Ein Fest für Groß und Klein gelang der evangelischen Gemeinde. (Foto: opo)
Koffer voller Hoffnung
Viele Aktionen beim Gemeindefest der Stadtkirche am Langert
Kalt war’s, aber zumindest fiel kein Regen, als am Sonntag das Gemeindefest der evangelischen Stadtkirchengemeinde am Langert über die Bühne ging.
Aalen. Pfarrer Bernhard Richter stimmte die Gemeinde auf das Thema „Ein Koffer voller Hoffnung“ ein. Er sprach von der Notwendigkeit der Hoffnung zum Überleben.
Karin Boldyreff-Duncker und Christine Krauth trugen einen großen Koffer zum Altar. Kinder öffneten ihn und packten Gegenstände aus, die Hoffnung symbolisierten. Pfarrer Richter ging auf die vielen Menschen ein, die ohne Hoffnung und Perspektive in die Zukunft blickten.
Karin Henninger und Sabine Weinbrenner stellten die neuen Konfirmanden vor und überreichten ihnen Bibeln. Der Posaunenchor des CVJM Aalen, geleitet von Wolfgang Böttiger, spielte beim Gottesdienst. Danach gab es Mittagessen, Kaffee, Kuchen und Aktionen für alle Generationen. Am Ende traten die Klinikclowns Dodi und LaPique auf.
-> zurück zur Übersicht 2010
Pfarrer Bernhard Richter schuf mit dem Baggerbiss in Leinroden Fakten. Er brachte mit seinem neuen Handwerkszeug die halbe Front des Ferientagheims zum Einsturz. Jetzt ist der Weg frei für den Neubau. (Fotos: Oliver Giers)
Der Weg für den Neubau ist frei
Baggerbiss in Leinroden – Das Ferientagheim wird abgerissen – Beginn des Neubaus Anfang Oktober
Jahrzehnte lang hat die Kirchengemeinde Aalen darüber diskutiert. Mehrfach wurden Pläne angefertigt, die dann doch wieder in der Schublade verschwunden sind. Jetzt ist es soweit: In Leinroden hat am Donnerstagmorgen Pfarrer Bernhard Richter mit dem Bagger ein großes Loch in das Ferientagheim gerissen – der Auftakt für dessen Abriss. Mit dem Bau des neuen Ferientagheims wird Anfang Oktober begonnen.
Ulrike Schneider
Aalen/Leinroden. Wo noch während der Sommerferien über 300 Kinder getobt, gespielt und gebastelt steht am Donnerstagmorgen ein Bagger der Ellenberger Firma Kling. Die wird in den nächsten zwei Wochen das Ferientagheim der evangelischen Kirchengemeinde Aalen in Leinroden abreißen. Dann ist Platz für den lang ersehnten Neubau.
„Seit über 15 Jahren haben wir über eine Sanierung oder einen Neubau debattiert. Heute ist ein historisches Datum“, sagt Pfarrer Bernhard Richter beim so genannten Baggerbiss in Leinroden. Dort haben sich etwa 20 Verantwortliche, Freunde und Gönner des Ferientagheims versammelt. Sie alle wollen dabeisein, wenn der Auftakt einer neuen Ferientagheim-Ära beginnt. „Dieses Neubauvorhaben ist nur deshalb möglich geworden, weil die Verantwortlichen Mut gezeigt haben“, sagt Richter. Während an anderer Stelle darüber nachgedacht werde, Gebäude aufzugeben, hätte sich die Aalener Kirchengemeinde dazu entschlossen, das Ferientagheim neu zu errichten.
Noch ein kurzes Wort des Dankes an alle Beteiligten, dann erklimmt der Pfarrer – mit einem roten Bauhelm behütet – den Bagger. Der verbeißt sich regelrecht ins Dach, lässt Dachplatten abstürzen und nimmt ein Stück der Dachrinne mit. Nach einigen weiteren Versuchen wird Pfarrer Richter mutig und bringt die halbe Hausfront zum Einsturz. „Nun sind Fakten geschaffen“, meint der Geistliche mit Blick auf das demolierte Haus.
Bald stehe dem Neuen nichts mehr im Weg. „In etwa zwei Wochen sind die Abbrucharbeiten fertig“, erklärt der zuständige Architekt Axel Schmid. Dann startet die Unterschneidheimer Firma Baumann mit dem Neubau. „Das Raumprogramm haben wir am alten Gebäude angelehnt“, erläutert der Architekt. Zwei große „Hallenräume“ und ein Foyer bilden das Herz des künftigen Ferientagheims. Nach Norden hin sind die Nebenräume angeordnet. Die sanitären Anlagen sind so konzipiert, dass sie auch von den Kirchgängern der nahegelegenen evangelischen Kirche genutzt werden können.
In den vergangenen Wochen hat es aber auch noch einige Änderungen gegeben. So wird das Gebäude ganz beheizbar sein und nicht wie ursprünglich geplant nur in Teilbereichen. Ebenfalls neu ist eine Teeküche und ein direkter Zugang vom Stuhllager zu den Hallenräumen.
Geschichte und Ausblick
Anfang der 70er Jahre beginnt die Geschichte des Ferientagheims. Die Kirchengemeinde Aalen erwirbt das ehemalige Schulhaus und nutzt es als Ferientagheim. Einmal pro Jahr nehmen es 300 Aalener Kinder in zwei Gruppen in Beschlag und verbringen dort zwei Wochen ihrer Sommerferien, betreut vom Evangelischen Jugendwerk.
Künftig soll das Tagheim auch für andere Zwecke genutzt werden; etwa für den Urlaub ohne Koffer.
Mit Kosten von rund 360 000 Euro rechnet die Kirchengemeinde. Subventionen erhält man von der Waldheim AG, der Landeskirche und vom Kirchenbezirk. Noch fehlen 75 000 Euro, die durch Spenden finanziert werden müssen, damit an Pfingsten 2011 mit einem Gemeindefest die neuen Räume gesegnet werden können. Spenden an Konto-Nr: 110002156, KSK Ostalb BLZ: 614 500 50 Stichwort: Leinroden.
-> zurück zur Übersicht 2010
Ohne Talar, dafür mit schwerem Gerät: Aalen Stadtpfarrer Bernhard Richter hat sich als Baggerfahrer betätigt. Mit einem „Baggerbiss“ begannen die Arbeiten für das neue Tagheim in Abtsgmünd-Leinroden.(Foto: Kullmann)
Richter reißt das alte Heim ab
(Abtsgmünd-Leinroden/Aalen/kul) Die Arbeiten für ein neues Ferientagheim der evangelischen Kirchengemeinde Aalen in Leinroden haben gestern Vormittag begonnen. Pfarrer Bernhard Richter sorgte für den ersten Baggerbiss.
Nicht im Talar, dafür aber mit rotem Schutzhelm auf dem Kopf begrüßte Stadtpfarrer Bernhard Richter die kleine Gästeschar, die sich den Abriss des alten Ferientagheims nicht entgehen lassen wollte. Immerhin steht hinter dem Ferientagheim eine lange Tradition. Generationen von Kindern verbrachten hier ihre Sommerferien. Meist in zwei Abschnitten konnten jeweils 170 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren zwei erlebnisreiche Wochen mit Spaß und spannenden Aktionen erleben. In der Regel wurden sie morgens per Bus von der Aalener Stadthalle aus an die Ufer der Lein gebracht und nach einem Tag voller Abenteuer zum Abend hin wieder heimgefahren.
In Leinroden, einem Ortsteil von Abtsgmünd und nur 15 Kilometer von Aalen entfernt, bot sich den Kindern in ländlicher Idylle eine ideale Freizeitoase. Dass es diese auch weiterhin gebe, versicherte Pfarrer Richter ausdrücklich. Bereits im kommenden Jahr soll im neuen Haus das Ferienprogramm wieder anlaufen: „Wir mussten lange auf diesen Tag warten und haben nun trotz schwieriger Zeiten den Mut gefunden, das Projekt Tagheim in Angriff zu nehmen.“
Statt weiterer Worte waren dann allerdings Taten gefragt. Doch statt zum Spatenstich zu schreiten, setzte sich Pfarrer Richter an die Schalthebel eines Baggers und begann mit Unterstützung von Klaus Rupp von der Firma Kling mit dem Abriss des alten Gebäudes.
-> zurück zur Übersicht 2010