© Schwäbische Post 26.08.2011

Die Konfirmanden mit Pfarrer Bernhard Richter und Kirchengemeinderätin Hannelore Melcher beim Einzug in die Aalener Stadtkirche. (Archivfoto)

Die Konfirmanden mit Pfarrer Bernhard Richter und Kirchengemeinderätin Hannelore Melcher beim Einzug in die Aalener Stadtkirche. (Archivfoto)

Die Jugend im Glauben stärken
 
Vielschichtig ist die Konzeption der Konfirmandenarbeit der evangelischen Kirche
 
Manchmal ist die Begrifflichkeit ein wenig verwirrend: Was steckt hinter Konfi 3, Konfi 7 und Konfi 8? Ganz einfach: Dahinter verbirgt sich die Konzeption der Konfirmandenarbeit in der evangelischen Landeskirche und damit auch des Kirchenbezirks Aalen.
 
Aalen. Pfarrerin Ursula Richter war in den 90er Jahren als Mitglied der Landessynode im Sonderausschuss „Konfirmandenunterricht“ und hat dann bereits vor der landeskirchlichen Erprobungsphase in Wasseralfingen als erster Gemeinde des Kirchenbezirkes „Konfi 3“ eingeführt. Damit ist eine erste Zeit der Konfirmandenarbeit gemeint, die in der dritten Klasse die Kinder bei Tischmüttern und Tischvätern zusammenführt und sie mit Kirche, Taufe und Abendmahl vertraut macht.
Für Pfarrer Marco Frey, in der evangelischen Kirchengemeinde in Aalen für die Arbeit mit Konfi 3 verantwortlich, sind Kinder ein wichtiger Teil der Kirche. Und deshalb sieht er es als eine ganz wesentliche Aufgabe von Konfi 3, sie in die Gemeinschaft der Christen zu führen. Zudem möchte Kirche die Eltern in ihrem Taufversprechen, die Kinder im christlichen Glauben zu erziehen, unterstützen und begleiten, so Frey. Überhaupt seien die Kinder in der dritten Klasse noch ganz anders zugänglich für biblische Geschichten und Fragen des Glaubens als in der Konfirmandenzeit, der achten Klasse.
Neben dem wöchentlichen Unterricht bei den Tischeltern gibt es aber auch größere gemeinsame Aktionen wie den Weltgebetstag der Kinder, das Kurrendesingen und eine Kirchenrallye. Das alles gehört zu dem Unterricht, der mit einem festlichen Abendmahlgottesdienst in der Stadtkirche abschließt.
Für alle Jugendlichen, die nicht am Konfi 3 teilgenommen haben, gibt es in Aalen am Ende der siebten Klasse eine Zeit von Konfi 7. Dafür zeichnet die Pfarrerin z. A. Caroline Bender verantwortlich. Sie hat sich seit Pfingsten jeden Freitagnachmittag mit etwa 15 Jungendlichen in der Markuskirche getroffen. Dabei wurde alles erkundet, was mit Kirche zusammenhängt: Kirche = Kirchengebäude, Kirche = Menschen der Gemeinde, Kirche = Gottesdienst. Den Abschluss der Konfi 7 Zeit haben die Jugendlichen mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche gefeiert, den sie selbst vorbereitet und gestaltet haben.
Dann beginnt für alle nach den Sommerferien mit dem Beginn der achten Klasse der zweite Teil ihrer Konfirmandenzeit, die seit vielen Jahren mit der Konfirmation nach Ostern endet. Auch in dieser Konfirmandenzeit gibt es nicht nur den Unterricht am Mittwochnachmittag oder an Samstagen, sondern auch Gemeindepraktika, das Mitwirken bei Basaren oder Festen und größere Aktionen wie den Orangenverkauf oder Ausflüge und Freizeiten.
Bei allen Neuerungen und Veränderungen in der Konfirmandenarbeit der evangelischen Kirche aber ist eines gleich geblieben: Dass es in erster Linie darum geht, Kinder und Jugendliche zu begleiten und im Glauben zu stärken. Gerade im Heranwachsen sollten junge Menschen spüren, dass sie in der Kirche einen Platz haben und willkommen sind, und dass das Evangelium von Jesus Christus gerade auch ihnen gilt.
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© Schwäbische Post 21.08.2011

Dank an engagierte Ferienfreizeit-Helfer
 
Groß war der Andrang am Samstag auf dem Gelände des Ferientagheimes der evangelischen Kirchengemeinde in Aalen, als der traditionelle Elterntag mit einem Gottesdienst im Grünen begann. Abschnittsleiter Simon Davis begrüßte mehrere hundert Besucher. Pfarrer Bernhard Richter ehrte Hanna Fischer (im Bild), die als Gesamtleiterin seit zehn Jahren für die Ferienfreizeiten in Leinroden verantwortlich ist. Verabschiedet wurde Simon Davis, der sechs Jahre die Co-Leitung übernommen hatte (Zweiter v. r.). Im folgt als Co-Leiterin Veronika Buchmann (rechts). Ebenso verabschiedet wurde in Abwesenheit Alex Deeg, der vier Jahre lang Co-Leiter war. In Leinroden verbringen jedes Jahr 360 Kinder in zwei Abschnitten zu je zwei Wochen ihre Ferien und werden von ca. 60 Mitarbeitern betreut. (Foto: hag)
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