„Vom Steine befreit“ – unter diesem Motto waren die Gottesdienstbesucher in der Stadtkirche aufgefordert, sinnbildlich alles Beschwerende abzulegen. (Foto: opo)
Sorgensteine des Lebens ablegen
Evangelische Christen Aalens feierten Auferstehung Christi, die für neue Hoffnung steht
Auch die evangelischen Gemeinden Aalens feierten Christi Auferstehung als Sieg des Lebens über den Tod, mit Gottesdiensten und Auferstehungsfeiern.
Aalen. In der feierlichen Osternacht in der Magdalenenkirche in Wasseralfingen lud Pfarrerin Ursula Richter alle Gottesdienstbesucher zur Tauferinnerung mit einem persönlichen Segenszuspruch ein. Feierlicher Höhepunkt war der Einzug mit der von Renate Fischer gestalteten neuen Osterkerze in die dunkle Kirche. Unter dem Ruf „Christus ist auferstanden“ begrüßte die Gemeinde das Licht, Symbol für Christus, den Auferstandenen.
Am Ostermorgen um 5 Uhr fand in der Markuskirche eine Auferstehungsfeier mit Pfarrer Marco Frey und anschließendem Osterfrühstück statt. Eine große Gemeinde versammelte sich um 7 Uhr zum Auferstehungsgottesdienst auf dem St. Johann-Friedhof. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger spielte festliche Choräle.
Pfarrer Bernhard Richter sprach von Ostern als einem großen Geschenk, das wir Menschen unverdient erhielten. Die Kraft der Auferstehung gebe Hoffnung auch in Krisen. Der Familiengottesdienst in der Stadtkirche stand unter dem Motto: „Vom Steine befreit“. Alle Gottesdienstbesucher erhielten zu Beginn einen Stein, der für Sorgen und Ängste, die einen beschweren, stehen sollte. Später waren alle eingeladen, diesen Stein vor den Altar zu legen und von dort ein Licht mitzunehmen, das sie an der Osterkerze anzünden konnten. Damit sollte die Hoffnung ausgedrückt werden, dass mit Jesu Auferstehung nicht nur der Stein am Grabe Jesu weggewälzt war, sondern auch viele Sorgensteine unseres Lebens abgelegt werden können und unser Leben durch die Kraft der Auferstehung neue Hoffnung erfährt.
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Pfarrer Ulrich Marstaller feierte mit über 100 Gläubigen den Auferstehungsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Weshausen. (Foto: ls)
Über 100 Gläubige
Erstmals Auferstehungsgottesdienst in Westhausen
„Die Auferstehung Jesu Christi ist das Ausrufezeichen Gottes“, meinte Pfarrer Ulrich Marstaller beim Auferstehungsgottesdienst, den die evangelische Kirchengemeinde Westhausen am Ostersonntagmorgen zum ersten Mal feierte.
Lothar Schell
Westhausen. Frühmorgens um sechs Uhr hatten sich über 100 Gläubige der evangelischen Kirchengemeinde Westhausen-Lauchheim vor der Kreuzkirche versammelt, um das Entzünden der großen Osterkerze zu erleben. Im Kreis, beim Osterfeuer, intonierte die Gemeinde zusammen mit dem Kirchenchor unter Leitung von Sandra Saur das Lied „Bleibet hier und wachet mit mir.“ Pfarrer Marstaller brachte seine Freude zum Ausdruck, dass sich eine solch stattliche Zahl an Gläubigen an der Osternachtsliturgie vom Dunkel ins Licht am Ostermorgen beteilige. Nach dem gemeinsamen Einmarsch in die Kirche wurde das Licht der Osterkerze durch die Reihen gegeben. Lieder, Lesungen und Gebete beleuchteten die Inhalte der Schöpfungsgeschichte. Verrückt hätten Zeitgenossen vor 2000 Jahren jene Frauen genannt, die die Nachricht von der Auferstehung des Heilands verkündet hätten. Verrückt erscheine vielen Menschen auch der Glaube an die Auferstehung. Ver-rückt werde die Grenze zwischen Himmel und Erde, meinte Pfarrer Ulrich Marstaller in seiner Predigt. Dabei sei die Auferstehung kein Glaubensgegenstand. Vielmehr glaubten Menschen an Gott als Ursprung und Ziel des Lebens. „Gott steht zum Leben, der Tod hat höchstens einen Etappengewinn“, setzte Marstaller hinzu. In Jesus Christus erreiche das Ja zum Leben sein Ziel und wenn Menschen Jesus nachfolgten, dann verrücke sich was und etwas im Leben werde neu. Das Licht der Osterkerze sei Synonym für den Zuruf und das Bekenntnis Gottes, „die Menschen zu begleiten und ihrem Leben Sinn zu geben“, so der Geistliche in seiner Predigt. Auferstehung sei sozusagen das Ausrufezeichen Gottes. Marstallers Fazit: „Jesus lebt auf die Auferstehung hin, damit wir von der Auferstehung her leben.“
Nach der Abendmahlsfeier war die Gemeinde zum Osterfrühstück ins evangelische Gemeindehaus eingeladen.
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Oben; Platz Nummer eins: Das Logo von Susanne Dolmetsch-Stoll, Hüttlingen.
Mitte; Und Platz Nummer zwei: Das Signet von Nadine Adrian aus Aalen.
Unten; Platz Nummer drei: Der Entwurf von Stefan Peters, Berlin.
Die besten drei Logos prämiert
Evangelischer Kirchenbezirksausschuss wertet Wettbewerb aus und kürt die Sieger
Der Kirchenbezirk Aalen soll ein eigenständiges Logo erhalten. 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich an dem Wettbewerb beteiligt und 26 Vorschläge eingesandt. Jetzt haben die Mitglieder des Kirchenbezirksausschusses die drei besten Logos prämiert.
Ulrike Schneider
Aalen/Abtsgmünd. Der evangelische Kirchenbezirk Aalen will sich ein neues Logo geben. Dazu hat das Gremium im vergangenen Jahr einen Wettbewerb ausgelobt. Mitte Februar war Einsendeschluss. „13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben insgesamt 26 Entwürfe abgegeben“, resümierte Stefan Stoll jetzt im Kirchenbezirksausschuss, der am Donnerstagabend in Abtsgmünd getagt hat. Die eine Hälfte der eingesandten Signets stamme von kreativen Menschen aus dem Altkreis Aalen; die andere Hälfte sei von Leuten aus dem gesamten Bundesgebiet, etwa aus Berlin oder Hamburg, gestaltet worden. „In einer Vorrunde haben Sie als Ausschussmitglieder bereits eine Vorauswahl getroffen“, erinnerte Stoll und wies darauf hin, er selbst habe sich enthalten, da aus seiner Familie auch ein Vorschlag eingereicht worden sei.
In die Endrunde schafften es schließlich die zehn Logos mit den meisten Punkten. Unter diesen haben nun die Mitglieder Kirchenbezirksausschusses als Juroren, am Donnerstagabend die ersten drei Plätze vergeben. Die meisten Stimmen erhielt der Vorschlag von Susanne Dolmetsch-Stoll aus Hüttlingen. Den Entwurf kennzeichnet die Grenze des Kirchenbezirks und ein Kreuz. Dieser Preis ist mit 300 Euro dotiert. Als zweiter Sieger – mit einem Preisgeld von 200 Euro – wurde Nadine Adrian aus Aalen, die als Auszubildende von SDZ Druck und Medien ihren Entwurf erarbeitet hat ausgezeichnet. Der Berliner Grafiker Stefan Peters erreichte schließlich den dritten Platz. Für diese Platzierung erhält er 100 Euro.
Die stellvertretende Dekanin Pfarrerin Ursula Richter lobte die Entwürfe, wünschte sich jedoch beim Siegersignet eine modernere Schrift und das Kreuz der Landeskirche. „Es ist schwierig dieses Kreuz zu nutzen“, meinte Kirchenverwaltungsrat Harald Schweikert und verwies auf das Copyright der Landeskirche. Zudem müsse man klären, ob es urheberrechtlich möglich sei, den eingereichten Entwurf abzuändern.
„Wir müssen keinen dieser Vorschläge nehmen“, erklärte Ausschussvorsitzender Heinz Schmidt. Das sei in der Ausschreibung des Wettbewerbs nachzulesen. Man könne sich von diesen Konzepten für ein völlig neues Logo inspirieren lassen. Schmidt regte an, die rechtlichen Fragen zu klären, um schließlich ein endgültiges Logo für den Aalener Kirchenbezirk zu realisieren. „Das ist für die Identifikation unseres Bezirkes wichtig“, sagte Pfarrerin Richter.
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