
Ein offenes Singen hat es in der Aalener Stadtkirche gegeben. Der Chor der Kantorei (hinten auf der Empore) probte zusammen mit Kindern und Jugendlichen der evangelischen Chorschule und des Unterstufenchores der Waldorfschule sowie Orchester Bachs Weihnachtsoratorium und hat nicht zum Zuhören, sondern zum Mitsingen eingeladen – zum „Sing along“ nennt sich das. Das nutzten Gäste, die sich mit dem Klavierauszug des Weihnachtsklassikers an den Chor anhängten. Die Mitsänger waren eine bunte Gruppe von rund 40 Interessierten. Kinder, Erwachsene, geübte Sänger oder schon eingerostete, die merkten, dass das mit dem hohen A nicht mehr klappt. Aber alle waren mit viel Freude dabei und folgten dem Dirigat von Kirchenmusikdirektor Thomas Haller und Gabriele Bender. Eine schöne Idee, die man aus dem sangesfreudigen Schweden kennt, wo sich Menschen zum gemeinsamen Singen treffen. Das Weihnachtsoratorium ist am Samstag, 17. Dezember, um 19 Uhr in der Stadtkirche zu hören. In den nächsten Jahren soll dieses Werk immer am Samstag vor dem 4. Advent in der Stadtkirche erklingen, plant Thomas Haller. Vielleicht dann ja auch wieder eine „Sing along“. (are/Foto: Oliver Giers)


WORT ZUM SONNTAG
Christoph Bäuerle, Pfarrer in Essingen
Wird Weihnachten wirklich unterm Baum entschieden? Geht es um ein Protzen mit Geschenken? Muss ich rot werden, wenn ich für mein Geschenk weniger ausgegeben habe als der, der mich beschenkt? Der Werbeslogan einer großen Elektro-Kette soll zum Konsumieren animieren. Aber wird Weihnachten wirklich da entschieden, wo Menschen einen Haufen Geld ausgeben. Geht es gar darum, wer die Geschenkeschlacht für sich entscheiden kann? Oder wird Weihnachten ganz woanders entschieden?
Der Philosoph Theodor W. Adorno äußert in seinem Buch „Minima Moralia“ den Gedanken, wir Menschen wären auf dem besten Weg, das Schenken zu verlernen. Er sagt: „Wirkliches Schenken hatte sein Glück in der Imagination des Glücks des Beschenkten.“
Weihnachten wird entschieden, wo Geschenke nicht Selbstdarstellung sein wollen, sondern den anderen, „sein Glück“, im Blick haben. Wahres Schenken kostet nicht einfach Geld, sondern Liebe, Zeit und Gedanken. Der andere soll merken, dass mein Geschenk von Herzen kommt und genau ihn meint. Also doch keinen anonymen Geschenkgutschein, keine Massenware, kein Trendspielzeug, das jeder haben muss? Unterm Baum wird bei vielen die Krippe stehen. Abbild des Ortes, an dem das Schenken in aller Einfachheit seinen Anfang nahm. Gott schenkte sich dieser Welt, ja mir selbst. Dass Gott Mensch wurde, zeigt mir Gottes Nähe. Wir beschenken einander, weil Gott uns zuerst beschenkt hat. Paulus schreibt den Christen in der Stadt Philippi: „Freut euch! Zeigt eure Güte allen Menschen! Der Herr ist nahe!“
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Die ZAGG-Jugendkirche ist erfolgreich gestartet und wird trotz unbesetzter Stelle im evangelischen Jugendwerk auch im kommenden Jahr gefeiert. (Archivfoto)
Freie Stellen bleiben vorerst unbesetzt
Der evangelische Kirchenbezirk Aalen besetzt frei werdende Stellen derzeit nicht – Zudem insgesamt acht Pfarrstellen bis ins Jahr 2030 weniger
Bis ins Jahr 2030 müssen im evangelischen Kirchenbezirk Aalen voraussichtlich acht Pfarrstellen eingespart werden, im Pfarrplan III bis 2018 insgesamt 1,5 Stellen. Zudem werden derzeit frei werdende Stellen, etwa beim Jugendwerk, nicht besetzt. Damit hat sich am Dienstag in Westhausen der Kirchenbezirksausschuss befasst.
Ulrike Schneider
Aalen/Westhausen. In der letzten Sitzung des evangelischen Kirchenbezirksausschusses in diesem Jahr hat sich das Gremium auch mit Personalfragen befasst. „Wir müssen bis ins Jahr 2018 insgesamt 1,5 Stellen im Kirchenbezirk abbauen“, erklärte Dekan Ralf Drescher die Zahlen des so genannten Pfarrplans III. Zunächst habe der Oberkirchenrat in Stuttgart zwar dem Dekanat signalisiert, es handle sich gar um zwei Stellen, doch sei diese Rechnung falsch gewesen. Fakt sei, die derzeit 28,75 Pfarrrstellen müsse man bis zum Jahr 2018 auf 27,25 reduzieren. „Ich denke, das müssten wir schaffen“, sagte der Dekan. Der dafür nötige Prozess im Kirchenbezirk solle transparent und sensibel geführt werden.
Allerdings folgten diesem Pfarrplan zwei weitere – bis 2024 und bis 2030. Dann erst komme eine echte Herausforderung auf die hiesigen Kirchengemeinden zu: Acht Pfarrstellen seien bis 2030 abzubauen. „Denn die Landeskirche plant bis dahin mit einem Drittel weniger Pfarrer als heute“, stellte Drescher fest. Doch gebe es bis in knapp 20 Jahren auch noch viele Unwägbarkeiten. Zumal man heute noch überhaupt nicht wisse, wie viele evangelische Christen es bis dahin im Kirchenbezirk noch gebe. Jedoch müssten die Überlegungen heute schon vor diesem Hintergrund geschehen. „Sie können davon ausgehen, dass auch wir in der evangelischen Kirche größere Kirchengemeinden als Einheit haben werden, ähnlich denen in der katholischen Kirche“, meinte Dekan Drescher.
Des Weiteren hat sich das Gremium mit dem Thema Personal befasst, als Silvia Caspari die Aufgaben der Kreisdiakonie und Hanna Fischer die des evangelischen Jugendwerkes vorgestellt haben. Denn beim Kreisdiakonieverband bleibt eine halbe Stelle vorerst unbesetzt und beim Jugendwerk die Stelle von Gabi Vogt.
„Das schmerzt uns sehr“, konstatierte Hanna Fischer, auch wenn es gelungen sei, viele Aufgaben weiter zu schultern; etwa die Jugendgottesdienste fun©e und ZAGG; der Konfi-Tag der Bezirkseinrichtung und einige der Ausflüge würden aber vorerst ausgesetzt.
Dekan Drescher war es dabei wichtig, darauf hinzuweisen, dass derzeit alle frei werdenen Stellen bis zur Herbstsynode des kommenden Jahres unbesetzt blieben. „Die Stellen werden aber weder besetzt noch gestrichen“, hob er hervor. Der Kirchenbezirksausschuss müsse bis dahin eine Aufgabendiskussion führen.
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Zwei Schecks überreichte Bürgermeister Peter Traub an Pfarrer Achim Bellmann (li.) und Andreas Macho (re.) für Entwicklungshilfeprojekte. (Foto: su)
Oberkochen spendet 8000 Euro
Geld fließt in ein Kokosholzprojekt in Indonesien und in die Partnergemeinde in Kariobangi bei Nairobi
„Der Gemeinderat gibt die Zuschüsse für Projekte in der Dritten Welt bewusst an die örtlichen Kirchen weiter, weil wir wissen, dass das Geld unmittelbar an der richtigen Stelle ankommt“, meinte Bürgermeister Peter Traub bei der alljährlichen Spendenübergabe an die evangelische und katholische Kirchengemeinde.
Oberkochen. Zum ersten Mal nahm Pfarrer Achim Bellmann den Scheck in Höhe von 4000 Euro für die evangelische Kirchengemeinde entgegen.
Wie schon in den vergangenen Jahren soll mit der Spende ein Kokosholzprojekt im indonesischen Nordsulawesi unterstützt werden.
Zum einen, so Bellmann, fließen Mittel in ein Berufsausbildungsprojekt für benachteiligte Kinder, zum anderen sollen aber auch Kleinbauern unterstützt werden, denen es an Fachwissen mangele. Durch die Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse sollen die Rahmenbedingungen für das Leben der Bauern verbessert und vorhandene Ressourcen besser genutzt werden, betonte Pfarrer Achim Bellmann.
„Die katholische Kirchengemeinde wird die Spende wieder unserer Partnergemeinde Kariobangi bei Nairobi weiterleiten“, bedankte sich Pfarrer Andreas Macho von Sankt Peter und Paul.
Den Fokus richte man dabei auf das „Watotu Wetu Centre“ („Unsere Kinder“). Hier fänden rund 320 Waisenkinder eine Schulausbildung und das zum Leben Notwendige. Die Kinder hätten ihre Eltern durch die Krankheit Aids verloren und sie seien bei Nachbarn oder Verwandten untergekommen, berichtete Pfarrer Macho.
Die „neuen Eltern“ seien jedoch sehr oft überfordert, wenn sie auch noch die Schulbildung und alles dazu Gehörige finanzieren müssten.
Beide Geistliche dankten der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat für die großzügigen Spenden. su
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Altenweihnachtsfeier in Westhausen
Über ein volles Haus konnte sich Bürgermeister Herbert Witzany bei der traditionellen Altenweihnachtsfeier der Gemeinde Westhausen in der Turnhalle freuen. Die Senioren fühlten sich in der vorweihnachtlich geschmückten Halle sichtlich wohl, freuten sich an den Liedbeiträgen des Grundschulchores der Propsteischule unter der Leitung von Kathrin Wagner (im Bild) und lauschten aufmerksam der Ansprache, die in diesem Jahr Pfarrer Ulrich Marstaller von der evangelischen Kirchengemeinde Westhausen und Lauchheim hielt. Munter ging‘s anchließend auf der Bühne weiter– mit Darbietungen des Kindergartens Reichenbach unter der Leitung von Nicole Felber sowie adventlichen Liedbeiträgen der Sängerlust Lippach. Zum Ausklang der Altenweihnachtsfeier spielte der Musikverein Westhausen unter der Leitung von Reinhard Langer. (Text/Foto: dog)
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Am dritten Advent brachten die Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem nach Aalen, wo es mit einem ökumenischen Gottesdienst am Bahnhof empfangen wurde. Pfarrer Bernhard Richter (links) und Vikar Andreas Gälle (rechts) lasen biblische Texte. Danach wurde das Licht in die Bahnhofsmission getragen. Die Turmbläser der Stadtkirche spielten Choräle und die 80 Besucher sangen die Adventslieder mit. Punsch gab es für alle in der Bahnhofsmission. (Foto: hag)



Haben zusammen über 100 Jahre im Gemeindebesuchsdienst gearbeitet: v.l. Elfriede Schmidt, Ursula Klein, Sigrid Brune. – Ganz links Pfarrer Manfred Metzger, rechts Pfarrer i.R. Hellmuth Stroh. (Foto: sik)
Geplante Kirche wurde nicht gebaut
Jubiläumsfeier: 50 Jahre Pfarrstelle in der Martinsgemeinde im Pelzwasen
Was 1957 mit einem Kindergarten auf dem „Buckel im Pelzwasen“ begonnen hat, ist mittlerweile zur größten Pfarrstelle innerhalb der evangelischen Kirchengemeinde Aalen mit 2100 Gemeindemitgliedern geworden.
Sibylle Schwenk
Aalen. Vor genau 50 Jahren wurde die vierte Aalener Pfarrstelle zum ersten Mal besetzt. Diesen Anlass feierten die Christen um Pfarrer Manfred Metzger am Sonntag in einem Gottesdienst.
Von seinem „Fünfzigsten“ sprach Pfarrer Manfred Metzger schmunzelnd beim Gottesdienst in der Martinskirche. Eingebettet in seine Predigt über den dritten Adventssonntag blickte er auf die Geschichte der vierten Aalener Pfarrstelle zurück.
Bei der Gründung war der erste Pfarrer Albrecht Strebel für die Wohngebiete Pelzwasen und Triumphstadt zuständig und es gab weder Pfarrhaus noch Kirche. Die Kirchengemeinde hatte Anfang 1961 bei 13 000 Gemeindemitgliedern (heute knapp 7000) drei Pfarrstellen und eine Vikarstelle. Der Seelsorgebezirk von Pfarrer Strebel umfasste den Süden der Stadt. Die Kirchengemeinde beschäftigte sich damals mit zahlreichen Bauvorhaben. 1957 wurde der Kindergarten eingeweiht, sieben Jahre später konnte das Pfarrhaus seiner Bestimmung übergeben werden. Unter der Leitung des auf Strebel folgenden Pfarrers Samuel Schwarz nahm man jetzt von der Planung einer Kirche Abstand und baute ein multifunktionales Gemeindezentrum, das im November 1974 eingeweiht wurde.
Als dritter Pfarrer übernahm Manfred Lipp die vierte Pfarrstelle und engagierte sich besonders im Bereich der Liturgie. Ihm folgte Hellmuth Stroh, der mit 17 Jahren bisher am längsten auf der vierten Pfarrstelle war. In dieser Zeit blühte die Kirchenmusik an der Martinskirche auf.
Seit 1999 nun ist Manfred Metzger Pfarrer an der Martinskirche. Seit zehn Jahren gehören die 360 Gemeindemitglieder vom Härtsfeld zur Gemeinde.
Mittlerweile sind es 570 Gemeindemitglieder (über 70-Jährige), die regelmäßig einen Besuchsdienst empfangen können. „Das geht nur mit unseren 70 ehrenamtlichen Mitarbeitern“, so Pfarrer Metzger. Für besondere Verdienste in diesem Bereich wurden am Sonntag Elfriede Schmidt, Sigrid Brune und Ursula Klein geehrt.
Auf der Orgel von St. Martin begleitete Kirchenmusikdirektor Thomas Haller den Gottesdienst. Im Anschluss gab es einen Stehempfang im Foyer.
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Evangelische Kirche spendet Baum
Evangelische Kirche spendet Baum
„Der Baum wird weiß blühen und in Jahren werden wir unter der hohen Krone sitzen können“, sagte Kirchengemeinderatsvorsitzender Stephan Stoll (links) am Bullinger-Wehr. Die frisch gepflanzten Elsbeere erhielt die Kirchengemeinde von der Landeskirche und schenkte diese nun an die Gemeinde, erklärte Michael Schmidt (Dritter von links mit Spaten). „Möge der Baum gedeihen, wie die Gemeinde“, dankte Bürgermeister Günter Ensle. (Foto: privat)
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Ökumenisches Eine-Welt-Fest
Ökumenisches Eine-Welt-Fest
„Miteinander teilen – gemeinsam handeln“, so lautet das Motto der ökumenischen Aktion von Misereor und Brot für die Welt. So feierten die evangelische und katholische Kirchengemeinde Neresheim das Eine-Welt-Fest unter anderem mit den Kindern der Kindertagesstätte St. Josef und Schülern der Härtsfeldschule.
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Pfarrer Achim Bellmann, Werngard Boé, Karl Unfried (v.l.n.r.) (Foto: ls)
Herzblut-Einsatz für den evangelischen Friedhof
Karl Unfried 40 Jahre im Friedhofausschuss aktiv
Seit 1971 war Karl Unfried in unterschiedlichen Funktionen mit Angelegenheiten des evangelischen Friedhofs vertraut. Im 80. Lebensjahr legte Unfried diese Aufgabe nun auf eigenen Wunsch in andere Hände.
Oberkochen. „Mann des evangelischen Friedhofs" nennt man Karl Unfried in Oberkochen und er kennt dessen Historie und Entwicklung wie seine eigene Westentasche. Zuerst durch sein Ehrenamt im Kirchengemeinderat und Mitglied des Verwaltungsausschusses und seit der Gründung des Friedhofausschusses 1996 als dessen Vorsitzender. „Der evangelische Friedhof ist der älteste Friedhof im Bestand in der Stadt", so Karl Unfried gegenüber dieser Zeitung. Er wurde 1850 angelegt, weil der Platz bei der evangelischen Kirche im Ort nicht mehr ausreichte. Gesundheitliche Aspekte hätten bei der Verlegung auf einen außerhalb des Ortes gelegenen Acker wohl auch eine Rolle gespielt. In den Jahren 1947/48 wurde der Friedhof nach den Plänen von Professor Dr. Schwenkel aus Stuttgart erweitert, weil durch den Zuzug von vielen Einwohnern aus allen Teilen Deutschlands der Platz nicht mehr ausreichte. Nach dem Neubau der Versöhnungskirche sei der Eingang des Friedhofs – zumindest für den Trauerzug aus der Kirche – auf der falschen Seite gewesen. Marode Mauern, problematische Hecken- und Baumbestände sowie ein fehlender Haupteingang machten eine große Friedhofsanierung nötig, an deren Grundzügen Karl Unfried mit Rat und Tat und seiner langjährigen Erfahrung mitwirkte. 2009 wurde die Neuanlage des Friedhofs nach Plänen von Gartenarchitektin Pascale Boé umgesetzt. „Karl Unfried hat diesen Prozess engmaschig begleitet und er verantwortete als Vorsitzender des Friedhofausschusses die Belegungspläne, die Satzung des Friedhofs und die Kostenentwicklung der Gräber", betonte Pfarrer Achim Bellmann in seiner Laudatio. Er habe damit den Kirchengemeinderat über vier Jahrzehnte hinweg entlastet und mit dazu beigetragen, dass die Friedhofsangelegenheiten aufs Beste geordnet seien. Der Kirchengemeinderat, so Pfarrer Bellmann, sei zu größtem Dank verpflichtet. Erfreulicherweise sie Nachfolgeregelung in der Person der ehemaligen Kirchenpflegerin Werngard Boé, die auch als langjähriges Mitglied des Friedhofausschusses bestens mit allen Aufgaben vertraut sei. Lothar Schell
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Jahrestreffen der Mesner und Hausmeister
Jahrestreffen der Mesner und Hausmeister
1978 haben der damalige Mesnerobmann Gerhard Flechsler und der ehemalige Dekan Christoph Hahn das jährliche Treffen ins Leben gerufen. Seither kommen alle Mesner und Hausmeister im Kirchenbezirk Aalen regelmäßig zusammen – diesmal in Wasseralfingen, wo Ute Küstner und Rita Schelly für die Bewirtung sorgten. Mesnerobmann Gottfried Grimme ehrte etliche Mitarbeiter für langjährige Dienstzeit. Einige wurden verabschiedet, andere als neue Mitarbeiter in der Bezirksrunde vorgestellt. Die Kirche und das Gemeindehaus seien mehr als nur ein Gebäude, das es zu reinigen und in Ordnung zu halten gelte, sagte Mesnerpfarrer Bernhard Richter. Kirchen und Gemeindehäuser seien auch Orte der Begegnung, in denen sehr schnell zu spüren sei, welcher Geist in ihnen herrsche. Deshalb sei der Dienst der Mesner und Hausmeister unverzichtbar, „gerade auch weil viele von ihnen weit über das bezahlte Stundendeputat hinaus tätig sind“. Intensiv setzten sich die Mesner beim Treffen mit dem Thema „Sucht in der Gemeinde“ auseinander. Peter Ruf stellte die Anliegen der Mitarbeitervertretung vor. Unser Bild zeigt Mesnerobmann Gottfried Grimme und Bezirksmesnerpfarrer Bernhard Richter mit den geehrten, verabschiedeten und neu begrüßten Mesnern und Hausmeistern beim Treffen in Wasseralfingen. (Foto: Peter Hageneder)
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Evangelische Gemeinde dankt Mitarbeitern
Evangelische Gemeinde dankt Mitarbeitern
Immer am Tag des Ehrenamts lädt die evangelische Kirchengemeinde Aalen die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Fest und einem Dankeschönabend ein. Rund 150 Menschen begrüßte Pfarrer Bernhard Richter diesmal. „Von der Kleinkinderbetreuung bis zur Seniorenarbeit kann die evangelische Kirchengemeinde den Menschen in Aalen ein Angebot machen“, sagte der Stadtkirchenpfarrer. „ Und warum? Weil es so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, die sich einer oder mehreren Aufgaben verschrieben haben.“ Mit einem Glas Sekt stießen alle auf das Wohl der Kirchengemeinde an. Nach der Andacht von Pfarrer Marco Frey ehrte Dekan Ralf Drescher stellvertretend für die Mitarbeiterschaft all jene, die im Besuchsdienst tätig sind. Sie besuchen vor allem ältere Menschen an Geburtstagen oder bei Krankheit. Ihre Arbeit unterstütze die Pfarrer enorm, sagte der Dekan in seiner Laudatio. Beim Abendessen bedienten die Pfarrerinnen und Pfarrer ihre Mitarbeiter. Danach wurden Buchstaben verteilt, unter der Moderation von Pfarrer Uwe Quast wurde unter anderem die Jahreslosung für 2012 aus dem zweiten Korintherbrief zusammengestellt: „Meine Kraft ist im Schwachen mächtig.“ Unser Bild zeigt Dekan Drescher und die Aalener Pfarrer mit den geehrten Mitarbeitern des Besuchsdiensts. (Foto: Peter Hageneder)
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Das Caldera-Trio (v.l. Ludwig Wagner, Ulf Scharrer, Dalinda Irmscher-Lecon) zupfte attraktive Klänge in den Kirchenraum von Peter und Paul auf der Heide bei der Musik zum Advent. (Foto: sik)
Einstimmung mit Musik
Adventliche Musik im ökumenischen Gemeindezentrum Peter und Paul
Eine besinnliche Stunde wurde am 2. Advent im ökumenischen Gemeindezentrum Peter und Paul auf der Heide gefeiert. Mit festlicher und meditativer Musik, Geschichten und Gebeten.
Sibylle Schwenk
Aalen. Nur von Kerzen wurde der Kirchenraum beleuchtet und Feierlichkeit breitete sich mit den Klängen des Posaunenensembles unter Wolfgang Böttiger aus. „Macht hoch die Tür“ wurde da in ein wohl klingendes Arrangement gehüllt und von frühbarocker Musik gerahmt. In den musikalischen Zauber der Klassik tauchte etwas später Manuel Bernhardt auf der Violine, begleitet von Man Pfeiffer am Klavier ein. Das Konzert für Violine in G-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart hatte der Violinist mitgebracht und bestach durch schnelle Läufe und gleichmäßig gespielte Triller. Man Pfeiffer begleitete am Klavier.
Charmante Klänge der Frühromantik drangen aus den Klarinetten von Leonie und Antonia Seifert. Mit präzisem, deckungsgleichen Anschlag und schöner kammermusikalischer Gestaltung erfreute das Caldera-Trio mit Dalinda Irmscher-Lecon, Ulf Scharrer und Ludwig Wagner. Sehr ansprechend gelangen die attraktiven „Valsespoeticos“ des spanischen Komponisten Enrique Granados. Verzierungen und die hohe Lage der ersten Gitarre, die verschiedenen Arten, die Saite zu zupfen und die unterschiedlichen Charaktere der „Valses“ von melancholisch und ruhig bis hin zu freudiger Bewegung, machen das Werk aus.
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Adventsmusik in der ev. Pfarrkirche Fachsenfeld mit dem Flöten-Quintett der Flötengruppe Dewangen (Mitte), links Wolfram Haug am E-Piano und rechts Cellistin Barbara Böhme-Münch. (Foto: ban-)
Licht kommt musikalisch
Viele Zuhörer bei der besinnlichen Adventsmusik in Fachsenfeld
Neben dem Schloss-Advent gab es am Wochenende auch noch eine Modellbahn-Ausstellung und eine einstündige, feinstimmige Adventsmusik in der evangelischen Pfarrkirche Fachsenfeld.
HELMUT BANSCHBACH
Aalen-Fachsenfeld. Mit der „Sonatella“ von Antonio Bertali stimmten die Flötengruppe Dewangen unter Leitung von Marta Haug, Cellistin Barbara Böhme-Münch und Wolfram Haug am Cembalo die vielen Zuhörer in der beschaulichen Kirche zur Adventsmusik „Dein Licht kommt“ ein. Pfarrer Wolfgang Gokenbach deutete die Spannung in der Zeit des Wartens an. Der Mensch sehne sich in der dunkelsten Zeit des Jahres nach Licht.
Passend dazu das Lied „O Heiland, reiß die Himmel auf“, das die Gemeinde sang und dabei von Fabian Münch auf der Klarinette begleitet wurde. Getragen und eindrucksvoll danach die Solo-Sonate in vier Sätzen von B. Marcello, in der das Cellospiel die Sehnsucht ausstrahlt und vom Cembalo unterstützt wird. Rhythmisch und stark in den Tönen dann das Blockflöten-Quintett bei der Psalm-Musik in drei Sätzen von Johann Pachelbel „Steh auf, freu dich, dein Licht kommt“, am E-Piano Wolfram Haug.
Die Bildbetrachtung eines Linolschnittes, in welcher der Engel Gabriel Maria die himmlische Botschaft überbringt und in der die Flötenmitglieder den Textteil übernehmen, wurde musikalisch von der Cellistin Barbara Böhme-Münch untermalt.
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Die evangelische Kirchengemeinde
Abtsgmünd-Leinroden-Neubronn freut sich über das neue Gemeindehaus. Es ist in
nur fünf Monaten in Holzständerbauweise entstanden. (Foto: Hageneder)
Evangelisches Gemeindehaus eingeweiht – Platz für 30 Personen
Die evangelische Kirchengemeinde Abtsgmünd-Leinroden-Neubronn hat nach nur fünfmonatiger Bauzeit ein Zuhause bekommen. Das Gemeindehaus in Neubronn wurde jetzt durch Dekan Ralf Drescher, Pfarrer Martin Gerlach und Bürgermeister Armin Kiemel feierlich eingeweiht.
Abtsgmünd-Neubronn. Das neue Gemeindehaus westlich von der evangelischen
Kirche in Neubronn besticht durch seinen schlichten Charme und die wohlige
Atmosphäre. Das alte Pfarrhaus war im Jahr 2007 verkauft worden, da die Kosten
für die notwendige Renovierung und den Unterhalt unrentabel gewesen wären.
Schließlich wurde der Bau einer neuen Versammlungsstätte vom Architektenehepaar
Bachmann aus Essingen geplant.
Die Bauarbeiten wurden mit dem Spatenstich am 6. Juni begonnen. Der schlichte
Flachdachbau in Holzständerbauweise beherbergt einen Saal für rund 30 Personen,
der die Menschen im Namen Jesu zusammenführen soll.
Die Nutzung ist für unterschiedliche Aktivitäten in der Kirchengemeinde
vorgesehen – zum beispiel als Übungsraum für den Posaunenchor, für die
Jungbläserausbildung, für den Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst, für die
Treffen des Frauen- und Seniorenkreises sowie für Sitzungen des
Kirchengemeinderates im Wechsel mit Abtsgmünd.

Die Gesamtkosten für den Neubau in Höhe von 160 000 Euro konnten zum Teil durch
den Erlös aus dem Verkauf des alten Pfarrhauses und die Spendenbereitschaft der
Gemeindemitglieder gedeckt werden. Außerdem gab es einen Zuschuss aus dem
Ausgleichsstock der Landeskirche in Höhe von 36 000 Euro und vom Kirchenbezirk
Aalen in Höhe von 8000 Euro. Die Gemeinde Abts-gmünd steuerte 5800 Euro zur
Finanzierung bei.
Mit ihrer Initiative hat die evangelische Kirchengemeinde gezeigt, wie stark
ihr Zusammen-halt ist und wie viel ihr die Gemeinschaft bedeutet. Dieses
Engagement lobten auch Ralf Drescher, Dekan des evangelischen Kirchenbezirks
Aalen, und Martin Gerlach, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde
Abtsgmünd-Leinroden-Neubronn.

Bürgermeister Kiemel
unterstrich die Bedeutung der Kirchengemeinden für das soziale und kulturelle
Leben in der Gemeinde Abtsgmünd. Er lobte den Bau und den einmaligen Ausblick
aus dem Gemeindehaus in das Spatzenbachtal. Für die Zukunft wünschte er der
evangelischen Kirchengemeinde fruchtbare Begegnungen in ihrem neuen
Gemeindehaus und überreichte zur Einweihung einen Scheck zu den Baukosten. In
dem neuen Gemeindehaus herrscht bereits bei der Eröffnung eine gute Atmosphäre.
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Landrat Klaus Pavel bei seiner Predigt. (Foto: ks)
Blick auf Arbeitslosigkeit gerichtet
Landrat Klaus Pavel predigt in der Kreuzkirche Westhausen im Rahmen der Predigt- und Kollektenaktion
Bei der Predigt- und Kollektenaktion „Mit neuem Schwung aus der Langzeitarbeitslosigkeit“, predigte Landrat Klaus Pavel in einem ökumenischen Gottesdienst in der Kreuzkirche in Westhausen. Die Kollekten der 80 Gottesdienste der Reihe, die von Oktober bis Weihnachten im Landkreis gehalten werden, kommt dem Regionalen Bündnis für Arbeit zugute.
KATHARINA SCHOLZ
Westhausen. „Wir, die wir alle Arbeit haben, können es uns ja oft gar nicht richtig vorstellen, was es heißt, arbeitslos zu sein“, leitete Pfarrer Ulrich Marstaller ein. Pfarrer Matthias Reiner half den Gottesdienstbesuchern sich in diese Lage einzufühlen und trug ein Gebet vor, das ein Langzeitarbeitsloser geschrieben hat. „Herr, weißt du wie es ist, faul genannt zu werden, immer wieder Absagen zu erhalten, nicht gebraucht zu wer-den?“, fragt er darin.
Nach der Lesung „Von den Arbeitern im Weinberg“ (Matthäus 20, 1-16) griff Pavel die Gedanken aus dem Gebet des Arbeitslosen auf. „Arbeiten heißt nicht nur Geldverdienen“, sagte er. „Es geht hier auch um das Selbstwertgefühl eines Menschen.“ Die Arbeitslosenquote sinke zwar, zur Zeit liege sie im Ostalbkreis bei 3,5 Prozent. „Aber 3,5 Prozent Arbeitslosigkeit sind 3,5 Prozent zu viel“, sagte Pavel. Wer die Zahlen genauer betrachte, der sehe, dass die Zahl der Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, nicht zurückgehe sondern steige. Ihn bedrücke es sehr, dass da auch viele junge Menschen darunter seien „die sich in der Schule, der Ausbildung oder im Studium angestrengt haben und jetzt mit leeren Händen dastehen.“
Daher sollen die Erlöse aus der Aktion Projekten für Langzeitarbeitslose zugute kommen. Pavel nennt hier als Beispiel Theaterprojekte oder die Renovierung von Schloss Untergröningen, bei der arbeitslose Jugendliche geholfen haben. „Hier bekommen sie vor allem soziale Kompetenzen vermittelt, die sie oft auf Grund ihres persönlichen Umfeldes so nicht kennengelernt haben“, sagte Pavel. Diese sozialen Kompetenzen seien es, die bei der Arbeitssuche helfen. „Solche Projekte kosten Geld und deshalb bitte ich sie um ihre Unterstützung“, sagte er bevor das Körbchen herumging.
Der Posaunenchor Westhausen-Lauchheim und Peter Waldenmaier an der Orgel sorgten für Musik.
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Täglich sehr gut besucht war die Bopfinger Stadtkirche auch bei der vierten Auflage der Vesperkirche. (Foto: gne
Schönes Erlebnis für Gäste und Mitarbeiter
Pfarrer Michael Rau zieht ein positives Resümee über die vierte Bopfinger Vesperkirche
In der ersten Adventswoche von Sonntag bis Freitag hatten die Bopfinger Kirchengemeinden zum 4. Mal zur Vesperkirche in die Stadtkirche geladen. „Auch in diesem Jahr war die Vesperkirche für Gäste und Mitarbeiter ein sehr schönes Erlebnis“, resümiert Hausherr Pfarrer Michael Rau. Jeden Tag wurden zwischen 150 und 200 Essen ausgegeben.
Bopfingen. Dabei ist für den Pfarrer die Vesperkirche vor allem eine gute Möglichkeit, den Advent anders zu beginnen. „Die Vesperkirche war eine Alternative zum Einerlei des umsatzorientierten Erscheinungsbildes der Vorweihnachtszeit, indem sie zum Ausruhen und Genießen eingeladen hat“, betont Rau. Nicht wenige der Gäste seien um 12 Uhr gekommen und bis 13.30 Uhr geblieben. Aber auch wer weniger Zeit hatte, konnte bei dem guten Essen, das in diesem Jahr die Metzgerei Mayer geliefert hat, durchatmen und auftanken.
Einen weiteren Aspekt hat die Vesperkirche für die fast 40 Mitarbeiter, die jeden Tag im Einsatz waren. Insgesamt waren in der Woche 69 Mitarbeiter dabei. „Ich freue mich sehr, dass der Aufruf zur Mitarbeit so eine großartige Resonanz gefunden hat“, sagt der Pfarrer. Unter den Mitarbeitern konnte man ganz ungewöhnliche Erfahrungen machen. Menschen, die einander sonst nie näher kennenlernen würden, haben nebeneinander bedient, Essen ausgegeben, Geschirr getragen und in der Küche im Spülteam gearbeitet. Jetzt im vierten Jahr der Bopfinger Vesperkirche kennen sich die meisten schon und haben sich gefreut, das Miteinander vertiefen zu können.
Ganz besonders engagiert waren in diesem Jahr die anfangs acht Schüler der Realschule, die im Rahmen des „Sozialen Engagements“ jeden Tag in der Vesperkirche dabei waren. Von erwachsenen Mitarbeitern gab es viel Lob für die Schüler und Erstaunen, dass die „Jugend von heute“, wenn man sie näher kennenlernt, ganz anders ist, als es die Vorurteile nahelegen. Die Schüler selbst haben in ihren Klassen so begeistert von der Arbeit erzählt, dass gegen Ende der Vesperkirchenwoche noch weitere Schüler mitarbeiten wollten.
Sehr dankbar sind die Macher über Spenden: 500 Euro kamen vom Lions- Club und 300 Euro von der VR-Bank Aalen. Und viele weitere größere und kleinere Spenden gab es. So habe ein Gast für sein Essensmärkle einen Hundert-Euro- Schein gegeben. gne
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Ulrich Marstaller, Pfarrer in Lauchheim-Westhausen
WORT ZUM SONNTAG
Ulrich Marstaller, Pfarrer in Lauchheim-Westhausen
Warten ist aus der Mode gekommen, denn Warten empfinden viele Zeitgenossen als echt lästig. Im Einkaufscenter können Kinder nicht mehr warten, bis der Schokoriegel an der Kasse bezahlt ist. In der Schule werde ich gefragt: „Weshalb brauchen wir vier Adventssonntage; es wäre doch viel besser, gleich nach dem ersten Advent Weihnachten zu feiern“.
Und wir Erwachsenen ? Was ich will, das will ich jetzt! Fast alles kann ich mir von heute auf morgen ins Haus schicken lassen und der Postbote sollte dann möglichst schnell an der Haustür klingeln.
Vielleicht ist aber gerade deshalb die Adventszeit so kostbar, weil sie uns an eine andere Kultur erinnert, die sonst verloren zu gehen droht. An die Kultur des Wartens. Denn wer freudig wartet, hat noch offene Wünsche. Wer wartet, hat eine Sehnsucht. Wer wartet, streckt sich nach der Zukunft aus. Wer wartet, weiß, dass etwas Wichtiges im Leben noch nicht erfüllt ist.
In dieser Weise begegnet uns in diesen Tagen der alte Priester Zacharias. Im Lukasevangelium lesen wir, wie ungeduldig und verzweifelt er auf ein Kind seiner Frau Elisabeth wartet. Zacharias zweifelt an Gott und will das Warten aufgeben. Aber das Warten birgt einen tiefen Sinn, eine Qualität, die uns erst richtig aufmerksam werden lässt für das, was kommt. Für Zacharias hat sich das Warten gelohnt ! Lasst uns also mit dem Warten auf die Ankunft Gottes, als Kind in der Krippe beginnen, denn dieses Warten lohnt sich !
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Landwirtschaft braucht Zukunft. Mit diesem Plakat wirbt Brot für die Welt.
Menschen überleben helfen
53. Aktion von Brot für die Welt eröffnet – Motto: Land zum Leben – Grund zur Hoffnung
Seit 1959 gibt es in der evangelischen Kirche die Aktion Brot für die Welt. Mehr als tausend Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa wurden in über fünf Jahrzehnten initiiert und begleitet, um Menschen das Überleben zu sichern und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
Bernhard Richter
Ostalbkreis. Alle Projekte werden von Partner vor Ort sorgfältig geplant, von den Mitarbeitern bei Brot-für-die-Welt genau geprüft und anschließend einem Ausschuss zur Bewilligung vorgelegt. Dazu kommen regelmäßige Kontrollen von externen Sachverständigen. Damit soll sichergestellt werden, dass die anvertrauten Spendengelder tatsächlich bei den Armen und Bedürftigen dieser Welt ankommen.
Die 53. Aktion, die am vergangenen Sonntag in Dortmund bundesweit eröffnet wurde und ihren Auftakt in der Landeskirche am zweiten Advent in Sindelfingen erfährt, steht unter dem Motto: „Land zum Leben – Grund zur Freude.“ Dabei geht Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Direktorin von Brot-für-die-Welt, von der gerechten Verteilung von Land als Voraussetzung für eine weltweite Ernährungssicherheit aus. „Nur wer ausreichend fruchtbares Land zur Verfügung hat, kann Nahrungsmittel anbauen“, sagte die Direktorin bei der Vorstellung der diesjährigen Aktion.
Und da fruchtbares Land in Zukunft noch knapper wird, sind immer mehr staatliche und private Akteure motiviert, in Land zu investieren. Dabei bleiben die Interessen der Menschen vor Ort auf der Strecke, weil sie in den armen Regionen riesige Flächen pachten oder kaufen – und zwar für die Ernährung und Energieversorgung der eigenen kaufkräftigen Bevölkerung oder als gewinnbringende Anlage. Dadurch werden Menschen vor Ort ihrer Lebensgrundlage beraubt, und Hunger und Vertreibung sind die Folge.
Deshalb hat es sich die Aktion Brot für die Welt zur Aufgabe gemacht, in diesen Ländern den benachteiligten Menschen einen gerechten Zugang zu Land zu ermöglichen, auf dem sie dann auch als Kleinbauern ihren eigenen Lebensunterhalt sichern können, den sie zum Überleben brauchen
So unterstützen die evangelischen Kirchengemeinden in Oberkochen und Ellwangen ein Projekt im argentinischen Chaco. Dort machen skrupellose Vertreter des Agrobusiness den indigenen Völkern ihr Land streitig. Mit Hilfe moderner Geoinformationssysteme und engagierter Lobbyarbeit verhilft die Organisation den Indigenen zu ihrem Recht. Dabei ist wichtig, dass „Land’“ eben nicht nur das Fleckchen Erde ist, auf dem mein Haus steht und vielleicht noch ein Stück Garten zur Erholung. Wir brauchen kein Land, um uns ernähren zu können, in den Ländern des Südens dagegen stellt dies für viele Menschen die einzige Möglichkeit dar, um nicht Hunger zu leiden.
Doch auch andere Projekte werden von Brot für die Welt unterstützt. So hat der Kirchengemeinderat in Aalen beschlossen, ein Projekt in Südvietnam zu fördern. Unter der Überschrift „Frauen sind keine Ware“ kämpft eine Hilfsorganisation dort gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution.
In der Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen entschied man sich für ein Projekt in Kenia, das unter dem Motto „Hilfe für Aidskranke“ steht und die Koptisch-Orthodoxe Kirche in Kenia bei ihrem Kampf gegen diese Krankheit unterstützt.
Hoffen wir, dass auch in diesem Jahr so viel gespendet wird, dass die Menschen, die Brot für die Welt unterstützt, auch wirklich Land zum Leben und Grund zur Hoffnung haben.
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