© Schwäbische Post 31.05.2011

Kirche sucht „Waldarbeiter“
 
Oberkochen. Die evangelische Kirchengemeinde Oberkochen beschreitet neue Wege, um die für 2015 geplante Kirchenrenovierung finanzieren zu können. So hat die Gemeinde jetzt zwei Lose im Wald erworben, die betreffenden Waldstücke liegen am Hang zum Volkmarsberg. Im mehreren Arbeitseinsätzen mit Freiwilligen möchte die Kirchengemeinde das dort liegende Holz zum Trocknen aufsetzen und später zu ofenfertigen Holzscheiten sägen und spalten. Zunächst gehe es jedoch darum, das Holz in transportable Stücke auseinander zu sägen und aus dem Wald an Sammelplätze zum Aufstapeln zu ziehen. „Die Kirchengemeinde hofft mit dieser Aktion, einen nennenswerten Beitrag für die anstehende Kirchenrenovierung erlösen zu können“, erklärte Pfarrer Albrecht Nuding in einem Pressegespräch.
Alle, die Zeit und Lust hätten, sich am Holzmachen zu beteiligen, werden gebeten, sich im evangelischen Gemeindebüro, Tel. (07364) 919316 oder E-Mail: pfarramt.oberkochen@elk-wue.de abzumelden. Die Arbeitseinsätze sind jeweils am Spätnachmittag und abends, weil das betreffende Waldstück dann nicht mehr direkt in der Sonne liegt. Geplant sind zunächst Arbeitseinsätze am Freitag, den 3. Juni und am Freitag, den 8. Juli. Treffpunkt ist am Parkplatz beim städtischen Friedhof. Bei Einbruch der Dunkelheit gibt es dann jeweils für alle, die mitgearbeitet haben, ein zünftiges Vesper in der Versöhnungskirche. su
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© Schwäbische Post 29.05.2011

Der Rhythmuschor der Concordia Westhausen sorgte für die musikalische Umrahmung.  (Foto: ls)

Der Rhythmuschor der Concordia Westhausen sorgte für die musikalische Umrahmung. (Foto: ls)

Gott gut zuhören und ihm danken
 
Gottesdienst im Grünen und Gemeindefest bei der Kreuzkirche – 16 Jugendliche erhalten Trainee-Zertifikat
 
Ein „Gebet der Freude“ aus Ghana stand im Mittelpunkt des Festgottesdienstes im Grünen der evangelischen Kirchengemeinde Lauchheim-Westhausen. Der Gottesdienst wurde vom Rhythmus-Chor der Concordia und vom Posaunenchor musikalisch umrahmt.
 
Lothar Schell
 
Westhausen. Mit dem „Gloria in excelsis deo“ eröffnete der Rhythmuschor unter Leitung von Peter Waldenmaier den Festgottesdienst im Grünen am Sonntag Rogate. Das ghanaische Gebet der Freude mit seinem fokusierenden Dank an Gott für Schöpfung, Leben und Licht nahm Pfarrer Ulrich Marstaller in seiner Predigt zum Anlass darauf hinzuweisen, dass dieses Gebet echte und pulsierende Lebensfreude widerspiegle, während hierzulande für viele Menschen das Gebet zum Notnagel geworden sei.
Der Sonntag „Rogate“ biete Gelegenheit, über die Verheißung Jesu Christi „Bittet, so wird Euch gegeben“ nachzudenken. Jesus Christus sei immer und für alle Menschen da, Gott könne man alles anvertrauen, auch wenn Gebete Menschen manchmal zur Verzweiflung bringen, weil sie nicht spontan erhört würden. „Gott gibt uns aber die Zusage, dass unsere Gebete gehört werden“, meinte Pfarrer Marstaller. Entscheidend sei, dass die Menschen „wieder Gott zuhören lernen.“
16 Jugendlichen, die in Kooperation mit dem evangelischen Jugendwerk und dem Land Baden-Württemberg das Schulungsprogramm „Trainee“ zur Jugendleiterausbildung absolviert hatten, konnte der Pfarrer die Zertifikate überreichen, verbunden mit dem Dank, dass sie sich engagiert für die kirchliche Jugendausbildung einsetzten. Bis auf den letzten Platz gefüllt waren die Bankreihen im herrlichen Garten bei der Kreuzkirche. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Gruppe „Zupf & Xang“ aus Westerhofen, im Foyer des Gemeindehauses gab es einen Basar und für die Kinder hatten die Trainee-Jugendlichen eine Spielstraße vorbereitet.
Pfarrer Marstaller brachte seine Freude zum Ausdruck, dass auch zahlreiche katholische Mitchristen präsent sind und das ausgesprochen gute ökumenische Miteinander unter Beweis stellten.
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© Schwäbische Post 28.05.2011

Pastoralreferentin Elisabeth Beyer und Pfarrer Uwe Quast (rechts) erhofften sich neue Impulse für Peter und Paul von Pastoralreferent Alfred Jordine (links) und Pfarrer Christoph Lauter (zweiter von rechts), die von ihrer Arbeit in der „Arche“ in Neckargemünd erzählten.  (Foto: sf)

Pastoralreferentin Elisabeth Beyer und Pfarrer Uwe Quast (rechts) erhofften sich neue Impulse für Peter und Paul von Pastoralreferent Alfred Jordine (links) und Pfarrer Christoph Lauter (zweiter von rechts), die von ihrer Arbeit in der „Arche“ in Neckargemünd erzählten. (Foto: sf)

Damals war’s eine „große Sache“
 
Ökumenisches Gemeindezentrum Peter und Paul feierte 25 Jahre unter einem Dach mit Festabend am Freitag
 
Die Dankbarkeit für gemeinsame 25 Jahre unter einem Dach wurde am Freitagabend beim Festabend zu „25 Jahre Ökumenisches Gemeindezentrum Peter und Paul auf der Heide“ deutlich. Ebenso wurde nach Neckargemünd geblickt. Dort gibt es seit 36 Jahren gelebte Ökumene im Kirchenzentrum „Arche“.
 
Sandra Fischer
 
Aalen. „Das war damals eine große Sache“, zitierte der evangelische Pfarrer Uwe Quast die Aalener, die sich an den Bau des ökumenischen Gemeindezentrums Peter und Paul im Jahre 1986 zurück erinnern. Trotz Randlage sei hier, gemeinsam von der evangelischen und katholischen Kirche gebaut, etwas Zukunftsweisendes errichtet worden. Peter und Paul sei als ökumenisches Unternehmen bejaht worden, in dem Quast eine große Weltoffenheit wahrnehme.
Gratulationen zum Jubiläum und zu 25 Jahren Gemeinschaft und Zusammenhalt überbrachte Klaus Hammer, stellvertretender Amtsleiter vom Amt für Soziales, Jugend und Familie, Kinder- und Familienförderung seitens der Stadt Aalen. Er dankte der Bereitschaft zur Unterstützung, die den Menschen in Peter und Paul angeboten werden. Die Stadt Aalen könne als „Hauptstadt der Ökumene“ stolz darauf sein, ergänzte er.
„Menschen der Praxis“ zum Festabend zu laden, sei in den Vorbereitungen zum Jubiläum favorisiert worden, sagte die katholische Pastoralreferentin Elisabeth Beyer. Gefunden wurden diese mit dem evangelischen Pfarrer Christoph Lauter und dem katholischen Pastoralreferenten Alfred Jordine.
Mittels Power-Point-Präsentation ließen sie in das ökumenische Kirchenzentrum Arche in Neckargemünd eintreten. Zwölf Kilometer von Heidelberg entfernt, sei das Kirchenzentrum in seiner ökumenischen Konsequenz bisher in deutschen Landen einzigartig geblieben. Im Kirchenzentrum selbst werde jede Woche, jeweils durch eine Wand getrennt, ein katholischer und evangelischer Gottesdienst gefeiert. Die Besucher erfahren dennoch voneinander, was Inhalt des jeweiligen Gottesdienstes der anderen ist und treffen sich am Ende im gemeinsamen Foyer zum gemeinschaftlichen Kirchenkaffee. Einige Festgottesdienste, unter anderem die Osternachtsfeier, Christmette oder der Buß- und Bettag, werden immer gemeinsam gefeiert. Ebenso öffnen sich jeden ersten Sonntag im Monat die Türen zu einem ökumenischen Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen.
Die Ökumene stoße aber auch an Grenzen: „Trotz des gemeinsamen Bandes der Taufe leidet die Ökumene an der Steilwand der Abendmahlfrage“, sagte Jordine. Im ökumenischen Gottesdienst werde „aus der Not heraus“, da ein gemeinsames Abendmahl nicht möglich sei, innerhalb der Liturgie die Agapefeier gefeiert. Dabei werde in der Arche dieses gemeinsame Brotbrechen mit Brotsegen und einem gemeinsamen Vater unser-Gebet als Zwischenschritt zur Mahlgemeinschaft gesehen.
„Anfangs gab es kritische Stimmen. Die Agapefeier würde die Sehnsucht auf das gemeinsame Abendmahl nehmen“, sagte Jordine. „Aber ohne das Brotbrechen hat etwas gefehlt“, ergänzte er, weshalb man daran festgehalten habe.
Ohne Ökumene könnten sich beide Geistliche ihre Arche nicht mehr vorstellen, wurde in der anschließenden Fragerunde deutlich. Mit dieser Praxis würde „1 + 1“ im Miteinander „3“ ergeben. Sie scheuten nicht, die Probleme der kommenden Jahre zu ergänzen. Die Ökumene sei ins Alter gekommen.
Im großen ökumenischen Aufbruch der 1970/80-er Jahre sei ein „Drive“ drin gewesen, bemerkte Pfarrer Christoph Lauter. Heute fehlten die jungen Leute, die das Feuer weiter tragen. Ebenso koste Ökumene Geld. Geld, das den Kirchen immer weniger zur Verfügung stehe. So seien ökumenische Zentren „keine Inseln der Seeligen“, sondern „hart an der Realität“.
Am Sonntag wurde mit einem Festgottesdienst, untermalt von „Joy of Gospel“ und dem CVJM-Posaunenchor und dem Gemeindefest weiter gefeiert.
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© Schwäbische Post 25.05.2011

Oberbürgermeister Martin Gerlach (Mitte) erzählt Kirchengemeinderat Dr. Kwabene Osei-Bonsu (von links), Reverend Theophilus Sakado, Edeltraud Göpfert und Dekan Reverend Paul K. Dekyem Wissenswertes über Aalen.  (Foto: Oliver Giers)

Oberbürgermeister Martin Gerlach (Mitte) erzählt Kirchengemeinderat Dr. Kwabene Osei-Bonsu (von links), Reverend Theophilus Sakado, Edeltraud Göpfert und Dekan Reverend Paul K. Dekyem Wissenswertes über Aalen. (Foto: Oliver Giers)

Partnerschaft als Friedensdienst
 
Eine Delegation der Akyem Abuakwa Presbytery aus dem Süden Ghanas besucht Aalener Kirchenbezirk
 
Sich gegenseitig kennen zu lernen, sich auf Augenhöhe begegnen, über den Reichtum der Traditionen des anderen staunen und den Glauben gemeinsam leben. Dafür steht die Partneschaft des Aalener Kirchenbezirks und der Akyem Abuakwa Presbytery in Ghana. Der Besuch bei OB Martin Gerlach war ein weiterer Mosaikstein im Bild des kirchlichen Miteinanders.
 
ULrike Schneider
 
Aalen. Seit 15 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem Aalener evangelischen Kirchenbezirk und der Akyem Abuakwa Presbytery im ghanaischen Kyebi. Regelmäßige Treffen kennzeichnen die Partnerschaft auf Augenhöhe. Derzeit weilt eine vierköpfige Delegation aus Ghana in Aalen – an ihrer Spitze Dekan Paul K. Dekyem. „Wir haben hier schon viele schöne und interessante Eindrücke sammeln können“, erzählt Reverend Eric Adjapong. Etwa in Stuttgart, wo die vier Ghanaer einen Abstecher auf den Fernsehturm gemacht haben; aber auch beim Oberkirchenrat einen Einblick in die Struktur der deutschen evangelischen Kirche erhalten haben – die weniger hierarchisch aufgebaut ist als die Ghanaische.
„Uns sind die Begegnungen mit den Menschen wichtig“, sagt Dekan Paul K. Dekyem, der erst vor zwei Jahren in dieses Amt gewählt wurde. Etwa beim Gottesdienst, der hier wesentlich kürzer und prägnanter gefeiert werde als in seiner Heimat. „Unsere Gottesdienste dauern gut zwei Stunden“, erzählt er. Dafür empfinde er es als Bereicherung, wenn nach der deutschen Feier die Gemeinde noch beisammen stehe und sich anregend unterhalte.
Zum Kennenlernen gehört für die vier „Offiziellen“ auch ein Besuch bei Oberbürgermeister Martin Gerlach. Der erläuterte die historischen, industriellen und kulturellen Aspekte der Stadt und der Region am Mittwoch auf der Dachterrasse des Rathauses, wo es bisweilen sehr humorvoll zuging. Was im Übrigen eine Stärke der Ghanaer ist, wie auch deren Spontaneität. Das betonen auch der Aalener Dekan Ralf Drescher und Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch, die dem Partnerschaftsausschuss voran steht.
Ziel des Treffens der beiden Kirchenbezirke in diesem Jahr sei die Vorbereitung eines Workshops im kommenden Jahr in Ghana. Der wird in Verbindung mit dem 40-jährigen Bestehen des ghanaischen Kirchenbezirks im Sommer 2012 veranstaltet. Zudem sind sowohl Ralf Drescher als auch Paul K. Dekyem neu in ihren Ämtern. „Und so eine Partnerschaft kann nicht allein von Privatpersonen getragen werden, sondern auch die Offiziellen müssen in die Begegnungen eingebunden sein“, stellt Heike Ehmer-Stolch fest. Dann könnten alle voneinander profitieren. Dabei attestiert Dekan Drescher der Partnerschaft ein „Friedensdienst“ zu sein: „Das ist beeindruckend, wie man sich hier gegenseitig wahrnimmt – über die unterschiedlichen Kulturen hinweg“.
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© Aalener Nachrichten 20.05.2011

Partner des evangelischen Kirchenbezirks aus Ghana sind da

Partner des evangelischen Kirchenbezirks aus Ghana sind da

Partner des evangelischen Kirchenbezirks aus Ghana sind da
 
Aalen / lem Seit 15 Jahren gibt es eine intensive Partnerschaft zwischen dem evangelischen Aalener Kirchenbezirk und der Gemeinde Akyem Abuakwa im Süden Ghanas in der Nähe des Volta-Stausees. Nun kam eine Delegation aus Ghana in Aalen an, darunter auch Dekan Paul Dekyem, herzlich begrüßt vom neuen Dekan Ralf Drescher, den Gemeindemitarbeitern und der Wasseralfinger Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch. Es geht, betonte sie beim Empfang im Dekanatsamt, um eine Partnerschaft auf Augehöhe, um Begegnungen und den Austausch. Und den soll es bis 30. Mai intensiv geben. Ein festlicher Höhepunkt soll die 15-Jahres-Feier am 29. Mai in der Aalener Stadtkirche werden.
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© Schwäbische Post 19.05.2011

Delegation aus Ghana

Delegation aus Ghana

Delegation aus Ghana besucht Kirchenbezirk
 
Mit etwas Verspätung kam am Donnerstagnachmittag eine vierköpfige Delegation aus Ghana mit Dekan Paul Dekyem (4. v.re.) im evangelischen Dekanatsamt an. Dekan Ralf Drescher und Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch, die sich um die Partnerschaftsarbeit im Kirchenbezirk kümmert, begrüßten die vier Geistlichen aus der Gemeinde AkyemAbuakwaPresbytery. Seit 15 Jahren pflegt der evangelische Kirchenbezirk Aalen die Partnerschaft mit Ghana. Dort sind die Strukturen ähnlich wie in den deutschen Kirchen und auch dort wurde vor nicht allzu langer Zeit ein neuer Dekan ins Amt eingesetzt. „Ein netter Zufall“, freute sich Dekan Ralf Drescher im neu gestalteten Garten vor dem Dekanatsamt. Dort konnten die Gäste mit einigen Mitgliedern des Partnerschaftsausschusses ins Gespräch kommen. Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch (5. v.re.), die in der Wasseralfinger Gemeinde tätig ist, war selbst schon zweimal in Ghana und freut sich über die gut gedeihende Partnerschaft. Sie und Dekan Ralf Drescher (2. v.re.) begrüßten die Gäste: „Es ist keine Unterstützungspartnerschaft, es geht uns hauptsächlich um Begegnung auf Augenhöhe, um Gottesdienste miteinander zu feiern und jetzt auch das Jubiläum“. Zum Jubiläum gibt es auch einen Festgottesdienst am 29. Mai in der Stadtkirche. Der zwölftägige Besuch diene vor allem zur Vorbereitung des geplanten Workshops, der 2012 in Ghana durchgeführt wird. Nach dem Willkommensgruß erhielten die Gäste kleine Begrüßungsgeschenke und wurden in ihre privaten Gastfamilien gebracht. (Text und Foto: sik)
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© Aalener Nachrichten 19.05.2011

Bei einer Feier im katholischen Gemeindehaus Sankt Maria erhielten die Teilnehmer des neunten Aalener Sozialführerscheinkurses ihre Abschlussurkunde. (Foto: Kullmann)

Bei einer Feier im katholischen Gemeindehaus Sankt Maria erhielten die Teilnehmer des neunten Aalener Sozialführerscheinkurses ihre Abschlussurkunde. (Foto: Kullmann)

Zertifiziert: 16 Helfer erhalten den Sozialführerschein
 
Aalen / kul Im Rahmen der „Woche für das Leben“ erhielten die Absolventen des Sozialführerscheins ihr Zertifikat. „Engagiert für das Leben“ heißt in diesem Jahr die bundesweite Aktion beider Kirchen, die sich seit über zwei Jahrzehnten dem Schutz des Lebens verpflichtet hat. Alljährlich greifen sich die Initiatoren ein wichtiges Thema aus dem unerschöpflichen Pool, um diejenigen in den Mittelpunkt zu stellen, die die Hilfe der Gesellschaft benötigen. Jedes Engagement sei wichtig, um die Gesellschaft zu stabilisieren und den sozialen Frieden zu bewahren, hob der katholische Dekan Dr. Pius Angstenberger hervor. „Als engagierte Helfer machen Sie anderen Mut, sich einzusetzen.“
 
Seit 2004 boten die Träger des Sozialführerscheins, Caritas, Diakonie, Bahnhofsmission Aalen, katholische Seelsorgeeinheit Aalen, evangelische Kirchengemeinde Aalen, keb-Bildungswerk Ostalbkreis und evangelische Erwachsenenbildung bisher 23 Kurse in sieben Städten und Gemeinden innerhalb des Ostalbkreises an. In den zurückliegenden sieben Jahren absolvierten 325 Teilnehmer die Ausbildung und erhielten das Abschlusszertifikat. Der „Sozialführerschein“ gilt als idealer Einstieg ins Ehrenamt, insbesondere, da die Kurse praktische Kenntnisse über soziale Prozesse und Arbeitsweisen sowie die theoretischen Grundlagen zu rechtlichen und sozialen Fragen vermitteln. Sogenannte Schnuppertage in einer sozialen Einrichtung oder einem Projekt runden den achttägigen Kurs (verteilt auf ein halbes Jahr) ab.
 
„Wir wollen uns aus christlicher Nächstenliebe für andere Menschen einsetzen“, betonte Kursleiterin Natalie Pfeffer, um zu versichern, dass mit dem Besuch der Kurse niemand eine Verpflichtung eingehe und ein Einsatz frei gestellt sei.
 
Die rhetorische Frage, was der Staat ohne solche Bürger tun würde, stellte Landrat Klaus Pavel, der Schirmherr des Sozialführerscheins. Alle Kursteilnehmer böten die Garantie, dass das soziale Netzwerk im Ostalbkreis immer dichter würde und immer mehr Bürger zu ihrer sozialen Verantwortung stünden.
 
Der evangelische Dekan Ralf Drescher gab zu bedenken, dass es oftmals Überwindung koste, auf die Not anderer Menschen zu reagieren. Doch die Gesellschaft brauche Zivilcourage. „Die Kultur des Helfens ist etwas Wertvolles.“ Gemeinsam mit den beiden Dekanen händigte Landrat Pavel den 16 Teilnehmern des neunten Aalener Sozialführerscheinkurses die Abschlussurkunden aus.
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© Schwäbische Post 06.05.2011

Eine Rose gab es für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer anlässlich des 30-jährigen Bestehens der ökumenischen Nachbarschaftshilfe unter der Einsatzleiterin Dagmar Bellmann (erste Reihe, ganz rechts).  (Foto: ls)

Eine Rose gab es für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer anlässlich des 30-jährigen Bestehens der ökumenischen Nachbarschaftshilfe unter der Einsatzleiterin Dagmar Bellmann (erste Reihe, ganz rechts). (Foto: ls)

30 Jahre und kein bisschen müde
 
Ökumenische Nachbarschaftshilfe feierte Geburtstag: viel Dank, Lob, und Ehrung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer
 
„Es ist wirklich erstaunlich, was aus den kleinen und bescheidenen Anfängen einer häuslichen Hilfe in Trägerschaft der beiden Kirchengemeinden geworden ist“, betonte Pfarrer Albrecht Nuding von der evangelischen Kirchengemeinde bei der Jubiläumsfeier im Rupert-Mayer-Haus. Geschäftsführer Paul Trittler lobte salopp: „30 Jahre und kein bisschen müde.“
 
Lothar Schell
 
Oberkochen. Heiter und mit viel Esprit und Kreativität wurde bei der ökumenischen Nachbarschaftshilfe Geburtstag gefeiert, der „gute Geist“ war geradezu greifbar. Passend dazu war auch die musikalische Umrahmung durch das Flötenensemble der evangelischen Kirchengemeinde, das mit dem „Criminal Tango“ die Besucher begeisterte. So richtig köstlich servierten Ruth Koch und Ulrike Balle-Grünbaum einen gesanglichen Katzenjammer mit „Miaus“ auf hohem Niveau.
 
Hilfe zum Leben durch Unterstützung verschiedenster Art
„Wir verdanken die professionelle Entwicklung der ökumenischen Nachbarschaftshilfe engagierten Ehrenamtlichen und mit Dagmar Bellmann einer routinierten Einsatzleitern, die ihr Handwerk versteht“, betonte Paul Trittler.
Sein besonderer Gruß galt der Ehreneinsatzleiterin Hilde Hug sowie den langjährigen verdienten Einsatzleiterinnen Emma Ade-Kiesel und Ines Kolb. Trittler verwies auf die Bedeutung der Kooperation mit der Stadt. Ohne den städtischen Zuschuss wäre diese soziale Einrichtung nicht zu schultern.
In der Öffentlichkeit pflege man nicht die lauten Töne, aber im Inneren werde Hilfe zum Leben in großartiger Weise geleistet, um Menschen Unterstützung verschiedenster Art im Alltag zukommen zu lassen, erklärte Pfarrer Andreas Macho von der katholischen Kirchengemeinde. Die Arbeit geschehe im Geist der Nächstenliebe. Nach mittlerweile 30 Jahren „ist man den Kinderschuhen entwachsen hin zur Professionalität“, setzte Macho hinzu. Damit werde ein hervorragender Beitrag für ein humanitäres Miteinander in der Stadt geleistet. Einsatzleiterin Dagmar Bellmann gebe der Nachbarschaftshilfe im übertragenen Sinne Hand und Fuß und drücke ihr einen ganz persönlichen Stempel auf.
 
Scheck der Stadt und Auszeichnung der Ehrenamtlichen
Bürgermeister Peter Traub erinnerte an die demografischen Veränderungen. Karitative Einrichtungen seien heute „zu einem Hauptartikel geworden und wichtiger denn eh und je“. Ein würdiges Leben innerhalb der eigenen vier Wände zu ermöglichen, dafür trete die ökumenische Nachbarschaftshilfe mit Herzblut ein. Namens der Stadtverwaltung übergab Traub einen Scheck an Einsatzleiterin Dagmar Bellmann, die anschließend die 35 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auszeichnete. Im vergangenen Jahr seien über 6000 Einsatzstunden in Oberkochener Häusern geleistet worden. „Dieses bürgerschaftliche Engagement sucht seinesgleichen“, stellte Bellmann fest. In den verschiedensten Einsätzen vernetzten sich Vertrauen, Einfühlungsvermögen, Kompetenz und emotionale Stärke. Zur Stärkung gab’s Schokolade, als Symbol für die vielen schönen Augenblicke eine Rose.
 
Dagmar Bellmann als Kopf und Herz des Teams
Namens des Beirats der ökumenischen Nachbarschaftshilfe und der beiden Kirchengemeinden würdigte Pfarrer Albrecht Nuding die Leistung von Dagmar Bellmann, die Koordinatorin, Organisatorin, Motivatorin und Vertrauensperson in einem und damit für die Aufgabe der Einsatzleiterin prädestiniert sei.
Ein weiterer Aspekt, warum die ökumenische Nachbarschaftshilfe nicht mehr wegzudenken sei, liege darin, dass arbeitsfähige und bezahlbare Strukturen entwickelt worden seien, die die Einrichtung stützten und absicherten. Die beiden Kirchengemeinden bildeten dabei ein strukturelles Fundament, auf dem die Einrichtung eine gute Basis habe.
Schließlich, so Nuding weiter, habe man mit Paul Trittler einen Geschäftsführer mit Herzblut in den eigenen Reihen, der die Nachbarschaftshilfe zudem als stabile Brücke zwischen den beiden Kirchengemeinden sehe.
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© Schwäbische Post 02.05.2011

Das Mauerwerk bröckelt: Der Turm der Aalener Stadtkirche muss saniert werden. Die Gemeinde hat Rücklagen gebildet – rund 85 000 Euro.  (Foto: Eva Gaida)

Das Mauerwerk bröckelt: Der Turm der Aalener Stadtkirche muss saniert werden. Die Gemeinde hat Rücklagen gebildet – rund 85 000 Euro. (Foto: Eva Gaida)

Sanierungsplan steht Ende Mai
 
Turm der Aalener Stadtkirche bröckelt – Rücklagen und Nachlass: Geld für Sofortmaßnahmen wäre vorhanden
 
Der Turm der Aalener Stadtkirche muss saniert werden. Bis Ende Mai will der Architekt einen Schadenskatalog erstellen. Die Finanzierung scheint gesichert, die evangelische Kirchengemeinde hat rund 85 000 Euro zurückgelegt. Außerdem hat sie eine große Erbschaft gemacht – zu Zwecken der Stadtkirche.
 
Alexander Gässler
 
Aalen. Es war der Dienstag nach Pfingsten, als der Turm der Aalener Stadtkirche in sich zusammengestürzt ist. Die zwei Kinder des Türmers kamen ums Leben, sie wurden unter den Steinen begraben. Das war am 28. Mai 1765. Das heißt: 2015 jährt sich der Einsturz zum 250. Mal. Spätestens dann sollte der Kirchturm saniert sein, wie Pfarrer Bernhard Richter meint. Und am liebsten wäre ihm, dass der Turm bis dahin auch öffentlich zugänglich wird.
Ob der Kirchturm touristisch geöffnet wird, ist noch fraglich. Aber mit der Sanierung müsste es klappen – und zwar deutlich vor dem Jahr 2015. Die evangelische Kirchengemeinde hat das Architekturbüro Klaiber und Öttle in Schwäbisch Gmünd beauftragt, einen Schadenskatalog zu erstellen. Das Gutachten ist die Grundlage für eine Ausschreibung und soll nach den Worten von Kirchenpfleger Harald Schweikert Mitte bis Ende Mai vorliegen. Er schätzt, dass die Arbeiten im Sommer ausgeschrieben werden und im Herbst tatsächlich auch vergeben werden könnten.
 
Nachlass als Startkapital für eine Stiftung?
Was die Sanierung kostet, kann Schweikert derzeit nicht sagen. Aber die Kirchengemeinde hat Rücklagen „für das gesamte Unternehmen Stadtkirche“ gebildet. Rund 85 000 Euro sollen es laut Schweikert sein. Man könne das Geld für Sofortmaßnahmen am Turm in die Hand nehmen.
Es ist sogar noch mehr Geld da. Laut Stadtpfarrer Bernhard Richter hat die Kirchengemeinde eine große Erbschaft gemacht – „im unteren sechsstelligen Bereich“. Richter will das Geld aber nicht sofort antasten und aufvespern. Er hatte bereits in der Vergangenheit eine Stiftung vorgeschlagen. Der Nachlass sei ein gutes Startkapital, weitere vermögende Aalener könnten zustiften.
Die Idee ist, aus den Zinsen Unterhaltsmaßnahmen und Investitionen an der Stadtkirche zu bestreiten. Aber Richter weiß auch: „Eine Stiftung braucht Zeit.“ Nun will er versuchen, eine politische Mehrheit für seine Idee zu finden. Das „Startkapital“ stammt aus dem Nachlass einer Aalenerin. Laut Richter handelt es sich um zwei ältere Häuser und um Bargeld. Die Immobilien sind inzwischen verkauft worden.
Der Turm der Stadtkirche muss vor allem gesichert werden. Wie Kirchenpfleger Schweikert erläutert, ist bei einer vorangegangenen Sanierung ein Mörtel verwendet worden, der sich inzwischen als nicht geeignet herausgestellt hat. Der Regen wäscht den Mörtel weiter aus, der Sandstein bröselt, die Schadstoffe in der Luft tun ihr Übriges. „Außerdem nagt der Zahn der Zeit“, sagt Schweikert und verweist aufs Ulmer Münster und den Daniel, wie der Turm der Nördlinger Stadtkirche St. Georg genannt wird.
 
Erste Schätzung geht von 300 000 Euro aus
Bei einer ersten Schadensaufnahme im Juni 2009 hieß es, die Kupferabdeckung am Gesims zwischen Dach und Gemäuer sei aus heutiger Sicht fehlerhaft ausgeführt. Das habe enormen Schaden angerichtet. Zudem seien manche Steine im Mauerwerk innen hohl und müssten ausgetauscht werden. Wenn der Turm eingerüstet werde, könne man andere Dinge gleich miterledigen, hatte Schweikert damals vorgeschlagen – etwa das Geländer und den Boden des Umgangs erneuern. Das Baureferat der Landeskirche hatte die Kosten auf rund 300 000 Euro geschätzt.
Auch das Landesamt für Denkmalpflege ist eingeschaltet. Wie Ralf Abele von der Aalener Stadtverwaltung sagt, wurde eine sogenannte photogrammetrische Aufnahme des Turms gemacht. Ein Steinspezialist des Denkmalamts hat sich die Schäden mit dem Architekten im November angesehen. Auch die Stadt wartet nun auf die exakte „Schadenskartierung“. Sie sei die Basis für den denkmalrechtlichen Antrag, sagt Abele. Denn die Kirchengemeinde kann mit Landeszuschüssen rechnen, wenn sie einen Sanierungs- und Kostenplan vorlegt. „Die Fassade wäre mal dran“, sagt Dr. Clemens Homoth-Kuhs, Sprecher des Stuttgarter Regierungspräsidiums. Die Kirchengemeinde sei am Zug, betonen er und Abele. Bis zur nächsten Sitzung des Kirchengemeinderats wird es eng. Er tagt am 11. Mai. So schnell wird das Sanierungskonzept wohl nicht fertig sein.
 
1,3 Millionen Euro investiert
Investiert hat die evangelische Kirchengemeinde Aalen zuletzt rund 550 000 Euro in die neue Orgel der Stadtkirche. 90 Prozent seien aus Spenden finanziert, betont Kirchenpfleger Harald Schweikert. Weitere 580 000 Euro kostet das Ferientagheim Leinroden, das im kommenden Monat fertig und laut Stadtkirchenpfarrer Bernhard Richter am 26. Juni geweiht werden soll.
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© Schwäbische Post 01.05.2011

Prälatin Gabriele Wulz und der neue Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Aalen, Ralf Drescher, beim Einmarsch in die Stadtkirche.  (Foto: Peter Hageneder)

Prälatin Gabriele Wulz und der neue Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Aalen, Ralf Drescher, beim Einmarsch in die Stadtkirche. (Foto: Peter Hageneder)

Aalen hat einen neuen Dekan
 
Prälatin Gabriele Wulz setzt Ralf Drescher ein – Patchworkfamilie im Pfarrhaus
 
„Habemus Dekanum – wir haben einen neuen Dekan“, freut sich Rosemarie Löwisch, stellvertretende Vorsitzende des evangelischen Aalener Kirchengemeinderats. Ralf Drescher, vierfacher Familienvater und seither Pfarrer in Bietigheim, ist am Sonntag von der Ulmer Prälatin Gabriele Wulz in sein neues Amt eingesetzt worden.
 
Alexander Gässler
 
Aalen. „Papa, warum muss man eigentlich Dekan werden?“ Bei seiner neunjährigen Tochter Klara sind die Karrierepläne von Ralf Drescher nicht so gut angekommen. Sie habe die Frage mit deutlichem Vorwurf im Unterton gestellt, sagte der neue Dekan, als er sich gestern in der Aalener Stadtkirche vorstellte. Wie ihre zwei Jahre ältere Schwester Hannah muss sich Klara in einer neuen Umgebung zurechtfinden, sie wird eine neue Schule besuchen und sich neue Freunde suchen müssen.
Von seiner Entscheidung sei die ganze Familie betroffen, sagte Drescher. Seine Frau Gisela, ebenfalls Pfarrerin, werde sich ab 15. Mai beurlauben lassen, für die älteren Kinder Mareike (27) und Tobias (25) werde der Weg künftig ein bisschen weiter. Die neue Dekansfamilie sei eine Patchworkfamilie, stellte Drescher klar – „mit zum Teil ganz unterschiedlichen Nachnamen. Aber wir reagieren auf jeden.“ Nach dem Einzug ins Pfarrhaus will Drescher den Bezirk Aalen kennenlernen. Der Anfang wurde ihm leicht gemacht. Die Kirchengemeinde hat ihm einen Maibaum gesteckt – geschmückt mit bunten Bändern und herzlichen Wünschen. „Vielen Dank.“
Ins Amt eingesetzt wurde Drescher von Prälatin Gabriele Wulz. Sie nahm ihm das Gelöbnis ab, sein Amt „im Aufsehen zu Jesus Christus“ als Diener Gottes zu führen und mitzuhelfen, das Evangelium in aller Welt zu verkünden. Kirchengemeinde und Kirchenbezirk bat sie, Drescher nicht alleine zu lassen und ihn bei seiner Aufgabe zu unterstützen. Gabriele Wulz überreichte die Ernennungsurkunde zum Dekan und zum ersten Pfarrer der Aalener Stadtkirche.
Als Zeugin der Investitur freute sich Rosemarie Löwisch, für sich selbst und die ganze Gemeinde, wie sie sagte: „Habemus Dekanum – wir haben einen neuen Dekan.“ Die stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats bot Drescher ihre Zeit, Kraft und Erfahrung zur guten Zusammenarbeit an. Ursula Richter, stellvertretende Dekanin, wünschte Drescher, dass er die Wertschätzung und geschwisterliche Liebe der evangelischen Christen in Aalen sowie des gesamten Kirchenbezirks erfahren möge. Eingangs hatte sie von einem Fest- und Freudentag für Gemeinde und Bezirk gesprochen. Thomas Mann, Pfarrer aus Stammheim und langjähriger Freund des neuen Aalener Dekans, charakterisierte Drescher als guten Manager und einfühlsamen Theologen.
In seiner ersten Predigt in Aalen mahnte Drescher zur Umkehr angesichts der Krisen und Katastrophen in aller Welt. Fortschritt und Wachstum seien an ihre Grenzen gestoßen. Im Vertrauen auf Gott gelte es nun den Blick nach vorne zu richten und etwas zu tun, sagte er, ausgehend von den Ereignissen am See bei Tiberias. Dort hatte sich Jesus zum dritten Mal nach seiner Auferstehung den Jüngern offenbart, die zum Alltagsgeschäft übergehen wollten und vergeblich zum Fischen hinausgefahren waren. Die Feier in der Stadtkirche war von der Aalener Kantorei und dem Bezirksblechbläserensemble umrahmt worden. Auf den Festgottesdienst folgte ein Empfang im Gemeindehaus.
Ralf Drescher war zuletzt geschäftsführender Pfarrer der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Bietigheim und Stellvertreter des dortigen Dekans. Er war Ende November vom Besetzungsgremium als Nachfolger von Albrecht Daiss gewählt worden, der sein Amt aus freien Stücken abgegeben hatte.
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