(Text/Bild: BW)
Malwettbewerb zum Thema „sicherer Straßenverkehr“
Gemeinsam mit dem Autohaus Widmann hat das kleine Zebra, der „etwas andere Verkehrserzieher“, einen Malwettbewerb zum Thema „sicherer Straßenverkehr“ ausgeschrieben. Zahlreiche Kindergärten und Schulen beteiligten sich. Am vergangenen Samstag wurden im Autohaus Bruno Widmann die Gewinner bekannt gegeben. Den ersten Platz belegte die Eduard-Mörike-Schule aus Kirchheim, den zweiten die Brühlschule Neuler, Dritter wurde der Kindergarten Canisius aus Ellwangen, Vierter der evangelische Kindergarten aus Wasseralfingen und auf Platz fünf landete die Zenneck-Schule Ruppertshofen. Als Preis bekamen die Gewinner eine Theatervorstellung „Das kleine Zebra“. Die Preise wurden von Thomas Maile, Gerburg Maria Müller und Bernd Widmann überreicht.
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Seit Jahren ehrenamtlich engagiert: Dr. Irmela Seraphim (links). (Foto: sus)
Wohin mit der Sozialkompetenz?
Über 20 Organisationen stellten ihre Projekte den ehrenamtlichen Helfern mit Sozialführerschein vor
Wer sich in Aalen sozial engagieren will, dem bieten sich vielfältige Möglichkeiten. Das soziale Netz der Stadt ist groß. Aber auch das Helfen will gelernt sein. Seit Januar bilden sich wieder 17 Menschen im Ehrenamt weiter, ihr Ziel ist der Sozialführerschein. Am Samstag stellten sich über 20 Organisationen den Kursteilnehmern vor.
Aalen. Sie wollen sich für andere Menschen engagieren und sich für Schwächere starkmachen. Die Praxisbörse zu sozialkaritativen Projekten im evangelischen Gemeindehaus war gut besucht. Rund 50 Menschen kamen an den vielen Infoständen intensiv ins Gespräch und sicher hat der eine oder andere Teilnehmer des bereits neunten Sozialführerscheinkurses in Aalen ein Projekt gefunden, in dem er aktiv mitwirken möchte.
Die Initiatoren, die Caritas Ost-Württemberg, der Kreisdiakonieverband Ost–albkreis, die Bahnhofsmission Aalen, die katholische Seelsorgeeinheit Aalen und die evangelische Kirchengemeinde Aalen wollten die Praxisbörse dieses Mal auch der Öffentlichkeit zugänglich machen, sagte Pfarrer Bernhard Richter. Und so fanden sich auch einige „Neulinge“ im Kreis der freiwillig ehrenamtlich Engagierten ein.
Nach einem Grußwort von Diakon Jörg Dolmetsch stellten sich die Institutionen kurz vor. Die Bahnhofsmission Aalen suche ganz dringend Hilfe bei der Schülerbetreuung, in der Kernzeit von 11.45 bis 13.45 Uhr. Die Schülerbetreuung werde im „Bahnhof Gleis 1 kostenlos“ angeboten, habe großen Zulauf und sei nur eines der vielen Tätigkeitsfelder der Mission, so Sonja Kleiner. Der Freundeskreis für Wohnsitzlose braucht Unterstützung beim Projekt der Straßenzeitung „Trottwar“, auch suche man Lebensbegleiter und Seelsorger. Auch die Aalener Tafel sucht händeringend zu den rund 28 ehrenamtlichen Helfern weitere Engagierte.
Caritas-Projektleiterin Eva-Maria Markert der Caritas-Freiwilligen-Agentur bat um Mitwirkende mit Lebenserfahrung, die als Familienpate für ihr neues Projekt „Nestwärme“ tätig sein können. Die Schnuppertage im Mai werden weitere Einblicke in die Arbeitsweisen der Einrichtungen geben.
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Geehrt von Bernhard Richter (Vierter v.r.) wurden Elsbeth Unfried für ihre langjährige Vorstandstätigkeit sowie die anderen Vorstandsmitglieder Heike Weber, Christoph Class, Gabriele Scheller und Rosemarie Löwisch.
Diakonie in Aalen unabdingbar
Hauptversammlung des evangelischen Krankenpflege- und Diakoniefördervereins Aalen
Bei der Hauptversammlung des evangelischen Krankenpflege- und Diakoniefördervereins Aalen gab Pfarrer Bernhard Richter einen Überblick über die geförderten Projekte des Jahres 2010. 1000 Euro erhielt das Projekt „wellcome“ der Familienbildungsstätte, 1500 Euro der Kreisdiakonieverband zur Unterstützung des Projektes „Sucht im Alter“ und weitere 1000 Euro als einmalige Hilfe.
Aalen. 327 Mitglieder zählt der evangelische Krankenpflege- und Diakonieförderverein in Aalen. Rund 30 Mitglieder kamen zur Mitgliederversammlung. Bernhard Richter erinnerte an den Vortrag mit Helmut Duffek vom Betreuungsverein zur Patientenverfügung, und an den Diakonischen Rundgang, der in den Kocherladen in die Bahnhofsmission und in das Cafe Samocca führte. Diakonie sei eine Wesensäußerung der christlichen Gemeinde, und daher auch in Aalen unabdingbar.
Geehrt wurden Elsbeth Unfried für ihre langjährige Vorstandstätigkeit sowie die anderen Vorstandsmitglieder Heike Weber, Christoph Class, Gabriele Scheller und Rosemarie Löwisch.
Neu in den Vorstand gewählt wurde Sigrid Luippold. Kirchenpfleger Harald Schweikert als Kassier gab einen Überblick über die Finanzen des Vereins und Hartmut Wagner stellte den Antrag auf Entlastung.
Bernhard Richter berichtete von zwei Angeboten an die Mitglieder in diesem Jahr: ein Vortrag über Sturzprophylaxe mit Brigitte Meck aus Essingen am 5. Mai, 18 Uhr, und einen Diakonischen Rundgang am 15. September mit dem Besuch der Seniorenwerkstatt, dem Obdachlosenbüro am Gmünder Torplatz und der Diakonischen Bezirksstelle in der Marienstraße.
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Goldene Konfirmation gefeiert
Goldene Konfirmation gefeiert
Der Konfirmandenjahrgang 1961 Bopfingen und Oberdorf feierte in der evangelischen Stadtkirche in Bopfingen seine goldene Konfirmation. Pfarrer Rau gestaltete zusammen mit den goldenen Konfirmanden einen feierlichen Gottesdienst. Thomas Rapp an der Orgel, jetzt Bezirkskantor in Geislingen/Steige, sowie der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde umrahmten die Feier musikalisch. Nach dem Gottesdienst traf man sich beim Sonnenwirt zum gemütlichen Beisammensein mit den Altersgenossen der Jahrgänge 1946/47. Anschließend führte Bürgermeister Dr. Gunter Bühler die Gruppe durch das renovierte Verwaltungszentrum. Großes Interesse fand das ehemalige Schulhaus, das alle Anwesenden der Jahrgänge einst besucht hatten. Bei vielen Gesprächen dauerte die Feier, die teilweise Besucher auch von der Schweiz zu Gast hatte, bis in die Abendstunden.
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Bei der Ordination (v.l.): Jasmin Schönemann, Eva Lemaire, Mirjam Wild und stellvertretende Dekanin Ursula Richter. (Foto: ls)
Neu im Amt der Hoffnung
Ordination der neuen Vikarinnen in der Essinger Quirinuskirche
„Gott schenke euch die erleuchteten Augen des Herzens bei der Verkündigung des Evangeliums“, sagte die stellvertretende Dekanin des Kirchenbezirks Aalen, Ursula Richter, beim Festgottesdienst in der Quirinuskirche. Musikalisch umrahmt wurde die Dreifach-Ordination vom Kirchenchor unter Leitung von Hellmut Litzelmann und vom Posaunenchor mit Reinhard Liebhäußer als musikalischem Leiter.
Lothar Schell
Essingen. Jasmin Schönemann verbrachte ihre Vikariatszeit in Essingen, die Pfarrerin z. A. arbeitet jetzt im evangelischen Medienhaus in Stuttgart beim Infotelefon der Landeskirche. Eva Lemaire war Vikarin in Aalen und ist jetzt als theologische Assistentin beim Vorstand der evangelischen Gesellschaft in Stuttgart tätig, während Mirjam Wild als Vikarin in Ellwangen wirkte und nun als Pfarrerin z. A. beim Landespfarramt für Rundfunk und Fernsehen und bei der Pressestelle der Landeskirche in Stuttgart tätig ist.
„Gottes Wort vergeht nicht“
„Pfarrer sein ist vernetzt in einer spannungsgeladenen Zeit zwischen Zukunftslosigkeit und Hoffnung“, beschrieb Ursula Richter in ihrer Predigt. Die Geschehnisse in Japan zeigten die Abgrundtiefe, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung auf. Aber auch im Privaten erkenne man bei vielen Schicksalsschlägen die Kleinheit des Menschen.
„Und wir, angesichts unserer doch so kleinen Sorgen in der Landeskirche, machen oft in Weltuntergangsstimmung“, setzte sie hinzu. Die Menschen warteten aber auf die Kirche der Hoffnung mit Jesus Christus als starkem Fundament. Jesus Christus sei lebendig und auch die Quelle der Kraft, wenn nun drei Vikarinnen ins Amt der Verkündigung berufen würden.
Richter hieß Jasmin Schönemann, Eva Lemaire und Mirjam Wild willkommen im Amt der Hoffnung und sie wünschte dem Dreigestirn „erleuchtete Augen des Herzens, die diese Hoffnung weiter tragen“. Das Evangelium Jesu Christi sei dabei der erlösende, helle Schein.
„Mich zieht es ins Pfarramt, weil ich Befreiendes und froh Machendes im Glauben erlebt habe“, sagte Jasmin Schönemann bei ihrer Vorstellung. Gemeinsam mit der Gemeinde wolle sie am Reich Gottes arbeiten.
„Ich habe die Vision von einem offenen Raum mit einladenden Wegen ins Innere, wo sich viele verschiedene Menschen begegnen“, betonte Eva Lemaire. Die Menschen sollten dort tief verwurzelt sein in Gott.
„Ich bin im Glauben nicht weiter als jeder andere, erst durch die Arbeit mit der Gemeinde bin ich auf die Spur des Glaubens gekommen und hoffe auf ein gemeinsames Weiterkommen“, sagte Mirjam Wild.
In Anwesenheit der Zeugen und den Vertretern des Kirchenbezirks führte Pfarrerin Ursula Richter die drei seitherigen Vikarinnen ins Amt der Verkündigung ein.
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Die "Ökumenische Ellwanger Vesperkirche" ging gestern zu Ende. Die Ehrenamtlichen zogen ein positives Fazit (von links): Rose Labus, Maria Baier, Iris Weis-Hafner, Gisela Steffel, Angelika Mai, Beate Schneider, Ida Schwarz und Wolfgang Reuschel. (Foto: Schneider)
Fleißig: Küchenteam schöpft 1160 Essen
Die fünfte „Ökumenische Ellwanger Vesperkirche“ im Jeningenheim ging gestern nach einer Woche zu Ende
Von Josef Schneider
ELLWANGEN „Es hat wirklich alles wie am Schnürchen geklappt.“ Beate Schneider vom Leitungsteam ist zufrieden mit der Vesperkirche und spricht von einem „durchwegs positiven Ergebnis“. An den Spitzentagen Mittwoch und Donnerstag wurden jeweils 200 Essen ausgegeben. Mit 105 Portionen war der Samstag der schlechteste Tag. 2010 lag die Zahl der Essen bei rund 2220.
„Es ist alles Hand in Hand gegangen“, berichtet Beate Schneider von einer sehr angenehmen Atmosphäre, von einem guten Miteinander und von einem klasse Team. „Die Jugendlichen bringen auch Schwung rein“, unterstreicht die Kirchengemeinderätin von Heilig Geist den Einsatz von acht Konfirmanden am Mittwoch und von vier Schülern der Mittelhofschule am Donnerstag. Zwei Personen lobt sie besonders: Alois Herdeg und Roland Beck. Die beiden waren die ganze Woche über für den Transport des Essens von der Küche der Anna-Schwestern in das Jeningenheim zuständig, inklusive der Nachbestellungen. Auch Leitungsteam-Kollegin Angelika Mai, Kirchengemeinderätin von Sankt Patrizius in Eggenrot, lobt die insgesamt rund 40 Ehrenamtlichen bei der Vesperkirche: „Es war einfach ein harmonisches Arbeiten.“
Für zwei Euro pro Portion gab es ein warmes Mittagessen, ein Glas Wasser oder Tee sowie Kaffee und Kuchen. Der Kuchen wurde von der Eugen-Bolz-Realschule, der Mädchenschule Sankt Gertrudis, von ehrenamtlichen Helfern der Vesperkirche und von Gästen gespendet. Elisabeth Riek aus Eggenrot dankte den Helfern mit einem Gedicht, das sie in das Gästebuch eintrug: „Ein gutes Essen hat’s gegeben, mit geistlichem Beistand Gottes Segen. Man hat der Leute viel getroffen, war dabei für ein Schwätzle offen…“ Sogar aus Ulm war gestern ein Gast da: Heike Tiessen, die bei der Ulmer Vesperkirche aktiv ist und sich durch Besuche der Vesperkirchen in ganz Baden-Württemberg einen Eindruck von der Qualität verschafft. Die Tischgebete übernahmen protestantische und katholische Geistliche. „Es ist ein christliches Anliegen, das durch die Vesperkirche realisiert wird“, sagt Pfarrerin Uta Knauss: „Die Ökumene spielt auch eine große Rolle.“ Wichtig sei es, Einsamen Gemeinschaft zu ermöglichen. Zum Leitungsteam der Vesperkirche gehörten auch Angelika McVeigh-Grupp (Kirchengemeinderätin Sankt Vitus), Margret Abele (Pfarramtssekretärin Sankt Vitus) und die Pfarrer Anton Eßwein (katholisch) und Martin Schuster (evangelisch).
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Clemens Bittlinger: Jesus stirbt in Fukushima
Clemens Bittlinger: Jesus stirbt in Fukushima
Von Franz Mayer
BOPFINGEN Den Kreuzweg, den Jesus Christus gegangen ist, hat Clemens Bittlinger in der Pfarrkirche Sankt Josef mit „Bildern der Passion“ aktualisiert. Begleitet wurde er von den Sängerinnen und Sängern der Shalom-Gruppe Bopfingen. Außerdem hatte er das Multitalent Bettina Alms, auf der Block- und Piccoloflöte, an der Violine und als Vokalsolistin, mitgebracht. Seine Klagen über unzähliges Leid der Menschen in der Welt, überließ er nicht dem Fatalismus: Seine Lieder vermitteln auch die christliche Tugend des Hoffens nach einer Verklärung im ewigen Leben.
Oft schon haben Kirchenbesucher in Sankt Josef die Karwoche miterlebt. An diesem Abend sind allerdings so viele hier wie selten. Für viele von ihnen ist der evangelische Pfarrer Clemens Bittlinger ein Hoffnungsträger. Die Leidensgeschichte von Jesus Christus aus dem Munde von Clemens Bittlinger bekommt aktuelle Bezüge. Diese reichen von Hosiannarufen mit dem man einst dem „König Freudenpsalmen“ sang, bis zur Sinneswandlung des Volkes, das vom Statthalter Pilatus im damals römisch besetzten Jerusalem dessen Kreuzigung forderte.
Judas, der Verräter, der Christus dem Hohen Rat zuspielt; das projizierte Lichtbild des Bestechungsgeldes der biblischen Silberlinge weicht dem der heutigen Glaspaläste von Banken und Börsen. „Wir sind längst schon eingekauft, uns beherrscht das Geld“, verkündet er und appelliert den christlichen Glauben am Zeitgeschehen fest zu machen. „Glaube muss Hand und Fuß bekommen“ stimmen Begeisterte im Gotteshaus ein und wahrhaftig erklingen in diesem Kontext die Rufe „Kyrie eleison, Christe eleison“.
Seinem Kreuzweg müsse jeder Mensch auf die ihm zugemessenen Weise begehen, befindet Clemens Bittlinger und sieht hier lieblos dem Leistungsstress ausgesetzte Schüler und das Weltproblem dieser Tage, die apokalyptisch anmutende Katastrophe in Japan. „Die Welt hält den Atem an“, sagt er und fügt hinzu, er sei beschämt, wenn hierzulande politischer Trost laute „keine Gefahr für Deutschland“. Er denkt an „50 Feuerwehrleute, die dort ihr Leben opfern um uns zu retten“.
Am 14. Mai tritt Bittlinger nochmals mit der Bopfinger Shalom-Gruppe auf, dann in der Schranne in Dinkelsbühl.
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Sie werden gemeinsam das Jesushouse in Aalen stemmen, von links: Andreas Lampart (Hoffnung für alle), Stephan Friedrich (Baptisten), Pfarrer Marco Frey (evangelische Kirche), Gisela Schlumpberger (Altpietisten), Martin Schray (JeSOS). Es fehlt Michael Grosser (CVJM). (Foto: sf)
Den Weg zu Gott finden
Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen bringt das Jesushouse nach Aalen
Nach großen Hallen in Nürnberg, Hannover, Berlin und Hamburg ist in diesem Jahr die Porsche-Arena in Stuttgart der zentrale Ort des Jesushouse. Via Satellit kommt das Jesushouse in das evangelische Gemeindehaus nach Aalen und lädt Jugendliche dazu ein.
Sandra Fischer
Aalen. Jesushouse ist eine Mischung aus Popkonzert, Talkshow und Gottesdienst. Alle paar Jahre, zuletzt im Jahr 2007, wird das Jesushouse zentral veranstaltet und live in viele Orte übertragen. Im Mittelpunkt stehen Musik von Bands, Gottesdienste, Predigten sowie Kurzansprachen. Mit dem Jesushouse sollen Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von etwa 16 bis 25 Jahre angesprochen werden. „Natürlich seid ihr uns auch herzlich willkommen, wenn ihr jünger oder älter seid“, ermutigt der Internetauftritt des Veranstalters (www.jesushouse.prochrist.org) die Übertragung in der jeweiligen Heimatgemeinde zu besuchen.
Aalen ist einer von 700 Veranstaltungsorten, in welcher die Veranstaltung aus Stuttgart übertragen wird. „Wir rechnen mit täglich etwa 100 Gästen“, sagt der Aalener Pfarrer Marco Frey. „Toll“, findet der für die Jugendarbeit der Kirchengemeinde Aalen Verantwortliche, „dass wir als Aalener Christen zusammen etwas machen“.
Das mehrköpfige Team hatte einiges für die Liveübertragung aus Stuttgart zu organisieren und auf die Beine zu stellen. Aber letztendlich sei es ein gemeinsames Anliegen, den Weg und Glauben an Gott zu finden, ergänzt er. Ein Glaube an Gott, der Werte, Inhalte und Stabilität vermittle. Nach dem letzten Jesushouse, 2007 in der Hamburger Fischauktionshalle, setzt die diesjährige Veranstaltungsreihe noch stärker auf Interaktivität. Die Besucher an allen Veranstaltungsorten können zum Beispiel per SMS direkt Fragen an den Evangelisten Matthias Clausen stellen, auf die er eingehen wird. Das Internet spielt eine große Rolle bei Jesushouse. So können die Besucher allgemeine Fragen zum Thema des zurückliegenden Abends oder zu einzelnen Beiträgen stellen, so dass diese vielleicht auch im Programm aufgenommen werden.
Ziel sei es, eine gute Verbindung zwischen den rund 300 Veranstaltungsorten und dem zentralen Liveact in der Porsche- Arena zu schaffen. Am spannendsten findet Pfarrer Frey den Auftaktabend, der sich zentral mit Gott beschäftigen wird. Aber auch die folgenden Abende, die sich angelehnt an Paulusbriefe an die Korinther mit „Glaube, Liebe, Hoffnung“ beschäftigen, werden nicht minder interessant sein, ist er überzeugt.
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(Text / Foto: ott)
Kinderbasarteam Oberdorf spendet 1000 Euro
Der Spielplatz bei der Grundschule Oberdorf wird grundlegend umgebaut. „Die Planungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden“, informierte Oberdorfs Ortsvorsteher Martin Stempfle (links). Die Einweihung soll im kommenden Jahr im Mai oder Juni stattfinden. Auf dem alten Spielplatz bei der Grundschule Oberdorf haben die Frauen des Kinderbasarteams der evangelischen Kirchengemeinde nun Ortsvorsteher Martin Stempfle vorab einen Scheck über 1000 Euro überreicht. „Dafür soll eine „Vogelnestschaukel“ angeschafft werden“, wünschte sich das Basarteam.
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Ellwanger gedenken der Opfer in Japan
Ellwanger gedenken der Opfer in Japan
Mahnwache am Fuchseck – Demonstranten fordern Ausstieg aus der Atomenergie
Ellwangen / sim Laut läuten die Glocken der Stadtkirche und der Basilika Sankt Vitus. Nur wenige Meter entfernt haben sich am Fuchseck rund 90 Menschen versammelt, um an die Opfer in Japan zu gedenken. Ein Erdbeben und ein Tsunami hatten am Freitag viele Teile des Landes verwüstet. Bei der Naturkatastrophe war auch das Kernkraftwerk in Fukushima beschädigt worden.
„Wir wissen nicht, wie die Menschen vor Ort leiden müssen. Wir wissen nicht, wie viele verschüttet sind und auf Hilfe warten. Die Bilder zeigen uns unsere Hilflosigkeit und Schwachheit“, sagte Martin Schuster, evangelischer Pfarrer an der Stadtkirche, der auch für seinen katholischen Kollegen Michael Windisch sprach. „Wir stellen uns in Gedanken und betend neben die Menschen in Japan“, betonte er. Pater Reinhold Baumann von den Comboni-Brüdern las ein Fürbittengebet der deutschsprachigen evangelischen Kirchengemeinde in Tokio vor. „Wir möchten mit der Mahnwache ein Zeichen für die Menschen in Japan setzten und das Auffordern sich Gedanken über die Zukunft der Atomkraftwerke in Deutschland zu machen“, sagte Dietrich Böhme. Der Ellwanger Arzt ist Mitglied der Vereinigung „Ärzte gegen den Atomkrieg“. Gerhard Schneider von der Mahnwache Ellwangen ging in seiner Ansprache auf die Aussetzung der Laufzeitverlängerung für drei Monate ein. „Aufgrund ihrer Verstrickung mit der Atomwirtschaft ist die Regierung nicht in der Lage deutliche Konsequenzen zu ziehen. Die drei Monate sind Ausdruck der Hilflosigkeit und eine Verhöhnung der Menschen, die besorgt sind, nach dem Inferno in Japan“, sagt er. Am Ende der Mahnwache schallen statt den Glocken die Rufe der Demonstranten durch die Innenstadt: „Abschalten, abschalten!“.
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Oberdorfs Ortsvorsteher Martin Stempfle freut sich über die Spende des Basar-Teams. (Foto: Andrea Weber)
Basar-Frauen spenden für den Spielplatz
Bopfingen-Oberdorf / aw Auf dem Spiel- und Sportgelände der Grundschule haben die Frauen des Kinderbasarteams der evangelischen Kirchengemeinde Oberdorf Ortsvorsteher Martin Stempfle einen Scheck über 1000 Euro für eine „Nestschaukel“ überreicht. Martin Stempfle bedankte sich sehr für das ehrenamtliche Engagement. „Besonders über Wir-Gefühl in dem Ort und die vielen freiwilligen Helfer bei verschiedenen Aktionen“ freue er sich. Mit dem Geld soll für den noch dieses Jahr geplanten Umbau des 45 Jahre alten Kinderspielplatzes ein Grundstein gelegt werden. Zweimal im Jahr findet seit über 25 Jahren ein Kinderbasar statt – der nächste am 24. September in der Stauferhalle in Bopfingen. Der komplette Erlös wird immer gespendet. Mithelfen kann bei den Basaren jeder. Nähere Infos gibt’s unter den Telefonnummern 07362/921038 (Heidi Müller) und 07362/923858 (Christa Bauer).
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Ute Dostal von der Kirchengemeinde Sankt Wolfgang hat gestern beim Auftakt der fünften "Ökumenischen Ellwanger Vesperkirche" Linsen, Spätzle und Saiten serviert. "Man muss ein Danke zeigen, dass es einem selber gut geht", sagt die Ellwangerin über den Ei (Foto: Schneider)
Herzhaft: Linsen und Spätzle schmecken
Die Vesperkirche lädt noch bis Sonntag täglich zum Mittagessen ins Jeningenheim ein
Von Josef Schneider
ELLWANGEN Insider wissen es längst, was es zum Auftakt der „Ökumenischen Ellwanger Vesperkirche“ im Jeningenheim gibt: Linsen, Spätzle und Saiten. Und so war es auch gestern der Fall, 136 Portionen des typisch schwäbischen Gerichts wurden verteilt. Die evangelische und die katholischen Kirchengemeinden laden noch bis zum Sonntag, 20. März, zum gemeinsamen Mittagstisch ein, täglich von 11.30 bis 14 Uhr.
„Ich bin sehr beeindruckt von dem Service“, lobt Hermann Riek die „schnelle Bewirtung“. Der 83-jährige Ellwanger besucht zusammen mit seinem früheren Gartennachbarn Martin Winter (80) die Vesperkirche. Ihre Frauen haben die beiden zu Hause gelassen. „Ich komme nicht bloß wegen des Essens und Trinkens, sondern wegen der Gemeinschaft, der Gespräche und der Begegnung“, unterstreicht Hermann Riek: „Ich fühle mich hier ganz wohl, von der Atmosphäre her.“ Und Martin Winter ergänzt: „Ich finde, vor allem alleinstehende Menschen sind froh, wenn sie hier ein bisschen Unterhaltung finden.“ Dies kann Anneliese Laux nur bestätigen. Die 76-jährige Katholikin aus Ellwangen lebt allein und kommt jedes Jahr zur Vesperkirche, gerade wegen der Unterhaltung.
Jeder hilft, wo man ihn braucht
18 bis 20 Ehrenamtliche kümmern sich täglich um das Wohl der Besucher. „Ich bin der Grüß-Gott-August“, stellt sich der SPD-Stadtrat Hans Rieger vor, der die Gäste empfängt und ihnen aus dem Mantel hilft. Das Küchenteam ist bereits im fünften Jahr dasselbe. „Ich helfe überall, wo man mich braucht“, sagt Maria Baier von der Kirchengemeinde Sankt Vitus und schöpft fleißig Spätzle in die Teller. Die Ellwangerin steht die ganze Woche in der Küche des Jeningenheims und bringt außerdem noch jeden Tag einen Kuchen mit. Auf ihrer Kuchenplatte sind am Montag Nusszopf, Apfelkuchen und Mohnkuchen vereint, heute gibt es von ihr einen Zwetschgenkuchen, morgen einen Rhabarberkuchen. Maria Paulik steht mit der Kelle bei den Linsen, sie ist zum ersten Mal dabei: „Als neuer Rentner sucht man sich wieder einen Job, einen, wo sie an der Rente nichts abziehen.“ Zum sechs- bis siebenköpfigen Küchenteam gehört auch der Hausmeister des Jeningenheims, Wolfgang Reuschel, der Herr über die Saiten. Marianne Renschler ist einzige Protestantin in der Küche, sie ist für das Spülen zuständig, wird aber im Laufe der Woche auch zum Kaffee wechseln. Das Essen wird von der Küche der Anna-Schwestern geliefert. Pro Portion verlangt die Vesperkirche zwei Euro, viele Besucher geben mehr. Heute, am Freitag und am Samstag ist die Kost schweinefleischfrei, sodass auch Moslems kommen können.
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sperkirche im Jeningenheim findet einen immer stärkeren Zuspruch. (Foto: Achim Klemm)
Sich als Christ wohlfühlen
5. Ökumenische Vesperkirche hat gestern im Jeningenheim begonnen
Eine immer bessere Resonanz erfährt die ökumenische Vesperkirche, die in diesem Jahr unter dem Motto steht „Du deckst mir den Tisch“. Zur gestrigen Eröffnung strömten Hilfsbedürftige, Senioren und auch junge Menschen ins Jeningenheim.
ACHIM KLEMM
Ellwangen. Die Vesperkirche, zu der die katholische Gesamtkirchengemeinde und die evangelische Kirchengemeinde einladen, dauert noch bis zum Sonntag. Sie wird zum fünften Mal veranstaltet und hat sich mittlerweile zu einer festen Institution in Ellwangen entwickelt. Für gerade einmal zwei Euro gibt es ein leckeres Hauptgericht, inklusive Getränk, Vorspeise und Kaffee und Kuchen. Billiger geht es eigentlich kaum.
Jeden Tag werden zwischen 150 und 260 Essen ausgegeben. Das Essen wird von der Küche der Anna Schwestern bereitgestellt. Jeden Tag kümmern sich zwischen 18 und 20 ehrenamtliche Helfer um den Service und den Dienst am Nächsten. Die ökumenische Vesperkirche steht für alle gesellschaftlichen Schichten offen. Speziell sollen sich aber die Hilfsbedürftigen, Hartz IV-Empfänger und einkommensschwache Gruppen und Senioren angesprochen fühlen.
Jeden Tag findet ein Tischgebet statt und außerdem wird ein geistlicher Impuls gesprochen, im Wechsel von einem katholischen und einem evangelischen Pfarrer.
Im Tafelladen, in den kirchlichen Beratungsstellen und auch in den Pfarrämtern werden Essensgutscheine für Mitmenschen ausgestellt, für die der reguläre Preis von zwei Euro eine Hemmschwelle ist.
Der 73-jährige Josef Knecht aus Ellwangen kommt jedes Jahr zur Vesperkirche. „Für mich ist die Vesperkirche eine persönliche Bereicherung. Ich komme mit Menschen zusammen, die ich sonst nie sehe. Es entwickeln sich fruchtbare Tischgespräche, von denen besonders die Älteren und einsamen Leute profitieren. Ich gebe auch häufiger mehr als die zwei Euro, weil ich weiß, dass es den Ärmeren und Hilfsbedürftigen zugute kommt.“
Der 17-jährige Schüler Dominik Klockenberger vom Hariolf-Gymnasium ist zum ersten Mal dabei und ist begeistert von der Atmosphäre der Vesperkirche im Jeningenheim. „Hier treffen sich Jung und Alt ganz ungezwungen und tauschen sich miteinander aus. Das Essen schmeckt prima und ist sehr günstig. Für Schüler der nahe liegenden Schulen ist das Mittagessen eine günstige Alternative zur Schulmensa.“
Der 50-jährige Hartz IV-Empfänger Bernhard Pöltl ist extra aus Wasseralfingen gekommen, um die Vesperkirche zu nutzen. „Ich bin zusammen mit meiner Schwiegermutter und meiner Ehefrau hier im Jeningenheim, sonst würde es sich ja wegen den hohen Spritpreisen auch nicht lohnen. Hier kann ich mich als Christ wohlfühlen in der Gemeinschaft. Für ärmere Menschen ist die Vesperkirche eine überaus sinnvolle Einrichtung.“
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Ein Treffen von Gemeinde und Pfarrerin gab es am Sonntag in der evangelischen Stadtkirche nach dem ersten Gottesdienst, den Pfarrerin Caroline Bender (3. von links) gehalten hat. Mit auf dem Bild (von links): Almut Braasch, Hannelore Melcher, Stellvertret (Foto: Kullmann)
Neue Pfarrerin fordert mehr Eigenverantwortung
Aalen / kul In der Stadtkirche begrüßte am Sonntag Aalens evangelische Kirchengemeinde ihre neue Pfarrerin zur Anstellung Carolin Bender. Für die 31-jährige Theologin aus Sechselbach (Taubertal) ist es die erste Pfarrstelle, wobei sie in den kommenden drei Jahren je zur Hälfte im hiesigen Kirchenbezirk und in der Kirchengemeinde tätig sein wird.
Die stellvertretende Dekanin Ursula Richter, die die Pfarrerin der Gemeinde vorstellte, erwähnte ausdrücklich, dass Caroline Bender viel unterwegs sein werde, da sie beispielsweise in Wasseralfingen Gottesdienste feiern, in Lauterburg den Konfirmanden- und an der Aalener Langertschule den Religionsunterricht halten werde. Dass es bis zur Pfarrerin mit eigener Pfarrstelle ein weiter Weg sei, mochte Ursula Richter nicht verschweigen. Umso glücklicher sei sie, dass Caroline Bender nun in Aalen ihren Dienst antrete.
Vielfältige Aufgaben stünden ihr bevor, wobei sich jede Pfarrerin und jeder Pfarrer Jesus als Vorbild nehmen sollte, der laut Markus-Evangelium gesagt habe: „Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.“ Das Wort Gottes als Halt, als etwas Beständiges und Zuverlässiges inmitten einer Welt voller Wandel und Unwägbarkeiten. Angesichts dieser Aussage überraschte es nicht, dass Pfarrerin Bender in ihrem ersten Gottesdienst in der Stadtkirche Martin Luthers „Eine feste Burg ist unser Gott“ anstimmen ließ. Und in ihrer „Antrittspredigt“ die Sündenfallgeschichte in den Mittelpunkt stellte. Daraus erhob sie die Forderung nach einer verantwortungsvollen Lebensgestaltung in Freiheit. „Wir haben bei jeder Entscheidung die Freiheit, etwas zu tun oder zu lassen.“ Gott habe den Menschen den Entscheidungswillen gegeben, Ja oder Nein zu sagen. Dies fordere er ein Leben lang ein.
Den Weg in ein eigenverantwortliches Erwachsenenleben verglich sie mit der Vertreibung aus dem Schutz des Paradieses. „Seit dem Sündenfall träumen die Menschen von der Rückkehr dorthin. Es ist die Ursehnsucht nach dem Zustand, der so schön ist.“ Auf den Gedanken Pfarrerin zu werden, kam Caroline Bender erst während ihres Lehramtsstudiums. „In mir reifte der Wunsch mich ganz der Theologie zu widmen.“ Es seien die Fragen nach dem Anfang und Ende, die Suche nach einer zufriedenstellenden Antwort. „Auch andere stehen davor und ich will ihnen Hilfe bei der Beantwortung geben.“
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Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter (l.), die stellvertretende Dekanin Ursula Richter (r.) und Kirchengemeinderätin Hannelore Melcher (Zweite v.l.) begrüßen Caroline Bender, Pfarrerin zur Anstellung. (Foto: opo)
Neue Pfarrerin im Seelsorgebezirk
Caroline Bender ist am Sonntag im Gottesdienst der Stadtkirche begrüßt worden
Caroline Bender, Pfarrerin zur Anstellung, hat am Sonntag in Aalen ihren pfarramtlichen Dienst nach dem Ausbildungsvikariat begonnen. Die stellvertretende Dekanin Ursula Richter hieß sie im Gottesdienst in der Stadtkirche herzlich willkommen.
Aalen. Caroline Bender ist in Sechselbach bei Creglingen aufgewachsen und hat dann in Tübingen, Zürich und Halle/Saale Evangelische Theologie studiert, ehe sie ihre ersten Berufsjahre als Ausbildungsvikarin in Hussenhofen/Herlikofen im Dekanat Schwäbisch Gmünd verbrachte. Die stellvertretende Dekanin Ursula Richter stellte ihre Ansprache unter das Bibelwort, in dem Jesus sagt: „Himmel und Erde vergehen, aber meine Wort vergehen nicht.“
Ursula Richter wünschte Pfarrerin Bender, dass sie immer neu darum wisse, dass sie selbst von Gott getragen werde. Als Geschenk überreichte die stellvertretende Dekanin einen Blumenstrauß und einen Gutschein für das Café Samocca.
Der Dienstauftrag von Caroline Bender wird teils in der Kirchengemeinde Aalen, teils im Kirchenbezirk angesiedelt sein. Bis zum Dienstbeginn des neuen Dekans wird sie in Wasseralfingen den Seelsorgebezirk von Pfarrerin Richter mit versehen, die derzeit noch die Dekangeschäfte innehat.
In ihrer ersten Predigt in der Stadtkirche ging Pfarrerin Bender auf die biblische Geschichte aus 1. Mose 3 ein, wo Adam und Eva von den Früchten vom Baum nahmen, von dem sie auf Bitten Gottes nicht hätten nehmen sollen.
Für die Kirchengemeinde hieß Kirchengemeinderätin Hannelore Melcher die neue Pfarrerin zur Anstellung willkommen. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es in der Stadtkirche ein Kirchenkaffee mit der Möglichkeit zur ersten Begegnung mit Caroline Bender.
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Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter und Pastoralreferentin Elisabeth Bayer mit dem Semesterprogramm der Hochschulgemeinde. (Foto: Oliver Giers)
Kirche inmitten der Hochschule
Am Montag, 14. März beginnt an der Hochschule Aalen das Sommersemester
Über 4000 Studierende zählt die Hochschule Aalen inzwischen und für mehrere hundert junge Menschen ist der Semesterstart am Montag, 14. März, auch der Beginn ihres Studiums und damit eines neuen Lebensabschnittes.
Aalen. Ein ökumenischer Gottesdienst mit den beiden Hochschulseelsorgern findet vor der Begrüßung des Rektors, Professor Dr. Gerhard Schneider, um 8 Uhr in der Aula der Hochschule (Hauptgebäude, Beethovenstr. 1) statt. Für die katholische Kirche ist Pastoralreferentin Elisabeth Beyer zuständig, für die evangelische Kirche Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter.
Zusammen mit einem Bläserensemble der Hochschule unter Leitung von Reinhard Liebhäuser gestalten sie die Eröffnung des Semesters. Damit bietet sich für die Studenten gleich zu Beginn des Semesters die Gelegenheit, auch die Kirche an der Hochschule kennenzulernen. „Und für uns ist das die Gelegenheit“, so Pfarrer Richter, „die jungen Menschen, die oftmals weit weg von Glaube und Kirche sind, den Segen Gottes für das Semester und diesen neuen und wichtigen Lebensabschnitt zuzusprechen.“ Zudem wollen Elisabeth Beyer und Bernhard Richter Ende des Gottesdienstes ihr neues Semesterprogramm vorstellen.
Über die Jahre haben die beiden Hochschulseelsorger schon so manches ausprobiert. Es sei oft nicht ganz einfach, ein Programm zusammenzustellen, das die Studierenden anspricht, meint Richter. Beyer und Richter versuchen deshalb eine Mischung aus Thematischem und Geselligem. Wichtig ist beiden die Offenheit und Toleranz.
„Unsere Hochschulgemeinde ist ökumenisch ausgerichtet, bereit zum Dialog und achtet besonders auf Toleranz.“ Willkommen sei jeder, gleich welcher Konfession und Religion. Auch Suchende ohne Religionszugehörigkeit sollen in der Hochschulgemeinde eine Heimat finden können.
Jedes Semester findet sich im Programm ein wöchentliches Mittagessen im Raum 072 im Untergeschoss des Hauptgebäudes, wo die Hochschulgemeinde untergebracht ist. Immer donnerstags ab 12.45 Uhr gibt es dort ein warmes Mittagessen, das von der Samariterstiftung gekocht wird.
Zu einem alternativen Stadtrundgang eingeladen sind alle Studienanfänger am 22. März, 17.15 Uhr, wo neben den Sehenswürdigkeiten auch billige Einkaufsmöglichkeiten und studentische Kneipen vorgestellt werden. Neu im Programm ist alle zwei Wochen am Freitag um 7.15 Uhr ein gemeinsamer Start in den Tag unter der Überschrift „bet&breakfast“: geistlicher Impuls und Frühstück. Überhaupt soll die geistliche Dimension nicht zu kurz kommen. So gibt es am 5. Mai ein Taizé-Gebet, jeden Montag um 18.20 Uhr „Aufatmen in der Stille“ – einen offenen Meditationsabend in der Salvatorkirche und den etwas anderen Gottesdienst am 27. März, am 28. April und am 26. Juni.
Da Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Begriff an der Hochschule geworden ist, wurde auch der Verkauf von Waren aus der Einen-Welt- eingeführt: ab 16. März jeden zweiten Mittwoch ab 12.30 Uhr im Foyer des Hauptgebäudes. Und auf Initiative von Pastoralreferentin Beyer ist ein Ethik-Café ins Leben gerufen worden, das wichtigen Fragen nachgeht wie: Was sollen wir tun? Wie können wir gut leben – nicht nur ich, sondern auch wir, zusammen in unserer Gesellschaft und weltweit?
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Bopfinger Hausberg birgt für Archäologen und Hobby-Forscher noch viele Geheimnisse. (Archivfoto)
Ein Berg für keltische Astronomie?
Nachforschungen über die Herkunft des Namens „Ipf“ bringen den Bopfinger Pfarrer Michael Rau auf eine Idee
Im Brotberuf ist er evangelischer Pfarrer mit Leib und Seele, in seiner Freizeit hat es ihm Altertumsforschung angetan. Pfarrer Michael Rau hat manche Hobbies, aber wohl keines betreibt er so akribisch wie die Auseinandersetzung mit der Epoche der Kelten. Nun wartet er mit einer ungewöhnlichen Hypothese auf: War der Ipf einst eine Anlage zur Beobachtung der Gestirnbewegungen?
Bopfingen. Im aktuellen „Ostalb-Einhorn-Heft“ hat Rau seine Überlegungen dargelegt. Über den Namen des Bopfinger Hausberges Ipf seien Ende des 18. Jahrhunderts zwei Deutungen aktuell gewesen zu sein, die Stadtpfarrer Felix Buttersack dem württembergischen König bei dessen Besuch auf dem Ipf im Jahr 1811 referiert habe, schreibt Rau. Die eine Deutung gehe aus von der Gestalt des Berges, der wie ein längliches Brot, also ein „Kipf“ geformt sei. Die andere nehme eine Göttin „Ipfona“ der heidnischen Vorfahren an, die auf dem Berg verehrt worden sei.
Als bessere Grundlage bewertet Rau jedoch den Rückgriff auf eine Ortsbezeichnung der römischen Straßenkarte aus dem 4. Jahrhundert, der „Tabula Peutingeriana“. Dort ist an der Straße von Sumelocenna (Rottenburg am Neckar) nach Castra Regina (Regensburg) zwischen Aquileia (Heidenheim an der Brenz) und Septemiacum der Ort Opie eingetragen, der mit dem Kastell Oberdorf am Ipf identifiziert wird. Dieses Opie stehe für Opiae, eine der in Itinerarien geläufigen ‚erstarrten’ Lokativ- Formen, als deren Nominativ ein Opia angenommen werden dürfe, zitiert Rau dazu den Namensforscher Hans Krahe. Adolf Bachmeister habe 1867 gezeigt, dass aus Opia infolge der hochdeutschen Lautverschiebung ein Opfi, dann Upfi und später Üpfi ( Üpfe!) entstehen musste, aus dem dann in der Mundart durch ‚Entrundung’ des ü- Lautes das jetzige Ipf ergab, fügt Rau hinzu.
Opia – weder lateinischen noch germanischen Ursprungs
Für den Namen Opia, so Rau, könne sowohl eine lateinische als auch eine germanische Herkunft ausgeschlossen werden. Die Herleitung vom lateinischen ops, opis „Macht“ scheide aus, weil die Römer gewöhnlich vorhandene Ortsnamen übernommen hätten. Ebenso sei ein germanischer Ursprung für Opia auszuschließen, da das Germanische im 2. Jahrhundert, als das Kastell Oberdorf existierte, den Laut „kurzes O“ gar nicht besaß. Somit bleibt für Rau nur das Keltische als Herkunftssprache.
Das Festlandskeltische habe sich nur in Fragmenten erhalten, in Inschriften und kurzen Texten. Die heute noch lebendigen oder überlieferten keltischen Sprachen (Irisch, Walisisch, Kornisch, Bretonisch) hätten sich durch die Jahrhunderte stark verändert, könnten jedoch zur Erschließung der Bedeutung der festlandskeltischen Fragmente herangezogen werden, meint Rau.
Nun finde sich auf einem Bleitäfelchen aus gallo-römischer Zeit, das in Chamalières (Auvergne) gefunden wurde, das Wort exsops, das als „blind“ gedeutet werde. Aus diesem Wort lasse sich ein Stamm *op- erschließen, der „Auge, Blick“ bedeute und der sich wiederum von indogermanisch *okw- „ins Auge fassen, blicken“ herleiten lasse, schreibt Rau. Dieser Stamm würde auch opia - Ipf zugrunde liegen.
David Stifter vom Institut für Indogermanistik an der Universität Wien halte es für möglich, dass der keltische Name des Berges eigentlich *opios war. Interessant sei, dass der Stamm *op- für „Auge“ in der keltischen Sprache der gallo-römischen Zeit schon recht antiquiert gewesen sein muss. Gebräuchlicher sei der Stamm derco- „Auge“ gewesen, der auch in den modernen keltischen Sprachen weiterlebt, während *op- dort verschwunden sei. Von daher liege es nahe, dass der Name *opios für den Ipf nicht erst in spätkeltischer Zeit entstand, sondern schon sehr viel älter sei.
Wenn der ursprüngliche Name des Ipf, also *opios, etwas mit „Schauen“ zu tun hat, stelle sich die Frage, ob dieser Name einen tieferen Sinn hatte, als die schöne Aussicht zu würdigen, die man bis heute vom Ipfplateau aus genießen kann. Jüngste Überlegungen des Frankfurter Astrophysiker Bruno Deiss zur Ausrichtung der Grabensysteme am hessischen Glauberg erweckten Raus Aufmerksamkeit. Deiss hält es für wahrscheinlich, dass am Glauberg im 5. Jahrhundert vor Christus eine Anlage zur Beobachtung der Gestirnbewegungen installiert war, mit deren Hilfe der damalige Kalender justiert werden konnte. Für alte Kulturen war die regelmäßige Überprüfung der Übereinstimmung des Kalenders mit dem Sonnenjahr eine zwingende Notwendigkeit, um den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat aber auch für die zyklischen Feste bestimmen zu können.
Wurde auf dem Ipf die Bewegung der Gestirne beobachtet?
Das Ipfplateau nun mit seiner leichten Neigung nach Süden biete sich wie kaum ein anderer Ort als „Observatorium“ für Horizontastronomie an, meint Rau. Insofern könnte sich das „Schauen“ im keltischen Namen des Berges auf seine Bedeutung als astronomischer Aussichtsberg beziehen.
Die ungewöhnlichen Gräbchenstrukturen, die bei der geomagnetischen Prospektion des Ipfplateaus entdeckt wurden, zeigten mindestens in der groben Ausrichtung, durchaus eine Ähnlichkeit mit den Grabenanlagen am Glauberg auf, findet Rau. „Ob sich solche Ideen erhärten lassen, müssen freilich genauere Untersuchungen zeigen“, sagt Rau.
Vielleicht stehe der Ipf, was Name und historische Nutzung angeht, nicht ganz allein. Im ehemaligen keltischen Sprachraum, in Südfrankreich bei der Stadt Grasse gebe es den Ort Opio, der um einen imposanten Kegelberg herum gebaut sei, sagt Rau.
Was die Bedeutung des Namens angehe, fänden sich möglicherweise im germanischen Sprachraum Parallelen: „In Süddeutschland, der Schweiz und Österreich gibt es mehrere Berge, die den Namen Kapf tragen. Kapf kommt vom althochdeutschen kapfen, das ‘schauen, ausschauen’ bedeutet. So gesehen wäre Kapf das germanische Pendant zum keltischen *opios, vielleicht sogar die bewusste Übersetzung“, sagt Rau.
Dabei sei auffällig, dass auf verschiedenen Kapf-Bergen die Überreste hallstattzeitlicher Höhensiedlungen gefunden wurden – wie auf dem Ipf. „Die interessanteste Parallele ist der Kapf bei Villingen, vier Kilometer Luftlinie vom hallstattzeitlichen Großgrabhügel Magdalenenberg entfernt“, sagt Rau. Martin Simon
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Bei der "Ökumenischen Ellwanger Vesperkirche", die am Montag im Jeningenheim beginnt, is(s)t man nicht allein. "Das gemeinsame Essen und das gemeinsame Beten ist eine Ausdrucksform des christlichen Glauben", sagt der evangelische Pfarrer Martin Schuster. (Foto: Archivfoto Schneider)
Vesperkirche beginnt am Montag
18 bis 20 Mitarbeiter geben am Tag zwischen 120 und 230 Essen über die Theke – 1400 waren es im vergangenen Jahr
Von Josef Schneider
ELLWANGEN Ab Montag, 14. März, laden die evangelische und die katholischen Kirchengemeinden eine Woche lang zur fünften „Ökumenischen Ellwanger Vesperkirche“ ins Jeningenheim ein. Zum warmen Mittagessen (ab 11.30 Uhr) für zwei Euro pro Portion gehören auch eine Tasse Tee, Kaffee und Kuchen sowie ein gemeinsames Tischgebet, denn Leib und Seele sollen gestärkt werden. Die Vesperkirche endet am Sonntag, 20. März.
„Du deckst mir den Tisch“, unter diesem Motto ist zur Ellwanger Vesperkirche jeder eingeladen, egal ob reich oder arm, ob katholisch oder evangelisch oder Moslem. „Willkommen sein, miteinander essen und trinken, beieinander sitzen und erzählen, voneinander hören und erfahren, den Akku laden, mit seinen Gedanken nicht allein sein, einfach gastliche Gemeinschaft erfahren“, lautet die Devise. Der evangelische Landesbischof Dr. Frank Otfried July drückt das so aus: „Vesperkirchen können ein Zeichen dafür sein, dass sich die Kirche mit der beschämenden Spaltung zwischen Arm und Reich nicht abfindet. Sie können deutlich machen, dass die Menschenwürde allen Menschen zugesprochen ist, unabhängig davon, wie viel sie haben. Und sie können sich dafür einsetzen, die Lebensbedingungen armer Menschen zu verbessern und ihnen Teilhabe am gemeinsamen Leben vor Ort zu ermöglichen.“
Das Essen kommt aus der Küche der Anna-Schwestern. Im vergangenen Jahr wurden in einer Woche insgesamt rund 1400 Portionen ausgegeben, täglich waren es zwischen 120 und 230 Essen. „Wir brauchen pro Tag 18 bis 20 Mitarbeiter“, sagt Angelika Mai, die zur Leitung des ehrenamtlichen Helferteams gehört. An Kuchen sind es zwischen zehn und zwölf, die täglich benötigt werden. Von Dienstag bis Freitag liefern die Eugen-Bolz-Realschule und die Mädchenschule Sankt Gertrudis pro Tag jeweils zwei Kuchen, gebacken werden sie von den Hauswirtschafts-AGs. Ansonsten spenden ehrenamtliche Mitarbeiterinnen die Kuchen. „Wer Kuchen spenden will, darf gerne noch einen spenden“, appelliert Angelika Mai auch an die Bevölkerung. Am Mittwoch helfen Konfirmanden. Schirmherr der Vesperkirche ist Ex-Oberbürgermeister Dr. Hans-Helmut Dieterich.
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Zertifikate für Jugendleiterausbildung
Zertifikate für Jugendleiterausbildung
Acht Jungen und Mädchen in Oberkochen erhielten das Zertifikat des Kultusministeriums zum Abschluss ihrer Jugendleiterausbildung. Fast ein Jahr lang sind die evangelischen und katholischen Jugendlichen von einem ökumenischen Mitarbeiterteam mit Valerie Bellmann, Vera Werner, Max Diebold und Pfarrer Achim Bellmann auf die Mitarbeiter in der Jugendarbeit ihrer Kirchengemeinden vorbereitet worden. Unterstützt wurde das Traineeprogramm vom evangelischen Jugendwerk in Aalen. Das Bild zeigt Valerie Bellmann (Coach), Lea Eller, Tobias Kübler, Alexander Hug, Sven Heller, Elena Betzler, Lukas Balle, Pfarrer Achim Bellmann, Sebastian Graef, Max Diebold (Coach) und Michael Nuding. (Text/Foto: su)
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Das Neubaugebiet „Am Sattel“ hat auch 2010 dem Stadtbezirk Wasseralfingen Einwohnerzuwachs beschert. Im Vordergrund der Spielplatz. (Foto: Oliver Giers)
Wasseralfingen gewinnt Einwohner hinzu
Statistik des Bezirksamtes: Zahl unterm Strich gestiegen – In den Teilorten zumeist etwas rückläufig – 153 Katholiken weniger als 2009
Die Einwohnerzahl Wasseralfingens ist im Jahr 2010 leicht angestiegen, verglichen mit dem Vorjahr. Gleichzeitig ist die Einwohnerzahl in den meisten Teilorten leicht gesunken. Dies ergibt sich aus dem Jahresbericht des Bezirksamtes.
Manfred Moll
Aalen-Wasseralfingern. In einer großen Tabelle, die auf der Titelseite des „Wasseralfinger Anzeigers“ beginnt und die sich auf der Seite 2 des amtlichen Mitteilungsblattes fortsetzt, stellt das Bezirksamt Wasseralfingen statistische Daten vor. Außerdem wird notiert, mit welchen Geschäftsfällen die Beschäftigten im vergangenen Jahr zu tun hatten – immer im Vergleich zu den Zahlen des Vorjahres.
Ein Blick in diese Zahlen ist nicht uninteressant. So erfährt man zum Beispiel, dass die Gesamtbevölkerung Wasseralfingens leicht gestiegen ist (um neun Personen) und zum 31. Dezember 2010 genau 11 778 Köpfe zählte. Die Mehrheit davon war weiblichen Geschlechts: 6035 Frauen stehen 5743 Männern gegenüber. Der leichte Zuwachs von neun Personen allerdings gehört den Mannsbildern: Acht Männer, eine Frau mehr.
Schaut man auf die Einwohnerentwicklung in den Wasseralfinger Teilorten, ist dort die Entwicklung uneinheitlich. Weidenfeld (51 Einwohner) und Röthardt (201) haben um jeweils drei Personen zugelegt. Onatsfeld (178) hat um zwei, Affalteried (213) um zwölf Einwohner abgenommen. Der größte Teilort, Treppach (384), hat sechs Einwohner verloren. Beim Studium der Tabelle im Wasseralfinger Anzeiger stößt man auf die Angabe, dass Treppach nur noch 348 Einwohner habe. Dies sei allerdings ein „Zahlendreher“. 384 sei richtig, bekräftigt Ortsvorsteherin Andrea Hatam auf Anfrage.
Interessant ist ein Blick in die Verteilung der Konfessionen. Wie zu erwarten, haben die Katholiken klar die Oberhand, mit 6002 (6155) gegenüber 2615 (2606) Evangelischen. – Die Katholiken haben um 153 Seelen abgenommen, was in der Mehrheit auf Kirchenaustritte in der Folge des Missbrauchsskandals zurückzuführen sein dürfte. Man sieht aber, dass unterm Strich die wenigsten zu den Protestanten übergelaufen sind. Denn unter der Rubrik „sonstige/ohne Angaben“ hinsichtlich der Konfession rangieren 2010 genau 3161 Personen – 153 mehr als 2009 (3008).
Im Jahr 2010 sind in Wasseralfingen 127 Tote bestattet worden, 18 mehr als im Jahr zuvor (109). Untypisch ist, dass der gesamte Zuwachs sich bei den Erdbestattungen niederschlägt. 83 Urnenbestattungen waren es 2010, gegenüber 84 im Jahr 2009. Die Zahl der Erdbestattungen lag 2010 bei 44, während es 2009 nur 25 waren.
Ein Blick in die Daten des Bezirksamtes lässt den Schluss nicht zu, dass die dort angebotenen Dienstleistungen nicht genutzt werden.
So wurden in 1216 Fällen (1184) Familien- und Sozialpässe ausgegeben, 1237 (991) Personalausweise und 336 (261) Reisepässe beantragt.
Interessant ist beispielsweise, dass 2010 genau 127 Dinge beim Fundamt abgegeben wurden, gegenüber 102 im Jahr 2009. Es wurden jedoch 2010 nur 25 Sachen abgeholt; 33 waren es 2009.
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GPC spendet 1111 Euro an Liliput
GPC spendet 1111 Euro an Liliput
Die GebrauchtPC GmbH aus Aalen hat während der Monate Dezember und Januar eine Aktion mit Microsoft Deutschland: Für jeden Computer, der im GebrauchtPC-Laden im Aalener Industriegebiet oder im Online-Shop zusammen mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows XP gekauft wurde, ging ein Euro an das Evangelische Kinderhaus Liliput in Aalen. Insgesamt 1111 Euro kamen zusammen, die nun GPC-Geschäftsführer Jens Kombartzky an Gabriele Weber, Leiterin des Kinderhauses Liliput, überreicht hat. Das Geld soll für die Anschaffung eines Spielgeräts für den Garten verwendet werden.
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Zur Salbung als stärkende und segnende Geste waren alle Kirchenbesucher eingeladen. (Foto: sf)
Jeder mit seiner Art willkommen
Wasseralfinger Vesperkirche: Viel mehr als ein warmes Essen im Gotteshaus – Eine Mitarbeiterin erzählt
Wo sonst Gebetsbücher und Textheftchen Platz finden, stehen heute Teller und Tassen. Denn einmal im Jahr, vom 6. Februar bis 6. März, gibt es in Wasseralfingen die Vesperkirche, für die sich die Magdalenenkirche vier Wochen lang in eine Tafel verwandelt. Eine warme Mahlzeit, aber vor allem die Gemeinschaft, stehen hier im Vordergrund.
Daniela Schurr
Aalen-Wasseralfingen. Beim Betreten der Kirche steigt einem ein unvermuteter Duft in die Nase: der Geruch von frisch zubereitetem Essen. Dieser mischt sich mit dem sakralen Kerzengeruch, der der Wasseralfinger Magdalenenkirche auch an normalen Tagen anhaftet. Dezent ist dieser heute noch wahrnehmbar, doch die olfaktorische Komponente des Essens dominiert.
Auf dem Speiseplan: paniertes Schnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat, dazu Soße und Brötchen. 200 bis 300 Essen werden hier pro Tag ausgegeben – eine Mammutaufgabe, die die ehrenamtlichen Helfer tagtäglich meistern.
Es ist 11.15 Uhr. Die Helfer versammeln sich in der Kirche für eine kleine Andacht. Gudrun Fetzer, Mitorganisatorin der Vesperkirche, gibt letzte Tipps für die Ehrenamtlichen, dann kommen die ersten Gäste.
Michaela Hroß ist eine dieser insgesamt 120 ehrenamtlichen Helfer, von denen täglich rund 20 die Gäste der Vesperkirche mit einer warmen Mahlzeit versorgen. Die 41-Jährige huscht flink durch die Reihen der Gebetsbänke, in denen die Gäste Platz genommen haben. Über ihrem rosafarbenen Wollpulli trägt sie eine weiße Schürze, auf der die Bratensoße kleine Flecken hinterlassen hat. Eine Woche lang serviert sie den Gästen nun eine warme Mahlzeit, schenkt Kaffee aus, verteilt Kuchen und Getränke.
„Ich will Menschen unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, sagt die Dame mit den blauen Augen und den blonden Haaren. Es bereichere sie, mit den Menschen in Kontakt zu kommen, und nicht nur ein warmes Mahl mit ihnen zu teilen. Eigentlich arbeite sie in einer Apotheke, doch für die Arbeit in der Vesperkirche habe sie sich Urlaub genommen – und das nun schon im sechsten Jahr.
Dass die Vesperkirche eine reine Armenküche sei, dem widerspricht Michaela Hroß: „Hier sind auch viele Normalverdiener – die Mischung ist das, was das Ambiente so besonders macht.“
Und die Normalverdiener werden auch benötigt: 1,50 Euro kostet das Essen für Erwachsene, 50 Cent für Kinder bis 14 Jahren; doch auch der Normalpreis ist angegeben: vier Euro beträgt er. Wer kann und möchte, darf diesen Normalpreis bezahlen, informiert der Herr an der Kasse. Denn Spenden von finanziell Begünstigteren würden stets benötigt, um ein Projekt wie dieses auch weiter am Leben erhalten zu können.
Michaela Hroß greift nach zwei Tellern und geht zügig zur Essensausgabe, die inmitten der Kirche aufgebaut ist. Schnitzel, Kartoffelsalat, Soße und Brötchen werden nun von flinken Händen auf die beiden Teller drapiert, die die 41-Jährige den Helfern entgegenstreckt. Eine Drehung nach rechts, dann geht es an eine Bank zu einer Mutter mit drei Kindern, denen Michaela Hroß nun das Essen serviert. Die kleine Familie sitzt zusammen mit einem älteren Ehepaar und einem Obdachlosen auf einer Gebetsbank.
Und genau das schätzt die 41-Jährige an der Vesperkirche. „Hier wird niemand gefragt, woher er kommt, was er macht, wer er ist. Hier ist jeder mit seiner Art willkommen“, betont Michaela Hroß und lässt ihren Blick durch die Bänke schweifen: Von Seniorengruppen über Hartz-IV-Empfänger bis hin zu Fabrik- und Bankarbeitern - in der Vesperkirche sind alle Schichten und Altersgruppen vertreten.
Die Vesperkirche - heute eine Erfolgsgeschichte. Am Anfang allerdings, erinnert sich die Pfarrerin, da sei die Idee, eine Tafel innerhalb der Magdalenenkirche zu schaffen, nicht ganz unumstritten gewesen. Nun habe sich die Vesperkirche jedoch fest etabliert. Richter: „In der Kirche essen - genau das ist das Konzept, genau das schafft eine ganz besondere Atmosphäre.“
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Pfarrerin Mirjam Wild (rechts) ist gestern in einem Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche von Pfarrer Martin Schuster und der Laienvorsitzenden des Kirchengemeinderats, Gertrud Nord, verabschiedet worden. Die Pastorin arbeitet jetzt im Landesrundfunk (Foto: Schneider)
Pfarrerin Mirjam Wild sagt zum Abschied leise Servus
Ellwangen / sj Nach ihrem zweieinhalbjährigen Vikariat in Ellwangen hat sich Pfarrerin Mirjam Wild gestern Vormittag mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche von der evangelischen Kirchengemeinde verabschiedet. Die Pastorin arbeitet seit 1. März im Landesrundfunk-Pfarramt für den SWR in Stuttgart.
Pfarrerin Mirjam Wild begann im September 2008 den Vorbereitungsdienst zum Pfarramt in der Evangelischen Kirchengemeinde Ellwangen, sie hielt Gottesdienste, erteilte Religionsunterricht an der Mittelhofschule, betreute einen eigenen Seelsorgebezirk, war in der Gemeindeleitung tätig, arbeitete sich in die Kirchenraumpädagogik ein und wies mit einer Postkartenaktion auf die Armut in unserer Gesellschaft hin.
Pfarrer Martin Schuster und die Laienvorsitzende des Kirchengemeinderats, Gertrud Nord, bedankten sich bei Mirjam Wild mit einer Grafik des Holzbildhauers Siegfried Rimpler, die Ellwangen zeigt. „Danke für Deine Verkündigung, für Dein Dasein und die Gespräche“, sagte Nord. Bei einem Stehempfang in der Kirche gab es für Mirjam Wild zum Abschied noch viele Geschenke, Umarmungen und gute Wünsche.
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Beliebtes Spielzeug in Chile: Dieser Junge, als Tiger geschminkt, bastelt sich eine Murmelkiste. (Foto: Oliver Giers)
Chile spielerisch erleben
Weltgebetstag für Kinder im evangelischen Gemeindezentrum
„Ich finde es gut, dass man hier lernt, was es in dem Land Chile so gibt“, sagt die achtjährige Mariejana, während sie Stoffstücke auf eine Schuhschachtel klebt. Sie ist eines von rund 70 Kindern, die im evangelischen Gemeindehaus in Wasseralfingen zum Weltgebetstag singen, beten tanzen und basteln.
daniela schurr
Aalen-Wasseralfingen. „Hola!“, begrüßt Regina Schäffner die Kinder. Sie berichtet von Chile, erzählt davon, dass in Chile Pinguine, Lamas und Flamingos leben. Doch welche Sprache wird in Chile gesprochen? „Chilisch“, meint ein kleiner Junge. „Englisch“, meint ein anderer, ein Mädchen kennt die Antwort: „Spanisch“, ruft sie aus.
So geht es weiter an diesem Nachmittag im evangelischen Gemeindehaus in Wasseralfingen. Die evangelischen und katholischen Kinder lernen auf spielerische Weise das Land Chile kennen, erfahren, dass es in der Atacamawüste „den schönsten Sternenhimmel auf der ganzen Welt“ gibt, wie Gabi Riedl sagt. Und Carmen Grässer stellt dar, wie viele beziehungsweise wie wenig Brote die armen Kontinente zur Verfügung haben.
„War das jetzt gerecht?“ fragt Carmen Grässer, nachdem sie Papier-Brote an die Kinder zur Veranschaulichung verteilt hat. „Nein“, rufen diese im Chor. Mit einer Geschichte des Apostels Lukas, der berichtet, wie Jesus mit fünf Broten und zwei Fischen die Menschen satt gemacht hat, verdeutlicht sie, wie wichtig gerechtes Teilen doch ist – passend zum Motto des Weltgebetstages „Wie viele Brote habt Ihr?“ Und auch das können die Kinder direkt nachempfinden, indem sie selbst kleine Fladenbrote teilen.
Dann werden die Kinder in Gruppen aufgeteilt. Mit den Betreuerinnen können sie nun singen und tanzen, sie sehen Dias von Chile, essen kleine Brote und basteln chilenisches Spielzeug.
Veranstalter des Nachmittages ist die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen, im Detail organisiert haben ihn fünf Frauen, unter anderem Elisabeth Hofmann. Dass die Organisation für den Nachmittag viel Arbeit gewesen sei, liege auf der Hand, so Hofmann: „Aber der Nachmittag mit den Kindern – das gemeinsame Beten und Singen – für das lohnt es sich.“
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In der Johanniskirche ging der ehemalige Dekan Erich Haller auf das unterschiedliche Verständnis von Eucharistie ein. (Foto: sik)
Gemeinsame Wurzeln
Der ehemalige Dekan Erich Haller zu den Gründen des unterschiedlichen Abendmahl-Verständnisses
Die unterschiedliche Auffassung der Gegenwart Christi in der Eucharistie gehört nach wie vor zu einem der Reizthemen der Konfessionen. Auf Einladung der Familienbildungsstätte blickte der ehemalige Dekan Erich Haller auf die Wurzeln der Eucharastie.
Aalen. Die katholische Kirche lehrt die Realpräsenz Christi in den Gestalten von Brot und Wein, die während der Priesterworte geheimnisvoll gewandelt werden. Die evangelische Kirche dagegen glaubt allein im Vollzug des Abendmahls an die Christi Gegenwart. „Der Zwist“, so ist Erich Haller überzeugt, „hängt viel zu sehr am Inhalt des Kelches und zu wenig am Vorgang selbst“.
Um den Vorgang der Eucharistie besser verstehen zu können, blickt Haller auf das jüdische Passah-Mahl und darauf, wie es Jesus beim letzten Abendmahl abgewandelt hat. Dann, so meint Haller, könnten die Konfessionen eher zu einem Konsens kommen.
In der Reformationszeit prägte Martin Luther die Ansicht, dass das Opfer Christi nicht wiederholt werden kann. Deshalb hat er auch die Priestermessen verworfen, die Abendmahlsfeier sollte wieder eine Feier der Gemeinde werden. Die Sukzession, also die direkte Nachfolge Christi durch die Bischöfe und durch die Weihe für die Priester, lehnte Luther ab. Allein im Vollzug des Abendmahls (Konsubstantiation) ist Christus gegenwärtig.
Dem steht die katholische Transsubstantiationslehre gegenüber, die von einer tatsächlichen Wandlung von Brot und Wein, und dies auch nur durch das Gebet des Priesters „Das ist mein Leib, mein Blut“, ausgeht (Konsekration). „Erst im zweiten vatikanischen Konzil rückten die Katholiken von der tatsächlichen Opferung Christi während der Eucharistie ab“, erklärt Haller.
Was geschieht beim jüdischen Passah-Mahl und was hat Jesus daraus gemacht? „Jesus hat zwölf Jünger eingeladen, nicht wie üblich die Familie“, führt Erich Haller aus. Dies stehe für die Konstitution eines neuen Gottesvolkes. Dem Dankgebet, das der Hausvater beim Passah über dem ungesäuerten Brot, dem Brot des Elends (Auszug und Knechtschaft der Juden) spricht, fügt Jesus hinzu: „Nehmt, esst, mein Leib, mein Blut“. Da die Übersetzung keine ordentliche Grammatik hergab, wurden die Worte „Das ist mein Leib“ oder „Dies ist mein Leib“ eingefügt. Aus dem Auszug aus Ägypten macht Jesus ein messianisches Zeichen. „Indem er das Brot, sozusagen sein Leben bricht“, so Haller. Auch die Aussage „mein Blut“ sei eine Kurzformulierung über seinen bevorstehenden Tod, da das Blut im jüdischen Verständnis der Sitz des Lebens bedeute. Zudem wäre es für einen Juden undenkbar, tatsächlich Blut zu trinken. Im Gegensatz zum Passah trinken alle aus einem Kelch, was so viel heißt, dass alle an der Bedeutung des Todes Christi teilhaben. „Jesus verändert nicht den Inhalt des Kelches, sondern den Vorgang“, macht Erich Haller klar. Jesu Abendmahl sprenge daher den üblichen Rahmen des jüdischen Passah-Mahls. Danksagung, Freude und Ausblick auf das Reich Gottes, das im Passah mit dem „Hallelbecher“ (Lobgesang) abschließt, habe im evangelischen Abendmahl leider erst in letzter Zeit wieder Platz gefunden. „Nicht zu Letzt durch den Austausch mit den katholischen Christen“, weiß Erich Haller.
Resümierend stellt er fest: „Wenn Jesus selbst der Garant des Feierns und der oberste Liturg ist, könnte man sich in den Konfessionen besser arrangieren.“ Die Erneuerung der evangelischen und katholischen Praxis im jüdischen Verständnis könnte so die beiden Konfessionen auch in diesem Punkt näher zusammenbringen. Sibylle Schwenk
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"Wie viele Brote habt ihr?", unter diesem Motto fand gestern der Weltgebetstag der Frauen statt. In Ellwangen waren die Gottesdienste im Seniorenstift Schönbornhaus (unser Bild) und im Speratushaus. (Foto: Schneider)
Weltgebetstag: Frauen teilen wie in Chile Brot
Speisung der Fünftausend - Ökumenisches Vorbereitungsteam regt an, seine Fähigkeiten für andere einzusetzen
Von Josef Schneider
ELLWANGEN Alljährlich am ersten Freitag im März begehen Frauen aller Konfessionen in über 170 Ländern der Erde den Weltgebetstag. Unter dem Motto „Wie viele Brote habt ihr?“ war in diesem Jahr Chile das Land, in dem die Lieder und Gebete der Gottesdienste vorbereitet wurden. Ein ökumenisches Vorbereitungsteam gestaltete gestern in Ellwangen die beiden Gottesdienste, am Nachmittag im Seniorenstift Schönbornhaus, am Abend im Speratushaus.
„Brot ist unser wichtigstes Nahrungsmittel. Es darf bei keinem Essen fehlen. Selbst in den ärmsten Häusern teilen wir als Zeichen der Gastfreundschaft Kaffee, Mate- oder anderen Tee und selbst gebackenes Brot miteinander. Wenn Frauen den Teig bereiten, kneten sie dabei ihre Zuneigung für alle hinein, die das Brot später essen. Dass es in dieser Welt Hunger gibt, ist eine Schande.“ So wurde eine Chilenin zitiert. Das Teilen von Brot sei ein Zeichen von Solidarität und Hoffnung in Christus.
Reich an Bodenschätzen
n den Gottesdiensten, die mit szenischen Darstellungen bereichert wurden, kam die überwältigende landschaftliche Schönheit Chiles mit fruchtbaren Böden und reichen Wäldern zur Sprache, aber auch die ungleiche Verteilung der Güter und die wachsende materielle Gier. Das lateinamerikanische Land ist von Nord nach Süd über 4300 Kilometer lang, es ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer und Eisenerz und hat viele Klima- und Vegetationszonen. Über 70 Prozent der knapp 17 Millionen Bewohner Chiles sind römisch-katholisch, knapp 15 Prozent protestantisch. Am 27. Februar vergangenen Jahres forderte ein starkes Erdbeben, verbunden mit einer Flutwelle, zahlreiche Tote und Verletzte, über zwei Millionen Menschen waren obdachlos. Dem ersten Schock folgten viele spontane Hilfsaktionen. Erinnert wurde auch an das Bergwerksunglück im Herbst 2010, die Verschütteten konnten kurz vor Weihnachten gerettet werden.
Im Mittelpunkt der Lesung stand die Speisung der Fünftausend, ein Text aus dem Markus-Evangelium, Kapitel 6, Verse 30 bis 44. Alle aßen von den fünf Broten und zwei Fischen und wurden satt. „Als die Jünger die Reste der Brote und auch der Fische einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren fünftausend Frauen, Männer und Kinder, die von den Broten gegessen hatten.“ Szenisch thematisiert wurde auch, wie eine Witwe ihr Brot mit dem Propheten Elija teilte. In diesem Zusammenhang wurde angeregt, seine Gaben und Fähigkeiten mit anderen zu teilen. Eingegangen wurde auch auf das diesjährige Titelbild des Weltgebetstags, das von der 77-jährigen chilenischen Bäuerin Norma Ulloa gestickt wurde. Das Bild verbindet biblische Wundererzählungen und Alltagsszenen im bäuerlichen Leben Chiles.
Das Deutsche Weltgebetstagskomitee fördert seit vielen Jahren Frauenprojekte in aller Welt mit bisher knapp 58 Millionen Euro. Allein 2009 wurden für 146 Projekte in 48 Ländern über 2,8 Millionen Euro
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Erwin Kirn ist mit seinem Flügelhorn der dienstälteste Bläser im evangelischen Posaunenchor Oberkochen. (Foto: ls)
Erwins zweitbestes Stück
Erwin Kirn ist mit seinem Flügelhorn eine feste Größte im Posaunenchor Oberkochen
Immer dienstags packt Erwin Kirn seinen Koffer. Genauer gesagt den Musikkoffer. Wichtigstes Utensil ist sein „Oldie“, ein Flügelhorn, das er vor 50 Jahren für 124 Mark gekauft hat. Ein musikalisches Evergreen ist daraus geworden.
Lothar Schell
Oberkochen. „Mein bestes Stück ist meine Frau Sieglinde, danach kommt gleich mein Flügelhorn“, sagt Erwin Kirn, dessen zweite Liebe dem evangelischen Posaunenchor in Oberkochen gehört. Dort spielt er mit Herzblut, er ist der dienstälteste Bläser. Dabei war er „von Geburt“ eigentlich gar kein Bläser, wie er dieser Zeitung erzählt.
Der gebürtige Hesse, der im beschaulichen Dietersweiler im Schwarzwald aufgewachsen ist, kam 1969 nach Aalen. Zuerst nach Dewangen, vor fast genau 40 Jahren zog es ihn nach Unterkochen. „Eigentlich habe ich mein musikalisches Terrain als Streicher begonnen“, erzählt Kirn. Während seiner Zeit am Gymnasium in Freudenstadt spielte er Geige im Schülerorchester des Keppler-Gymnasiums. Mit 16 Lenzen fand er Kontakt zu einem Bläserchor.
„Das Zusammenspiel im Posaunenchor hat mir spontan gefallen. Ein halbes Jahr spielte er auf einem Vereinsinstrument, dann wurde das besagte „gute Stück“ angeschafft, das auch heute noch – nach 50 Jahren – „wunderschöne Töne von sich gibt“, lacht der 66-Jährige. Innerhalb eines halben Jahrhunderts gab’s nur zwei kleinere Reparaturen.
Liebevoll streicht Kirn über sein Flügelhorn. Im evangelischen Posaunenchor ist er der Senior, sitzt neben Katharina, Michael und Paul – den Kindern von Pfarrer Albrecht Nuding. „Ich habe vom Tuten und Blasen eine Ahnung“, verkehrt Kirn das übliche Sprichwort. Noch in diesem Jahr wird er für 50 Jahre aktive Musiktätigkeit geehrt.
Musik zum Gotteslob macht besonders Freude
„Herrliche Ereignisse hat mein Flügelhorn mit mir zusammen erlebt“, sagt Kirn und er meint damit besonders die „erhebenden Landesposaunentage in Ulm, der Hauptstadt der Bläser“. Alle zwei Jahre finden diese statt und 23 Mal war Kirn mit dabei.
Nicht unerwähnt lässt er die enge Bindung zum christlichen Glauben. Seit 1957 ist er Mitglied im Christlichen Verein junger Menschen“, er war 24 Jahre lang Kirchengemeinderat in Unterkochen, davon acht Jahre als Laienvorsitzender. 20 Jahre lang gehörte er der Bezirkssynode an und ebenfalls zwei Dekaden war Erwin Kirn auch noch Organisator der Kinderkirche.
„Lobet Gott mit Trompeten und Posaunen“, zitiert Kirn Psalm 98 und daraus erwuchs auch seine musikalische und christliche Lebensphilosophie. Ans Aufhören denkt er noch lange nicht. „Wenn ich allerdings merke, dass ich keinen Ton mehr herausbringe, gehe ich mit meinem Flügelhorn in den musikalischen Ruhestand“, blickt er voraus.
Bis dahin soll es noch viele Auftritte geben. Wie früher unter Dirigent Albrecht Gunzenhauser und jetzt mit Christoph Kübler am Regiepult. Einmal im Monat etwa bei der Begleitung des Gottesdiensts in der Versöhnungskirche, auf dem Friedhof, in Altenheimen oder auf Campingplätzen. Der nächste Höhepunkt ist nicht mehr weit weg.
Denn schon im April findet der Bezirksposaunentag in der Oberkochener Dreißentalhalle statt. Klar, dass Erwin Kirn und sein liebgewonnenes Flügelhorn dabei natürlich auch wieder mit von der Partie sein werden.
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„Die frommen Jungfrauen“ warben für die notwendige Sanierung des Kirchendachs. (Foto: su)
Von oben herab lässt sich’s gut lachen
Das „Dachdeckerteam“ Johanna Halka und Pfarrer Albrecht Nuding glossierten lokale Begebenheiten
Die anstehende Sanierung des Dachs der Versöhnungskirche bildete in unterhaltsamer Form das Herzstück beim Dankeschönabend der evangelischen Kirchengemeinde. Kabarettistisch glossiert und gewürzt wurde er von Johanna Halka und Pfarrer Abrecht Nuding als Dachdecker in Zimmermannskluft.
Oberkochen. 110 Ehrenamtliche ließen sich beim traditionellen Dankeschönabend unter dem Motto „Alle unter einem Dach“ vom Kirchengemeinderat verwöhnen. Den Auftakt bildete eine von Pfarrerin Ulrike Nuding in der Versöhnungskirche gestaltete Andacht.
Die Palette der ehrenamtlich Tätigen war breit gestreut und reichte von Jungscharbetreuern bis zu engagierten Kirchengemeindegliedern, die im Seniorenteam mitarbeiten. Vor dem gemeinsamen Festessen im Christian-Hornberger-Saal dankte der Zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Gerd Reisinger, für ihre der Kirchengemeinde geopferten Zeit.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Flötenensemble unter Leitung von Ruth Koch. Im Programmteil zeigte Pfarrer Achim Bellmann Bilder mit dem „normalerweise publikumsscheuen Kirchenkobold Kasimir“, der die Anwesenden auf unterhaltsame Weise an jene Orte in der Versöhnungskirche führte, wo dringender Renovierungsbedarf besteht.
Zum krönenden Abschluss des Abends traten Johanna Halka und Pfarrer Albrecht Nuding als Dachdecker-Team auf, das so manche Merkwürdigkeit in der Kocherstadt glossierte. Beispielsweise die Kosten fürs geplante Zeltdach auf dem Eugen-Bolz-Platz oder die geringe Resonanz für die Eislauffläche im Spitztal.
„Immer schön oben bleiben“, kommentierten die beiden Dachdecker Bürgermeister Traubs Landratsambitionen drunten im Schwarzwald. su
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