankte der Vorsitzende der Bezirkssynode, Heinz Schmidt, für den gemeinsamen Weg, die guten Erfahrungen und Gespräche. Daiss wird am Ostersonntag verabschiedet.

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© Aalener Nachrichten 19.03.2010

Sieben Gruppen legen los


 
(Aalen/gäss) Das evangelische Jugendwerk Aalen startet in sieben Gemeinden ein Trainee-Programm für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren. Sie sollen später einmal Jugendarbeit machen und können in ihrer Ausbildung den Qualipass des Landes erwerben.


Die ersten Schnupperkurse sind in den Faschingsferien gelaufen, nach den Osterferien fällt der Startschuss für das eigentliche Trainee-Programm. Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren können sich ab sofort bewerben – und sie müssen gar nicht evangelisch sein. Bei dem Trainee-Programm handle es sich um ein hochwertiges Bildungsangebot für Jugendliche aller Konfessionen, sagt Gabi Vogt, Jugendreferentin beim evangelischen Jugendwerk in Aalen.
In 14-tägigen Treffen und drei Kursen werden die Jugendlichen ein Jahr lang in Kinder- und Jugendarbeit ausgebildet. Anschließend können sie sich überall ehrenamtlich engagieren. Sie können in der Schule Verantwortung übernehmen oder in Vereinen Gruppen leiten. Dazu qualifiziert sie die Jugendleitercard, die es am Ende der Ausbildung gibt. Außerdem erhalten die Teilnehmer des Trainee-Programms den Qualipass des baden-württembergischen Kultusministeriums. Und jener macht sich in jeder Bewerbung gut, wie Jugendreferent Mathias Moroff sagt.
Spielstraßen und Turniere organisieren, Zeltlager oder Freizeiten gestalten, Erste Hilfe – das und mehr gehört zur Jugendarbeit. Und genau das sollen die Trainees lernen. Sie sollen Spaß haben, Teamfähigkeit entwickeln, als Persönlichkeit wachsen und nebenbei etwas für den Lebenslauf tun, fasst Gabi Vogt zusammen.
Natürlich versucht das evangelische Jugendwerk Nachwuchs für die eigene Jugendarbeit zu gewinnen. Da gibt es flächendeckend ein Problem, sagt Vorsitzender Jürgen Reimann. Die Absolventen könnten Jungscharen leiten, in ihrer Gemeinde Kinderkirche halten oder Projekte wie Kinderbibelwochen vorbereiten.
Das Trainee-Programm wurde vom evangelischen Landesjugendwerk Württemberg entwickelt, das Jugendwerk Aalen hat es für den Ostalbkreis angepasst, Schulungsmaterial zusammengestellt und Mitarbeiter vor Ort geschult. Es werden sieben Gruppen starten: Adelmannsfelden, Ellwangen, Lauchheim/Westhausen, Ries, Oberkochen, Hüttfeld/Unterrombach und Wasseralfingen. Info und Anmeldung in den jeweiligen Pfarrämtern -- im Falle der Gruppe Hüttfeld/Unterrombach bei Pfarrer Marco Frey (Markuskirche) und im Falle des Rieses bei Pfarrer Nicolai Gießler (Goldburghausen).

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© Aalener Nachrichten 11.03.2010

Kirchenaustritte schlagen deutlich zu Buche
 
(Aalen/l) Die wachsende Austrittswelle hat auch die evangelische Stadtkirchengemeinde erfasst. Bei der Etatberatung im Kirchengemeinderat sprach Kirchenpfleger Harald Schweikert von 900 verlorenen Mitgliedern in den vergangenen zehn Jahren. Der Verlust an Kirchensteuer schlage bei nur noch 6912 Gläubigen zunehmend zu Buche.
Diesmal allerdings sei es gelungen, mit einem Gesamtvolumen von 3,6 Millionen Euro, darunter 181 660 Euro im Vermögens-Etat, nochmals einen soliden Haushalt vorzulegen. Dabei könne man noch etwas von den Reserven aus dem Boomjahr 2008 zehren. Dennoch sah sich der Kirchenpfleger gezwungen, zum Etatausgleich eine Zuweisung von 908 000 Euro aus der allgemeinen Kirchensteuer zu beantragen. Dieser Antrag wurde vom Kirchengemeinderat einstimmig gebilligt.
Sorge bereitet dem Kirchenpfleger die Unterhaltung des „exorbitant“ großen Immobilienbestandes, darunter Gottes-, Gemeinde-, Pfarr- und Mesnerhäuser, Kindergärten, das Verwaltungszentrum sowie als Spezialitäten das zum Neubau anstehende Ferientagheim Leinroden oder das stark kostenträchtige Haus Kastanie mit seinen vorwiegend diakonischen Aktivitäten. Schweikert schlug vor, für die künftige Verwendung dieses Immobilienbestandes, für Er- und Unterhaltung eine rationelle Konzeption zu entwickeln. Diese Aufgabe soll auf Beschluss des KGR von einem Sonderausschuss „Gebäudemanagement“ mit den Kirchgemeinderäten Susanne Fiedler, Harald Schweikert (wahlweise Regina Schlipf), Manfred Metzger, Dr. Erich Hofmann und Jana Siebörger wahrgenommen werden.
Vorschläge aus der Mitte des Kirchengemeinderates betrafen die rechtzeitige Einleitung einer Spendenaktion für Leinroden, die Konsultierung der Landeskirche in Sachen Gebäudemanagement, aber auch – wofür sich vor allem Pfarrer Richter aussprach -- die Gleichbehandlung von Gemeinde- und Gebäudekonzept ohne Verzicht auf Visionen.
Gebilligt wurde noch der von Regina Schlipf erläuterte Rechnungsabschluss 2008 und ein Vorschlag von H. Hiesinger (Waldhausen). Dieser regte an, die K3-Konfirmanden (Drittklässler) nach dem Fest in eigenen Gruppen weiterzuführen und dazu einen kostengünstigen Praktikanten zu engagieren. Das soll versuchsweise geschehen.

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© Schwäbische Post 11.03.201

Ev. Reformstimmung
 
Lenkungsausschuss für Generaldebatte über Gemeindekonzept
 
Der Gemeinderat der evangelischen Kirche in Aalen hat am Mittwoch den Haushaltsplan für 2010 verabschiedet und ist in Reformstimmung geraten.
 
Rainer Wiese
 

Aalen. 3,6 Millionen Euro wird die evangelische Kirchengemeinde in Aalen in diesem Jahr ausgeben und einnehmen. Der Haushaltsplan wurde einstimmig beschlossen.
Weil das Steueraufkommen im Jahr 2008 so gut war, bekommen die Gemeinden für 2010 mehr Geld von der Landeskirche überwiesen als sonst. Aalen kann einen Kirchensteueranteil von 908 000 Euro einplanen.
Alle Gemeinden der württembergischen Landeskirche sind ab diesem Haushaltsjahr gehalten, deutlich höhere Beträge für die Substanzerhaltung ihrer Immobilien zu bilanzieren als bisher. Noch im vorigen Jahr reichte eine Rückstellung von rund 32 000 Euro für die Erhaltung und spätere Wiederbeschaffung von Gebäuden wie der Johanneskirche oder die Neubauten der Kindergärten. Jetzt müssen 107 000 Euro zurückgelegt werden.
In diesem Jahr kein Problem, sagt Kirchenpfleger Schweikert, weil es mehr Kirchensteuer gibt als üblich. Aber in den nächsten Jahren müssen die Rücklagen rausgeschwitzt und dem zu erwartenden Rückgang an Kirchensteuer und an zahlenden und spendenden Mitgliedern Rechnung getragen werden.
Auch deshalb hatte der Kirchengemeinderat einen Arbeitskreis um Pfarrer Manfred Metzger beauftragt, Sparpotenziale durch Gebäudemanagement zu sondieren. Am Mittwoch trug Metzger vor: In Reutlingen zum Beispiel habe man zehn Jahre lang an dem Thema gearbeitet und einiges auf den Weg gebracht. Kirchen seien geschlossen, kirchliche Funktionsgebäude verkauft oder umgewidmet worden. Das Gebäudemanagement habe unmittelbar Auswirkungen für das Gemeindekonzept gehabt.
So werde das auch in Aalen sein, weshalb der Umgang mit den Gebäuden in einem Zug gedacht werden müsse mit den Bedarfen der Gemeindearbeit. Im Kern, so Metzger gehe es um die Frage: „Wie erhalten wir unsere kirchliche Arbeit mit weniger Mitteln?“ In den vergangenen 60 Jahren habe die Kirche „über ihre Verhältnisse gelebt“, was sinnfällig in der Statistik wird: Die Landeskirche gibt es seit 1534, die Hälfte ihrer Gebäude ist nach dem Jahr 1950 gebaut worden.
Pfarrer Bernhard Richter hatte schon bei der Verabschiedung des Haushaltsplanes vehement gefordert, die Positionen des Haushaltsplanes für die Zukunft auf den Prüfstand zu stellen: „Wir müssen die Themen vertiefen, wir brauchen Visionen, ecclesia semper reformanda.“ Für die gleichzeitige Arbeit an Gebäudemanagement und Gemeindekonzept forderte er viel Zeit ein, gleichwohl aber auch eine Formulierung von Zielen und Zeitrahmen. Diese Aufgabe wurde einem Lenkungsausschuss übertragen, der am Mittwoch eingesetzt wurde und alsbald seine Arbeit aufnehmen soll.
Thomas Hiesinger, Kirchengemeinderat aus Waldhausen, hatte sich beim Haushaltsplan vergewissert, dass neue Aktivitäten beispielsweise in der Jugendarbeit auch im laufenden Haushaltsjahr finanzierbar wären. Er brachte einen Antrag des Jugendausschusses ein: Die Gemeinde bietet für kleines Geld eine Praktikantenstelle an, die für die Weiterführung der K-3-Arbeit auch nach dem Schlussgottesdienst zuständig sein soll. Dem Antrag wurde zugestimmt.



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© Schwäbische Post 07.03.2010

Gut besucht wie am Sonntag war die Magdalenenkirche an allen Vesperkirchentagen. Nur der Schneeeinbruch brachte einen kleinen Knick.  (Foto: Oliver Giers)

Gut besucht wie am Sonntag war die Magdalenenkirche an allen Vesperkirchentagen. Nur der Schneeeinbruch brachte einen kleinen Knick. (Foto: Oliver Giers)

Prima Essen und gute Gespräche

14. Vesperkirche in Wasseralfingen endete am Sonntag
 
Die 14. Vesperkirche in Wasseralfingen ist am Sonntag zu Ende gegangen. Insgesamt 5700 Essen wurden vom 7. Februar bis zum 7. März ausgegeben. Wie auch 40 Kilo Kaffee und 275 Kuchen. „Wir freuen uns aufs nächste Jahr“, sagte Pfarrerin Ursula Richter.
 
Martin Simon
 
Aalen-Wasseralfingen. Als die vierte Vesperkirche im Land überhaupt ging die Wasseralfinger Initiative einst an den Start. „Inzwischen gibt es 24 Vesperkirchen im Land, außerhalb Baden-Württembergs aber leider keine einzige“, informiert Pfarrerin Richter im Gespräch mit der SchwäPo.
Rund 200 Essen seien pro Tag ausgegeben worden. „Als Sieger Köder hier gemalt hat, waren es sogar 280“, weiß Richter. Bis zu 130 Ehrenamtliche, junge und ältere Menschen – 15 waren täglich da und haben mindestens fünf Stunden geschuftet – haben mitgeholfen, die Wasseralfinger Vesperkirche zu einem Ort der Begegnung zu machen. „Hier wird gemeinsam gegessen, hier gibt es Gespräche und einen religiösen Impuls“, sagt die Pfarrerin. „Und immer wieder gibt es auch sehr ergreifende Momente“, erinnert sie sich an „eine Opernsängerin, die hier das Ave Maria gesungen hat“. Alter, Herkunft, Religionszugehörigkeit oder materieller Hintergrund des Einzelnen spielten keine Rolle, erläutert sie das Wesen und die Idee der Vesperkirche.
Das Essen hat unter der Woche die Fernküche Fink geliefert, an den Wochenenden haben Wasseralfinger Metzgereien und Gaststätten für das leibliche Wohl gesorgt. Die Kuchen wurden allesamt gespendet. 1,50 Euro ist der Preis für die warme Mahlzeit samt Getränk. Die meisten Gäste hätten aber wieder viel mehr gegeben. Schön, denn pro Essen müsse die Kirche „um die vier Euro“ aufbringen und die Aktion werde ausschließlich aus ihrem Erlös und Spenden finanziert. „Von der Landeskirche gibt’s hier keinen Zuschuss“, sagt Richter und hofft, „dass wir auch in diesem Jahr keine roten Zahlen schreiben werden.“
Bleibe die Spendenbereitschaft, das ehrenamtliche Engagement, die Unterstützung vieler weiterhin auf gleichem Niveau, sei ihr um die Zukunft der Aktion nicht bange, meint Richter. Weil die Pfarrerin wunschlos glücklich scheint, springt ihr Ralf Weiher zur Seite. Der Bankkaufmann nimmt alljährlich eine Woche Urlaub, um hier ehrenamtlich mitzuarbeiten. Er wünscht sich, „dass die Landeskirche die Marke Vesperkirche nicht verwässert und so etwas immer in einer Kirche laufen muss“.


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© Schwäbische Post 03.03.2010

Gut besucht war die 2. Ökumenische Ellwanger Vesperkirche im Jeningenheim. Über 1400 Mittagessen wurden ausgegeben, 60 Helfer engagierten sich.

Gut besucht war die 2. Ökumenische Ellwanger Vesperkirche im Jeningenheim. Über 1400 Mittagessen wurden ausgegeben, 60 Helfer engagierten sich.

Über 1400 Mittagessen ausgegeben
 
„4. Ökumenische Ellwanger Vesperkirche“ wurde gut angenommen
 
Positiv fällt das Fazit über die „Ökumenische Ellwanger Vesperkirche“ aus. Bis vergangenen Sonntag wurden für eine Woche im Jeningenheim über 1400 Mittagessen an Hilfsbedürftige, Senioren und Jugendliche ausgegeben.
 
Achim Klemm
 
Ellwangen. Überaus gut angenommen war dieses Jahr die Vesperkirche, die Menschen verschiedener sozialer Herkunft zusammenbrachte und bei der die Gemeinschaft und der Kontakt gepflegt wurden.
Waren es am ersten Tag noch 130 Essen, konnte an zwei Tagen sogar über 200 Mahlzeiten verteilt werden. Das ist ein beachtliches Ergebnis, jeder Tag war gut besucht. Ein Beweis dafür, dass die Vesperkirche, die heuer zum vierten Mal organisiert wurde, gut ankommt bei der Bevölkerung.
„Die Kontaktbereitschaft und die Offenheit der Gäste war im Jeningenheim groß. Wir haben von vielen alleinstehenden Menschen ein positives Echo erfahren. Sie haben die Gespräche mit den anderen Besuchern sehr geschätzt und waren froh darüber, dass es so eine soziale Einrichtung in Ellwangen gibt“, sagt Pfarrer Anton Eßwein, der im übrigen, wie auch sein evangelischer Amtskollege, Pfarrer Martin Schuster, eifrig mitbediente und sich für die gute Sache einbrachte.
Sinn und Zweck der Institution ist es auch, dass die Leute mehr von den manchmal nicht einfachen Lebensumständen der anderen erfahren und ein Bewusstsein dafür bekommen sollen. Durch den offenherzigen Kontakt können und sollen letztlich auch Freundschaften entstehen.
Groß war auch das soziale Engagement während dieser Woche. Insgesamt 60 ehrenamtliche Helfer stellten sich in den Dienst der guten Sache. Angelika McVeigh-Grupp, Angelika Mai und Beate Schneider hatten die Leitung über das gut eingespielte Helferteam. Das Essen, das die Küche der Anna-Schwestern anlieferte, wurde immer wieder von den Gästen gelobt.
Und auch Jugendliche brachten sich ehrenamtlich ein. Die Mädchen der Mädchenrealschule St. Gertrudis halfen an vier Tagen aus und brachten zudem Kuchen mit. Die Konfirmanden waren an einem Tag ebenfalls mit von der Partie. Die Eugen-Bolz-Realschule stiftete dazu ebenfalls einige Kuchen. Durch musikalische Beiträge und die Vorbereitung der geistlichen Impulse und Tischgebete waren die Jugendlichen weiter zusätzlich aktiv in die Vesperkirche eingebunden.


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© Schwäbische Post 01.03.2010

Wie sichtbar wird, wo’s zieht in der Kirche
 
Der Thermograf Reinhard Kronemeyer deckt in der Wasseralfinger Magdalenenkirche einige energetische Schwachstellen auf
 
1894 feierte Wasseralfingen die Einweihung der Magdalenenkirche. Wichtigster Baustoff damals: Dopfersteine – aus Holzofenschlacke gefertigte Ziegel. Eine frühe Form des Recyclings. Mit der Teilnahme am Umweltmanagement-Projekt „Grüner Gockel“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg seit 2003 und dem Öko-Audit der Europäischen Union ein Thema, das die Kirchengemeinde bis heute bewegt. Jetzt sollen Energieverbrauch und -kosten gesenkt werden.
 
 
 
Aalen-Wasseralfingen. 1 Grad Celsius. Im Dunkel der Nacht stehen die Männer auf dem Parkplatz neben der Kirche. Dick vermummt. Eine kleine Fledermaus flattert über ihre Köpfe hinweg. Stille. Wie ein spitzer Keil rammt sich der Kirchturm ins Blauschwarz des Himmels. Der goldene Zeiger der Turmuhr schwingt ein kleines Stückchen weiter, bildet nun eine gerade Linie. Laute Glockenschläge ertönen. 6 Uhr. Sanftes Vogelgezwitscher setzt ein.
Reinhard Kronemeyer spurtet los. „Ich mach’ jetzt schnell die Übersichtsaufnahmen bevor es hell wird und die Sonne noch rauskommt“, ruft er, während er in seiner gelben Jacke und blauen Jeans auf der Nordseite der Kirche verschwindet. Die gelb-schwarze Wärmebildkamera hält er fest in der linken Hand, hat sie zusätzlich mit einem breiten Tragegurt, der um seinen Hals baumelt, gesichert.
„Atmosphärische Störungen könnten den vorab gemessenen Referenzwert verändern“, deutet Pfarrer Jochen Stolch Kronemeyers Angst vor der Sonne.
Jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb von 0 Kelvin, also -273,15 Celsius, sendet Wärmestrahlung aus. Bei einer Thermografie werden diese für das menschliche Auge nicht sichtbaren Infrarotstrahlen von einer Wärmebildkamera – in Kronemeyers Fall ein 55 000 Euro teures Modell von Flir – mit Sensoren eingefangen und in elektrische Signale umgewandelt, die dann am Computer leicht bearbeitet werden können. Es entsteht das typische Wärmebild, das die verschiedenen Temperaturen in unterschiedlichen Farben wiedergibt. Bauliche Schwachstellen, an denen Energie verloren geht, werden somit leicht erkennbar.
Mollig warm ist es im Innern der Kirche. Die Energiesparlampen, die von der Decke hängen, werden langsam heller. Kronemeyer zieht seine Jacke aus, legt sie auf einen der weißen Tische im Gang. Der Reißverschluss schleift über die Tischfläche. „Seit einem Monat wird wegen der Vesperkirche durchgeheizt“, hallt die Stimme des Pfarrers durch den Raum. „Ideale Voraussetzungen für die Thermografie“, sagt Kronemeyer und blickt auf das Display seiner Kamera. „22,5 Grad, 35 Prozent Luftfeuchtigkeit“, liest er ab. Eine Thermografie sei nur bei mindestens 10 Grad Unterschied zwischen drinnen und draußen möglich, erklärt er. Regen und Schnee machten eine Messung fast unmöglich.
Der 50-jährige Kronemeyer ist professioneller Thermograf. Der gebürtige Niedersachse lebt seit 1980 in Stuttgart, arbeitete viele Jahre als Ingenieur bei Bosch im Bereich Bildverarbeitung und Prozessthermografie.
„Oh, unter der Tür zieht’s aber durch“, fällt ihm beim Betrachten eines Kamerabildes auf. „Richtig heftig, wenn man bedenkt, dass da noch eine Tür dahinter kommt“. Eine Kurzflorbürste an der unteren Seite der Tür könnte Abhilfe schaffen, empfiehlt er. An der Haupttür würde er zusätzlich einen Vorhang anbringen. Auch die Fenster hat er im Blick. „Am besten Sie bauen da eine Makrolon-Platte davor“, sagt er zu Stolch. „Das haben Sie in einem Jahr wieder rausgespart.“
Noch einige weitere Energiespar-Tipps hat Kronemeyer an diesem Vormittag parat. Die Thermografie spendet er der Kirchengemeinde. „Weil ich das Engagement der Kirche bemerkenswert finde“, erklärt Kronemeyer, während er die Kamera vorsichtig in einer Metallkiste im Kofferraum seines Toyota Aygo verstaut.
von HEIKO BUCZINSKI


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