© Schwäbische Post 29.03.2011

(Text/Bild: BW)

(Text/Bild: BW)

Malwettbewerb zum Thema „sicherer Straßenverkehr“
 
Gemeinsam mit dem Autohaus Widmann hat das kleine Zebra, der „etwas andere Verkehrserzieher“, einen Malwettbewerb zum Thema „sicherer Straßenverkehr“ ausgeschrieben. Zahlreiche Kindergärten und Schulen beteiligten sich. Am vergangenen Samstag wurden im Autohaus Bruno Widmann die Gewinner bekannt gegeben. Den ersten Platz belegte die Eduard-Mörike-Schule aus Kirchheim, den zweiten die Brühlschule Neuler, Dritter wurde der Kindergarten Canisius aus Ellwangen, Vierter der evangelische Kindergarten aus Wasseralfingen und auf Platz fünf landete die Zenneck-Schule Ruppertshofen. Als Preis bekamen die Gewinner eine Theatervorstellung „Das kleine Zebra“. Die Preise wurden von Thomas Maile, Gerburg Maria Müller und Bernd Widmann überreicht.
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© Schwäbische Post 28.03.2011

Kirchengemeinderatssplitter
 
Das neue Christushaus Der Kirchengemeinderat hat bei seiner Sitzung in Waldhausen auch das neue Christushaus in Augenschein genommen, nachdem Thomas Hiesinger die neugestalteten, in helles Gelb getauchten Räume vorgestellt hatte. „Die Farbe steht für die Auferstehung“, erläuterte der Waldhäuser Kirchengemeinderat. In der Umgebung von Rathaus und Bürgerhaus habe sich der Name Christushaus angeboten. In diesem stehen nun etwa 40 Quadratmeter für den Gottesdienst zur Verfügung. Man habe sehr viel in Eigenleistung erledigt, was Kosten gespart habe. Von den bewilligten 46 000 Euro habe man derzeit lediglich 42 000 Euro aufgebraucht. Allerdings ständen noch einige Anschaffungen, wie ein Schaukasten, aus, wies Pfarrer Manfred Metzger hin.
Segnung des Hauses Das Christushaus soll am 17. April bei einem Gemeindefest gesegnet werden. Dann will die Waldhäuser evangelische Gemeinde viele Menschen ins Haus bitten, damit auch künftig mehr Gläubige den Weg dorthin finden. Bei einer aktuellen Bilanz stellte Pfarrer Metzger fest, dass bereits bei den ersten Gottesdiensten mehr Besucher zu verzeichnen waren.
Neue Fenster in Leinroden Das so genannte Hausmeisterhaus des Ferientagheims Leinroden benötigt neue Fenster. Die hat jetzt der Kirchengemeinderat bewilligt. Mit 6000 Euro ist Fensterbau Barth in Abtsgmünd der günstigste Bieter. aki
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© Schwäbische Post 28.03.2011

Seit Jahren ehrenamtlich engagiert: Dr. Irmela Seraphim (links).  (Foto: sus)

Seit Jahren ehrenamtlich engagiert: Dr. Irmela Seraphim (links). (Foto: sus)

Wohin mit der Sozialkompetenz?
 
Über 20 Organisationen stellten ihre Projekte den ehrenamtlichen Helfern mit Sozialführerschein vor
 
Wer sich in Aalen sozial engagieren will, dem bieten sich vielfältige Möglichkeiten. Das soziale Netz der Stadt ist groß. Aber auch das Helfen will gelernt sein. Seit Januar bilden sich wieder 17 Menschen im Ehrenamt weiter, ihr Ziel ist der Sozialführerschein. Am Samstag stellten sich über 20 Organisationen den Kursteilnehmern vor.
 
Aalen. Sie wollen sich für andere Menschen engagieren und sich für Schwächere starkmachen. Die Praxisbörse zu sozialkaritativen Projekten im evangelischen Gemeindehaus war gut besucht. Rund 50 Menschen kamen an den vielen Infoständen intensiv ins Gespräch und sicher hat der eine oder andere Teilnehmer des bereits neunten Sozialführerscheinkurses in Aalen ein Projekt gefunden, in dem er aktiv mitwirken möchte.
Die Initiatoren, die Caritas Ost-Württemberg, der Kreisdiakonieverband Ost–albkreis, die Bahnhofsmission Aalen, die katholische Seelsorgeeinheit Aalen und die evangelische Kirchengemeinde Aalen wollten die Praxisbörse dieses Mal auch der Öffentlichkeit zugänglich machen, sagte Pfarrer Bernhard Richter. Und so fanden sich auch einige „Neulinge“ im Kreis der freiwillig ehrenamtlich Engagierten ein.
Nach einem Grußwort von Diakon Jörg Dolmetsch stellten sich die Institutionen kurz vor. Die Bahnhofsmission Aalen suche ganz dringend Hilfe bei der Schülerbetreuung, in der Kernzeit von 11.45 bis 13.45 Uhr. Die Schülerbetreuung werde im „Bahnhof Gleis 1 kostenlos“ angeboten, habe großen Zulauf und sei nur eines der vielen Tätigkeitsfelder der Mission, so Sonja Kleiner. Der Freundeskreis für Wohnsitzlose braucht Unterstützung beim Projekt der Straßenzeitung „Trottwar“, auch suche man Lebensbegleiter und Seelsorger. Auch die Aalener Tafel sucht händeringend zu den rund 28 ehrenamtlichen Helfern weitere Engagierte.
Caritas-Projektleiterin Eva-Maria Markert der Caritas-Freiwilligen-Agentur bat um Mitwirkende mit Lebenserfahrung, die als Familienpate für ihr neues Projekt „Nestwärme“ tätig sein können. Die Schnuppertage im Mai werden weitere Einblicke in die Arbeitsweisen der Einrichtungen geben.
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© Schwäbische Post 28.03.2011

Geehrt von Bernhard Richter (Vierter v.r.) wurden Elsbeth Unfried für ihre langjährige Vorstandstätigkeit sowie die anderen Vorstandsmitglieder Heike Weber, Christoph Class, Gabriele Scheller und Rosemarie Löwisch.

Geehrt von Bernhard Richter (Vierter v.r.) wurden Elsbeth Unfried für ihre langjährige Vorstandstätigkeit sowie die anderen Vorstandsmitglieder Heike Weber, Christoph Class, Gabriele Scheller und Rosemarie Löwisch.

Diakonie in Aalen unabdingbar
 
Hauptversammlung des evangelischen Krankenpflege- und Diakoniefördervereins Aalen
 
Bei der Hauptversammlung des evangelischen Krankenpflege- und Diakoniefördervereins Aalen gab Pfarrer Bernhard Richter einen Überblick über die geförderten Projekte des Jahres 2010. 1000 Euro erhielt das Projekt „wellcome“ der Familienbildungsstätte, 1500 Euro der Kreisdiakonieverband zur Unterstützung des Projektes „Sucht im Alter“ und weitere 1000 Euro als einmalige Hilfe.
 
Aalen. 327 Mitglieder zählt der evangelische Krankenpflege- und Diakonieförderverein in Aalen. Rund 30 Mitglieder kamen zur Mitgliederversammlung. Bernhard Richter erinnerte an den Vortrag mit Helmut Duffek vom Betreuungsverein zur Patientenverfügung, und an den Diakonischen Rundgang, der in den Kocherladen in die Bahnhofsmission und in das Cafe Samocca führte. Diakonie sei eine Wesensäußerung der christlichen Gemeinde, und daher auch in Aalen unabdingbar.
Geehrt wurden Elsbeth Unfried für ihre langjährige Vorstandstätigkeit sowie die anderen Vorstandsmitglieder Heike Weber, Christoph Class, Gabriele Scheller und Rosemarie Löwisch.
Neu in den Vorstand gewählt wurde Sigrid Luippold. Kirchenpfleger Harald Schweikert als Kassier gab einen Überblick über die Finanzen des Vereins und Hartmut Wagner stellte den Antrag auf Entlastung.
Bernhard Richter berichtete von zwei Angeboten an die Mitglieder in diesem Jahr: ein Vortrag über Sturzprophylaxe mit Brigitte Meck aus Essingen am 5. Mai, 18 Uhr, und einen Diakonischen Rundgang am 15. September mit dem Besuch der Seniorenwerkstatt, dem Obdachlosenbüro am Gmünder Torplatz und der Diakonischen Bezirksstelle in der Marienstraße.
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© Schwäbische Post 26.03.2011

Wille zur ökumenischen Zusammenarbeit in Oberkochen
 
Treffen beider Oberkochener Kirchengemeinderäte in der Kolpingshütte
Jugendarbeit auf der Agenda ganz oben
 
Bei der alljährlichen gemeinsamen Sitzung des evangelischen und des katholischen Kirchengemeinderats von Oberkochen wurde der Wille zur ökumenischen Zusammenarbeit bekundet.
 
Oberkochen. Der stellvertretende Vorsitzende der katholischen Kirchengemeinde Konrad Werner betonte, dass das halbe Gremium des katholischen Kirchengemeinderats nach der Beendigung der Ära Paul Trittler neu im Amt sei. Die Aufgabenfindung sei auch nach der jüngsten Klausurtagung im Comboni-Haus Josefstal bei Ellwangen noch nicht zu Ende. Trotzdem sei in diesem Jahr der Um- und Ausbau des Kindergartens Sankt Michael, den noch der vorige Kirchengemeinderat in die Wege geleitet hatte, durchgeführt und abgeschlossen worden. Die Liste weiterer Baustellen in der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul beginne mit der Verbesserung der Kontaktaufnahme zu Neuzugezogenen, der Einführung einer Taufkatechese und der Stärkung der Jugendarbeit. Das Trainee-Programm sei ein erster Schritt in diese Richtung. Werner ging auch auf die Restrukturierung der Sternsingeraktion und auf die Planung einer Trauer- und Sterbebegleitung ein. In Sachen Ökumene seien viele Gemeinsamkeiten im Alltag und im karitativen Bereich festzustellen.
 
Gerd Reisinger, stellvertretender Vorsitzender des evangelischen Kirchengemeinderats, betonte, dass sich das Gremium in einer stabilen Mittelphase der Legislaturperiode befinde. Trotzdem gebe es gewisse Problemzonen, die ebenfalls beim Bauen beginnen. Reisinger erinnerte an die Renovierung des evangelischen Friedhofs und an die bevorstehende Dachsanierung der Versöhnungskirche. Die Jugendarbeit stehe ebenfalls ganz oben auf der Agenda. Hier sei die Situation so, dass die Jugendlichen mit der Zeitknappheit durch das G 8 und die Ganztagesschule zu kämpfen hätten, woran sich die Vorbereitung der Konfirmanden und auch das Trainee-Programm anpassen müssten. In der Ökumene müsse der Grenzbereich, in dem eine Zusammenarbeit möglich sei, weiter ausgebaut werden.
 
Bei der anschließenden Diskussion wurde vereinbart, dass die Kirchen bei jenen Themen, so sich mit der Kommune oder mit den örtlichen Vereinen Berührungspunkte ergeben, gemeinsam auftreten sollten. Das gemeinsam durchgeführte Trainee-Programm mit dem Ziel der Ausbildung zu Jugendleitern wurde als guter Ansatz gesehen, um weitere Jugendaktionen gemeinsam durchzuführen. Ein positives Echo gab es für den gemeinsamen Arbeitskreis „Tag der Schöpfung.“ su
 
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© Schwäbische Post 24.03.2011

Konfirmation 2011
 
Essingen.
Am Sonntag, Lätare, 3. April, 9.30 Uhr, werden in der Evangelischen Quirinuskirche durch Pfarrer Christoph Bäuerlekonfirmiert:
Hanna Bäuerle, Anna Brendle, Tamara Frank, Sabrina Hermann, Sarah Koller, Lena Quendt, Michaela Schröppel, Franziska Starz, Anne Wetzel, Simon Frank, Florian Lächele, Yannick Musch, Jakob Pfleiderer, Lukas Schaal, Simon Schnotz.
 
 
Goldburghausen.
Am Sonntag, Lätare, 3. April, 9.30 Uhr, werden in der Michaelskirche durch Pfarrer Nicolai Giessler konfirmiert:
MarcoGiuseppe Bachmann, Julian Karl Eger-Benninger, Lena Götz, Stefanie Schied, Thorsten Steinmeyer
 
 
Trochtelfingen.
Am Sonntag, 3. April, 9.30 Uhr, werden in der Andreaskirche durch Pfarrerin Doris Dollinger konfirmiert:
Henrike Heinicke, Jessica Herrmann, Manuel Hieber, Natalie Korsin, Patrick Rieß, Jan-Phillip Saur, Peter Axel Schüle, Dominik Shala, Dominik Stock, Lisa Wesselky.
 
 
Pflaumloch.
Am 10. April, 9.30 Uhr, werden in der evangelischen Kirche durch Pfarrer Nicolai Giessler konfirmiert:
Stefan Kraus, Maximilian Franz Lipowsky, Julia Thum.
 
 
Kirchheim.
Am 15. Mai, Jubilate, um 9.30 Uhr, werden in der Jakobuskirche durch Pfarrer Nicolai Giessler konfirmiert:
Philipp Baumgärtner, Janine Buser, David Gässler, Chris Florian Gaugler, Janina Grimmeißen, Lena Hiesinger, Vanessa Höck, Sebastian Michael Jaumann, Isabelle Ott, Corinna Schöber, Christian Wenig, Thomas Wüst
 
 
Benzenzimmern.
Am 22. Mai, Kantate, um 9.30 Uhr, werden in der Johannes-Kirche durch Pfarrer Nicolai Giessler konfirmiert:
Dominik Heumader, Mario Kemmeries.
 
 
Oberkochen.
Am Sonntag, 3. April, 9.30 Uhr, werden in der Versöhnungskirche durch Pfarrer Achim Bellmann konfirmiert:
Lena Beck, Robin Beimert, Jan Benninger, Janine Brand, Lena Grupp, Alexandre Hahn, Hannah Hübenthal, Fabian Klärer, Kristina Muravev, Julia Polzer, Katrin Schaffitzel, Carolin Schlappa, Manuel Sommariva, Nick Tschirner.
 
Am Sonntag, 10. April, 9.30 Uhr, werden in der Versöhnungskirche durch Pfarrer Achim Bellmann konfirmiert: Lorena Barth, Andreas Beck, Nathalie Eberhardt, Marie-Therese Eller, Sandra Farat, Lena Glöckner, Kai-Uwe Gombold, Maximilian Kieweg, Jonas Kinader, Julian Kresse, Marc Lerch, Kevin Mahler, Timo Schneller, Bettina Söll, Albert Stroh, Isabell Stroh.
 
 
Pommertsweiler.
Am Sonntag, 3. April, 9.30 Uhr, werden durch Pfarrer Dr. Werner Kugler konfirmiert:
Markus Fuchs, Natascha Hofmann, Luisa Kohler, Jan Ritter, Patrick Ritter, Timo Schmid, Max Stadelmaier.
 
 
Adelmannsfelden.
Am 10. April, 9.30 Uhr, werden durch Pfarrer Dr. Werner Kugler konfirmiert:
Romy Bauer, Luise Bernlöhr, Gerrit Brenner-Schmid, Angelina Dieterle, Mona Enslin, Maike Funk, Hannes Häfele, Leon Hofmann, Dennis Kiesel, Tobias Kretschi, Harald Kugler, Shirin Lenz, Stefan Maier, Michael May, David Mazzarella, Ronja Müller, Alla-Lena Reck, Julian Schmid, Simon Schmid, Pia Schmidt, Yvonne Staiger, Hannes Wemmer, Tom Wemmer.
 
 
Walxheim.
Vorabendgottesdienst am Samstag, 2. April, 19 Uhr. Am Sonntag 3. April, 10 Uhr, werden durch Pfarrer Gerhard Bergius konfirmiert: Andreas Ballheimer, Lea Bergius, Pascal Fleissner, Aaron Köpfer, Patricia Lopes dos Santos, Kerstin Reichert, Emanuel Rein, Verena Rothmann, Svenja Schmidt.
 
Vorabendgottesdienst am Samstag, 9. April, 19 Uhr . Am Sonntag 10. April, 10 Uhr, werden durch Pfarrer Gerhard Bergius konfirmiert:
Menka Drost, Kristina Elli, Daniel Fetzer, Florian Friedrich, Erwin Gärtner, Vincent Grundler, Marco Hauff.
 
Aalen.
Am Sonntag, 15. Mai, 10 Uhr, werden in der Markuskirche Aalen durch Pfarrer Marco Frey konfirmiert:
Jonas Aißlinger, Arleen Flad, Melissa Forstreuter, Janina Frey, Moritz Gerlach, Thomas Kun, Florian Kurz, Jakob Simon Leib, Hanna Mahler, Bela Simon Paschold, Laura-Maria Pawlidis, Sandro Pawlidis, Nadja Popp, Julian Wagner, Daniel Zwerschiz.
 
Am Sonntag, 15. Mai, 10 Uhr, werden in der Martinskirche Aalen durch Pfarrer Manfred Metzger konfirmiert:
Frederike van Daalen, Christoph Forner, Benedikt Fuchs, Nikolai Gnann, Ann-Kathrin Gartenmeier, Jette Koschel, Sarah Mohr, Katrin Schneider, Gregor Strunin, Mark-Philipp Widmann.
 
Am Sonntag, 15 Mai, 10 Uhr, werden in der Stadtkirche Aalen durch Pfarrer Bernhard Richter konfirmiert:
Kimberly Abele, Timo Enßle, Lena Gold, Michal Henninger, Franziska Koch, Yannik Manz, Michell Moser, Fabian Röhner, Julian Ruck, Manuel Ruck, Madeleine Sauter, Michelle Sauter, Lena Senese, Kim Seyfried, Michael Stefan, Alica Stenzel, Lea Taferner, Marina Volk.
 
Am Sonntag, 22. Mai, 10 Uhr, werden in der Martinskirche Aalen durch Pfarrer Manfred Metzger konfirmiert:
Leonie Bullinger, Hannah Klein, Dorit Neugebauer, Jonas Prinz, Pascal Schlaak, Sophia Weber.
 
 
Bopfingen.
Am 15. Mai, 10 Uhr, werden in der Evangelischen Stadtkirche Bopfingen „St. Blasius“ durch Pfarrer Michael Rau konfirmiert:
Robin Baumhakl, Johannes Bortolazzi, Jessica Dieterle, Lara Sophia Dittmann, Tatjana Epp, Jan Anton Günther, Dennis Hitzler, Maximilian Kleinhanß, Erwin Lieder, Kevin Mangold, Lukas Max Minder, Alex Rapp, Waldemar Rapp, Mara Schieber, Sarah Schweizer, Marc Vossler, Rebecca Wagner, Diana Zimmermann, Carolina Louisa Helen Zirn.
 
Ellwangen.
Am 15. Mai, 10 Uhr, werden in der Stadtkirche durch Pfarrer Martin Schuster konfirmiert: Lea Baier, Luis Bernard, Felix Beutler, Sebastian Dobstetter, Raphael Fiedler, Lilli Friz, Denisa-Andra Hidi, Jonathan Hock, Fabian Krasniqi, Corvin Kreupi, Jannik Kroker, Mark Lachnit, Valentina Loz, Felix Matern, Liane May, Sabine Mölders, Eva Moser, Saskia Neumann, Josephine Ried, Ilona Schäfer, Marie-Luise Schempp, Daniel Schiller, Luca Trillmann, Alexander Voss, Sascha Matthias Wolf.
 
Am Sonntag, 22. Mai, Kantate, um 10 Uhr, werden in der evangelischen Stadtkirche durch Pfarrer Thomas Merkel konfirmiert:
Lisa Bäßler, Isabella Blech, Alexej Denisov, Lars Eberhard, Sebastian Gitschel, Martin Golowtschenko, Tim Lehmann, Anna Leonhardt, Janosch Lorenz, Katrin Matern, Richard Maul, Christoph Nagel, Fabian Nitsche, Oscar Nüßlein, Angelika Wächter
 
Neresheim-Schweindorf.
Am Sonntag, 15. Mai, 10.15 Uhr, werden in der Stephanuskirche Schweindorf durch Pfarrer Udo Schray konfirmiert:
Maximilian Asum, Ekaterina Chaykovskiy, Valeriya Chaykovskiy, Anna Funk, Stefan Kaiser, Sarina Litke, Marcel Riedel, Pit Schönemann, Lucas Spielberger, Andreas Waldsauer.
 
Unterrombach.
Am Sonntag, 15. Mai, 10 Uhr, werden in der Christuskirche durch Pfarrerin Dr. Sigrid Brandt konfirmiert:
Hanna Becher, Jessica Enzinger, Anne Hoffmann, Kim Holzinger, Oliver Kammerer, Benita Keller, Adrian Kensch, Dominic Kett, Julia Klawitter, Dominik Lunin, Felix Lutz, Nils Nothdurft, Erika Schmidt, Lea Schneider, Jannis Schumacher, Susanne Witt, Selina Witzany, Veit Wörner.
 
Wasseralfingen - Hüttlingen.
Am Sonntag 15. Mai, 10 Uhr, werden in der Magdalenenkirche durch Pfarrer Uwe Quast konfirmiert:
Svenja Altevogt, Carina Birkle, Katharina Dietrich, Stephan Eberling, Alea Fidler, Katharina Finckh, Lydia Geiger, Lars Graeve, Oliver Gross, Andreas Holzinger, Kiara Koller, Konstantin Krieger, Pascal Lässig, Lisa-Barbara Lang, Johanna Machnig, Patrick Maier, Lisa Milde, Alina Neher, Sonja Niegel, Nina Nolting, Simon Rathgeb, Kevin Schabert, Alexander Schiele.
 
Am Sonntag, 22. Mai, 10 Uhr, werden in der Magdalenenkirche durch Pfarrer Uwe Quast konfirmiert: Simon Brochhaus, Verena Brune, Laura Dannbacher, Andreas Dick, Natalie Fuhrmann, Daniela Gaißler, Marius Gläss, Sabrina Gröter, Jennifer Hirsch, Katharina Ibach, Laura Ilg, Isabella Köble, Kevin Kroter, Lina Landsmann, Smilla Lecon, Carina Mook, Daniel Neureuther, Sabrina Späth, Anneke Spilker, Felix Wäckerle, Vanessa Wörz.
 
Lauchheim - Westhausen
Am Sonntag, 15. Mai, 10 Uhr, werden in der Kreuzkirche durch Pfarrer Ulrich Marstaller konfirmiert:
Rene Berger, Carolin Cammerer, Patrick King, Jessica Kolep, Madita Schneider, Martina Schröder, Lena Schwarz, Lukas Staudenmaier, Larissa Übele.
 
Am 22. Mai, 10 Uhr, werden in der katholischen Kirche St. Petrus und Paulus in Lauchheim durch Pfarrer Ulrich Marstaller konfirmiert: Lukas Mohr, Simona Joas, Fabian Joas, Adrian Poschwitz, Rebecca Josua, Lisa-Marie Zenger, Sarina Mutschler, Kevin Zander, Lukas Grimmeisen, Jastin Waikner, Sandra Baumheier.
 
 
Wört.
Am Sonntag, 15. Mai, 9.30 Uhr, werden in der Martin-Luther-Kirche durch Pfarrer Hahn konfirmiert: Stanislav Iwanow, Julia Müller, Kevin Müller, Larissa Müller, Simon Nagler, Felix Reisenhauer, Thomas Rudi, Tobias Schäfer, Dominik Seibel, Madlin Thompson, Leonie Walser, Julian Wagner.
 
Am Sonntag, 22. Mai, 9.30 Uhr, werden in der Martin-Luther-Kirche durch Pfarrer Hahn konfirmiert: Stefanie Dieterich, Simon Gerstmeier, Manuel Lüke, Nathalie Nagel, Bastian Stephan, Hannes Wörsinger.
 
 
Dewangen.
Am Samstag, 21. Mai, 19 Uhr, Konfirmandenabendmahl im evangelischen Gemeindehaus Dewangen. Am Sonntag, 22. Mai, 10 Uhr, werden in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt durch Pfarrer Wolfgang Gokenbach konfirmiert:
Julian Brecht, Karim Maximilian Esber, Sina Larissa Fidler, Jacqueline Denise Gentner, Nicola Yvette Göhring, Jens Christian Hahn, André Krohmer, Julia Maier, Jonathan Müller, Timo Marcel Skutta.
 
 
Leinroden.
Am 22. Mai, 10 Uhr, werden durch Pfarrer Martin Gerlach konfirmiert:
Pia Gschwinder, Sebastian Grupp, Anika Braun, Manuel Mößner, Julian Benz, Katharina Hermann, Fabian Bux, Julia Lorch, Marcel Brunnhuber, Lennart Hessenauer, Maximillian Bett.
 
 
Neresheim.
Am Sonntag, 22. Mai, 10.15 Uhr, werden in der evangelischen Kirche durch Pfarrer Udo Schray konfirmiert: Tobias Bernecker, Matthias Didwißus, Melina Dirrheimer, Pia Ditzinger, Kai Irtenkauf, Ute Kügle, Matthias Mittring, Vanessa Neukamm, Yannic Postler, Anna Schwenk, Max Weizel, Xenia Weizel.
 
 
Abtsgmünd-Neubronn.
Am Sonntag, 29. Mai, 10 Uhr, werden durch Pfarrer Martin Gerlach konfirmiert:
Markus Baier, Rebecca Feil, Kathrin Holz, Daniela Abele, Felix Sperling, Timo Lorenz, Jonas Orichel, Matthias Gerlach.
Bopfingen-Oberdorf. Am Sonntag, 29. Mai, 10 Uhr werden in der Christuskirche Oberdorf durch Pfarrerin Anne Stiegele konfirmiert:
Eric Bienert, Marcel Buser, Miriam-Zorah Dangelmaier, Andrej Dorn, Nico Drewanz, Daniela Kern, Viktor Kroter, Paul Nasarenko, Elke Schössler.
 
 
Fachsenfeld.
Am Samstag, 28. Mai, 18 Uhr, Konfirmandenabendmahl in der evangelischen Kirche. Am Sonntag, 29. Mai, 10 Uhr, werden in der katholischen Herz-Jesu-Kirche durch Pfarrer Wolfgang Gokenbach konfirmiert:
Bianca Bulling, Timo Dambacher, Sophia Kärger, Fabian Tobias Lappsien, Jannik Litz, Janine Tamara Lork, Nina Eileen Purschke, Madeleine Vogel, Tamara Vogel.
 
 
Unterkochen.
Am Sonntag, 29. Mai, 9.30 Uhr, werden in der Friedenskirche Unterkochen durch Pfarrer Stotzka konfirmiert:
Yannik Barth, Jannik Bastillo, Daniel Bäurle, Pia Bolsinger, Matthias Brenner, Julius Degünther, Christoph Dostal, Alexander Gilgenberg, Miriam Hanemann, Susanna Lenz, Fabian Loges, Janina Lübsen, Jacqueline Oklmann, Mina Julie Schmachtel, Isabell Springer, Jessica Vetter, Georg Weidlich, Julian Ziegler.
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© Schwäbische Post 23.03.2011

Gehweg in Lehstraße
 
Gefallenen-Gedenktafeln sollen in Oberdorfer Kirche
 
Ein parkender Kleinlaster in der Lehstraße sorgt für Unmut unter der Bevölkerung und im Ortschaftsrat. Ob das Fahrzeug hier seinen Dauerparkplatz behalten kann, wird sich noch zeigen.
 
GÜNTER OTT
 
Bopfingen-Oberdorf. Seit vier Monaten parkt in der Lehstraße ein Kleinlaster in Fahrtrichtung links auf dem vermeintlichen Gehweg. Die Lehstraße ist eine Einbahnstraße. „Das ist für die Anwohner ein großes Ärgernis, aber der Fahrzeughalter parkt rechtens“, informierte Ortsvorsteher Martin Stempfle. Auch die Polizei kann nichts unternehmen. Vor allem sonn- und feiertags, wenn viele die Lehstraße als Verbindungsweg zur katholischen Kirche nutzen, stört der Lkw. „Wir beantragen eine Verkehrsschau“ sagte Stempfle. Der Rat sprach sich einstimmig dafür aus, dass auf der linken Seite ein Gehweg ausgewiesen wird und auf der rechten Seite ein Parkverbot für Fahrzeuge über 2,8 Tonnen angeordnet wird.
Im ehemaligen Rathaus in Oberdorf hängen noch zwei Gedenktafeln für gefallene Soldaten. Weil es im Rathaus keinen Publikumsverkehr mehr gibt, schlug Anton Schönherr vor, die Tafeln in der evangelische Kirche in Oberdorf aufzuhängen. Pfarrerin Anne Stiegele und auch Kirchengemeinderatsvorsitzender Ernst Scheidle haben ihre Zustimmung signalisiert. Links und rechts der Empore könnten die Gedenktafeln einen neuen Platz finden. Ortsvorsteher Martin Stempfle hat Bedenken. 90 Prozent der Gefallenen waren evangelisch, der Rest gehörte aber der katholischen oder der neuapostolischen Kirche an. Peter Wüst, Richard Mayer und auch der Katholik Martin Seiband begrüßen die Idee. Ernst Schmidgall schlug vor, dass von den Gedenktafeln Kopien angefertigt werden sollen. Diese sollten dann aufgehängt werden. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat am Ende für das Anbringen der Kopien in der evangelischen Kirche aus. Ortsvorsteher Martin Stempfle wird aber noch vorher mit der katholischen Kirchengemeinde Rücksprache halten.
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© Schwäbische Post 23.03.2011

Goldene Konfirmation gefeiert

Goldene Konfirmation gefeiert

Goldene Konfirmation gefeiert
 
Der Konfirmandenjahrgang 1961 Bopfingen und Oberdorf feierte in der evangelischen Stadtkirche in Bopfingen seine goldene Konfirmation. Pfarrer Rau gestaltete zusammen mit den goldenen Konfirmanden einen feierlichen Gottesdienst. Thomas Rapp an der Orgel, jetzt Bezirkskantor in Geislingen/Steige, sowie der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde umrahmten die Feier musikalisch. Nach dem Gottesdienst traf man sich beim Sonnenwirt zum gemütlichen Beisammensein mit den Altersgenossen der Jahrgänge 1946/47. Anschließend führte Bürgermeister Dr. Gunter Bühler die Gruppe durch das renovierte Verwaltungszentrum. Großes Interesse fand das ehemalige Schulhaus, das alle Anwesenden der Jahrgänge einst besucht hatten. Bei vielen Gesprächen dauerte die Feier, die teilweise Besucher auch von der Schweiz zu Gast hatte, bis in die Abendstunden.
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© Schwäbische Post 20.03.2011

Taufe ohne juristische Fingerhakelei
 
Bezirkssynode diskutiert Schwerpunktthema des Evangelischen Kirchenbezirks Aalen
 
So, wie es die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) zur Vorbereitung auf das Luther-Jubiläum im Jahr 2017 praktiziert, hat sich auch der Evangelische Kirchenbezirk Aalen ein Jahresthema überlegt. Die Taufe soll als zentrales Element des Auftrags der Kirche wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein getragen werden. Diesem Thema widmete sich die Bezirkssynode.
 
Sibylle Schwenk
 
Essingen/Aalen. „Obwohl die Taufbereitschaft gewachsen ist, gibt es Hindernisse auf dem Weg zur Taufe, die wir wahrnehmen und die abgebaut werden sollten“, stellte Wilfried Krüger einführend vor den zahlreich erschienenen Synodalen im evangelischen Gemeindehaus Essingen fest. Trotz der allgemeinen Zustimmung zur Taufe nehme die Zahl der Kindertaufen in der EKD langsam, aber kontinuierlich, ab. Die Taufe kurz nach der Geburt sei nicht mehr selbstverständlich. „Herausfordernd ist auch der Umstand, dass die Taufquote bei nicht verheirateten evangelischen Müttern nur bei etwa 25 Prozent liegt“, gibt Wilfried Krüger zu bedenken.
Warum die Taufe aus theologischer Sicht und für das Christsein heute von immenser Bedeutung ist, zeigte Oberkirchenrat Professor Dr. Ulrich Heckel, Leiter der Landesarbeitsgemeinschaft Evangelischer Bildungswerke, in seinem Vortrag auf. Dazu greift der Referent die betreffenden Textstellen aus der Bibel auf. „Im paulinischen Taufverständnis geht es um die Einmaligkeit der Sühne Jesu, die gleichsam die Einmaligkeit der Taufe nach sich zieht“, macht Heckel deutlich.
Die Bibelstellen machten zudem klar, dass es sich bei der Taufe um keine Selbstwaschung handele, sondern ein anderer an dem Täufling handele. „Der Täufling ist passiv“. Die Taufe sei als Beginn der Jüngerschaft Jesu anzusehen, deshalb sei die Taufe als Beginn eines Lebens im christlichen Glauben so wichtig. „Allerdings ist die Taufe nur ein Anfang des Glaubenswegs, Zweifel sind zugelassen“, interpretiert Prof. Heckel weiter. Die Fortsetzung der Taufe im Lehren und Lernen in der Gemeinde sei ein Leben lang gefragt.
Mit Fragen aus der Praxis wird Heckel in der anschließenden Diskussion konfrontiert. Wie es sich denn verhalte, wenn beide Elternteile nicht in der Kirche seien und ihr Kind taufen lassen wollten? „Ich will die Taufe nicht zur juristischen Fingerhakelei degradieren“, so Heckel. Auch im Hinblick auf Ausgetretene vertritt Heckel die Meinung, dass die Taufzusage bestehen bleibt, und man diese Menschen „nicht aus den Augen verlieren darf“. In Bezug auf die Heilsnotwendigkeit der Taufe macht Heckel klar, dass Glaube und Taufe zusammengehören.
Als „große Chance“ sieht Prof. Heckel den muslimischen Glauben auch für Christen. Durch Parallelen und Unterschiede könne der eigene Glauben wieder deutlicher werden. In Arbeitsgruppen teilten sich im Anschluss die Synodalen auf, um Erfahrungen und Praxisbeispiele aus dem Kirchenbezirk auszutauschen. Glaubensbasics in der Jugendarbeit, die religiöse Erziehung in den Kindertageseinrichtungen, Theologie- und Glaubenskurse im Rahmen der Erwachsenenbildung sowie Taufpraxis und Tauferinnerung, kamen dort zur Sprache.
Angesichts der angeregten Diskussion und der guten Gespräche meinte der Vorsitzende der Bezirkssynode, Heinz Schmidt, resümierend: „Es war höchste Zeit, wieder eine theologische Synode abzuhalten“.
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© Schwäbische Post 20.03.2011

Bei der Ordination (v.l.): Jasmin Schönemann, Eva Lemaire, Mirjam Wild und stellvertretende Dekanin Ursula Richter.  (Foto: ls)

Bei der Ordination (v.l.): Jasmin Schönemann, Eva Lemaire, Mirjam Wild und stellvertretende Dekanin Ursula Richter. (Foto: ls)

Neu im Amt der Hoffnung
 
Ordination der neuen Vikarinnen in der Essinger Quirinuskirche
 
„Gott schenke euch die erleuchteten Augen des Herzens bei der Verkündigung des Evangeliums“, sagte die stellvertretende Dekanin des Kirchenbezirks Aalen, Ursula Richter, beim Festgottesdienst in der Quirinuskirche. Musikalisch umrahmt wurde die Dreifach-Ordination vom Kirchenchor unter Leitung von Hellmut Litzelmann und vom Posaunenchor mit Reinhard Liebhäußer als musikalischem Leiter.
 
Lothar Schell
 
Essingen. Jasmin Schönemann verbrachte ihre Vikariatszeit in Essingen, die Pfarrerin z. A. arbeitet jetzt im evangelischen Medienhaus in Stuttgart beim Infotelefon der Landeskirche. Eva Lemaire war Vikarin in Aalen und ist jetzt als theologische Assistentin beim Vorstand der evangelischen Gesellschaft in Stuttgart tätig, während Mirjam Wild als Vikarin in Ellwangen wirkte und nun als Pfarrerin z. A. beim Landespfarramt für Rundfunk und Fernsehen und bei der Pressestelle der Landeskirche in Stuttgart tätig ist.
 
„Gottes Wort vergeht nicht“
 
„Pfarrer sein ist vernetzt in einer spannungsgeladenen Zeit zwischen Zukunftslosigkeit und Hoffnung“, beschrieb Ursula Richter in ihrer Predigt. Die Geschehnisse in Japan zeigten die Abgrundtiefe, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung auf. Aber auch im Privaten erkenne man bei vielen Schicksalsschlägen die Kleinheit des Menschen.
„Und wir, angesichts unserer doch so kleinen Sorgen in der Landeskirche, machen oft in Weltuntergangsstimmung“, setzte sie hinzu. Die Menschen warteten aber auf die Kirche der Hoffnung mit Jesus Christus als starkem Fundament. Jesus Christus sei lebendig und auch die Quelle der Kraft, wenn nun drei Vikarinnen ins Amt der Verkündigung berufen würden.
Richter hieß Jasmin Schönemann, Eva Lemaire und Mirjam Wild willkommen im Amt der Hoffnung und sie wünschte dem Dreigestirn „erleuchtete Augen des Herzens, die diese Hoffnung weiter tragen“. Das Evangelium Jesu Christi sei dabei der erlösende, helle Schein.
„Mich zieht es ins Pfarramt, weil ich Befreiendes und froh Machendes im Glauben erlebt habe“, sagte Jasmin Schönemann bei ihrer Vorstellung. Gemeinsam mit der Gemeinde wolle sie am Reich Gottes arbeiten.
„Ich habe die Vision von einem offenen Raum mit einladenden Wegen ins Innere, wo sich viele verschiedene Menschen begegnen“, betonte Eva Lemaire. Die Menschen sollten dort tief verwurzelt sein in Gott.
„Ich bin im Glauben nicht weiter als jeder andere, erst durch die Arbeit mit der Gemeinde bin ich auf die Spur des Glaubens gekommen und hoffe auf ein gemeinsames Weiterkommen“, sagte Mirjam Wild.
In Anwesenheit der Zeugen und den Vertretern des Kirchenbezirks führte Pfarrerin Ursula Richter die drei seitherigen Vikarinnen ins Amt der Verkündigung ein.
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© Schwäbische Post 20.03.2011

Wo stehen die Aalener Protestanten?
 
Pfarrer Richter im KGR
 
Im evangelischen Kirchengemeinderat hat Pfarrer Bernhard Richter Grundsätzliches dazu gesagt, wo die evangelischen Christen in Aalen ihre Schwerpunkte setzten sollten. Es war die letzte Sitzung des Gremiums, ehe der neue Dekan, Ralf Drescher, investiert wird.
 
Ulrike Schneider
 
Aalen. „Es geht darum die Arbeit der evangelischen Kirche in der Öffentlichkeit publik zu machen“, konstatierte Pfarrer Bernhard Richter. Er denke dabei etwa an die Kinderbetreuung an der Aalener Hochschule. „Die tragen wir mit der katholischen Kirche gemeinsam – über die Familienbildungsstätte, eine ökumenische Einrichtung“, sagt er. Zudem sei die Gemeinde – mit Blick auf den Haushalt – auf ein gutes finanzielles Polster gegründet. Im Vergleich weltweit und auch innerhalb des Ländles sei man zu positioniert. Das sei Anlass zur Dankbarkeit. Die Kirchengemeinde trage Verantwortung für die Menschen, denen man ein entsprechendes kirchliches Angebot machen müsse. Die Spendenbereitschaft der Aalener empfinde er faszinierend; „Das meine ich nicht nur finanziell, sondern auch im Hinblick auf Freizeit und Lebenszeit“, stellte Richter fest und verwies auf das ehrenamtliche Engagement der Waldhäuser, die mit viel Eigenleistung das neue „Christushaus“ geschaffen haben. Ebenso sei das bei der Stadtkirchenorgel gewesen. „Ich bin zuversichtlich, dass das auch bei anderen Projekten gelingt, die wir anpacken wollen“, erklärte er. Gerade in einer Zeit mit großen Herausforderungen. „Es müssen Entscheidungen verantwortungsbewusst getroffen werden, für die wir einstehen, mit allen Konsequenzen“, sagte Richter und meinte damit die Immobilienkonzeption; aber auch den Kirchturm der Aalener Stadtkirche, der dringend saniert werden muss und für den bereits Spenden signalisiert worden seien. „Des Weiteren will ich mit dem Dekan das Thema Stiftung erneut angehen“, erklärte der Stadtkirchenpfarrer weiter. Jetzt sei „große Erbenzeit“. In punkto Ökumene forderte er Offenheit ein; ebenso wie beim christliche-islamischen Dialogkreis.
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© Schwäbische Post 20.03.2011

Die "Ökumenische Ellwanger Vesperkirche" ging gestern zu Ende. Die Ehrenamtlichen zogen ein positives Fazit (von links): Rose Labus, Maria Baier, Iris Weis-Hafner, Gisela Steffel, Angelika Mai, Beate Schneider, Ida Schwarz und Wolfgang Reuschel. (Foto: Schneider)

Die "Ökumenische Ellwanger Vesperkirche" ging gestern zu Ende. Die Ehrenamtlichen zogen ein positives Fazit (von links): Rose Labus, Maria Baier, Iris Weis-Hafner, Gisela Steffel, Angelika Mai, Beate Schneider, Ida Schwarz und Wolfgang Reuschel. (Foto: Schneider)

Fleißig: Küchenteam schöpft 1160 Essen
 
Die fünfte „Ökumenische Ellwanger Vesperkirche“ im Jeningenheim ging gestern nach einer Woche zu Ende
 
Von Josef Schneider
 
ELLWANGEN „Es hat wirklich alles wie am Schnürchen geklappt.“ Beate Schneider vom Leitungsteam ist zufrieden mit der Vesperkirche und spricht von einem „durchwegs positiven Ergebnis“. An den Spitzentagen Mittwoch und Donnerstag wurden jeweils 200 Essen ausgegeben. Mit 105 Portionen war der Samstag der schlechteste Tag. 2010 lag die Zahl der Essen bei rund 2220.
 
„Es ist alles Hand in Hand gegangen“, berichtet Beate Schneider von einer sehr angenehmen Atmosphäre, von einem guten Miteinander und von einem klasse Team. „Die Jugendlichen bringen auch Schwung rein“, unterstreicht die Kirchengemeinderätin von Heilig Geist den Einsatz von acht Konfirmanden am Mittwoch und von vier Schülern der Mittelhofschule am Donnerstag. Zwei Personen lobt sie besonders: Alois Herdeg und Roland Beck. Die beiden waren die ganze Woche über für den Transport des Essens von der Küche der Anna-Schwestern in das Jeningenheim zuständig, inklusive der Nachbestellungen. Auch Leitungsteam-Kollegin Angelika Mai, Kirchengemeinderätin von Sankt Patrizius in Eggenrot, lobt die insgesamt rund 40 Ehrenamtlichen bei der Vesperkirche: „Es war einfach ein harmonisches Arbeiten.“
 
Für zwei Euro pro Portion gab es ein warmes Mittagessen, ein Glas Wasser oder Tee sowie Kaffee und Kuchen. Der Kuchen wurde von der Eugen-Bolz-Realschule, der Mädchenschule Sankt Gertrudis, von ehrenamtlichen Helfern der Vesperkirche und von Gästen gespendet. Elisabeth Riek aus Eggenrot dankte den Helfern mit einem Gedicht, das sie in das Gästebuch eintrug: „Ein gutes Essen hat’s gegeben, mit geistlichem Beistand Gottes Segen. Man hat der Leute viel getroffen, war dabei für ein Schwätzle offen…“ Sogar aus Ulm war gestern ein Gast da: Heike Tiessen, die bei der Ulmer Vesperkirche aktiv ist und sich durch Besuche der Vesperkirchen in ganz Baden-Württemberg einen Eindruck von der Qualität verschafft. Die Tischgebete übernahmen protestantische und katholische Geistliche. „Es ist ein christliches Anliegen, das durch die Vesperkirche realisiert wird“, sagt Pfarrerin Uta Knauss: „Die Ökumene spielt auch eine große Rolle.“ Wichtig sei es, Einsamen Gemeinschaft zu ermöglichen. Zum Leitungsteam der Vesperkirche gehörten auch Angelika McVeigh-Grupp (Kirchengemeinderätin Sankt Vitus), Margret Abele (Pfarramtssekretärin Sankt Vitus) und die Pfarrer Anton Eßwein (katholisch) und Martin Schuster (evangelisch).
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© Aalener Nachrichten 20.03.2011

Clemens Bittlinger: Jesus stirbt in Fukushima

Clemens Bittlinger: Jesus stirbt in Fukushima

Clemens Bittlinger: Jesus stirbt in Fukushima
 
Von Franz Mayer
 
BOPFINGEN Den Kreuzweg, den Jesus Christus gegangen ist, hat Clemens Bittlinger in der Pfarrkirche Sankt Josef mit „Bildern der Passion“ aktualisiert. Begleitet wurde er von den Sängerinnen und Sängern der Shalom-Gruppe Bopfingen. Außerdem hatte er das Multitalent Bettina Alms, auf der Block- und Piccoloflöte, an der Violine und als Vokalsolistin, mitgebracht. Seine Klagen über unzähliges Leid der Menschen in der Welt, überließ er nicht dem Fatalismus: Seine Lieder vermitteln auch die christliche Tugend des Hoffens nach einer Verklärung im ewigen Leben.
 
Oft schon haben Kirchenbesucher in Sankt Josef die Karwoche miterlebt. An diesem Abend sind allerdings so viele hier wie selten. Für viele von ihnen ist der evangelische Pfarrer Clemens Bittlinger ein Hoffnungsträger. Die Leidensgeschichte von Jesus Christus aus dem Munde von Clemens Bittlinger bekommt aktuelle Bezüge. Diese reichen von Hosiannarufen mit dem man einst dem „König Freudenpsalmen“ sang, bis zur Sinneswandlung des Volkes, das vom Statthalter Pilatus im damals römisch besetzten Jerusalem dessen Kreuzigung forderte.
 
Judas, der Verräter, der Christus dem Hohen Rat zuspielt; das projizierte Lichtbild des Bestechungsgeldes der biblischen Silberlinge weicht dem der heutigen Glaspaläste von Banken und Börsen. „Wir sind längst schon eingekauft, uns beherrscht das Geld“, verkündet er und appelliert den christlichen Glauben am Zeitgeschehen fest zu machen. „Glaube muss Hand und Fuß bekommen“ stimmen Begeisterte im Gotteshaus ein und wahrhaftig erklingen in diesem Kontext die Rufe „Kyrie eleison, Christe eleison“.
 
Seinem Kreuzweg müsse jeder Mensch auf die ihm zugemessenen Weise begehen, befindet Clemens Bittlinger und sieht hier lieblos dem Leistungsstress ausgesetzte Schüler und das Weltproblem dieser Tage, die apokalyptisch anmutende Katastrophe in Japan. „Die Welt hält den Atem an“, sagt er und fügt hinzu, er sei beschämt, wenn hierzulande politischer Trost laute „keine Gefahr für Deutschland“. Er denkt an „50 Feuerwehrleute, die dort ihr Leben opfern um uns zu retten“.
 
Am 14. Mai tritt Bittlinger nochmals mit der Bopfinger Shalom-Gruppe auf, dann in der Schranne in Dinkelsbühl.
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© Schwäbische Post 18.03.2011

„Kirche um 6“
„Kirche um 6“, eine Arbeitsgruppe der evangelischen Kirchengemeinde Ellwangen, lädt am Sonntag, 20. März, um 18 Uhr zum Gottesdienst in die Stadtkirche ein. Dieses Team gestaltet seit 2002 dreimal jährlich Gottesdienst in außergewöhnlicher Form. Am 20. März stehen Gedanken zur Bedeutung des Kreuzes im Mittelpunkt. Das Ensemble „Sax plus“ bereichert den Gottesdienst musikalisch.
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© Schwäbische Post 18.03.2011

Sie werden gemeinsam das Jesushouse in Aalen stemmen, von links: Andreas Lampart (Hoffnung für alle), Stephan Friedrich (Baptisten), Pfarrer Marco Frey (evangelische Kirche), Gisela Schlumpberger (Altpietisten), Martin Schray (JeSOS). Es fehlt Michael Grosser (CVJM).  (Foto: sf)

Sie werden gemeinsam das Jesushouse in Aalen stemmen, von links: Andreas Lampart (Hoffnung für alle), Stephan Friedrich (Baptisten), Pfarrer Marco Frey (evangelische Kirche), Gisela Schlumpberger (Altpietisten), Martin Schray (JeSOS). Es fehlt Michael Grosser (CVJM). (Foto: sf)

Den Weg zu Gott finden
 
Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen bringt das Jesushouse nach Aalen
 
Nach großen Hallen in Nürnberg, Hannover, Berlin und Hamburg ist in diesem Jahr die Porsche-Arena in Stuttgart der zentrale Ort des Jesushouse. Via Satellit kommt das Jesushouse in das evangelische Gemeindehaus nach Aalen und lädt Jugendliche dazu ein.
 
Sandra Fischer
 
Aalen. Jesushouse ist eine Mischung aus Popkonzert, Talkshow und Gottesdienst. Alle paar Jahre, zuletzt im Jahr 2007, wird das Jesushouse zentral veranstaltet und live in viele Orte übertragen. Im Mittelpunkt stehen Musik von Bands, Gottesdienste, Predigten sowie Kurzansprachen. Mit dem Jesushouse sollen Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von etwa 16 bis 25 Jahre angesprochen werden. „Natürlich seid ihr uns auch herzlich willkommen, wenn ihr jünger oder älter seid“, ermutigt der Internetauftritt des Veranstalters (www.jesushouse.prochrist.org) die Übertragung in der jeweiligen Heimatgemeinde zu besuchen.
Aalen ist einer von 700 Veranstaltungsorten, in welcher die Veranstaltung aus Stuttgart übertragen wird. „Wir rechnen mit täglich etwa 100 Gästen“, sagt der Aalener Pfarrer Marco Frey. „Toll“, findet der für die Jugendarbeit der Kirchengemeinde Aalen Verantwortliche, „dass wir als Aalener Christen zusammen etwas machen“.
Das mehrköpfige Team hatte einiges für die Liveübertragung aus Stuttgart zu organisieren und auf die Beine zu stellen. Aber letztendlich sei es ein gemeinsames Anliegen, den Weg und Glauben an Gott zu finden, ergänzt er. Ein Glaube an Gott, der Werte, Inhalte und Stabilität vermittle. Nach dem letzten Jesushouse, 2007 in der Hamburger Fischauktionshalle, setzt die diesjährige Veranstaltungsreihe noch stärker auf Interaktivität. Die Besucher an allen Veranstaltungsorten können zum Beispiel per SMS direkt Fragen an den Evangelisten Matthias Clausen stellen, auf die er eingehen wird. Das Internet spielt eine große Rolle bei Jesushouse. So können die Besucher allgemeine Fragen zum Thema des zurückliegenden Abends oder zu einzelnen Beiträgen stellen, so dass diese vielleicht auch im Programm aufgenommen werden.
Ziel sei es, eine gute Verbindung zwischen den rund 300 Veranstaltungsorten und dem zentralen Liveact in der Porsche- Arena zu schaffen. Am spannendsten findet Pfarrer Frey den Auftaktabend, der sich zentral mit Gott beschäftigen wird. Aber auch die folgenden Abende, die sich angelehnt an Paulusbriefe an die Korinther mit „Glaube, Liebe, Hoffnung“ beschäftigen, werden nicht minder interessant sein, ist er überzeugt.
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© Schwäbische Post 17.03.2011

Neue Konzeption fürs Scharivari

Kirchengemeinde will über den Jugendtreff nachdenken – Etat 2011 verabschiedet
 
Nachdem das Jugendcafé Scharivari geschlossen ist, hat der evangelische Kirchengemeinderat bei seiner Sitzung am Mittwochabend den Jugendausschuss beauftragt, eine Konzeption für die Einrichtung zu entwerfen. Zudem hat sich das Gremium mit dem Etat 2011 befasst.
 
Ulrike Schneider
 
Aalen-Waldhausen. Die Zukunft des Scharivari war ein Thema bei der Sitzung des evangelischen Kirchengemeinderates, der am Mittwochabend in Waldhausen getagt hat. „Wir haben 1997 mit einem Mittagessen für Schüler dort begonnen“, erinnerte Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter an den Beginn des Jugendtreffs in der Friedhofstraße 1997. An zwei Abenden in der Woche habe es dort Jugendarbeit am besten Platz in Aalen gegeben. „Das ist eine Chance, die das kirchliche Haus am Gmünder Torplatz bietet“, sagt der Pfarrer. Hier lasse sich eben beste Missionsarbeit leisten. Doch müsse man nun sehen wie es weiter gehe, nachdem immer weniger Jugendliche das Angebot annähmen; zumal es das Mittagessen schon seit zwei Jahren nicht mehr gebe – der Schulmensen wegen. Pfarrer Richter plädierte dafür, dass nun der Jugendausschuss des kirchlichen Gremiums sich Gedanken zu einer Konzeption machen solle. „Wir sollten die Möglichkeit nutzen dort junge Menschen für uns zu gewinnen“, sagte er in Richtung von Pfarrer Marco Frey, der für die Jugendarbeit der evangelischen Kirche in Aalen zuständig ist. Dieser sicherte zu, eine neue Konzeption auf den Weg zu bringen, nachdem das Gremium dem Antrag Richters gefolgt war.
Ebenfalls einstimmig votierten die Rätinnen und Räte für den Haushaltsplan 2011, den Kirchenverwaltungsrat Harald Schweikert erläutert hat. Der Etat umfasse zwar eine Gesamtsumme von knapp 3,5 Millionen Euro, davon ständen am Ende allerdings lediglich 21550 Euro zur Verfügung. Der Großteil dieser Summe sie zudem schon verplant, sodass jetzt nur noch über 8140 Euro entschieden werden könne, sagte Schweikert. Die, so beschlossen die Kirchengemeinderäte, investiere man in das Ferientagheim in Leinroden.
Eine Neuerung hatte der Kirchenrechner parat: die Parochien erhalten zum ersten Mal Geld – über das sie selbst frei verfügen können. „Berechnet wird die Summe nach der Anzahl der Gemeindeglieder“, erklärte Schweikert. Pro Person sei das ein Euro; insgesamt 6900 Euro. Er halte das zwar für einen gefährlichen Schritt. „Das darf nicht das signalisieren, jeder geht seinen eigenen Weg, wir spalten uns auf“, warnte er. Doch die gute Seite sei, jede kirchliche Teilgemeinde könne verantwortungsvoll mit der zugewiesenen Summe den eigenen Bedürfnissen gerecht werden. Schweikert wies zudem darauf hin, dass die Immobilienrücklage in diesem Jahr in einem noch finanzierbaren Rahmen sei. „Für die Zukunft brauchen wir aber ein Konzept für die 22 Gebäude der Gemeinde“, sagte er und forderte damit er eine Klausurtagung zu diesem Thema ein.
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© Schwäbische Post 16.03.2011

(Text / Foto: ott)

(Text / Foto: ott)

Kinderbasarteam Oberdorf spendet 1000 Euro
 
Der Spielplatz bei der Grundschule Oberdorf wird grundlegend umgebaut. „Die Planungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden“, informierte Oberdorfs Ortsvorsteher Martin Stempfle (links). Die Einweihung soll im kommenden Jahr im Mai oder Juni stattfinden. Auf dem alten Spielplatz bei der Grundschule Oberdorf haben die Frauen des Kinderbasarteams der evangelischen Kirchengemeinde nun Ortsvorsteher Martin Stempfle vorab einen Scheck über 1000 Euro überreicht. „Dafür soll eine „Vogelnestschaukel“ angeschafft werden“, wünschte sich das Basarteam.
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© Aalener Nachrichten 14.03.2011

Ellwanger gedenken der Opfer in Japan

Ellwanger gedenken der Opfer in Japan

Ellwanger gedenken der Opfer in Japan
 
Mahnwache am Fuchseck – Demonstranten fordern Ausstieg aus der Atomenergie
 
Ellwangen / sim Laut läuten die Glocken der Stadtkirche und der Basilika Sankt Vitus. Nur wenige Meter entfernt haben sich am Fuchseck rund 90 Menschen versammelt, um an die Opfer in Japan zu gedenken. Ein Erdbeben und ein Tsunami hatten am Freitag viele Teile des Landes verwüstet. Bei der Naturkatastrophe war auch das Kernkraftwerk in Fukushima beschädigt worden.
 
„Wir wissen nicht, wie die Menschen vor Ort leiden müssen. Wir wissen nicht, wie viele verschüttet sind und auf Hilfe warten. Die Bilder zeigen uns unsere Hilflosigkeit und Schwachheit“, sagte Martin Schuster, evangelischer Pfarrer an der Stadtkirche, der auch für seinen katholischen Kollegen Michael Windisch sprach. „Wir stellen uns in Gedanken und betend neben die Menschen in Japan“, betonte er. Pater Reinhold Baumann von den Comboni-Brüdern las ein Fürbittengebet der deutschsprachigen evangelischen Kirchengemeinde in Tokio vor. „Wir möchten mit der Mahnwache ein Zeichen für die Menschen in Japan setzten und das Auffordern sich Gedanken über die Zukunft der Atomkraftwerke in Deutschland zu machen“, sagte Dietrich Böhme. Der Ellwanger Arzt ist Mitglied der Vereinigung „Ärzte gegen den Atomkrieg“. Gerhard Schneider von der Mahnwache Ellwangen ging in seiner Ansprache auf die Aussetzung der Laufzeitverlängerung für drei Monate ein. „Aufgrund ihrer Verstrickung mit der Atomwirtschaft ist die Regierung nicht in der Lage deutliche Konsequenzen zu ziehen. Die drei Monate sind Ausdruck der Hilflosigkeit und eine Verhöhnung der Menschen, die besorgt sind, nach dem Inferno in Japan“, sagt er. Am Ende der Mahnwache schallen statt den Glocken die Rufe der Demonstranten durch die Innenstadt: „Abschalten, abschalten!“.
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© Aalener Nachrichten 14.03.2011

Oberdorfs Ortsvorsteher Martin Stempfle freut sich über die Spende des Basar-Teams. (Foto: Andrea Weber)

Oberdorfs Ortsvorsteher Martin Stempfle freut sich über die Spende des Basar-Teams. (Foto: Andrea Weber)

Basar-Frauen spenden für den Spielplatz
 
Bopfingen-Oberdorf / aw Auf dem Spiel- und Sportgelände der Grundschule haben die Frauen des Kinderbasarteams der evangelischen Kirchengemeinde Oberdorf Ortsvorsteher Martin Stempfle einen Scheck über 1000 Euro für eine „Nestschaukel“ überreicht. Martin Stempfle bedankte sich sehr für das ehrenamtliche Engagement. „Besonders über Wir-Gefühl in dem Ort und die vielen freiwilligen Helfer bei verschiedenen Aktionen“ freue er sich. Mit dem Geld soll für den noch dieses Jahr geplanten Umbau des 45 Jahre alten Kinderspielplatzes ein Grundstein gelegt werden. Zweimal im Jahr findet seit über 25 Jahren ein Kinderbasar statt – der nächste am 24. September in der Stauferhalle in Bopfingen. Der komplette Erlös wird immer gespendet. Mithelfen kann bei den Basaren jeder. Nähere Infos gibt’s unter den Telefonnummern 07362/921038 (Heidi Müller) und 07362/923858 (Christa Bauer).
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© Aalener Nachrichten 14.03.2011

Ute Dostal von der Kirchengemeinde Sankt Wolfgang hat gestern beim Auftakt der fünften "Ökumenischen Ellwanger Vesperkirche" Linsen, Spätzle und Saiten serviert. "Man muss ein Danke zeigen, dass es einem selber gut geht", sagt die Ellwangerin über den Ei (Foto: Schneider)

Ute Dostal von der Kirchengemeinde Sankt Wolfgang hat gestern beim Auftakt der fünften "Ökumenischen Ellwanger Vesperkirche" Linsen, Spätzle und Saiten serviert. "Man muss ein Danke zeigen, dass es einem selber gut geht", sagt die Ellwangerin über den Ei (Foto: Schneider)

Herzhaft: Linsen und Spätzle schmecken
 
Die Vesperkirche lädt noch bis Sonntag täglich zum Mittagessen ins Jeningenheim ein
 
Von Josef Schneider
 
ELLWANGEN Insider wissen es längst, was es zum Auftakt der „Ökumenischen Ellwanger Vesperkirche“ im Jeningenheim gibt: Linsen, Spätzle und Saiten. Und so war es auch gestern der Fall, 136 Portionen des typisch schwäbischen Gerichts wurden verteilt. Die evangelische und die katholischen Kirchengemeinden laden noch bis zum Sonntag, 20. März, zum gemeinsamen Mittagstisch ein, täglich von 11.30 bis 14 Uhr.
 
„Ich bin sehr beeindruckt von dem Service“, lobt Hermann Riek die „schnelle Bewirtung“. Der 83-jährige Ellwanger besucht zusammen mit seinem früheren Gartennachbarn Martin Winter (80) die Vesperkirche. Ihre Frauen haben die beiden zu Hause gelassen. „Ich komme nicht bloß wegen des Essens und Trinkens, sondern wegen der Gemeinschaft, der Gespräche und der Begegnung“, unterstreicht Hermann Riek: „Ich fühle mich hier ganz wohl, von der Atmosphäre her.“ Und Martin Winter ergänzt: „Ich finde, vor allem alleinstehende Menschen sind froh, wenn sie hier ein bisschen Unterhaltung finden.“ Dies kann Anneliese Laux nur bestätigen. Die 76-jährige Katholikin aus Ellwangen lebt allein und kommt jedes Jahr zur Vesperkirche, gerade wegen der Unterhaltung.
 
Jeder hilft, wo man ihn braucht
 
18 bis 20 Ehrenamtliche kümmern sich täglich um das Wohl der Besucher. „Ich bin der Grüß-Gott-August“, stellt sich der SPD-Stadtrat Hans Rieger vor, der die Gäste empfängt und ihnen aus dem Mantel hilft. Das Küchenteam ist bereits im fünften Jahr dasselbe. „Ich helfe überall, wo man mich braucht“, sagt Maria Baier von der Kirchengemeinde Sankt Vitus und schöpft fleißig Spätzle in die Teller. Die Ellwangerin steht die ganze Woche in der Küche des Jeningenheims und bringt außerdem noch jeden Tag einen Kuchen mit. Auf ihrer Kuchenplatte sind am Montag Nusszopf, Apfelkuchen und Mohnkuchen vereint, heute gibt es von ihr einen Zwetschgenkuchen, morgen einen Rhabarberkuchen. Maria Paulik steht mit der Kelle bei den Linsen, sie ist zum ersten Mal dabei: „Als neuer Rentner sucht man sich wieder einen Job, einen, wo sie an der Rente nichts abziehen.“ Zum sechs- bis siebenköpfigen Küchenteam gehört auch der Hausmeister des Jeningenheims, Wolfgang Reuschel, der Herr über die Saiten. Marianne Renschler ist einzige Protestantin in der Küche, sie ist für das Spülen zuständig, wird aber im Laufe der Woche auch zum Kaffee wechseln. Das Essen wird von der Küche der Anna-Schwestern geliefert. Pro Portion verlangt die Vesperkirche zwei Euro, viele Besucher geben mehr. Heute, am Freitag und am Samstag ist die Kost schweinefleischfrei, sodass auch Moslems kommen können.
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© Schwäbische Post 14.03.2011

sperkirche im Jeningenheim findet einen immer stärkeren Zuspruch.  (Foto: Achim Klemm)

sperkirche im Jeningenheim findet einen immer stärkeren Zuspruch. (Foto: Achim Klemm)

Sich als Christ wohlfühlen
 
5. Ökumenische Vesperkirche hat gestern im Jeningenheim begonnen
 
Eine immer bessere Resonanz erfährt die ökumenische Vesperkirche, die in diesem Jahr unter dem Motto steht „Du deckst mir den Tisch“. Zur gestrigen Eröffnung strömten Hilfsbedürftige, Senioren und auch junge Menschen ins Jeningenheim.
 
ACHIM KLEMM
 
Ellwangen. Die Vesperkirche, zu der die katholische Gesamtkirchengemeinde und die evangelische Kirchengemeinde einladen, dauert noch bis zum Sonntag. Sie wird zum fünften Mal veranstaltet und hat sich mittlerweile zu einer festen Institution in Ellwangen entwickelt. Für gerade einmal zwei Euro gibt es ein leckeres Hauptgericht, inklusive Getränk, Vorspeise und Kaffee und Kuchen. Billiger geht es eigentlich kaum.
Jeden Tag werden zwischen 150 und 260 Essen ausgegeben. Das Essen wird von der Küche der Anna Schwestern bereitgestellt. Jeden Tag kümmern sich zwischen 18 und 20 ehrenamtliche Helfer um den Service und den Dienst am Nächsten. Die ökumenische Vesperkirche steht für alle gesellschaftlichen Schichten offen. Speziell sollen sich aber die Hilfsbedürftigen, Hartz IV-Empfänger und einkommensschwache Gruppen und Senioren angesprochen fühlen.
Jeden Tag findet ein Tischgebet statt und außerdem wird ein geistlicher Impuls gesprochen, im Wechsel von einem katholischen und einem evangelischen Pfarrer.
Im Tafelladen, in den kirchlichen Beratungsstellen und auch in den Pfarrämtern werden Essensgutscheine für Mitmenschen ausgestellt, für die der reguläre Preis von zwei Euro eine Hemmschwelle ist.
Der 73-jährige Josef Knecht aus Ellwangen kommt jedes Jahr zur Vesperkirche. „Für mich ist die Vesperkirche eine persönliche Bereicherung. Ich komme mit Menschen zusammen, die ich sonst nie sehe. Es entwickeln sich fruchtbare Tischgespräche, von denen besonders die Älteren und einsamen Leute profitieren. Ich gebe auch häufiger mehr als die zwei Euro, weil ich weiß, dass es den Ärmeren und Hilfsbedürftigen zugute kommt.“
Der 17-jährige Schüler Dominik Klockenberger vom Hariolf-Gymnasium ist zum ersten Mal dabei und ist begeistert von der Atmosphäre der Vesperkirche im Jeningenheim. „Hier treffen sich Jung und Alt ganz ungezwungen und tauschen sich miteinander aus. Das Essen schmeckt prima und ist sehr günstig. Für Schüler der nahe liegenden Schulen ist das Mittagessen eine günstige Alternative zur Schulmensa.“
Der 50-jährige Hartz IV-Empfänger Bernhard Pöltl ist extra aus Wasseralfingen gekommen, um die Vesperkirche zu nutzen. „Ich bin zusammen mit meiner Schwiegermutter und meiner Ehefrau hier im Jeningenheim, sonst würde es sich ja wegen den hohen Spritpreisen auch nicht lohnen. Hier kann ich mich als Christ wohlfühlen in der Gemeinschaft. Für ärmere Menschen ist die Vesperkirche eine überaus sinnvolle Einrichtung.“
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© Aalener Nachrichten 14.03.2011

Ein Treffen von Gemeinde und Pfarrerin gab es am Sonntag in der evangelischen Stadtkirche nach dem ersten Gottesdienst, den Pfarrerin Caroline Bender (3. von links) gehalten hat. Mit auf dem Bild (von links): Almut Braasch, Hannelore Melcher, Stellvertret (Foto: Kullmann)

Ein Treffen von Gemeinde und Pfarrerin gab es am Sonntag in der evangelischen Stadtkirche nach dem ersten Gottesdienst, den Pfarrerin Caroline Bender (3. von links) gehalten hat. Mit auf dem Bild (von links): Almut Braasch, Hannelore Melcher, Stellvertret (Foto: Kullmann)

Neue Pfarrerin fordert mehr Eigenverantwortung
 
Aalen / kul In der Stadtkirche begrüßte am Sonntag Aalens evangelische Kirchengemeinde ihre neue Pfarrerin zur Anstellung Carolin Bender. Für die 31-jährige Theologin aus Sechselbach (Taubertal) ist es die erste Pfarrstelle, wobei sie in den kommenden drei Jahren je zur Hälfte im hiesigen Kirchenbezirk und in der Kirchengemeinde tätig sein wird.
 
Die stellvertretende Dekanin Ursula Richter, die die Pfarrerin der Gemeinde vorstellte, erwähnte ausdrücklich, dass Caroline Bender viel unterwegs sein werde, da sie beispielsweise in Wasseralfingen Gottesdienste feiern, in Lauterburg den Konfirmanden- und an der Aalener Langertschule den Religionsunterricht halten werde. Dass es bis zur Pfarrerin mit eigener Pfarrstelle ein weiter Weg sei, mochte Ursula Richter nicht verschweigen. Umso glücklicher sei sie, dass Caroline Bender nun in Aalen ihren Dienst antrete.
 
Vielfältige Aufgaben stünden ihr bevor, wobei sich jede Pfarrerin und jeder Pfarrer Jesus als Vorbild nehmen sollte, der laut Markus-Evangelium gesagt habe: „Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.“ Das Wort Gottes als Halt, als etwas Beständiges und Zuverlässiges inmitten einer Welt voller Wandel und Unwägbarkeiten. Angesichts dieser Aussage überraschte es nicht, dass Pfarrerin Bender in ihrem ersten Gottesdienst in der Stadtkirche Martin Luthers „Eine feste Burg ist unser Gott“ anstimmen ließ. Und in ihrer „Antrittspredigt“ die Sündenfallgeschichte in den Mittelpunkt stellte. Daraus erhob sie die Forderung nach einer verantwortungsvollen Lebensgestaltung in Freiheit. „Wir haben bei jeder Entscheidung die Freiheit, etwas zu tun oder zu lassen.“ Gott habe den Menschen den Entscheidungswillen gegeben, Ja oder Nein zu sagen. Dies fordere er ein Leben lang ein.
 
Den Weg in ein eigenverantwortliches Erwachsenenleben verglich sie mit der Vertreibung aus dem Schutz des Paradieses. „Seit dem Sündenfall träumen die Menschen von der Rückkehr dorthin. Es ist die Ursehnsucht nach dem Zustand, der so schön ist.“ Auf den Gedanken Pfarrerin zu werden, kam Caroline Bender erst während ihres Lehramtsstudiums. „In mir reifte der Wunsch mich ganz der Theologie zu widmen.“ Es seien die Fragen nach dem Anfang und Ende, die Suche nach einer zufriedenstellenden Antwort. „Auch andere stehen davor und ich will ihnen Hilfe bei der Beantwortung geben.“
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© Schwäbische Post 13.03.2011

Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter (l.), die stellvertretende Dekanin Ursula Richter (r.) und Kirchengemeinderätin Hannelore Melcher (Zweite v.l.) begrüßen Caroline Bender, Pfarrerin zur Anstellung.  (Foto: opo)

Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter (l.), die stellvertretende Dekanin Ursula Richter (r.) und Kirchengemeinderätin Hannelore Melcher (Zweite v.l.) begrüßen Caroline Bender, Pfarrerin zur Anstellung. (Foto: opo)

Neue Pfarrerin im Seelsorgebezirk
 
Caroline Bender ist am Sonntag im Gottesdienst der Stadtkirche begrüßt worden
 
Caroline Bender, Pfarrerin zur Anstellung, hat am Sonntag in Aalen ihren pfarramtlichen Dienst nach dem Ausbildungsvikariat begonnen. Die stellvertretende Dekanin Ursula Richter hieß sie im Gottesdienst in der Stadtkirche herzlich willkommen.
 
Aalen. Caroline Bender ist in Sechselbach bei Creglingen aufgewachsen und hat dann in Tübingen, Zürich und Halle/Saale Evangelische Theologie studiert, ehe sie ihre ersten Berufsjahre als Ausbildungsvikarin in Hussenhofen/Herlikofen im Dekanat Schwäbisch Gmünd verbrachte. Die stellvertretende Dekanin Ursula Richter stellte ihre Ansprache unter das Bibelwort, in dem Jesus sagt: „Himmel und Erde vergehen, aber meine Wort vergehen nicht.“
Ursula Richter wünschte Pfarrerin Bender, dass sie immer neu darum wisse, dass sie selbst von Gott getragen werde. Als Geschenk überreichte die stellvertretende Dekanin einen Blumenstrauß und einen Gutschein für das Café Samocca.
Der Dienstauftrag von Caroline Bender wird teils in der Kirchengemeinde Aalen, teils im Kirchenbezirk angesiedelt sein. Bis zum Dienstbeginn des neuen Dekans wird sie in Wasseralfingen den Seelsorgebezirk von Pfarrerin Richter mit versehen, die derzeit noch die Dekangeschäfte innehat.
In ihrer ersten Predigt in der Stadtkirche ging Pfarrerin Bender auf die biblische Geschichte aus 1. Mose 3 ein, wo Adam und Eva von den Früchten vom Baum nahmen, von dem sie auf Bitten Gottes nicht hätten nehmen sollen.
Für die Kirchengemeinde hieß Kirchengemeinderätin Hannelore Melcher die neue Pfarrerin zur Anstellung willkommen. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es in der Stadtkirche ein Kirchenkaffee mit der Möglichkeit zur ersten Begegnung mit Caroline Bender.
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© Schwäbische Post 11.03.2011

Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter und Pastoralreferentin Elisabeth Bayer mit dem Semesterprogramm der Hochschulgemeinde.  (Foto: Oliver Giers)

Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter und Pastoralreferentin Elisabeth Bayer mit dem Semesterprogramm der Hochschulgemeinde. (Foto: Oliver Giers)

Kirche inmitten der Hochschule
 
Am Montag, 14. März beginnt an der Hochschule Aalen das Sommersemester
 
Über 4000 Studierende zählt die Hochschule Aalen inzwischen und für mehrere hundert junge Menschen ist der Semesterstart am Montag, 14. März, auch der Beginn ihres Studiums und damit eines neuen Lebensabschnittes.
 
Aalen. Ein ökumenischer Gottesdienst mit den beiden Hochschulseelsorgern findet vor der Begrüßung des Rektors, Professor Dr. Gerhard Schneider, um 8 Uhr in der Aula der Hochschule (Hauptgebäude, Beethovenstr. 1) statt. Für die katholische Kirche ist Pastoralreferentin Elisabeth Beyer zuständig, für die evangelische Kirche Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter.
Zusammen mit einem Bläserensemble der Hochschule unter Leitung von Reinhard Liebhäuser gestalten sie die Eröffnung des Semesters. Damit bietet sich für die Studenten gleich zu Beginn des Semesters die Gelegenheit, auch die Kirche an der Hochschule kennenzulernen. „Und für uns ist das die Gelegenheit“, so Pfarrer Richter, „die jungen Menschen, die oftmals weit weg von Glaube und Kirche sind, den Segen Gottes für das Semester und diesen neuen und wichtigen Lebensabschnitt zuzusprechen.“ Zudem wollen Elisabeth Beyer und Bernhard Richter Ende des Gottesdienstes ihr neues Semesterprogramm vorstellen.
Über die Jahre haben die beiden Hochschulseelsorger schon so manches ausprobiert. Es sei oft nicht ganz einfach, ein Programm zusammenzustellen, das die Studierenden anspricht, meint Richter. Beyer und Richter versuchen deshalb eine Mischung aus Thematischem und Geselligem. Wichtig ist beiden die Offenheit und Toleranz.
„Unsere Hochschulgemeinde ist ökumenisch ausgerichtet, bereit zum Dialog und achtet besonders auf Toleranz.“ Willkommen sei jeder, gleich welcher Konfession und Religion. Auch Suchende ohne Religionszugehörigkeit sollen in der Hochschulgemeinde eine Heimat finden können.
Jedes Semester findet sich im Programm ein wöchentliches Mittagessen im Raum 072 im Untergeschoss des Hauptgebäudes, wo die Hochschulgemeinde untergebracht ist. Immer donnerstags ab 12.45 Uhr gibt es dort ein warmes Mittagessen, das von der Samariterstiftung gekocht wird.
Zu einem alternativen Stadtrundgang eingeladen sind alle Studienanfänger am 22. März, 17.15 Uhr, wo neben den Sehenswürdigkeiten auch billige Einkaufsmöglichkeiten und studentische Kneipen vorgestellt werden. Neu im Programm ist alle zwei Wochen am Freitag um 7.15 Uhr ein gemeinsamer Start in den Tag unter der Überschrift „bet&breakfast“: geistlicher Impuls und Frühstück. Überhaupt soll die geistliche Dimension nicht zu kurz kommen. So gibt es am 5. Mai ein Taizé-Gebet, jeden Montag um 18.20 Uhr „Aufatmen in der Stille“ – einen offenen Meditationsabend in der Salvatorkirche und den etwas anderen Gottesdienst am 27. März, am 28. April und am 26. Juni.
Da Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Begriff an der Hochschule geworden ist, wurde auch der Verkauf von Waren aus der Einen-Welt- eingeführt: ab 16. März jeden zweiten Mittwoch ab 12.30 Uhr im Foyer des Hauptgebäudes. Und auf Initiative von Pastoralreferentin Beyer ist ein Ethik-Café ins Leben gerufen worden, das wichtigen Fragen nachgeht wie: Was sollen wir tun? Wie können wir gut leben – nicht nur ich, sondern auch wir, zusammen in unserer Gesellschaft und weltweit?
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© Schwäbische Post 11.03.2011

Bopfinger Hausberg birgt für Archäologen und Hobby-Forscher noch viele Geheimnisse. (Archivfoto)

Bopfinger Hausberg birgt für Archäologen und Hobby-Forscher noch viele Geheimnisse. (Archivfoto)

Ein Berg für keltische Astronomie?
 
Nachforschungen über die Herkunft des Namens „Ipf“ bringen den Bopfinger Pfarrer Michael Rau auf eine Idee
 
Im Brotberuf ist er evangelischer Pfarrer mit Leib und Seele, in seiner Freizeit hat es ihm Altertumsforschung angetan. Pfarrer Michael Rau hat manche Hobbies, aber wohl keines betreibt er so akribisch wie die Auseinandersetzung mit der Epoche der Kelten. Nun wartet er mit einer ungewöhnlichen Hypothese auf: War der Ipf einst eine Anlage zur Beobachtung der Gestirnbewegungen?
 
Bopfingen. Im aktuellen „Ostalb-Einhorn-Heft“ hat Rau seine Überlegungen dargelegt. Über den Namen des Bopfinger Hausberges Ipf seien Ende des 18. Jahrhunderts zwei Deutungen aktuell gewesen zu sein, die Stadtpfarrer Felix Buttersack dem württembergischen König bei dessen Besuch auf dem Ipf im Jahr 1811 referiert habe, schreibt Rau. Die eine Deutung gehe aus von der Gestalt des Berges, der wie ein längliches Brot, also ein „Kipf“ geformt sei. Die andere nehme eine Göttin „Ipfona“ der heidnischen Vorfahren an, die auf dem Berg verehrt worden sei.
Als bessere Grundlage bewertet Rau jedoch den Rückgriff auf eine Ortsbezeichnung der römischen Straßenkarte aus dem 4. Jahrhundert, der „Tabula Peutingeriana“. Dort ist an der Straße von Sumelocenna (Rottenburg am Neckar) nach Castra Regina (Regensburg) zwischen Aquileia (Heidenheim an der Brenz) und Septemiacum der Ort Opie eingetragen, der mit dem Kastell Oberdorf am Ipf identifiziert wird. Dieses Opie stehe für Opiae, eine der in Itinerarien geläufigen ‚erstarrten’ Lokativ- Formen, als deren Nominativ ein Opia angenommen werden dürfe, zitiert Rau dazu den Namensforscher Hans Krahe. Adolf Bachmeister habe 1867 gezeigt, dass aus Opia infolge der hochdeutschen Lautverschiebung ein Opfi, dann Upfi und später Üpfi ( Üpfe!) entstehen musste, aus dem dann in der Mundart durch ‚Entrundung’ des ü- Lautes das jetzige Ipf ergab, fügt Rau hinzu.
 
Opia – weder lateinischen noch germanischen Ursprungs
Für den Namen Opia, so Rau, könne sowohl eine lateinische als auch eine germanische Herkunft ausgeschlossen werden. Die Herleitung vom lateinischen ops, opis „Macht“ scheide aus, weil die Römer gewöhnlich vorhandene Ortsnamen übernommen hätten. Ebenso sei ein germanischer Ursprung für Opia auszuschließen, da das Germanische im 2. Jahrhundert, als das Kastell Oberdorf existierte, den Laut „kurzes O“ gar nicht besaß. Somit bleibt für Rau nur das Keltische als Herkunftssprache.
Das Festlandskeltische habe sich nur in Fragmenten erhalten, in Inschriften und kurzen Texten. Die heute noch lebendigen oder überlieferten keltischen Sprachen (Irisch, Walisisch, Kornisch, Bretonisch) hätten sich durch die Jahrhunderte stark verändert, könnten jedoch zur Erschließung der Bedeutung der festlandskeltischen Fragmente herangezogen werden, meint Rau.
Nun finde sich auf einem Bleitäfelchen aus gallo-römischer Zeit, das in Chamalières (Auvergne) gefunden wurde, das Wort exsops, das als „blind“ gedeutet werde. Aus diesem Wort lasse sich ein Stamm *op- erschließen, der „Auge, Blick“ bedeute und der sich wiederum von indogermanisch *okw- „ins Auge fassen, blicken“ herleiten lasse, schreibt Rau. Dieser Stamm würde auch opia - Ipf zugrunde liegen.
David Stifter vom Institut für Indogermanistik an der Universität Wien halte es für möglich, dass der keltische Name des Berges eigentlich *opios war. Interessant sei, dass der Stamm *op- für „Auge“ in der keltischen Sprache der gallo-römischen Zeit schon recht antiquiert gewesen sein muss. Gebräuchlicher sei der Stamm derco- „Auge“ gewesen, der auch in den modernen keltischen Sprachen weiterlebt, während *op- dort verschwunden sei. Von daher liege es nahe, dass der Name *opios für den Ipf nicht erst in spätkeltischer Zeit entstand, sondern schon sehr viel älter sei.
Wenn der ursprüngliche Name des Ipf, also *opios, etwas mit „Schauen“ zu tun hat, stelle sich die Frage, ob dieser Name einen tieferen Sinn hatte, als die schöne Aussicht zu würdigen, die man bis heute vom Ipfplateau aus genießen kann. Jüngste Überlegungen des Frankfurter Astrophysiker Bruno Deiss zur Ausrichtung der Grabensysteme am hessischen Glauberg erweckten Raus Aufmerksamkeit. Deiss hält es für wahrscheinlich, dass am Glauberg im 5. Jahrhundert vor Christus eine Anlage zur Beobachtung der Gestirnbewegungen installiert war, mit deren Hilfe der damalige Kalender justiert werden konnte. Für alte Kulturen war die regelmäßige Überprüfung der Übereinstimmung des Kalenders mit dem Sonnenjahr eine zwingende Notwendigkeit, um den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat aber auch für die zyklischen Feste bestimmen zu können.
 
Wurde auf dem Ipf die Bewegung der Gestirne beobachtet?
Das Ipfplateau nun mit seiner leichten Neigung nach Süden biete sich wie kaum ein anderer Ort als „Observatorium“ für Horizontastronomie an, meint Rau. Insofern könnte sich das „Schauen“ im keltischen Namen des Berges auf seine Bedeutung als astronomischer Aussichtsberg beziehen.
Die ungewöhnlichen Gräbchenstrukturen, die bei der geomagnetischen Prospektion des Ipfplateaus entdeckt wurden, zeigten mindestens in der groben Ausrichtung, durchaus eine Ähnlichkeit mit den Grabenanlagen am Glauberg auf, findet Rau. „Ob sich solche Ideen erhärten lassen, müssen freilich genauere Untersuchungen zeigen“, sagt Rau.
Vielleicht stehe der Ipf, was Name und historische Nutzung angeht, nicht ganz allein. Im ehemaligen keltischen Sprachraum, in Südfrankreich bei der Stadt Grasse gebe es den Ort Opio, der um einen imposanten Kegelberg herum gebaut sei, sagt Rau.
Was die Bedeutung des Namens angehe, fänden sich möglicherweise im germanischen Sprachraum Parallelen: „In Süddeutschland, der Schweiz und Österreich gibt es mehrere Berge, die den Namen Kapf tragen. Kapf kommt vom althochdeutschen kapfen, das ‘schauen, ausschauen’ bedeutet. So gesehen wäre Kapf das germanische Pendant zum keltischen *opios, vielleicht sogar die bewusste Übersetzung“, sagt Rau.
Dabei sei auffällig, dass auf verschiedenen Kapf-Bergen die Überreste hallstattzeitlicher Höhensiedlungen gefunden wurden – wie auf dem Ipf. „Die interessanteste Parallele ist der Kapf bei Villingen, vier Kilometer Luftlinie vom hallstattzeitlichen Großgrabhügel Magdalenenberg entfernt“, sagt Rau. Martin Simon
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© Schwäbische Post 11.03.2011

Pflegeteam hat sich erweitert
 
Oberkochen. „Wir freuen uns, dass wir der evangelischen Kirchengemeinde am Sonntag in der Versöhnungskirche zwei neue Schwestern unseres Pflegeteams vorstellen können“, so Pfarrerin Ulrike Nuding. Vor Ort werden Kranke von den Schwestern der Diakonie-Sozialstation, dem Pflegeteam Oberkochen betreut. Dabei gibt es über den evangelischen Krankenpflege- und Diakonie-Förderverein eine enge Verzahnung zwischen dem Pflegeteam und der evangelischen Kirchengemeinde. „Als Pfarrerin ist es mir ein großes Anliegen, dass diese enge Verbindung immer wieder zum Ausdruck kommt“, betont Pfarrerin Nuding. Deswegen begehe man alle drei Jahre gemeinsam einen Gottesdienst, der zum Ausdruck bringen solle, dass „Krankenpflege Nächstenliebe und gelebter Glaube ist.“ Am kommenden Sonntag, 13. März findet dieser spezielle Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Versöhnungskirche statt. Dabei werden auch die beiden neuen Pflegekräfte, Schwester Christine und Elisabeth, vorgestellt. Im Anschluss an den Gottesdienst ist Kirchenkaffee im Christian-Hornberger-Saal. su
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© Schwäbische Post 11.03.2011

Fünfte Vesperkirche ab Montag
 
Eine Woche lang essen, beten und Menschen treffen im Jeningenheim
 
Die 5. ökumenische Ellwanger Vesperkirche von Montag, 14. bis Sonntag 20. März, steht unter dem Motto „Du deckst mir den Tisch“.
 
Ellwangen. Die katholische Gesamtkirchengemeinde und die evangelische Kirchengemeinde laden wieder zur Vesperkirche mit Mittagessen in Gemeinschaft ins Jeningenheim ein. Zum Mittagessen gehört ein gemeinsames Tischgebet, damit Leib und Seele gestärkt werden. Die Vesperkirche soll Zeichen dafür sein, dass Gottes Güte jedem Menschen gilt. Menschen aus verschiedenen soziokulturellen Milieus sollen beim Essen und Beten zueinander finden.
Im Tafelladen, in den kirchlichen Beratungsstellen sowie den Pfarrämtern werden Essensgutscheine für Mitmenschen ausgestellt, für die der reguläre Preis von zwei Euro eine Hemmschwelle ist.
Landesbischof Frank Otfried July schreibt dazu: „Vesperkirchen können die zunehmend ungerechtere Verteilung von materiellen Gütern und Lebenschancen in unserem Land nicht aufhalten. Sie können aber ein Zeichen dafür sein, dass sich die Kirche mit der beschämenden Spaltung zwischen arm und reich nicht abfindet und deutlich machen, dass die Menschenwürde allen Menschen zugesprochen ist, unabhängig davon, wie viel sie haben. Und sie können sich dafür einsetzen, die Lebensbedingungen armer Menschen zu verbessern und ihnen Teilhabe am gemeinsamen Leben vor Ort zu ermöglichen“.
Zum Auftakt der Vesperkirche findet am Sonntag, 13. März um 18 Uhr in der Sebastianskapelle im Rahmen der Taizé-Andacht ein Gottesdienst statt.
Die Vesperkirche ist auf Spenden angewiesen. Jede zum regulären Preis von 2 Euro ausgegebene Mahlzeit verursacht einen Spendenbedarf von circa 2,50 Euro. Mit 10 Euro ermöglicht man also vier warme Mahlzeiten. Spenden nehmen die Pfarrämter und die Kirchenpflege entgegen, Spendenbescheinigungen werden dort ausgestellt.
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© Aalener Nachrichten 10.03.2011

Bei der "Ökumenischen Ellwanger Vesperkirche", die am Montag im Jeningenheim beginnt, is(s)t man nicht allein. "Das gemeinsame Essen und das gemeinsame Beten ist eine Ausdrucksform des christlichen Glauben", sagt der evangelische Pfarrer Martin Schuster. (Foto: Archivfoto Schneider)

Bei der "Ökumenischen Ellwanger Vesperkirche", die am Montag im Jeningenheim beginnt, is(s)t man nicht allein. "Das gemeinsame Essen und das gemeinsame Beten ist eine Ausdrucksform des christlichen Glauben", sagt der evangelische Pfarrer Martin Schuster. (Foto: Archivfoto Schneider)

Vesperkirche beginnt am Montag
 
18 bis 20 Mitarbeiter geben am Tag zwischen 120 und 230 Essen über die Theke – 1400 waren es im vergangenen Jahr
 
Von Josef Schneider
 
ELLWANGEN Ab Montag, 14. März, laden die evangelische und die katholischen Kirchengemeinden eine Woche lang zur fünften „Ökumenischen Ellwanger Vesperkirche“ ins Jeningenheim ein. Zum warmen Mittagessen (ab 11.30 Uhr) für zwei Euro pro Portion gehören auch eine Tasse Tee, Kaffee und Kuchen sowie ein gemeinsames Tischgebet, denn Leib und Seele sollen gestärkt werden. Die Vesperkirche endet am Sonntag, 20. März.
 
„Du deckst mir den Tisch“, unter diesem Motto ist zur Ellwanger Vesperkirche jeder eingeladen, egal ob reich oder arm, ob katholisch oder evangelisch oder Moslem. „Willkommen sein, miteinander essen und trinken, beieinander sitzen und erzählen, voneinander hören und erfahren, den Akku laden, mit seinen Gedanken nicht allein sein, einfach gastliche Gemeinschaft erfahren“, lautet die Devise. Der evangelische Landesbischof Dr. Frank Otfried July drückt das so aus: „Vesperkirchen können ein Zeichen dafür sein, dass sich die Kirche mit der beschämenden Spaltung zwischen Arm und Reich nicht abfindet. Sie können deutlich machen, dass die Menschenwürde allen Menschen zugesprochen ist, unabhängig davon, wie viel sie haben. Und sie können sich dafür einsetzen, die Lebensbedingungen armer Menschen zu verbessern und ihnen Teilhabe am gemeinsamen Leben vor Ort zu ermöglichen.“
 
Das Essen kommt aus der Küche der Anna-Schwestern. Im vergangenen Jahr wurden in einer Woche insgesamt rund 1400 Portionen ausgegeben, täglich waren es zwischen 120 und 230 Essen. „Wir brauchen pro Tag 18 bis 20 Mitarbeiter“, sagt Angelika Mai, die zur Leitung des ehrenamtlichen Helferteams gehört. An Kuchen sind es zwischen zehn und zwölf, die täglich benötigt werden. Von Dienstag bis Freitag liefern die Eugen-Bolz-Realschule und die Mädchenschule Sankt Gertrudis pro Tag jeweils zwei Kuchen, gebacken werden sie von den Hauswirtschafts-AGs. Ansonsten spenden ehrenamtliche Mitarbeiterinnen die Kuchen. „Wer Kuchen spenden will, darf gerne noch einen spenden“, appelliert Angelika Mai auch an die Bevölkerung. Am Mittwoch helfen Konfirmanden. Schirmherr der Vesperkirche ist Ex-Oberbürgermeister Dr. Hans-Helmut Dieterich.
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© Schwäbische Post 09.03.2011

Zertifikate für Jugendleiterausbildung

Zertifikate für Jugendleiterausbildung

Zertifikate für Jugendleiterausbildung
 
Acht Jungen und Mädchen in Oberkochen erhielten das Zertifikat des Kultusministeriums zum Abschluss ihrer Jugendleiterausbildung. Fast ein Jahr lang sind die evangelischen und katholischen Jugendlichen von einem ökumenischen Mitarbeiterteam mit Valerie Bellmann, Vera Werner, Max Diebold und Pfarrer Achim Bellmann auf die Mitarbeiter in der Jugendarbeit ihrer Kirchengemeinden vorbereitet worden. Unterstützt wurde das Traineeprogramm vom evangelischen Jugendwerk in Aalen. Das Bild zeigt Valerie Bellmann (Coach), Lea Eller, Tobias Kübler, Alexander Hug, Sven Heller, Elena Betzler, Lukas Balle, Pfarrer Achim Bellmann, Sebastian Graef, Max Diebold (Coach) und Michael Nuding. (Text/Foto: su)
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© Schwäbische Post 08.03.2011

Das Neubaugebiet „Am Sattel“ hat auch 2010 dem Stadtbezirk Wasseralfingen Einwohnerzuwachs beschert. Im Vordergrund der Spielplatz.  (Foto: Oliver Giers)

Das Neubaugebiet „Am Sattel“ hat auch 2010 dem Stadtbezirk Wasseralfingen Einwohnerzuwachs beschert. Im Vordergrund der Spielplatz. (Foto: Oliver Giers)

Wasseralfingen gewinnt Einwohner hinzu
 
Statistik des Bezirksamtes: Zahl unterm Strich gestiegen – In den Teilorten zumeist etwas rückläufig – 153 Katholiken weniger als 2009
 
Die Einwohnerzahl Wasseralfingens ist im Jahr 2010 leicht angestiegen, verglichen mit dem Vorjahr. Gleichzeitig ist die Einwohnerzahl in den meisten Teilorten leicht gesunken. Dies ergibt sich aus dem Jahresbericht des Bezirksamtes.
 
Manfred Moll
 
Aalen-Wasseralfingern. In einer großen Tabelle, die auf der Titelseite des „Wasseralfinger Anzeigers“ beginnt und die sich auf der Seite 2 des amtlichen Mitteilungsblattes fortsetzt, stellt das Bezirksamt Wasseralfingen statistische Daten vor. Außerdem wird notiert, mit welchen Geschäftsfällen die Beschäftigten im vergangenen Jahr zu tun hatten – immer im Vergleich zu den Zahlen des Vorjahres.
Ein Blick in diese Zahlen ist nicht uninteressant. So erfährt man zum Beispiel, dass die Gesamtbevölkerung Wasseralfingens leicht gestiegen ist (um neun Personen) und zum 31. Dezember 2010 genau 11 778 Köpfe zählte. Die Mehrheit davon war weiblichen Geschlechts: 6035 Frauen stehen 5743 Männern gegenüber. Der leichte Zuwachs von neun Personen allerdings gehört den Mannsbildern: Acht Männer, eine Frau mehr.
Schaut man auf die Einwohnerentwicklung in den Wasseralfinger Teilorten, ist dort die Entwicklung uneinheitlich. Weidenfeld (51 Einwohner) und Röthardt (201) haben um jeweils drei Personen zugelegt. Onatsfeld (178) hat um zwei, Affalteried (213) um zwölf Einwohner abgenommen. Der größte Teilort, Treppach (384), hat sechs Einwohner verloren. Beim Studium der Tabelle im Wasseralfinger Anzeiger stößt man auf die Angabe, dass Treppach nur noch 348 Einwohner habe. Dies sei allerdings ein „Zahlendreher“. 384 sei richtig, bekräftigt Ortsvorsteherin Andrea Hatam auf Anfrage.
Interessant ist ein Blick in die Verteilung der Konfessionen. Wie zu erwarten, haben die Katholiken klar die Oberhand, mit 6002 (6155) gegenüber 2615 (2606) Evangelischen. – Die Katholiken haben um 153 Seelen abgenommen, was in der Mehrheit auf Kirchenaustritte in der Folge des Missbrauchsskandals zurückzuführen sein dürfte. Man sieht aber, dass unterm Strich die wenigsten zu den Protestanten übergelaufen sind. Denn unter der Rubrik „sonstige/ohne Angaben“ hinsichtlich der Konfession rangieren 2010 genau 3161 Personen – 153 mehr als 2009 (3008).
Im Jahr 2010 sind in Wasseralfingen 127 Tote bestattet worden, 18 mehr als im Jahr zuvor (109). Untypisch ist, dass der gesamte Zuwachs sich bei den Erdbestattungen niederschlägt. 83 Urnenbestattungen waren es 2010, gegenüber 84 im Jahr 2009. Die Zahl der Erdbestattungen lag 2010 bei 44, während es 2009 nur 25 waren.
Ein Blick in die Daten des Bezirksamtes lässt den Schluss nicht zu, dass die dort angebotenen Dienstleistungen nicht genutzt werden.
So wurden in 1216 Fällen (1184) Familien- und Sozialpässe ausgegeben, 1237 (991) Personalausweise und 336 (261) Reisepässe beantragt.
Interessant ist beispielsweise, dass 2010 genau 127 Dinge beim Fundamt abgegeben wurden, gegenüber 102 im Jahr 2009. Es wurden jedoch 2010 nur 25 Sachen abgeholt; 33 waren es 2009.
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© Schwäbische Post 08.03.2011

GPC spendet 1111 Euro an Liliput

GPC spendet 1111 Euro an Liliput

GPC spendet 1111 Euro an Liliput
 
Die GebrauchtPC GmbH aus Aalen hat während der Monate Dezember und Januar eine Aktion mit Microsoft Deutschland: Für jeden Computer, der im GebrauchtPC-Laden im Aalener Industriegebiet oder im Online-Shop zusammen mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows XP gekauft wurde, ging ein Euro an das Evangelische Kinderhaus Liliput in Aalen. Insgesamt 1111 Euro kamen zusammen, die nun GPC-Geschäftsführer Jens Kombartzky an Gabriele Weber, Leiterin des Kinderhauses Liliput, überreicht hat. Das Geld soll für die Anschaffung eines Spielgeräts für den Garten verwendet werden.
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© Schwäbische Post 07.03.2011

Ruhe-Oase inmitten der Narretei

Musikalische Abendstunde mit der Mezzosopranistin Cornelia Lanz und dem Organisten Tobias Horn
 
Die evangelische Stadtkirche Aalen wurde bei der Stunde der Kirchenmusik am Sonntagabend zu einer Oase der Ruhe und Besinnung in diesen lauten, närrischen Tagen.
 
Gerhard Krehlik
 
Die Worte des Psalm 62: „Sei stille dem Herrn und hoffe auf ihn“ und der Psalm 31: „Sei mir ein starker Fels“ standen im Mittelpunkt der Begrüßung Pfarrer Bernhard Richters. Musikalisch gestaltet wurde die Abendstunde von der Mezzosopranistin Cornelia Lanz und dem Organisten Tobias Horn. Beide haben an der Stuttgarter Musikhochschule studiert. Cornelia Lanz vertiefte ihr Studium außerdem an der School of music in Manhattan, Tobias Horn perfektionierte sein Orgelspiel zusätzlich in Lyon und in Den Haag. Beide sind in international bekannten Konzertsälen zu Hause und konzertieren mit namhaften Orchestern.
Der Schwerpunkt des anspruchsvollen Programms in der Aalener Stadtkirche lag auf Werken der beiden französischen Komponisten Maurice Duruflé und Jean Langlais, den beiden Vertretern eines gemäßigt-modernen Musikstils des 20. Jahrhundert. In der „Missa in simplicitate“ op.75 orientiert Jean Langlais seine Musik eng am Wort, ordnet sie zuweilen gar dem Text der Liturgie geradezu unter. Diese Musik drängt sich dem Hörer in keiner Phase auf, sie verströmt keinen Glanz, wie etwa die des Barockzeitalters, und sie schwelgt auch nicht in blumigen Motiven, wie in der Romantik. Ohne den liturgischen Text würde man sich die Musik allein wohl kaum anhören.
Das machte es für die Sängerin schwer, die Herzen der Zuhörer zu erreichen. Cornelia Lanz interpretierte mit ihrer kraftvollen, tragfähigen Stimme, die auch im Forte nicht angestrengt oder gepresst klang. Sehr eindringlich und sensibel gestaltend, stellte sie sich auch dem ungewohnt düsteren Duktus im Agnus Dei, bei dem man die kommende Fastenzeit schon spüren konnte.
Mendelssohn-Bartholdy liebte es da 100 Jahre zuvor wesentlich romantischer. In der Arie „Sei stille dem Herrn“ aus dem Oratorium „Elias“ sang Cornelia Lanz entsprechend innig und gefühlvoll. Tobias Horn begleitete seine Kollegin auf der Orgel ausgesprochen dezent, sodass diese keinerlei Mühe hatte, sich gegen das große Instrument stimmlich zu behaupten. Solistisch überzeugte der Organist darüber hinaus mit einer eindrucksvollen Interpretation der Orgelsuite op. 5 von Maurice Duruflé.
Die düsteren, dramatischen Bässe im Prelude ließ Tobias Horn mächtig dröhnen, der Sicilienne erlaubte er dezente Heiterkeit und die kraftvolle Toccata führte der Organist mit hoch virtuosem Spiel bis hin zum spektakulären, furiosen Finale.
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© Schwäbische Post 06.03.2011

Abschluss der Vesperkirche
 
Die 15. Vesperkirche in der Magdalenenkirche ging zu Ende: über 6000 Essen ausgegeben
 
„Einfach, himmlisch, gut“, vier Wochen Vesperkirche sind am Sonntag zu Ende gegangen. Die 15. Vesperkirche sei eine besondere gewesen, sagte Pfarrerin Ursula Richter. „Wir haben eine tolle, wunderschöne Vesperkirche hinter uns“, resümierte die Pfarrerin.
 
Aalen-Wasseralfingen. Noch nie seien so viele Essen wie in diesem Jahr ausgegeben worden, über 6000 an der Zahl, noch nie habe es während der Vesperkirchenzeit so viel Sonne und so wenig Schnee oder Regen gegeben und noch nie zuvor wurde der Vesperkirche eine Ikone geschenkt, zählte sie all das auf, was die Vesperkirche 2011 zu einer besonderen Vesperkirche mache. Das geheime Motto der Vesperkirche „Die Mischung macht’s“ sei auch in diesem Jahr wieder verwirklicht worden.
„Hier war eine tolle Gemeinschaft spürbar“, berichtete die mithelfende Schülerin Alena. „Alle wurden gleichbehandelt, das ist nicht überall so“, ergänzte sie. „Schade, dass die Zeit vorbei ist“, meinte ein helfender Katholik.
„Schön, wenn die katholische Kirche auch mal eine Vesperkirche veranstalten würde“, brachte er als Anliegen vor. Die Vesperkirche im Wechsel zwischen verschiedenen Kirchengemeinden durchzuführen, das halte Pfarrerin Richter für unrealistisch.
„Dazu bräuchte es einen Lottogewinn“, habe hierzu ein Mitarbeiter bemerkt. Jedoch ist sie sich sicher, dass diese vier Wochen nachwirken und „wahnsinnig viel gewonnen“ wurde. Sie sprach vom „Achtung haben vor jedem Menschen“, egal ob er auf der Bank am Torhaus sitze oder in einer Bank hinter dem Schalter oder gar in der Chefetage arbeite. Wunderbar stimmig untermalte der Chor „Jesolo“ den Gottesdienst, in dem sich die Pfarrerin zur Dienstaushilfe, Caroline Bender, als neues Gesicht in der Kirchengemeinde zeigte.
Sie hat seit dem 1. März die Aufgaben eines Dekans übernommen und wird Pfarrerin Richter als Dekanvertreterin entlasten. Ab dem 1. Mai wird Pfarrer Ralf Drescher, von der Kirchengemeinde Bietigheim-Bissingen stammend, neuer Dekan in Aalen. Sandra Fischer
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© Schwäbische Post 06.03.2011

Zur Salbung als stärkende und segnende Geste waren alle Kirchenbesucher eingeladen.  (Foto: sf)

Zur Salbung als stärkende und segnende Geste waren alle Kirchenbesucher eingeladen. (Foto: sf)

Jeder mit seiner Art willkommen
 
Wasseralfinger Vesperkirche: Viel mehr als ein warmes Essen im Gotteshaus – Eine Mitarbeiterin erzählt
 
Wo sonst Gebetsbücher und Textheftchen Platz finden, stehen heute Teller und Tassen. Denn einmal im Jahr, vom 6. Februar bis 6. März, gibt es in Wasseralfingen die Vesperkirche, für die sich die Magdalenenkirche vier Wochen lang in eine Tafel verwandelt. Eine warme Mahlzeit, aber vor allem die Gemeinschaft, stehen hier im Vordergrund.
 
Daniela Schurr
 
Aalen-Wasseralfingen. Beim Betreten der Kirche steigt einem ein unvermuteter Duft in die Nase: der Geruch von frisch zubereitetem Essen. Dieser mischt sich mit dem sakralen Kerzengeruch, der der Wasseralfinger Magdalenenkirche auch an normalen Tagen anhaftet. Dezent ist dieser heute noch wahrnehmbar, doch die olfaktorische Komponente des Essens dominiert.
Auf dem Speiseplan: paniertes Schnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat, dazu Soße und Brötchen. 200 bis 300 Essen werden hier pro Tag ausgegeben – eine Mammutaufgabe, die die ehrenamtlichen Helfer tagtäglich meistern.
Es ist 11.15 Uhr. Die Helfer versammeln sich in der Kirche für eine kleine Andacht. Gudrun Fetzer, Mitorganisatorin der Vesperkirche, gibt letzte Tipps für die Ehrenamtlichen, dann kommen die ersten Gäste.
Michaela Hroß ist eine dieser insgesamt 120 ehrenamtlichen Helfer, von denen täglich rund 20 die Gäste der Vesperkirche mit einer warmen Mahlzeit versorgen. Die 41-Jährige huscht flink durch die Reihen der Gebetsbänke, in denen die Gäste Platz genommen haben. Über ihrem rosafarbenen Wollpulli trägt sie eine weiße Schürze, auf der die Bratensoße kleine Flecken hinterlassen hat. Eine Woche lang serviert sie den Gästen nun eine warme Mahlzeit, schenkt Kaffee aus, verteilt Kuchen und Getränke.
„Ich will Menschen unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, sagt die Dame mit den blauen Augen und den blonden Haaren. Es bereichere sie, mit den Menschen in Kontakt zu kommen, und nicht nur ein warmes Mahl mit ihnen zu teilen. Eigentlich arbeite sie in einer Apotheke, doch für die Arbeit in der Vesperkirche habe sie sich Urlaub genommen – und das nun schon im sechsten Jahr.
Dass die Vesperkirche eine reine Armenküche sei, dem widerspricht Michaela Hroß: „Hier sind auch viele Normalverdiener – die Mischung ist das, was das Ambiente so besonders macht.“
Und die Normalverdiener werden auch benötigt: 1,50 Euro kostet das Essen für Erwachsene, 50 Cent für Kinder bis 14 Jahren; doch auch der Normalpreis ist angegeben: vier Euro beträgt er. Wer kann und möchte, darf diesen Normalpreis bezahlen, informiert der Herr an der Kasse. Denn Spenden von finanziell Begünstigteren würden stets benötigt, um ein Projekt wie dieses auch weiter am Leben erhalten zu können.
Michaela Hroß greift nach zwei Tellern und geht zügig zur Essensausgabe, die inmitten der Kirche aufgebaut ist. Schnitzel, Kartoffelsalat, Soße und Brötchen werden nun von flinken Händen auf die beiden Teller drapiert, die die 41-Jährige den Helfern entgegenstreckt. Eine Drehung nach rechts, dann geht es an eine Bank zu einer Mutter mit drei Kindern, denen Michaela Hroß nun das Essen serviert. Die kleine Familie sitzt zusammen mit einem älteren Ehepaar und einem Obdachlosen auf einer Gebetsbank.
Und genau das schätzt die 41-Jährige an der Vesperkirche. „Hier wird niemand gefragt, woher er kommt, was er macht, wer er ist. Hier ist jeder mit seiner Art willkommen“, betont Michaela Hroß und lässt ihren Blick durch die Bänke schweifen: Von Seniorengruppen über Hartz-IV-Empfänger bis hin zu Fabrik- und Bankarbeitern - in der Vesperkirche sind alle Schichten und Altersgruppen vertreten.
Die Vesperkirche - heute eine Erfolgsgeschichte. Am Anfang allerdings, erinnert sich die Pfarrerin, da sei die Idee, eine Tafel innerhalb der Magdalenenkirche zu schaffen, nicht ganz unumstritten gewesen. Nun habe sich die Vesperkirche jedoch fest etabliert. Richter: „In der Kirche essen - genau das ist das Konzept, genau das schafft eine ganz besondere Atmosphäre.“
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© Aalener Nachrichten 06.03.2011

Pfarrerin Mirjam Wild (rechts) ist gestern in einem Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche von Pfarrer Martin Schuster und der Laienvorsitzenden des Kirchengemeinderats, Gertrud Nord, verabschiedet worden. Die Pastorin arbeitet jetzt im Landesrundfunk (Foto: Schneider)

Pfarrerin Mirjam Wild (rechts) ist gestern in einem Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche von Pfarrer Martin Schuster und der Laienvorsitzenden des Kirchengemeinderats, Gertrud Nord, verabschiedet worden. Die Pastorin arbeitet jetzt im Landesrundfunk (Foto: Schneider)

Pfarrerin Mirjam Wild sagt zum Abschied leise Servus
 
Ellwangen / sj Nach ihrem zweieinhalbjährigen Vikariat in Ellwangen hat sich Pfarrerin Mirjam Wild gestern Vormittag mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche von der evangelischen Kirchengemeinde verabschiedet. Die Pastorin arbeitet seit 1. März im Landesrundfunk-Pfarramt für den SWR in Stuttgart.
 
Pfarrerin Mirjam Wild begann im September 2008 den Vorbereitungsdienst zum Pfarramt in der Evangelischen Kirchengemeinde Ellwangen, sie hielt Gottesdienste, erteilte Religionsunterricht an der Mittelhofschule, betreute einen eigenen Seelsorgebezirk, war in der Gemeindeleitung tätig, arbeitete sich in die Kirchenraumpädagogik ein und wies mit einer Postkartenaktion auf die Armut in unserer Gesellschaft hin.
 
Pfarrer Martin Schuster und die Laienvorsitzende des Kirchengemeinderats, Gertrud Nord, bedankten sich bei Mirjam Wild mit einer Grafik des Holzbildhauers Siegfried Rimpler, die Ellwangen zeigt. „Danke für Deine Verkündigung, für Dein Dasein und die Gespräche“, sagte Nord. Bei einem Stehempfang in der Kirche gab es für Mirjam Wild zum Abschied noch viele Geschenke, Umarmungen und gute Wünsche.
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© Schwäbische Post 04.03.2011

Beliebtes Spielzeug in Chile: Dieser Junge, als Tiger geschminkt, bastelt sich eine Murmelkiste.  (Foto: Oliver Giers)

Beliebtes Spielzeug in Chile: Dieser Junge, als Tiger geschminkt, bastelt sich eine Murmelkiste. (Foto: Oliver Giers)

Chile spielerisch erleben
 
Weltgebetstag für Kinder im evangelischen Gemeindezentrum
 
„Ich finde es gut, dass man hier lernt, was es in dem Land Chile so gibt“, sagt die achtjährige Mariejana, während sie Stoffstücke auf eine Schuhschachtel klebt. Sie ist eines von rund 70 Kindern, die im evangelischen Gemeindehaus in Wasseralfingen zum Weltgebetstag singen, beten tanzen und basteln.
 
daniela schurr
 
Aalen-Wasseralfingen. „Hola!“, begrüßt Regina Schäffner die Kinder. Sie berichtet von Chile, erzählt davon, dass in Chile Pinguine, Lamas und Flamingos leben. Doch welche Sprache wird in Chile gesprochen? „Chilisch“, meint ein kleiner Junge. „Englisch“, meint ein anderer, ein Mädchen kennt die Antwort: „Spanisch“, ruft sie aus.
So geht es weiter an diesem Nachmittag im evangelischen Gemeindehaus in Wasseralfingen. Die evangelischen und katholischen Kinder lernen auf spielerische Weise das Land Chile kennen, erfahren, dass es in der Atacamawüste „den schönsten Sternenhimmel auf der ganzen Welt“ gibt, wie Gabi Riedl sagt. Und Carmen Grässer stellt dar, wie viele beziehungsweise wie wenig Brote die armen Kontinente zur Verfügung haben.
„War das jetzt gerecht?“ fragt Carmen Grässer, nachdem sie Papier-Brote an die Kinder zur Veranschaulichung verteilt hat. „Nein“, rufen diese im Chor. Mit einer Geschichte des Apostels Lukas, der berichtet, wie Jesus mit fünf Broten und zwei Fischen die Menschen satt gemacht hat, verdeutlicht sie, wie wichtig gerechtes Teilen doch ist – passend zum Motto des Weltgebetstages „Wie viele Brote habt Ihr?“ Und auch das können die Kinder direkt nachempfinden, indem sie selbst kleine Fladenbrote teilen.
Dann werden die Kinder in Gruppen aufgeteilt. Mit den Betreuerinnen können sie nun singen und tanzen, sie sehen Dias von Chile, essen kleine Brote und basteln chilenisches Spielzeug.
Veranstalter des Nachmittages ist die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen, im Detail organisiert haben ihn fünf Frauen, unter anderem Elisabeth Hofmann. Dass die Organisation für den Nachmittag viel Arbeit gewesen sei, liege auf der Hand, so Hofmann: „Aber der Nachmittag mit den Kindern – das gemeinsame Beten und Singen – für das lohnt es sich.“
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© Schwäbische Post 04.03.2011

In der Johanniskirche ging der ehemalige Dekan Erich Haller auf das unterschiedliche Verständnis von Eucharistie ein.  (Foto: sik)

In der Johanniskirche ging der ehemalige Dekan Erich Haller auf das unterschiedliche Verständnis von Eucharistie ein. (Foto: sik)

Gemeinsame Wurzeln
 
Der ehemalige Dekan Erich Haller zu den Gründen des unterschiedlichen Abendmahl-Verständnisses
 
Die unterschiedliche Auffassung der Gegenwart Christi in der Eucharistie gehört nach wie vor zu einem der Reizthemen der Konfessionen. Auf Einladung der Familienbildungsstätte blickte der ehemalige Dekan Erich Haller auf die Wurzeln der Eucharastie.
 
Aalen. Die katholische Kirche lehrt die Realpräsenz Christi in den Gestalten von Brot und Wein, die während der Priesterworte geheimnisvoll gewandelt werden. Die evangelische Kirche dagegen glaubt allein im Vollzug des Abendmahls an die Christi Gegenwart. „Der Zwist“, so ist Erich Haller überzeugt, „hängt viel zu sehr am Inhalt des Kelches und zu wenig am Vorgang selbst“.
Um den Vorgang der Eucharistie besser verstehen zu können, blickt Haller auf das jüdische Passah-Mahl und darauf, wie es Jesus beim letzten Abendmahl abgewandelt hat. Dann, so meint Haller, könnten die Konfessionen eher zu einem Konsens kommen.
In der Reformationszeit prägte Martin Luther die Ansicht, dass das Opfer Christi nicht wiederholt werden kann. Deshalb hat er auch die Priestermessen verworfen, die Abendmahlsfeier sollte wieder eine Feier der Gemeinde werden. Die Sukzession, also die direkte Nachfolge Christi durch die Bischöfe und durch die Weihe für die Priester, lehnte Luther ab. Allein im Vollzug des Abendmahls (Konsubstantiation) ist Christus gegenwärtig.
Dem steht die katholische Transsubstantiationslehre gegenüber, die von einer tatsächlichen Wandlung von Brot und Wein, und dies auch nur durch das Gebet des Priesters „Das ist mein Leib, mein Blut“, ausgeht (Konsekration). „Erst im zweiten vatikanischen Konzil rückten die Katholiken von der tatsächlichen Opferung Christi während der Eucharistie ab“, erklärt Haller.
Was geschieht beim jüdischen Passah-Mahl und was hat Jesus daraus gemacht? „Jesus hat zwölf Jünger eingeladen, nicht wie üblich die Familie“, führt Erich Haller aus. Dies stehe für die Konstitution eines neuen Gottesvolkes. Dem Dankgebet, das der Hausvater beim Passah über dem ungesäuerten Brot, dem Brot des Elends (Auszug und Knechtschaft der Juden) spricht, fügt Jesus hinzu: „Nehmt, esst, mein Leib, mein Blut“. Da die Übersetzung keine ordentliche Grammatik hergab, wurden die Worte „Das ist mein Leib“ oder „Dies ist mein Leib“ eingefügt. Aus dem Auszug aus Ägypten macht Jesus ein messianisches Zeichen. „Indem er das Brot, sozusagen sein Leben bricht“, so Haller. Auch die Aussage „mein Blut“ sei eine Kurzformulierung über seinen bevorstehenden Tod, da das Blut im jüdischen Verständnis der Sitz des Lebens bedeute. Zudem wäre es für einen Juden undenkbar, tatsächlich Blut zu trinken. Im Gegensatz zum Passah trinken alle aus einem Kelch, was so viel heißt, dass alle an der Bedeutung des Todes Christi teilhaben. „Jesus verändert nicht den Inhalt des Kelches, sondern den Vorgang“, macht Erich Haller klar. Jesu Abendmahl sprenge daher den üblichen Rahmen des jüdischen Passah-Mahls. Danksagung, Freude und Ausblick auf das Reich Gottes, das im Passah mit dem „Hallelbecher“ (Lobgesang) abschließt, habe im evangelischen Abendmahl leider erst in letzter Zeit wieder Platz gefunden. „Nicht zu Letzt durch den Austausch mit den katholischen Christen“, weiß Erich Haller.
Resümierend stellt er fest: „Wenn Jesus selbst der Garant des Feierns und der oberste Liturg ist, könnte man sich in den Konfessionen besser arrangieren.“ Die Erneuerung der evangelischen und katholischen Praxis im jüdischen Verständnis könnte so die beiden Konfessionen auch in diesem Punkt näher zusammenbringen. Sibylle Schwenk
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© Aalener Nachrichten 04.03.2011

"Wie viele Brote habt ihr?", unter diesem Motto fand gestern der Weltgebetstag der Frauen statt. In Ellwangen waren die Gottesdienste im Seniorenstift Schönbornhaus (unser Bild) und im Speratushaus. (Foto: Schneider)

"Wie viele Brote habt ihr?", unter diesem Motto fand gestern der Weltgebetstag der Frauen statt. In Ellwangen waren die Gottesdienste im Seniorenstift Schönbornhaus (unser Bild) und im Speratushaus. (Foto: Schneider)

Weltgebetstag: Frauen teilen wie in Chile Brot
 
Speisung der Fünftausend - Ökumenisches Vorbereitungsteam regt an, seine Fähigkeiten für andere einzusetzen
 
Von Josef Schneider
 
ELLWANGEN Alljährlich am ersten Freitag im März begehen Frauen aller Konfessionen in über 170 Ländern der Erde den Weltgebetstag. Unter dem Motto „Wie viele Brote habt ihr?“ war in diesem Jahr Chile das Land, in dem die Lieder und Gebete der Gottesdienste vorbereitet wurden. Ein ökumenisches Vorbereitungsteam gestaltete gestern in Ellwangen die beiden Gottesdienste, am Nachmittag im Seniorenstift Schönbornhaus, am Abend im Speratushaus.
 
„Brot ist unser wichtigstes Nahrungsmittel. Es darf bei keinem Essen fehlen. Selbst in den ärmsten Häusern teilen wir als Zeichen der Gastfreundschaft Kaffee, Mate- oder anderen Tee und selbst gebackenes Brot miteinander. Wenn Frauen den Teig bereiten, kneten sie dabei ihre Zuneigung für alle hinein, die das Brot später essen. Dass es in dieser Welt Hunger gibt, ist eine Schande.“ So wurde eine Chilenin zitiert. Das Teilen von Brot sei ein Zeichen von Solidarität und Hoffnung in Christus.
 
Reich an Bodenschätzen
 
n den Gottesdiensten, die mit szenischen Darstellungen bereichert wurden, kam die überwältigende landschaftliche Schönheit Chiles mit fruchtbaren Böden und reichen Wäldern zur Sprache, aber auch die ungleiche Verteilung der Güter und die wachsende materielle Gier. Das lateinamerikanische Land ist von Nord nach Süd über 4300 Kilometer lang, es ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer und Eisenerz und hat viele Klima- und Vegetationszonen. Über 70 Prozent der knapp 17 Millionen Bewohner Chiles sind römisch-katholisch, knapp 15 Prozent protestantisch. Am 27. Februar vergangenen Jahres forderte ein starkes Erdbeben, verbunden mit einer Flutwelle, zahlreiche Tote und Verletzte, über zwei Millionen Menschen waren obdachlos. Dem ersten Schock folgten viele spontane Hilfsaktionen. Erinnert wurde auch an das Bergwerksunglück im Herbst 2010, die Verschütteten konnten kurz vor Weihnachten gerettet werden.
 
Im Mittelpunkt der Lesung stand die Speisung der Fünftausend, ein Text aus dem Markus-Evangelium, Kapitel 6, Verse 30 bis 44. Alle aßen von den fünf Broten und zwei Fischen und wurden satt. „Als die Jünger die Reste der Brote und auch der Fische einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren fünftausend Frauen, Männer und Kinder, die von den Broten gegessen hatten.“ Szenisch thematisiert wurde auch, wie eine Witwe ihr Brot mit dem Propheten Elija teilte. In diesem Zusammenhang wurde angeregt, seine Gaben und Fähigkeiten mit anderen zu teilen. Eingegangen wurde auch auf das diesjährige Titelbild des Weltgebetstags, das von der 77-jährigen chilenischen Bäuerin Norma Ulloa gestickt wurde. Das Bild verbindet biblische Wundererzählungen und Alltagsszenen im bäuerlichen Leben Chiles.
 
Das Deutsche Weltgebetstagskomitee fördert seit vielen Jahren Frauenprojekte in aller Welt mit bisher knapp 58 Millionen Euro. Allein 2009 wurden für 146 Projekte in 48 Ländern über 2,8 Millionen Euro
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© Schwäbische Post 02.03.2011

Mehr zu Diakonie und Jugendarbeit
 
Kirchengemeinderat
 
Der Kirchengemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, in diesem Jahr zwei Sitzungen zu Schwerpunktthemen zu planen. Die Themenbereiche sind Diakonie und Jugendarbeit.
 
Oberkochen. Wie Pfarrer Albrecht Nuding mitteilte, sind im Juni Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonischen Bezirksstelle zu Gast im Kirchengemeinderat, um über ihre Arbeit zu berichten und sich den Fragen der Ratsmitglieder zu stellen. Darüber hinaus sollen aber auch andere diakonische Dienste in der Gemeinde im Gremium präsentiert werden.
Für den Herbst, so Nuding, sei dann noch eine Schwerpunktsitzung zum Thema Jugendarbeit mit den Verantwortlichen und Aktiven in diesem Arbeitsfeld geplant. Ziel solcher Schwerpunktsitzungen sei es, sich über bestimmte Themen zu informieren, mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen und zu anstehenden aktuellen Fragen in Anwesenheit und unter Mitwirkung der Betroffenen Beschlüsse zu fassen.
 
Metalldeckung mit Kupferblech fürs Kirchendach
Der evangelische Kirchengemeinderat tauschte sich über den Verlauf der Gemeindeversammlung aus. Speziell ging es um die Neueindeckung des Dachs der Oberkochener Versöhnungskirche. Wegen der längeren Haltbarkeit solle eine Metalldeckung zum Beispiel mit Kupferblech angestrebt werden, gab Pfarrer Albrecht Nuding die Stimmung aus der Gemeindeversammlung wieder. Ferner habe die Stadt Oberkochen inzwischen die Anbindung von umliegenden Gebäuden an das neue Blockheizkraftwerk prüfen lassen.
Über diese Thematik informierte Pfarrer Achim Bellmann. Es habe sich bei der Prüfung herausgestellt, dass der Wärmeverlust bei einer Anbindung der Versöhnungskirche an die Heizanlage im Rathaus zu groß wäre, erklärte Bellmann. Eine solche Lösung scheide also als Alternative zur jetzigen konventionellen Heizung in der Oberkochener Versöhnungskirche aus. su
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© Schwäbische Post 02.03.2011

Erwin Kirn ist mit seinem Flügelhorn der dienstälteste Bläser im evangelischen Posaunenchor Oberkochen.  (Foto: ls)

Erwin Kirn ist mit seinem Flügelhorn der dienstälteste Bläser im evangelischen Posaunenchor Oberkochen. (Foto: ls)

Erwins zweitbestes Stück
 
Erwin Kirn ist mit seinem Flügelhorn eine feste Größte im Posaunenchor Oberkochen
 
Immer dienstags packt Erwin Kirn seinen Koffer. Genauer gesagt den Musikkoffer. Wichtigstes Utensil ist sein „Oldie“, ein Flügelhorn, das er vor 50 Jahren für 124 Mark gekauft hat. Ein musikalisches Evergreen ist daraus geworden.
 
Lothar Schell
 
Oberkochen. „Mein bestes Stück ist meine Frau Sieglinde, danach kommt gleich mein Flügelhorn“, sagt Erwin Kirn, dessen zweite Liebe dem evangelischen Posaunenchor in Oberkochen gehört. Dort spielt er mit Herzblut, er ist der dienstälteste Bläser. Dabei war er „von Geburt“ eigentlich gar kein Bläser, wie er dieser Zeitung erzählt.
Der gebürtige Hesse, der im beschaulichen Dietersweiler im Schwarzwald aufgewachsen ist, kam 1969 nach Aalen. Zuerst nach Dewangen, vor fast genau 40 Jahren zog es ihn nach Unterkochen. „Eigentlich habe ich mein musikalisches Terrain als Streicher begonnen“, erzählt Kirn. Während seiner Zeit am Gymnasium in Freudenstadt spielte er Geige im Schülerorchester des Keppler-Gymnasiums. Mit 16 Lenzen fand er Kontakt zu einem Bläserchor.
„Das Zusammenspiel im Posaunenchor hat mir spontan gefallen. Ein halbes Jahr spielte er auf einem Vereinsinstrument, dann wurde das besagte „gute Stück“ angeschafft, das auch heute noch – nach 50 Jahren – „wunderschöne Töne von sich gibt“, lacht der 66-Jährige. Innerhalb eines halben Jahrhunderts gab’s nur zwei kleinere Reparaturen.
Liebevoll streicht Kirn über sein Flügelhorn. Im evangelischen Posaunenchor ist er der Senior, sitzt neben Katharina, Michael und Paul – den Kindern von Pfarrer Albrecht Nuding. „Ich habe vom Tuten und Blasen eine Ahnung“, verkehrt Kirn das übliche Sprichwort. Noch in diesem Jahr wird er für 50 Jahre aktive Musiktätigkeit geehrt.
 
Musik zum Gotteslob macht besonders Freude
„Herrliche Ereignisse hat mein Flügelhorn mit mir zusammen erlebt“, sagt Kirn und er meint damit besonders die „erhebenden Landesposaunentage in Ulm, der Hauptstadt der Bläser“. Alle zwei Jahre finden diese statt und 23 Mal war Kirn mit dabei.
Nicht unerwähnt lässt er die enge Bindung zum christlichen Glauben. Seit 1957 ist er Mitglied im Christlichen Verein junger Menschen“, er war 24 Jahre lang Kirchengemeinderat in Unterkochen, davon acht Jahre als Laienvorsitzender. 20 Jahre lang gehörte er der Bezirkssynode an und ebenfalls zwei Dekaden war Erwin Kirn auch noch Organisator der Kinderkirche.
„Lobet Gott mit Trompeten und Posaunen“, zitiert Kirn Psalm 98 und daraus erwuchs auch seine musikalische und christliche Lebensphilosophie. Ans Aufhören denkt er noch lange nicht. „Wenn ich allerdings merke, dass ich keinen Ton mehr herausbringe, gehe ich mit meinem Flügelhorn in den musikalischen Ruhestand“, blickt er voraus.
Bis dahin soll es noch viele Auftritte geben. Wie früher unter Dirigent Albrecht Gunzenhauser und jetzt mit Christoph Kübler am Regiepult. Einmal im Monat etwa bei der Begleitung des Gottesdiensts in der Versöhnungskirche, auf dem Friedhof, in Altenheimen oder auf Campingplätzen. Der nächste Höhepunkt ist nicht mehr weit weg.
Denn schon im April findet der Bezirksposaunentag in der Oberkochener Dreißentalhalle statt. Klar, dass Erwin Kirn und sein liebgewonnenes Flügelhorn dabei natürlich auch wieder mit von der Partie sein werden.
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© Schwäbische Post 01.03.2011

„Die frommen Jungfrauen“ warben für die notwendige Sanierung des Kirchendachs.  (Foto: su)

„Die frommen Jungfrauen“ warben für die notwendige Sanierung des Kirchendachs. (Foto: su)

Von oben herab lässt sich’s gut lachen
 
Das „Dachdeckerteam“ Johanna Halka und Pfarrer Albrecht Nuding glossierten lokale Begebenheiten
 
Die anstehende Sanierung des Dachs der Versöhnungskirche bildete in unterhaltsamer Form das Herzstück beim Dankeschönabend der evangelischen Kirchengemeinde. Kabarettistisch glossiert und gewürzt wurde er von Johanna Halka und Pfarrer Abrecht Nuding als Dachdecker in Zimmermannskluft.
 
Oberkochen. 110 Ehrenamtliche ließen sich beim traditionellen Dankeschönabend unter dem Motto „Alle unter einem Dach“ vom Kirchengemeinderat verwöhnen. Den Auftakt bildete eine von Pfarrerin Ulrike Nuding in der Versöhnungskirche gestaltete Andacht.
Die Palette der ehrenamtlich Tätigen war breit gestreut und reichte von Jungscharbetreuern bis zu engagierten Kirchengemeindegliedern, die im Seniorenteam mitarbeiten. Vor dem gemeinsamen Festessen im Christian-Hornberger-Saal dankte der Zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Gerd Reisinger, für ihre der Kirchengemeinde geopferten Zeit.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Flötenensemble unter Leitung von Ruth Koch. Im Programmteil zeigte Pfarrer Achim Bellmann Bilder mit dem „normalerweise publikumsscheuen Kirchenkobold Kasimir“, der die Anwesenden auf unterhaltsame Weise an jene Orte in der Versöhnungskirche führte, wo dringender Renovierungsbedarf besteht.
Zum krönenden Abschluss des Abends traten Johanna Halka und Pfarrer Albrecht Nuding als Dachdecker-Team auf, das so manche Merkwürdigkeit in der Kocherstadt glossierte. Beispielsweise die Kosten fürs geplante Zeltdach auf dem Eugen-Bolz-Platz oder die geringe Resonanz für die Eislauffläche im Spitztal.
„Immer schön oben bleiben“, kommentierten die beiden Dachdecker Bürgermeister Traubs Landratsambitionen drunten im Schwarzwald. su
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