© Schwäbische Post 29.04.2011

Grünes Licht für ökumenischen Arbeitskreis
 
Evangelischer Kirchengemeinderat will überkonfessionellen Arbeitskreis „Tag der Schöpfung“ mit Leben füllen
 
Als Ergebnis des ökumenischen Kirchengemeinderatstreffens hat sich nach längerer Pause wieder ein ökumenischer Arbeitskreis „Tag der Schöpfung“ gebildet. Dies gab Pfarrer Albrecht Nuding bei der Sitzung des evangelischen Kirchengemeinderats bekannt.
 
Oberkochen. Dem Arbeitskreis gehören neben Hans-Peter Wolf von der katholischen Kirchengemeinde noch Dr. Wilfried Koch, Janine Piper und Pfarrer Albrecht Nuding von der evangelischen Seite an. Ziel des Arbeitskreises sei, in zeitlicher Nähe zum jährlich stattfindenden ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Schöpfung noch weitere Veranstaltungen zu organisieren, die sich mit konkreten Ansätzen zur Bewahrung der Schöpfung beschäftigten, erklärte Pfarrer Nuding.
In der Vergangenheit waren dies Veranstaltungen zur Nutzung der Sonnenenergie in Oberkochener Häusern oder ein Informationsabend über regionale Nahrungsmittel. Für den Arbeitskreis werden noch weitere Mitglieder gesucht. „Die Möblierung im hinteren Jugendraum wird den Anforderungen der verschiedenen Nutzergruppen nicht mehr gerecht“, erklärte Pfarrer Nuding. Verschärft habe sich die Lage nun durch die große Gruppe an Jugendlichen, die im Rahmen des Trainee-Programms die Ausbildung zur Jugendleiterin oder zum Jugendleiter absolvierten.
Bei der letzten Kirchenrenovierung war eine Neumöblierung im Jugendbereich zurückgestellt worden. Der Kirchengemeinderat beschloss, angesichts der gestiegenen Anforderungen den hinteren Jugendraum zu möblieren. Ferner beschloss das Gremium, für den Christian-Hornberger-Saal dreißig neue Tischdecken anzuschaffen, da die alten in die Jahre gekommen oder verschlissen seien.
Am Pfingstmontag findet wieder das traditionelle Begegnungstreffen mit Gemeindegliedern der evangelischen Kirchengemeinde Unterkochen statt. In diesem Jahr sind die Unterkochener wieder zu Gast in der Oberkochener Versöhnungskirche – zuerst zum Gottesdienst für Jung und Alt um 10 Uhr und danach zum gemeinsamen Mittagessen im Christian-Hornberger-Saal. Dafür sucht man noch Mitarbeiter. su
-> zurück zur Übersicht 2011

© Aalener Nachrichten 28.04.2011

Reizvoll: Dekan Drescher sucht die Herausforderung
 
Am Sonntag wird der Geistliche von Prälatin Gabriele Wulz in sein neues Amt als Dekan des evangelischen Kirchenbezirks eingesetzt
 
Von Ulrich Geßler
 
AALEN In dem kleinen Garten vor dem Dekanat grasen zwei Hasen. Ein erster Hinweis darauf, dass wieder eine Familie die Wohnung im ersten Stockwerk bezogen hat. Drinnen begrüßt der neue Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Aalen den Gast. Ein erster fester Händedruck und sofort der Eindruck, dass Ralf Drescher, seit 20 Jahren Pfarrer und Vater von vier Kindern, einer ist, zu dem man Vertrauen haben kann.
 
Rasch entwickelt sich ein zunächst lockeres Gespräch, das später zu den ernsteren Themen führt. Immer aber erfüllt eine gewisse Fröhlichkeit und Offenheit das Arbeitszimmer, an dessen einen Seite zwei Gitarren stehen. Ein bisschen Bob Dylan und Reinhard Mey habe er schon drauf. Aber ganz soweit sei es mit seinen Gitarrenspielkünsten doch nicht her, sagt Drescher.
 
Der 48-Jährige, den am Sonntag die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz in sein neues Amt einführt, erzählt dann von seinen weitläufigen verwandtschaftlichen Beziehungen mütterlicherseits nach Aalen. Er lacht und gibt unumwunden zu, dass er von Aalen dennoch nicht viel kennt – das Besucherbergwerk und die Limesthermen. Die Stadt aus Touristensicht eben. Aber Drescher lässt auch keinen Zweifel daran, dass sich das ändern wird. Sein und seiner Familie erster Eindruck fällt recht positiv aus. „Diese Stadt kommt uns unheimlich lebendig und vielfältig vor“, sagt er. Dabei macht er kein Geheimnis daraus, dass sich die Dreschers in Bietigheim-Bissingen sehr wohl fühlten und dort fest verwurzelt waren. „Das waren sieben richtig gute Jahre“, blickt Drescher nur kurz zurück. Denn eigentlich nahm er sich vor, genau das nicht zu tun und sich hier seiner neuen Aufgabe zuzuwenden. Zumal es eine bewusste, wenn auch nicht ganz leichte Entscheidung gewesen sei, nach Aalen zu gehen.
 
Drescher war in Bietigheim-Bissingen Pfarrer der evangelischen Stadtkirche und geschäftsführender Pfarrer der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Bietigheim mit etwa 10 000 Gemeindemitgliedern. Vor dieser Zeit war er Pfarrer in Fornsbach im Dekanat Backnang.
 
Und jetzt der Wechsel von einem stark evangelisch geprägten Wirkungskreis auf die katholische Ostalb? Drescher macht keinen Hehl daraus, dass es ihn reizt, sich immer wieder auf neue Aufgaben einzustellen. Ja, er sei ein ehrgeiziger Mensch und liebe die Herausforderung. Davon, dass die Ökumene hier stark sei, habe er schon gehört. „Das freut mich und in diese Richtung wird man arbeiten müssen.“ Aber Drescher will auch eine evangelische Kirche, die die Menschen wahrnehme. Daran wird er arbeiten. Daraus ist leicht abzuleiten, dass der neue Dekan einer sein wird, der im Bezirk präsent ist, einer der die Öffentlichkeit sucht, um der evangelischen Kirche hier Gewicht zu verleihen.
 
Große Aufgaben warten
 
An Aufgaben wird es ihm nicht mangeln. Immerhin befindet sich die Kirche derzeit in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Die Zahl der Kirchenmitglieder geht zurück, die vielen Immobilien sind teils eher Fluch als Segen und längst nicht mehr alle Pfarrstellen können besetzt werden. Themen, die nach Lösungen verlangen – auch hier auf der Ostalb. „Bei all‘ diesen Fragen müssen wir sehr behutsam vorgehen“, erklärt Drescher. Er hält nichts davon, Dinge übers Knie zu brechen. „Wir müssen das machen, wovon wir überzeugt sind.“ Drescher, das ist herauszuhören, ist das Miteinander wichtig. Er spricht von Transparenz und davon, dass die Menschen teilhaben sollen, an dem, was womöglich an Veränderungen im evangelischen Kirchenbezirk Aalen in den nächsten Jahren auf sie zukommt.
 
Die kirchlichen Strukturen sind ein Thema. Ein anderes und für Drescher mindestens genauso wichtiges sind die eigentlichen kirchlichen Aufgaben: Verkündigung, Seelsorge, Unterricht und Diakonie. „Diese Handlungsfelder müssen überzeugend besetzt werden“, betont er und erinnert daran, dass das Amt des Dekans bei allen Managementaufgaben, die es zu bewältigen gilt, doch zuallererst ein geistliches Leitungsamt sei. „Da will ich keinerlei Abstriche machen.“
 
Vom Elternhaus geprägt
 
Der leidenschaftliche Bergwanderer und Marathonläufer ist in Kirchheim/Teck aufgewachsen. Vom Elternhaus, der kirchlichen Jugendarbeit, dem Posaunenchor und den Religionslehrern am Gymnasium sieht er sich geprägt. Er redet von starken Persönlichkeiten, die ihm das Evangelium nahe brachten und so neue Lebensräume erschlossen. So habe er das Wort Gottes als Quelle für sein Leben entdeckt. Eine Quelle, von der für Drescher eine große Faszination ausgeht und die ihn letztlich zum Theologiestudium führte.
-> zurück zur Übersicht 2011

© Schwäbische Post 25.04.2011

„Vom Steine befreit“ – unter diesem Motto waren die Gottesdienstbesucher in der Stadtkirche aufgefordert, sinnbildlich alles Beschwerende abzulegen. (Foto: opo)

„Vom Steine befreit“ – unter diesem Motto waren die Gottesdienstbesucher in der Stadtkirche aufgefordert, sinnbildlich alles Beschwerende abzulegen. (Foto: opo)

Sorgensteine des Lebens ablegen
 
Evangelische Christen Aalens feierten Auferstehung Christi, die für neue Hoffnung steht
 
Auch die evangelischen Gemeinden Aalens feierten Christi Auferstehung als Sieg des Lebens über den Tod, mit Gottesdiensten und Auferstehungsfeiern.
 
Aalen. In der feierlichen Osternacht in der Magdalenenkirche in Wasseralfingen lud Pfarrerin Ursula Richter alle Gottesdienstbesucher zur Tauferinnerung mit einem persönlichen Segenszuspruch ein. Feierlicher Höhepunkt war der Einzug mit der von Renate Fischer gestalteten neuen Osterkerze in die dunkle Kirche. Unter dem Ruf „Christus ist auferstanden“ begrüßte die Gemeinde das Licht, Symbol für Christus, den Auferstandenen.
Am Ostermorgen um 5 Uhr fand in der Markuskirche eine Auferstehungsfeier mit Pfarrer Marco Frey und anschließendem Osterfrühstück statt. Eine große Gemeinde versammelte sich um 7 Uhr zum Auferstehungsgottesdienst auf dem St. Johann-Friedhof. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger spielte festliche Choräle.
Pfarrer Bernhard Richter sprach von Ostern als einem großen Geschenk, das wir Menschen unverdient erhielten. Die Kraft der Auferstehung gebe Hoffnung auch in Krisen. Der Familiengottesdienst in der Stadtkirche stand unter dem Motto: „Vom Steine befreit“. Alle Gottesdienstbesucher erhielten zu Beginn einen Stein, der für Sorgen und Ängste, die einen beschweren, stehen sollte. Später waren alle eingeladen, diesen Stein vor den Altar zu legen und von dort ein Licht mitzunehmen, das sie an der Osterkerze anzünden konnten. Damit sollte die Hoffnung ausgedrückt werden, dass mit Jesu Auferstehung nicht nur der Stein am Grabe Jesu weggewälzt war, sondern auch viele Sorgensteine unseres Lebens abgelegt werden können und unser Leben durch die Kraft der Auferstehung neue Hoffnung erfährt.
-> zurück zur Übersicht 2011


Bilder aus dem Ostergottesdienst
Bilder aus dem Ostergottesdienst
Bilder aus dem Ostergottesdienst
Bilder aus dem Ostergottesdienst
Bilder aus dem Ostergottesdienst
Bilder aus dem Ostergottesdienst
(siehe Artikel oben). Bilder opo, Schwäbische Post


© Schwäbische Post 25.04.2011

Pfarrer Ulrich Marstaller feierte mit über 100 Gläubigen den Auferstehungsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Weshausen.  (Foto: ls)

Pfarrer Ulrich Marstaller feierte mit über 100 Gläubigen den Auferstehungsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Weshausen. (Foto: ls)

Über 100 Gläubige
 
Erstmals Auferstehungsgottesdienst in Westhausen
 
„Die Auferstehung Jesu Christi ist das Ausrufezeichen Gottes“, meinte Pfarrer Ulrich Marstaller beim Auferstehungsgottesdienst, den die evangelische Kirchengemeinde Westhausen am Ostersonntagmorgen zum ersten Mal feierte.
 
Lothar Schell
 
Westhausen. Frühmorgens um sechs Uhr hatten sich über 100 Gläubige der evangelischen Kirchengemeinde Westhausen-Lauchheim vor der Kreuzkirche versammelt, um das Entzünden der großen Osterkerze zu erleben. Im Kreis, beim Osterfeuer, intonierte die Gemeinde zusammen mit dem Kirchenchor unter Leitung von Sandra Saur das Lied „Bleibet hier und wachet mit mir.“ Pfarrer Marstaller brachte seine Freude zum Ausdruck, dass sich eine solch stattliche Zahl an Gläubigen an der Osternachtsliturgie vom Dunkel ins Licht am Ostermorgen beteilige. Nach dem gemeinsamen Einmarsch in die Kirche wurde das Licht der Osterkerze durch die Reihen gegeben. Lieder, Lesungen und Gebete beleuchteten die Inhalte der Schöpfungsgeschichte. Verrückt hätten Zeitgenossen vor 2000 Jahren jene Frauen genannt, die die Nachricht von der Auferstehung des Heilands verkündet hätten. Verrückt erscheine vielen Menschen auch der Glaube an die Auferstehung. Ver-rückt werde die Grenze zwischen Himmel und Erde, meinte Pfarrer Ulrich Marstaller in seiner Predigt. Dabei sei die Auferstehung kein Glaubensgegenstand. Vielmehr glaubten Menschen an Gott als Ursprung und Ziel des Lebens. „Gott steht zum Leben, der Tod hat höchstens einen Etappengewinn“, setzte Marstaller hinzu. In Jesus Christus erreiche das Ja zum Leben sein Ziel und wenn Menschen Jesus nachfolgten, dann verrücke sich was und etwas im Leben werde neu. Das Licht der Osterkerze sei Synonym für den Zuruf und das Bekenntnis Gottes, „die Menschen zu begleiten und ihrem Leben Sinn zu geben“, so der Geistliche in seiner Predigt. Auferstehung sei sozusagen das Ausrufezeichen Gottes. Marstallers Fazit: „Jesus lebt auf die Auferstehung hin, damit wir von der Auferstehung her leben.“
Nach der Abendmahlsfeier war die Gemeinde zum Osterfrühstück ins evangelische Gemeindehaus eingeladen.
-> zurück zur Übersicht 2011


© Schwäbische Post 01.04.2011

Oben; Platz Nummer eins: Das Logo von Susanne Dolmetsch-Stoll, Hüttlingen.

Oben; Platz Nummer eins: Das Logo von Susanne Dolmetsch-Stoll, Hüttlingen.

Mitte; Und Platz Nummer zwei: Das Signet von Nadine Adrian aus Aalen.

Unten; Platz Nummer drei: Der Entwurf von Stefan Peters, Berlin.

Die besten drei Logos prämiert
 
Evangelischer Kirchenbezirksausschuss wertet Wettbewerb aus und kürt die Sieger
 
Der Kirchenbezirk Aalen soll ein eigenständiges Logo erhalten. 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich an dem Wettbewerb beteiligt und 26 Vorschläge eingesandt. Jetzt haben die Mitglieder des Kirchenbezirksausschusses die drei besten Logos prämiert.
 
Ulrike Schneider
 
Aalen/Abtsgmünd. Der evangelische Kirchenbezirk Aalen will sich ein neues Logo geben. Dazu hat das Gremium im vergangenen Jahr einen Wettbewerb ausgelobt. Mitte Februar war Einsendeschluss. „13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben insgesamt 26 Entwürfe abgegeben“, resümierte Stefan Stoll jetzt im Kirchenbezirksausschuss, der am Donnerstagabend in Abtsgmünd getagt hat. Die eine Hälfte der eingesandten Signets stamme von kreativen Menschen aus dem Altkreis Aalen; die andere Hälfte sei von Leuten aus dem gesamten Bundesgebiet, etwa aus Berlin oder Hamburg, gestaltet worden. „In einer Vorrunde haben Sie als Ausschussmitglieder bereits eine Vorauswahl getroffen“, erinnerte Stoll und wies darauf hin, er selbst habe sich enthalten, da aus seiner Familie auch ein Vorschlag eingereicht worden sei.
In die Endrunde schafften es schließlich die zehn Logos mit den meisten Punkten. Unter diesen haben nun die Mitglieder Kirchenbezirksausschusses als Juroren, am Donnerstagabend die ersten drei Plätze vergeben. Die meisten Stimmen erhielt der Vorschlag von Susanne Dolmetsch-Stoll aus Hüttlingen. Den Entwurf kennzeichnet die Grenze des Kirchenbezirks und ein Kreuz. Dieser Preis ist mit 300 Euro dotiert. Als zweiter Sieger – mit einem Preisgeld von 200 Euro – wurde Nadine Adrian aus Aalen, die als Auszubildende von SDZ Druck und Medien ihren Entwurf erarbeitet hat ausgezeichnet. Der Berliner Grafiker Stefan Peters erreichte schließlich den dritten Platz. Für diese Platzierung erhält er 100 Euro.
 
Die stellvertretende Dekanin Pfarrerin Ursula Richter lobte die Entwürfe, wünschte sich jedoch beim Siegersignet eine modernere Schrift und das Kreuz der Landeskirche. „Es ist schwierig dieses Kreuz zu nutzen“, meinte Kirchenverwaltungsrat Harald Schweikert und verwies auf das Copyright der Landeskirche. Zudem müsse man klären, ob es urheberrechtlich möglich sei, den eingereichten Entwurf abzuändern.
„Wir müssen keinen dieser Vorschläge nehmen“, erklärte Ausschussvorsitzender Heinz Schmidt. Das sei in der Ausschreibung des Wettbewerbs nachzulesen. Man könne sich von diesen Konzepten für ein völlig neues Logo inspirieren lassen. Schmidt regte an, die rechtlichen Fragen zu klären, um schließlich ein endgültiges Logo für den Aalener Kirchenbezirk zu realisieren. „Das ist für die Identifikation unseres Bezirkes wichtig“, sagte Pfarrerin Richter.
-> zurück zur Übersicht 2011