© Schwäbische Post 30.10.2010

Entdeckertour mit Zeit für Begegnung
 
Essingen. „Die Entdeckung deines Lebens“ lautet das ChurchNight-Jahresthema 2010. Junge Menschen sollen ermutigt werden, selber Entdeckungen in der Bibel und im Glauben zu machen – Ganz im Sinne dessen, was Martin Luther erkannte.
Auch in Essingen geht es am Reformationstag um die Entdeckungen des eigenen Lebens, wenn am 31. Oktober ab 17 Uhr Jung und Alt zu einer Entdeckertour zwischen dem Evangelischen Gemeindehaus und der Quirinuskirche eingeladen wird. Um 18 Uhr geht es mit einem interaktiven Gottesdienst mit Abendmahl in der Kirche weiter.
Posaunenchor, Kirchenchor und Band sowie ein Team gestalten diesen Gottesdienst mit seinen Entdeckungen. Anschließend gibt es im Gemeindehaus einen Imbiss und Zeit für Begegnungen. Die Nacht schließt im Kirchenkino mit dem Film „Wie im Himmel“, der auf einer Großbildleinwand gezeigt wird.
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© Schwäbische Post 30.10.2010

Jugendleiter lernen
 
Kirchengemeinden wollen bei Traineeprogramm kooperieren
 
Pfarrer Achim Bellmann berichtete im evangelischen Kirchengemeinderat über eine Sitzung des katholischen Kirchengemeinderats. Dabei ging es um Fragen der Jugendarbeit.
 
Oberkochen. Bei der katholischen Schwestergemeinde stellte Bellmann das Traineeprogramm vor, eine neue Form der Jugendleiterausbildung. Bellmann warb dabei für die Möglichkeit, mit der katholischen Kirchengemeinde zu kooperieren.
Der katholische Kirchengemeinderat habe sich sehr aufgeschlossen gezeigt und werde in nächster Zeit darüber beschließen, erklärte Bellmann. Der evangelische Kirchengemeinderat zeigte sich erfreut über den Erfolg des ersten Traineekurses und würde eine gemeinsame Fortsetzung des Traineeprogramms im nächsten Jahr mit der katholischen und evangelischen Jugend begrüßen.
Über die in den Herbstferien stattfindende Kinderbibelwoche berichtete Martin Schaub als Leiter des Kinderbibelwochenteams. 83 Kinder hätten sich angemeldet. Die Anmeldezahlen seien gegenüber den früheren Jahren rückläufig, weil die Zahl der Kinder in Oberkochen deutliche zurückgehe. Ein Team von rund 30 Mitarbeitenden und Praktikanten bereite sich seit dem Frühjahr auf die Kinderbibelwoche vor.
Auf dem evangelischen Friedhof, in der Versöhnungskirche und im Pfarrhaus wurde vom Bauausschuss der Kirchengemeinde die jährliche Bauschau durchgeführt. Kleinere Schäden und Mängel seien aufgenommen worden und würden in den nächsten Monaten repariert, erklärte Pfarrer Albrecht Nuding.
Am heutigen Samstag ab 8.30 Uhr wird es wieder einen Arbeitseinsatz der Kirchengemeinde geben. Überwiegend geht es dabei um Arbeiten im Gartenbereich.
Auf dem evangelischen Friedhof müssen Pflanzen zurückgeschnitten werden, ebenso Hecken und Sträucher im Bereich der Versöhnungskirche. Der Haupteinsatz findet im Garten des Pfarrhauses statt. Freiwillige werden noch gesucht. su
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© Schwäbische Post 29.10.2010

Bei der ChurchNight dürfen Jugendliche ihre eigenen, ganz persönlichen Thesen anschlagen.

Bei der ChurchNight dürfen Jugendliche ihre eigenen, ganz persönlichen Thesen anschlagen.

Spannende Nacht in der Kirche

 
Den Reformationstag am 31. Oktober neu beleben will die ChurchNight
 
Was tun am Abend des 31. Oktobers – am Reformationstag, an dem ein Mönch die Welt veränderte? Eine echte Alternative zu den Halloween-Partys ist die ChurchNight.
 
Aalen.Martin Luther hat durch seine Unerschrockenheit und seinen Mut das zur Sprache gebracht, was alle angeht und gewaltige Reformen in Gang gesetzt. Am Abend des 31.10. gibt es unter anderem deshalb Jugendgottesdienste, Kirchenübernachtungen, öffentliche Thesenanschläge, Abseilaktionen vom Kirchturm, illuminierte Kirchen, Rockkonzerte, „Futtern wie bei Luthern“, Mittelaltermärkte und Filmnächte. „Die Entdeckung deines Lebens“ lautet das ChurchNight-Jahresthema 2010.
„Junge Menschen erleben bei ChurchNight als eine Kirche, die Spaß macht und begeistert,“ sagt Angela Schwarz, ChurchNight-Projektleiterin im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (ejw). ChurchNight richtet den Blick nach vorn. Die biblische Botschaft ist auch heute noch relevant. Diese Botschaft ermutigt. ChurchNight gibt jungen Menschen Raum, damit Kirche auch für die nächste Generation relevant bleibt. ChurchNight will Distanzierte neugierig machen auf Bibel, Gemeinde und gelebten Glauben. Menschen, die mit Kirche sonst wenig anfangen, erleben evangelische Spiritualität.
Auch im Raum Aalen wird es ChurchNight geben: In Aalen beispielsweise findet in der Markuskirche ab 20 Uhr die ChurchNight statt. Nach einem bunten Vorprogramm (mit Slagline, Eurodance, etc.) werden zwei Bands, eine Theatergruppe und verschiedene Cocktails für Stimmung sorgen. Zudem wollen die Teilnehmer darüber nachdenken, was sie in ihrem Leben entdecken können und was Gott damit zu tun haben könnte. Im Anschluss folgt eine Filmnacht.
Weitere ChurchNights gibt es in der Quirinuskirche Essingen ab 17 Uhr, in Westhausen im Gemeindehaus und der Kreuzkirche ab 18 Uhr, in Adelmannsfelden in der Nikolauskirche ab 18 Uhr.
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© Aalener Nachrichten 29.10.2010

Schwere Einsätze gehen an den Rettern nicht spurlos vorbei. Auch ihnen hilft im Bedarfsfall die Notfallseelsorge.(Foto: Thomas Siedler)

Schwere Einsätze gehen an den Rettern nicht spurlos vorbei. Auch ihnen hilft im Bedarfsfall die Notfallseelsorge.(Foto: Thomas Siedler)

Wenn die Helfer selbst Hilfe brauchen
 
(Ellwangen/Ostalbkreis/sz) Ansprache, Beistand, einfach da sein, zuhören – das sind mit die wichtigsten „Einsatzmittel“ der Notfallseelsorger. Und manchmal sind es bei schweren Unglücksfällen nicht nur die Opfer und ihre Angehörigen, denen dieser Beistand gut tut. Auch die Helfer brauchen im Bedarfsfall Hilfe. Umso mehr, wenn sie die Opfer selbst kennen.
 
Von unserem Redakteur Eckard Scheiderer
 
Vergangenen Samstagvormittag bei Unterriffingen auf dem Härtsfeld: Bei einem grässlichen Verkehrsunfall stirbt eine Mutter von fünf Kindern. Als erste sind die Mitglieder der örtlichen Feuerwehr vor Ort, noch vor den anderen Rettungskräften. Und fast zeitgleich mit dem Ehemann der Getöteten. Fast alle der Feuerwehrmänner kennen die Frau gut. Die Wahrscheinlichkeit eines solch bedrückenden Umstands ist umso größer, je kleiner der Ort, die Feuerwehr und die Nähe eines Unglücks sind.
 
„Das alles zusammen war für die Kameraden Stress hoch zehn“, sagt der zuständige Bopfinger Stadtbrandmeister Klaus Kurz, der auch Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Ostalbkreis ist. Ohne eine Einsatznachbesprechung, bei der auch ein Notfallseelsorger mit dabei ist, ließen sich solch schweren Einsätze nicht aufarbeiten. Zumal, davon ist Kurz überzeugt, die Helfer die Geschehnisse erst 24 Stunden später tatsächlich realisieren können. „70 Prozent der möglichen Spätfolgen lassen sich mit Gesprächen auffangen, für die restlichen 30 Prozent sind wir zuständig“, meint Kurz. Das heißt, die Einsatzführer und die Wehrmänner müssten wissen, wo und wie sie im Bedarfsfall Hilfe bekommen. Und sie müssen die Symptome dieser „restlichen 30 Prozent“ kennen: Schlaflosigkeit etwa, Schweißausbrüche, Angstträume. Stichwort: posttraumatische Belastungsstörungen.
Für Martin Keßler ist die Notfallseelsorge daher ein „Dienst in der zweiten Schleife“. Der Dekanatsreferent im katholischen Dekanat Ostalb koordiniert die Notfallseelsorge im Altkreis Aalen, macht Einsatzpläne, fährt oft selber raus, wenn niemand anders erreichbar ist. Er hat extra eine Zusatzausbildung für die Nachsorge von Einsatzkräften gemacht. Auch die Unterriffinger Feuerwehrmänner hat er am vergangenen Wochenende betreut. Für Rettungsdienste, Notarzt, Feuerwehr und Polizei gehe es unmittelbar im Einsatz zunächst um dies: Leib, Leben, Hab und Gut, sagt Keßler. Danach blieben aber oft traumatisierte Menschen zurück. Auch unter den Helfern.
 
Was im Umkehrschluss aber auch heißt: Nicht nach jedem schlimmen Einsatz brauchen alle Helfer selbst Hilfe. „Es gibt eine feststellbare Gewöhnung als natürliche Schutzfunktion des Körpers und der Seele, die aber mit Abgebrühtheit nichts zu tun hat“, meint Keßler. Der evangelische Ellwanger Pfarrer und Notfallseelsorger Martin Schuster glaubt, dass die Betroffenheit unter den Helfern nicht zwangsweise mit deren Alter zusammenhängt: „Ältere erleben manche Einsätze sensibler, denken aufgrund ihrer Lebenserfahrung mehr über die Folgen für die Betroffenen nach.“ Bei den Jüngeren stehe hingegen oft die Frage im Vordergrund, ob sie alles getan hätten, um zum Beispiel ein Menschenleben zu retten. In der Nachbesprechung sei dann wichtig zu klären, wie gut oder schlecht die Chancen von vornherein gewesen seien.
 
„Wir sind sehr froh, dass die Kirchen in die Notfallseelsorge eingestiegen sind“, sagt Kreisbrandmeister Otto Feil. Auch im Rückblick auf seine eigenen Erfahrungen als Feuerwehrmann. Nach einem schrecklichen tödlichen Unfall vor Jahren am Faschingsdienstag im Rottal, so erinnert er sich, sei er drei Tage krank gewesen. Nicht besser erging es ihm, als er einen frisch verpflichteten, jungen Feuerwehrkameraden tot aus seinem Auto schneiden musste. Hilfe für die Retter selbst gab es damals noch keine. „Solche Dinge“, so gibt er zu, „möchte ich nicht mehr mitmachen“. Für Klaus Kurz ist es deshalb umso wichtiger, dass sich im Bedarfsfall jeder Feuerwehrmann über die Rettungsleiststelle an einen Notfallseelsorger wenden kann. Auch ohne dass andere etwas davon mitbekommen. Trotzdem hält er wie Martin Schuster das Gespräch in der Gruppe für unerlässlich bei der Bewältigung schlimmer Erlebnisse. „Das“, so Schuster, „ist auch ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Kameradschaft funktioniert“.
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© Aalener Nachrichten 26.10.2010

Städtischer Kindergarten kommt unter kirchliches Dach
 
(NERESHEIM/sz) Der Neresheimer Kindergarten, der einzige kommunale im Kernstadtbereich, wird unter die Trägerschaft der evangelischen Kirche gestellt. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Verwaltung und Gemeinderat halten die Zusammenführung für wirtschaftlich und inhaltlich sinnvoll, nicht aber alle Eltern.
 
Von unserem Mitarbeiter Markus Lehmann
 
Über die Kooperation, bei der die Stadt das Gebäude behält, der Träger die evangelische Kirchengemeinde wird, wurde schon öfter diskutiert und verhandelt (wir berichteten). Der wichtigste Hintergrund ist die eigentlich anstehende Sanierung des in die Jahre gekommenen Kindergartens Sohlhöhe. Sie würde, erklärte Bürgermeister Gerd Dannenmann, etwa 230 000 Euro kosten. Abzüglich eines Zuschusses müsste die Stadt sich mit 70 Prozent, also etwa 160 000 Euro beteiligen. Nun hat man sich auf einen Anbau für einen weiteren Gruppenraum und eine Ganztagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren geeinigt. Der wird geschätzte 450 000 Euro kosten. Dannenmann verwies auf die „konstruktiven Gespräche“ mit der evangelischen Kirchengemeinde, die in dem erweiterten und ab September 2012 bezugsfertigen Anbau münden sollen.
 
Willibald Freihart (FWV) sprach von „positiven Synergieeffekten“, Nikolaus Rupp (CDU) verwies darauf, dass man es sich mit der Entscheidung „nicht leicht“ gemacht hätte: „Wir nutzen wirtschaftliche Vorteile in einem sinnvollen pädagogischen Konzept“ – das sei ein weiteres klares Bekenntnis zu Neresheim als Bildungs- und Betreuungsstadt. Joachim Schicketanz (SPD) fragte nach, wie es nach der Kooperation um die Konfession der Kindergarten-Bediensteten bestellt sei.
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© Schwäbische Post 25.10.2101

Gürtel enger
 
Kirchenbezirksausschuss: grünes Licht für Haushalt
 
Rund 2,5 Millionen Euro stehen den evangelischen Kirchengemeinden des Kirchenbezirks Aalen im kommenden Jahr für ihre Arbeit zur Verfügung. Dies seien 300 000 Euro mehr als beispielsweise 2008, betonte Bezirkskirchenpfleger Harald Schweikert bei der Sitzung des Ausschusses im evangelischen Gemeindehaus in Essingen.
 
Lothar Schell
 
Essingen. Zunächst bestätigte der Kirchenbezirksausschuss einstimmig den Rechnungsabschluss 2009. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt 35 136 Euro. Dieser Überschuss wird der freien Rücklage zur Deckung des Finanzbedarfs zugeführt. Von einem geringen Betrag sprach Kirchenverwaltungsrat Harald Schweikert angesichts eines Haushaltsvolumens von rund einer Million Euro. Namens des Gremiums lobte Pfarrer Martin Schuster die Planung, die der Synode zur Feststellung empfohlen wurde. Die Kirchensteuerzuweisungen für 2011 liegen um 0,45 Prozent höher als im Jahr zuvor. Die voraussichtliche Steuerzuweisung für 2011 liege bei 3 345 000 Euro, zuzüglich eines Betrags von 117 194 Euro aus dem voraussichtlichen Verteilbetrag aus dem Jahr 2010.
 
Was bleibt
Die Sonderzuweisungen für Baumaßnahmen wurden auf 50 000 Euro festgelegt. Abzüglich der Bezirksumlage (859 000 Euro), dem Beitrag für die Weltmission (15 260 Euro), einem Sonderbetrag von 20 290 Euro und dem Sonderbedarf von 6000 Euro für Ausbildungsvikare, ergebe sich endgültig ein Betrag von 2 512 450 Euro zur Verteilung für die Kirchengemeinden.
„Im Blick zurück ein feines Niveau“, sagte Kirchenpfleger Schweikert. Im Blick nach vorn müsse man aber klar betonen, dass das Niveau weniger stark steigen werde. Hinzu komme, dass der Anstieg von Energiekosten sowie Personalkosten (Anstieg um 2,6 Prozent) ins Gewicht falle. „Trotz höherer Zuweisung müssen die Gemeinden künftig den Gürtel enger schnallen“, meinte Pfarrerin Ursula Richter.
Pfarrerin Ulrike Nuding wollte mehr Klarheit und Transparenz in Bezug auf den ermittelten Grundbedarf der Kirchengemeinde Aalen, der bei 645 140 Euro angesiedelt ist. Dieser scheine zu hoch zu liegen, da er bezirksrelevante Personalstellen beinhalte. Aalen habe viele Gebäude und fünf Pfarrstellen, räumte Harald Schweikert ein. Um mehr Klarheit zu bekommen, müsse der Haushalt der Aalener Kirchengemeinde näher unter die Lupe genommen werden. Eventuell müsse man den einen oder anderen Posten in den Bezirkshaushalt übernehmen, erklärte Pfarrerin Nuding, die hinzusetzte: „Es geht nicht darum, dass wir zu wenig bekommen. Es geht schlicht und einfach darum, ob der ermittelte Grundbedarf noch gerecht ist.“
 
Weniger Mitglieder
Das Gremium begrüßte den Vorschlag von Sitzungsleiter Heinz Schmidt, dem Vorsitzenden der Synode, aus dem Aalener Haushalt jene Dinge heraus zu rechnen, „was nicht reingehört beziehungsweise auf Bezirksebene gehört“. Das Haushaltspaket wurde einstimmig zur Vorlage bei der Synode gebilligt.
Im Verlauf der Sitzung wurde bekannt gegeben, dass die Zahl der Gemeindeglieder im Bezirk von 2008 auf 2009 um 266 Personen gesunken ist. Insgesamt sei innerhalb des Zeitraums 1999 bis 2009 ein Rückgang um 1897 Gemeindeglieder zu verzeichnen.
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© Schwäbische Post 18.10.2010

Mit der Um- und Neugestaltung des Schweindorfer Pfarrgartens wurde begonnen.  (Foto: tr)

Mit der Um- und Neugestaltung des Schweindorfer Pfarrgartens wurde begonnen. (Foto: tr)

Pfarrgarten erhält neues Gesicht

 
In Schweindorf sind zahlreiche Ehrenamtliche emsig mit der Dorfplatzgestaltung beschäftigt
 
Die Dorfplatzgestaltung Schweindorf steht in den nächsten Jahren an. Hierzu leisteten zahlreiche freiwillige Helfer bereits im Voraus einen großen Beitrag: Sie haben in den vergangenen Wochen mit der Um- und Neugestaltung des Schweindorfer Pfarrgartens begonnen.
 
Theodor Reicherzer
 
Neresheim-Schweindorf. Der ehemalige Pfarrgarten wird in den künftigen neuen Dorfplatz miteinbezogen. Um dies zu erreichen, muss der Pfarrgarten geöffnet werden. In Zukunft soll hier Raum für kleinere Feste entstehen.
Die Kirchengemeinde Schweindorf hat zu der Mitmachaktion aufgerufen und etwa 25 ehrenamtliche engagierte junge und ältere Bürger sind dem Aufruf gefolgt. Ortsvorsteher Friedrich Schröppel legte selbst Hand an und er betonte, dass mit dem Abbruch der Mauer ein gutes Stück Vorarbeit geleistet wurde.
Nach der Planung von Gartenarchitekt Lange und unter Anleitung und Mithilfe des örtlichen Gartengestalters Karlheinz Wagner wurde mit dem Abbruch der Mauer entlang des Pfarrgartens begonnen. Das Gelände wurde eingeebnet, mit Erde aufgefüllt und der Rasen wird noch eingesät. Der Weg vom Pfarrhaus und der runde Platz etwas unterhalb wurden mit Pflastersteinen belegt.
Hinter dem runden Platz wurde mit großen Würzburger Natursteinen ein Halbkreis mit mehreren „Stufen“ gebildet. Hier können beispielsweise die Mitglieder des Posaunenchors Schweindorf bequem Platz nehmen bei einem ihrer Auftritte.
Wo früher die Mauer den Schweindorfer Pfarrgarten begrenzte, wurden nun gewaltige Mengen an Erdreich abgetragen und es sollen nun neue Parkplätze entstehen.
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© Schwäbische Post 17.10.2010

Pfarrer Uwe Quast (rechts) wurde von der stellvertretenden Dekanin Ursula Richter in sein Amt eingesetzt. Vor ihm betreute Pfarrer in Anstellung Stephan Stiegele die Gemeinde auf der Heide.  (Foto: sik)

Pfarrer Uwe Quast (rechts) wurde von der stellvertretenden Dekanin Ursula Richter in sein Amt eingesetzt. Vor ihm betreute Pfarrer in Anstellung Stephan Stiegele die Gemeinde auf der Heide. (Foto: sik)

Gemeinde mit besonderen Ansprüchen
 
 
Nach zweijähriger Vakanz ist die Pfarrstelle Peter und Paul wieder besetzt – Uwe Quast am Sonntag eingesetzt
 
Die Pfarrstelle V im evangelischen Kirchenbezirk Aalen hat wieder einen Geistlichen an der Spitze. Pfarrer Uwe Quast trat seinen Dienst bereits am 1. September an. Gestern wurde er von der stellvertretenden Dekanin, Pfarrerin Ursula Richter, feierlich in sein Amt eingesetzt. Eine große Anzahl Gemeindemitglieder freute sich gemeinsam mit dem neuen Pfarrer.
 
Aalen. „Ich sehe mich einer neugierigen Gemeinde gegenüber, die die Besetzung der Pfarrstelle schon fast abgeschrieben hatte“, sagte Pfarrer Uwe Quast in seiner Ansprache im voll besetzten Kirchenzentrum Peter und Paul auf der Heide. Dort wird der gebürtige Reutlinger künftig wirken und vor allem die Aufgabe haben, „die verschiedenen Schichten in dieser Parochie (Amtsbezirk eines Pfarrers) weiter zu vereinen“, wie Pfarrerin Ursula Richter betonte.
Uwe Quast wurde 1960 in Reutlingen geboren, studierte in Kiel, Tübingen und München, war als Pfarrer in Hohenlohe, im Schwarzwald, in Bad Mergentheim und in Blaubeuren tätig. Die letzten acht Jahre ging er den theologischen Aufgaben in den Berufsschulen nach. „Nach acht Jahren ohne Gemeinde reizte mich diese Tätigkeit wieder“, so Uwe Quast.
Der Theologe wohnt nun mit seiner Ehefrau und drei Kindern in Aalen. Hier wurde er mit offenen Armen empfangen. Seit zwei Jahren war die Pfarrstelle nach dem Weggang von Pfarrerin Beate Günzler-Markert unbesetzt und wurde von Pfarrer in Anstellung, Stephan Stiegele, betreut. Dieser geht jetzt in die Elternzeit. „Sie haben helle Spuren durch ihre Zuverlässigkeit hier hinterlassen“, lobte die stellvertretende Dekanin die Arbeit Stiegeles.
Dem neu eingesetzten Pfarrer Quast sprach Ursula Richter zu: „Halte das Feuer des Glaubens hier am Brennen“. Durch die uneinheitliche Struktur der Gemeinde sei hier ein besonderer Anspruch gegeben. Kirche sei nicht bürgerlich, sondern setze sich aus allen sozialen Schichten zusammen. Auch die Integration muslimischer Mitbürger stelle auf der Heide einen besonderen Anspruch dar.
Nach der feierlichen Einsetzung von Uwe Quast und nach den Segensworten zweier Freunde des Geistlichen, Katharina Bickel aus Biberach und Bernhard Riesch-Clausecker, hielt Quast seine Predigt über ein Wort des Propheten Micha: „Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“. Die Aufgabe der Kirche sehe er nicht in Moralpredigten, sondern als einen Orientierungsort, gleichsam als Wach- und Leuchtturm für die Welt.
Zu der Festlichkeit des Gottesdienstes hat der Posaunenchor unter der Leitung von Wolfgang Böttiger beigetragen. Mit der herrlichen Vertonung des 100. Psalms „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und mit dem berühmten Choral „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ von Johann Sebastian Bach (Solo-Violine Marie Haller), sorgte die Aalener Kantorei mit ihrem Leiter, Kirchenmusikdirektor Thomas Haller, für vokale Kostbarkeiten.
Nach dem Gottesdienst wurde im Foyer des Gemeindezentrums weitergefeiert. Gremien der kirchlichen und weltlichen Gemeinden hießen den neuen Pfarrer herzlich willkommen.sik
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© Aalener Nachrichten 17.10.2010

Am Sonntag ist Investitur-Feier von Pfarrer Uwe Quast (Bildmitte) gewesen. Links der scheidende Pfarrer Stephan Stiegele, rechts die stellvertretende Dekanin Pfarrerin Ursula Richter.(Foto: Markus Lehmann)

Am Sonntag ist Investitur-Feier von Pfarrer Uwe Quast (Bildmitte) gewesen. Links der scheidende Pfarrer Stephan Stiegele, rechts die stellvertretende Dekanin Pfarrerin Ursula Richter.(Foto: Markus Lehmann)

Auf der Heide ist wieder ein Pfarrer
 
(Aalen/sz) Nach über zwei Jahre der Vakanz hat die große evangelische Peter- und Paul-Gemeinde wieder einen eigenen Pfarrer. Im fünften Bezirk in Aalen, auf der Heide, feierte gestern Pfarrer Uwe Quast Investitur im ökumenischen Gemeindezentrum – und wurde feierlich und herzlich begrüßt.
 
Von unserem Mitarbeiter Markus Lehmann
 
Es sei ein „ganz besonderer Tag,“ eröffnete die stellvertretende Dekanin, Pfarrerin Ursula Richter, den Investitur-Gottesdienst. Nun sei wieder jedes Pfarramt mit einem Pfarrer besetzt und das Wirken und die Gemeinschaft der Gemeinde Peter und Paul erfülle nicht nur die Parochie Peter und Paul selber, sondern strahle auch über den Pfarrbezirk in die ganze Aalener Kirchengemeinde hinaus.
 
Quast, im August gewählt und seit 1. September im Amt, bescheinigte Richter viel Erfahrung, Begabung und Humor. Sein Amt sei Herausforderung und Gabe zugleich, die Gemeinde verglich sie mit einem Puzzle unterschiedlichster Menschen. Quast stehe aber nicht allein: „Sie haben viele motivierte Mitarbeiter und ein tolles Netzwerk“, in dem man sich wie in einer Familie fühlen können. Die Nähe zu den Menschen aller Altergruppen, erklärte Quast vor seiner Verpflichtung, sei ihm immer wichtig und er wandte sich an die vielen Versammelten: „Ich freue mich, wieder Gemeindepfarrer zu sein. Ich freue mich, hier zu sein.“
Die Investitur sei aber auch von Wehmut geprägt, sagte Richter weiter. Denn Stephan Stiegele, seit zweieinhalb Jahren mit zuständig für Peter und Paul, gehe ja jetzt in Elternurlaub. Das Bedauern sei groß, habe Stiegele doch so viele „helle Spuren“ hinterlassen. Durch seine Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Besonnenheit. Für seine Predigt hatte Pfarrer Quast am 20. Sonntag nach Trinitas Micha 6,8 gewählt. Mit drei seiner Maximen: „Recht tun, Güte lieben und behutsam mitgehen mit deinem Gott.“ Glaube bedeute losgehen – und das ehrlich.
 
Den Investitur-Gottesdienst gestalteten mit die Aalener Kantorei (Leitung Thomas Haller) und der Posaunenchor unter der Leitung von Wolfgang Böttiger. Im Anschluss daran gab es einen Stehempfang mit Vertretern des Kirchengemeinderats, der Parochie Peter und Paul, des Kindergartens, der Kinderkirche, der Partnerschaft Ghana und Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde.
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© Aalener Nachrichten 11.10.2010

1000 Euro für die Sozialstation

1000 Euro für die Sozialstation

1000 Euro für die Sozialstation
 
(Essingen/l) Das evangelische Gemeindefest ist dem Essinger Krankenpflegeverein als idealer Anlass erschienen, der Diakonie- und Sozialstation der Samariterstiftung eine Spende von 1000 Euro zukommen zu lassen. Das Geld ist für eine zweites Auto bestimmt.
 
Wie der Geschäftsführer dieser Station, Christoph Rohlik, mitteilte, ist das Fahrzeug nötig, nachdem die Nachfrage nach den Diensten der Station auch in Essingen deutlich gewachsen ist. Die Leiterin des Krankenpflegevereins, Brigitte Meck, dankte dem Kirchengemeinderat für die Billigung der Spende. Diese kam aus den Mitgliedsbeiträgen der 240 Mitglieder zusammen.
 
Pfarrer Christoph Bäuerle zeigte sich von der Fülle des Programms beeindruckt. Dazu gehörten der Gottesdienst zum Thema: „Gott gibt ein Fest“, der Verkauf von Büchern, Strickwaren, CDs, Videos, Kalendern und Eine-Welt-Artikeln, die mehrfache Führung durch die neu renovierte Kirche, Bildergeschichten für Kinder, eine Spielstraße, Darbietungen des Kindergartens „Sonneneck“ und eine Quizshow mit der Kirchenmaus „Quiri“. Besonderen Eindruck hinterließen das gottesdienstliche Anspiel der Konfirmanden und die profunden Informationen des Pfarrers über Historie und Technik der Kirche.
 
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© Aalener Nachrichten 10.10.2010

Gemeinsam mit Bürgermeister Georg Ruf haben die Kindergartenkinder das rote Band zum neuen Anbau durchschnitten.(Foto: Fath)

Gemeinsam mit Bürgermeister Georg Ruf haben die Kindergartenkinder das rote Band zum neuen Anbau durchschnitten.(Foto: Fath)

Kinder weihen ihren Anbau selber ein
(Abtsgmünd/sz) Mit einem großen Familienfest hat die evangelische Kirchengemeinde gestern den Anbau des Kindergartens eingeweiht. Dabei hat auch Kindergartenleiterin Elsbeth Krauss ihr 20-jähriges Dienstjubiläum gefeiert.
 
Von unserem Mitarbeiter Wolfgang Fath
 
Es war ein großartiger Festtag für die evangelische Kirchengemeinde. Bei schönstem Herbstwetter feierte die ganze Gemeinde. Und es gab außer der Einweihung des neuen Anbaus noch weitere Gründe zum Feiern. Mit einem Familien-Gottesdienst begann der Festtag. Pfarrer Martin Gerlach eröffnete die Feier mit einem Hinweis auf das Lied „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“. Der Kindergarten sei ein Teil des Schiffs Gemeinde. Sein Dank galt den Erziehern, den Eltern, der Gemeindeverwaltung und der Architektenfamilie Bachmann für das gelungene Werk.
 
Bürgermeister Georg Ruf hob hervor, dass die Kinderbetreuung einen neuen Stellenwert bekommen habe und heute für die Gemeinde ein wichtiger Standortfaktor sei. Die Gemeinde habe sich an den Baukosten des Anbaus von rund 317 000 Euro mit 200 000 Euro beteiligt. Besonders stolz sei man auf den neuen großen Bewegungsraum. Symbolisch übergab er den letzten Scheck in Höhe von 1000 Euro. Ruf dankte auch Kindergartenleiterin Elsbeth Krauss, die ihr 20-jähriges Dienstjubiläum feiern konnte. Sie habe zwei Jahrzehnte lang den Kindern bleibende Werte vermittelt. Grußworte zur Einweihung überbrachten Harald Schweikert von der kirchlichen Verwaltungsstelle Aalen und Kindergartenfachberaterin Ilse Blum. Seitens der Elternschaft gab es aus dem Erlös der letzten Kinderbedarfsbörse eine Spende von 650 Euro.
 
Bevor die Kleinsten und Wichtigsten an diesem Tag, die Kindergartenkinder, das rote Band zum Kindergartenanbau durchschneiden durften, stellten die Architekten Sandra und Michael Bachmann den Gästen ihr Konzept vor. Am Nachmittag erhielt der Kindergarten „Regenbogenhaus“ das Zertifikat zur erfolgreichen Teilnahme am Kindergartenprojekt „Technolino“, das in Abtsgmünd von der Firma Kessler & Co unterstützt wird, überreicht.
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© Schwäbische Post 10.10.2010

Die Kinder vom „Regenbogenhaus“ durften bei der Einweihung des Erweiterungsbaus ihres Kindergartens das rote Band durchschneiden.  (Foto: rb)

Die Kinder vom „Regenbogenhaus“ durften bei der Einweihung des Erweiterungsbaus ihres Kindergartens das rote Band durchschneiden. (Foto: rb)

Regenbogenhaus feiert doppelt
 
Evangelische Kirche feiert Gemeindefest und „Tag der offenen Tür“ im Kindergarten
 
Zum Gemeindefest und einem „Tag der offenen Tür“ hatte die evangelische Kirchengemeinde am Sonntag geladen. Zum Feiern gab es zwei gute Gründe: Die Einweihung des Anbaus an den Kindergarten und das 30-jährige Bestehen der Kirchengemeinde.
 
Abtsgmünd. Kaum hatte „Kapitän“ Pfarrer Martin Gerlach das Kommando „Leinen los“ gegeben, fiel das von den Kindern zerschnittene Band und der Erweiterungsbau durfte von den Besuchern besichtigt werden. Bei traumhaftem Wetter hatte der Tag mit einem Gottesdienst begonnen, der unter dem Motto „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“stand. Flötengruppe und Kindergartenkindern gestalteten diesen mit. Auch der Kindergarten sei Teil des Schiffes Gemeinde, sagte Pfarrer Martin Gerlach. Dies werde durch die holzverkleidete Fassade des Anbaus, die an Schiffsplanken erinnere, sichtbar. Er freue sich, eine gute Mannschaft an Bord zu haben – „ein tolles Erzieherinnen-Team und aktive Eltern“. Besonders dankte er der Gemeinde Abtsgmünd, die sich mit 119 000 Euro an den Baukosten von 317 000 Euro beteiligt.
Um den Betrag aufzurunden, überreichte Bürgermeister Georg Ruf einen weiteren Scheck in Höhe von 1000 Euro. Das sei gut angelegtes Geld, befand er und die Gemeinde gebe es gerne. Kinderbetreuung sei ein wichtiger Standortfaktor, betonte Ruf. Besonders würdigte er die Verdienste der Kindergartenleiterin Elsbeth Kraus, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Dienstjubiläum feiert. „Im Regenbogenhaus sind die Kinder gut aufgehoben, sie erhalten Heimat und Werte“, sagte er.
Harald Schweikert von der kirchlichen Verwaltungsstelle Aalen und Kindergartenfachberaterin Ilse Blum überbrachten ebenfalls Glückwünsche. Die Kindergarteneltern spendeten den Erlös der jüngsten Bedarfsbörse. Die Summe von 650 Euro überreichte Katja Rocktäschel.
Die Architekten Sandra und Michael Bachmann stellten den Gästen dann kurz ihr Raumkonzept vor. Zudem wurde das Regenbogenhaus am Nachmittag durch einen Vertreter von Südwestmetall mit dem „Technolino“-Zertifikat ausgezeichnet. „Für uns ist heute ein Tag der Freude und des Dankes“, betonte Kindergartenleiterin Elsbeth Kraus. Der neue Bewegungsraum sei für die Kinder das größte „Aha-Erlebnis“ gewesen und werde jetzt täglich genutzt. rb
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© Aalener Nachrichten 03.10.2010

Die "Brandstifter" der baptistischen Gemeinde sorgten für modernen Sound beim Fest der Einheit in der Aalener Stadtkirche.(Foto: Thomas Siedler)

Die "Brandstifter" der baptistischen Gemeinde sorgten für modernen Sound beim Fest der Einheit in der Aalener Stadtkirche.(Foto: Thomas Siedler)

Pavel: Wessi-Ossi-Mentalität überwinden
(Aalen/sz) Erstmals ist der Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober in Aalen mit einem gemeinsamen Gottesdienst unterschiedlicher christlicher Kirchen gefeiert worden. In der vollbesetzten Stadtkirche wirkten Posaunenchor, Jugendband und eine Pantomimengruppe mit. Zahlreiche junge Leute fanden sich nachmittags zum Indiaca-Spielen in der Karl-Weiland-Halle ein.
 
Von unserem Mitarbeiter Johannes Müller
 
„Wir können an diesem Sonntag einen doppelten Dankestag begehen, das Erntedankfest und die vor 20 Jahren errungene Wiedervereinigung unseres Volkes“, hob Pfarrer Bernhard Richter hervor. Im Zusammenwirken Aalener Christen in Einheit sieht er ein deutliches Zeugnis für die Zukunft. In seinem Grußwort für Stadt und Gemeinderat würdigte Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher das christliche Wertesystem, das die Kirchen besonders im Sozialbereich segensreich umsetzten. In der internationalen Zusammensetzung der Aalener Bürger hätten die Muslime ihren festen Stellenwert, sagte Fehrenbacher.
 
Dass der 3. Oktober nicht nur in Berlin und Bremen, sondern auch in der Fläche gefeiert werde, dafür spreche die „einzigartige Gestaltung dieses Festes der Einheit“ in Aalen, betonte Landrat Klaus Pavel. Er rief dazu auf, die Wessi-Ossi-Mentalität endlich zu überwinden und die Herzen für ein gutes Miteinander zu öffnen, das in der Familie beginnen sollte.
 
Ein pantomimisches Spiel verdeutlichte die gegenseitige Annahme von Menschen unterschiedlicher Meinung und Herkunft. Diesen Gedanken vertiefte Gottfried Müller aus Marburg. Der Jugendevangelist der bundesweiten Bewegung „Christustreff“ ging auf die wichtige Rolle der Christen ein, immer noch bestehende Grenzen zwischen West und Ost abzubauen. Vom Pauluswort im Römerbrief ausgehend gelte es, die Prinzipien von Gerechtigkeit, Frieden und Freude zu verwirklichen.
 
Bei Gebet und Fürbitten wechselten sich ab: Elisabeth Beyer, Pastoralreferentin der katholischen Gemeinden Salvator und Sankt Maria, der evangelische Pfarrer Marco Frey, Ulrich Niedenberger vom CVJM, Pastor Matthias Harsany von der Gemeinde der Baptisten, Patrick Stephan, der neue Pastor der evangelisch-methodistischen Kirche, Pastor Thomas Mayer von „Hoffnung für alle“ sowie Vertreter der Altpietisten. Modernen Sound brachte die Jugendband „Brandstifter“ der Baptisten mit ihren religiösen Liedern.
 
Am Nachmittag beteiligten sich etwa 15 Gruppen beim Indiaca-Turnier in der Karl-Weiland-Halle. Die Organisation oblag einem Team unter Gabi Vogt, der Bezirksleiterin des evangelischen Jugendwerks. Das „Fest der Einheit“ schloss ab mit einem bunt gestalteten Jugendgottesdienst, zu dem sich zahlreiche junge Menschen aus den unterschiedlichen christlichen Kirchen einfanden.
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