Die Kinder des Kindergartens „Arche Noah“ fühlen sich sichtlich wohl in den neu gestalteten Gruppenräumen, von links hinten: Mathis Tröster, Volker Grab, Martin Schuster, Karl Hilsenbek mit Teddy im Arm und Kämmerer Gerhard Senger. (Foto: AK)
378 000 Euro wurden investiert
Feierstunde am Freitag: Die Sanierung des Kindergartens „Arche Noah“ ist abgeschlossen
Nach nur zweieinhalb Monaten Bauzeit sind die Sanierungsarbeiten beim Kindergarten „Arche Noah“ im Kolpingweg 19 zum Abschluss gebracht worden. Bei einem Stehempfang wurde das am Freitagvormittag gebührend gefeiert.
Achim Klemm
Ellwangen. Die Kinder des evangelischen Kindergartens „Arche Noah“ schmetterten den Klassiker „Wer will fleißige Handwerker sehn“ und gewannen die Herzen der Gäste im Flug, darunter Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, Architekt Mathis Tröster und die Eltern der Kinder.
Der evangelische Kirchengemeinde-Pfarrer Martin Schuster begrüßte die Gäste und zeigte auf, was so alles im 1970 eröffneten Kindergarten gemacht worden ist. Dort werden vier altersgemischte Gruppen mit bis zu 96 Kindern betreut.
Die umfangreichen Arbeiten umfassten die Neugestaltung von zwei Gruppenräumen sowie dem Kreativraum. Hier wurden neue Fenster mit Wärmedämmverbundverglasung eingebaut, die Decken erhielten Akustikdämmungen und die Wände einen neuen Anstrich. Außerdem wurden die alten PVC-Böden durch Linoleum ersetzt. Elektrische Leitungen wurden neu verlegt und die Sanitäranlagen auf den neuesten Stand gebracht. Jetzt fehlt nur noch der Wickeltisch, der später aufgestellt wird.
Ingesamt wurden für die Sanierungsarbeiten 378 000 Euro in die Hand genommen. Die Stadt schultert davon 237 000 Euro. Die evangelische Kirchengemeinde trägt 25 Prozent der Kosten. Hinzu kommen Zuschüsse von der Landeskirche und dem Kirchenbezirk.
Oberbürgermeister Karl Hilsenbek wies auf die Dringlichkeit dieser Sanierungsmaßnahme hin. „Die durchgeführten Maßnahmen bedeuten eine erhebliche qualitative Verbesserung.“ Dem Erzieherinnenteam um Kindergartenleiterin Iris Seifert wünschte Hilsenbek weiterhin hohe Motivation und viel Spaß bei der Arbeit.
Im Kindergarten „Arche Noah“ ist auch eine Intensivkooperationsgruppe der Wörter Konrad-Biesalski-Schule mit sieben körperbehinderten und zwölf nichtbehinderten Kindern untergebracht. Heimsonderschuldirektor Volker Grab von der Wörter Konrad-Biesalski-Schule freute sich über die gelungene Sanierung der Räumlichkeiten. Während der Baumaßnahmen wurde die Stockensägmühle als Waldkindergarten und Provisorium für einen Teil der Kinder genutzt. Grab hoffte, dass der Waldkindergarten beibehalten und vielleicht sogar zu einer Institution ausgebaut werden kann.
Danach luden die Kinder die Gäste auf eine Besichtigungstour durch die neu gestalteten Räume ein.
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(Text/Bild: buc)
Landfrauen spenden 500 Euro
Beim Erntedankfest der Bezirkslandfrauen im Abtsgmünder Teilort Leinroden organisierte der ausrichtende Landfrauenverein Laubach-Leinroden nach dem Erntedankgottesdienst mit Pater Johny und Pfarrer Werner Kugler in der evangelischen Kirche in Leinroden auch ein gemütliches Beisammensein im frisch renovierten Ferientagheim. Die dort gesammelten Spenden - insgesamt waren es 500 Euro - überreichten die Landfrauen jetzt in den Räumen der Abtsgmünder Sozialstation jeweils zur Hälfte an den Hospizdienst der Sozialstation und an das Evangelische Bauernwerk in Württemberg. Hospizdienst-Einsatzleiterin Sabine Schäffler (Zweite v. re.) und Pfarrer Werner Kugler (li.) nahmen die Spendenschecks entgegen, bedankten sich und sicherten den Landfrauen zu, das Geld sinnvoll einzusetzen.
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Das Pfandleihhaus als oft letzter Ausweg: Immer mehr Menschen geraten in Zahlungsschwierigkeiten. Foto: dpa
Zahl der Schuldner wächst
Diakonie: Aufschwung kommt bei Verbrauchern nicht an
Nach einer Studie befanden sich 2010 im Land 610 000 Menschen in Zahlungsschwierigkeiten, 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Denn der wirtschaftliche Aufschwung kommt bei den Verbrauchern nicht an.
RAIMUND WEIBLE
Katharina S. kann aufatmen. Im Juni hat sie ihre letzte Kreditrate abzahlen können. Jetzt ist sie wieder schuldenfrei. In ihre schwierige Lage war sie durch ihren ehemaligen Ehemann geraten. Als er seinen Job verlor, machte er sich selbstständig, konnte sich aber nicht freischwimmen. Im Gegenteil - die finanzielle Belastung nahm immer mehr zu. Seiner Frau verheimlichte er die Schwierigkeiten. Doch vor vier Jahren erfuhr sie von der finanziellen Schieflage - nachdem sie in Mithaftung genommen worden war. 'Das war ganz schlimm', erzählt Katharina S. 'Das war mit ganz viel Stress verbunden.' Und zunächst wusste sie keinen Ausweg.
Ihre Schwester fand im Internet die Adresse der Schuldnerberatung der evangelischen Diakonie in Stuttgart. Dort suchte sie Hilfe. Die zuständige Beraterin erarbeitete ein Konzept, die Schulden kontinuierlich abzubauen. Vor vier Monaten ist es der 37-Jährigen gelungen, ihre Kredite abzuzahlen. Jetzt kann sie wieder besser schlafen.
In solch schwierige finanzielle Situationen wie Katharina S. geraten immer mehr Menschen im Südwesten. Nach einem Gutachten des Büros für Sozioökonomie in Karlsruhe, das vom Diakonischen Werk der evangelischen Kirche Württemberg in Auftrag gegeben worden ist, befanden sich im Jahr 2010 rund 610 000 Menschen in Baden-Württemberg in Zahlungsschwierigkeiten - das waren 20 000 oder 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Von diesen 610 000 Menschen waren mit 310 000 mehr als die Hälfte absolut überschuldet. Die Zahl der Privatinsolvenzen im Land nahm sogar um 7,9 Prozent zu.
Der Anstieg hochverschuldeter Verbraucher steht im Kontrast zum generellen wirtschaftlichen Geschehen: 2010 war ein Boomjahr. Das Bruttosozialprodukt in Deutschland wuchs um 3,6 Prozent, der beste Wert seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging in Baden-Württemberg um 12,6 Prozent zurück. Die realen Nettolöhne der meisten Erwerbstätigen aber stiegen nicht oder nur wenig. 'Der wirtschaftliche Aufschwung ist bei den Verbrauchern nicht angekommen', sagt Diakonie-Vorstandsvorsitzender Dieter Kaufmann. Gunter Zimmermann vom Büro für Sozioökonomie sagt es so: 'Der Verbraucher ist in den letzten Jahren immer leer ausgegangen.'
Zimmermann führt die Schuldenentwicklung bei Verbrauchern nicht nur auf die fehlenden Einkommenszuwächse zurück. Die Abwrackprämie des Bundes, mit der die Automobilindustrie 2009 unterstützt wurde, habe viele Menschen dazu verlockt, neue Kredite aufzunehmen. Jede dritte von 3,8 Millionen Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2009 war ganz oder teilweise kreditfinanziert. Auch der Handel lockte mit Finanzierungsangeboten, was ebenfalls den Konsum der privaten Verbraucher steigerte. Sie sorgten dafür, dass der Binnenmarkt florierte - und linderten damit die Wirtschaftskrise. Viele gerieten aber durch den überhöhten Konsum in finanzielle Schieflage.
Das Schuldenproblem bei Privatleuten stößt, wie Kaufmann meint, auf viel zu geringe öffentliche Aufmerksamkeit. Obwohl die Zahl der Menschen mit extremen Zahlungsschwierigkeiten in Baden-Württemberg fast drei Mal so hoch ist wie die Zahl der Arbeitslosen - im September waren in Baden-Württemberg 216 000 Menschen ohne Job. Kaufmann kritisiert, dass das Schuldner-Problem weder regelmäßig statistisch erfasst noch die Zahlen regelmäßig veröffentlicht werden. Das will die neue Landesregierung nach dem Koalitionsvertrag künftig leisten.
'Überschuldung braucht mehr politische Aufmerksamkeit', verlangt Kaufmann. Er bemängelt, dass es keine Hilfe vom Bund und vom Land für die Schuldnerberatung gebe. Die Kommunen und die Verbände hätten die Finanzierung der Stellen selbst zu tragen und fühlten sich allein gelassen.
Die Schuldnerberatungsbüros im Land sind Kaufmann zufolge personell unterbesetzt. Er geht von 190 Vollzeitstellen aus. Auf einen Berater kommen demnach 3210 Hilfesuchende.
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Foto: Joachim Ostowski
Firma Palm spendet Klettergerüst für Kindergarten
AALEN-UNTERKOCHEN / jo „Bewegung und Kinder gehören einfach zusammen“, sagte Marianne Jähn, Leiterin des evangelischen Kindergartens Schatzkiste, bei der Übergabe eines neuen Klettergerüsts, das von der Papierfabrik Palm gespendet wurde. Ein Unternehmen sollte sich sozial in der Gesellschaft verankern, meinte Dr. Wolfgang Palm (rechts), Inhaber und Geschäftsführer der Papierfabrik Palm. „Die Kinder sind unsere Zukunft“, fügte er hinzu. Auch wenn man die Früchte erst in zehn oder 20 Jahren ernten könne, sei die Investition in Menschen immer die beste Wahl. Als Dankeschön für das Klettergerüst, das etwa 6000 Euro gekostet hat, überreichten die Kinder ein Bild mit ihren Handabdrücken. „Das Bild wird einen Ehrenplatz erhalten“, versprach Palm.
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Pfarrer Martin Schuster mit dem von Karl-Heinz Knoedler geschaffenen, schweren Metalllogo der Kirchengemeinde, das ein Kirchenschiff symbolisiert. Es wird wieder an die Außenfassade des Speratushauses montiert. (Foto: Klemm)
Mit Spenden und Opfergaben
Die Außensanierung des Speratushauses kostet rund 60 000 Euro und soll Ende Oktober abgeschlossen sein
Die Bauarbeiten an der Fassade des Speratushauses sind fast abgeschlossen. Anlass für die Außensanierung gaben Probleme mit dem Abfluss von Regenwasser, die jetzt aber behoben wurden.
ACHIM KLEMM
Ellwangen. Nachdem die Innenrenovierung des in den 60-er Jahren erbauten Speratushauses vor drei Jahren mit der Sanierung des Festsaals, der Bühnentechnik und Küche über die Bühne ging, nahm die Evangelische Kirchengemeinde weitere Gelder in die Hand, um die notwendigen Arbeiten im Außenbereich anzugehen.
Pfarrer Martin Schuster erläuterte die Maßnahmen nun im Detail. Seit Mitte September sind die Handwerker mit der Sanierung der Fassade und anderem beschäftigt. In den letzten Jahren gab es immer wieder Probleme mit dem Abfluss des Regenwassers.
„Aus den überquellenden Regenrinnen floss das Regenwasser in einen Lichtschacht und überflutete von dort die Kelleräume“, erklärt Schuster. Kanaluntersuchungen wurden veranlasst. Dabei wurde festgestellt, dass die Entwässerungskanäle nicht mehr intakt waren und teilweise Durchsetzungen hatten.
Die schadhaften Kanäle wurden wieder instand gesetzt. Der Bauauschuss des Kirchengemeinderates stellte außerdem fest, dass die gesamte Fassade einen neuen Anstrich benötigt, „an manchen Stellen musste zudem der Putz erneuert werden“, fährt Schuster fort.
Das gesamte Speratushaus wurde eingerüstet. Andere kleinere Maßnahmen wurden im Zuge dieser Sanierungsetappe gleich mit erledigt. Der große Festsaal erhielt auf der Nordseite neue Fenster mit einer besseren Wärmedämmung, ebenso das Treppenhaus. Der Eingangsbereich wurde gegen in die Wände eindringende Feuchtigkeit isoliert.
Laut Pfarrer Martin Schuster belaufen sich die Gesamtkosten der Außensanierung auf 60 000 Euro. Um die Arbeiten anzugehen wurden Rücklagen gebildet. Viele Gemeindemitglieder haben durch das Gottesdienstopfer und durch Spenden beim Freiwilligen Ellwanger Gemeindebeitrag mitgeholfen, dass die Außensanierung des Speratushauses in Angriff genommen werden konnte. „Allen Spendern danke ich hierfür“, betont Pfarrer Schuster.
Ein Drittel der Baukosten bekommt die Evangelische Kirchengemeinde als Zuschuss von der Landeskirche erstattet. Die Arbeiten sollen in der zweiten oder dritten Novemberwoche abgeschlossen und das Gerüst abgebaut sein.
Für die Außenfassade muss jetzt nur noch ein passender Farbton gefunden werden. Es soll möglichst ein warmer Gelbton sein, mit dem sich das Speratushaus harmonisch in seine Umgebung einbindet. Außerdem wird noch darüber nachgedacht, wie man das Speratushaus als Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde kenntlich machen kann.
„Aus Gesprächen wissen wir, dass manchen Besuchern des Speratushauses nicht klar ist, dass es sich hier um ein Haus der evangelischen Kirche handelt. Eine Stele oder ein Schaukasten, der dies kenntlich macht, sollen hier Abhilfe schaffen.“
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Die Kinderkantorei der Chorschule Aalen begeistert im evangelischen Gemeindehaus mit Mozarts „Zauberflöte“
Seit Jahrhunderten fasziniert sie sowohl die großen als auch die kleinen Zuhörer. „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Die jungen Sängerinnen und Sänger der Kinderkantorei Aalen bescherten den Besuchern eine bezaubernde Stunde mit der Mozart Oper, die von Michael Bender kindgerecht bearbeitet wurde.
WORT ZUM SONNTAG
Michael Rau, Pfarrer in Bopfingen
„Dunkle Energie“ – das hört sich an wie Science-fiction. Ist es aber nicht. Dunkle Energie ist Wirklichkeit. Für ihre Entdeckung haben Anfang des Monats drei Physiker den Nobelpreis bekommen. Wobei „Entdeckung“ eigentlich nicht stimmt. Die „dunkle Energie“ lässt sich weder beobachten noch messen. Die Wissenschaftler haben nicht die Spur einer Ahnung, worum es sich dabei handelt. Die Brisanz der neuen Entdeckungen liegt in der Größenordnung: 95 Prozent des gesamten Universums besteht nach den Erkenntnissen der Nobelpreisträger aus der dunklen Unbekannten.
Zwar wird sich durch die neuen Erkenntnisse unser Alltag zunächst nicht verändern. Doch fern ist das dunkle Unbekannte nicht. Es ist überall, sogar im Brot, das wir essen. Plötzlich wird klar: Chemie, Physik und Biologie haben bisher nur winzige Ausschnitte unserer Welt wahrgenommen. Für den Hauptteil sind sie blind. Kann das sein? Ist nicht die Wirklichkeit im Wesentlichen durchschaut und berechnet?
Doch der Nobelpreis drückt das Siegel drauf: Bei allen bisherigen Berechnungen wurden 95 Prozent der Wirklichkeit übersehen. Was wartet dort? Ein ungeheurer Raum tut sich auf. Das eng gestrickte Weltbild des Wissenschaftsglaubens zerbröckelt.
Und Gott bekommt wieder Plausibilität: „In ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf der Erde ist, das Sichtbare und das Unsichtbare. Und alles besteht in ihm“ (Kolosserbrief 1, 16-17).
Vielleicht hilft uns dieser Nobelpreis, wieder offen zu werden für die wirkliche Wirklichkeit.
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(Text/Foto: ls)
Siegel für die Kirchengemeinde
Groß war die Freude bei Pfarrer Christoph Bäuerle, Gemeindediakon Jürgen Schnotz und Erika Probst, die für den Bereich „Eine Welt“ verantwortlich zeichnet, als sie den Gemeindefestbesuchern die Plakette präsentieren konnten, die „Brot für die Welt“ der evangelischen Kirchengemeinde Essingen für ihren 15-jährigen Einsatz in puncto fair gehandelter Lebensmittel verliehen hatte. „Fairer Kaffee und andere Lebensmittel haben bei uns im Gemeindehaus einen festen Platz und werden im Bewusstsein weiter gestärkt“, betonte Diakon Schnotz. „Ziel ist, einen Beitrag zu leisten, für ein menschenwürdiges Leben im Süden der Welt“, meinte Pfarrer Bäuerle. Die Ehrungsmedaille, das „Transfer-Siegel“ von „Brot für die Welt“, wurde von Pfarrer Christoph Bäuerle, Erika Probst und Diakon Schnotz (von links) am Eingang zum Gemeindesaal installiert. (Text/Foto: ls)
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Der Posaunenchor unter Leitung von Wolfgang Böttiger hat zum Jubiläum des Christlichen Vereins junger Menschen in der Stadtkirche eine brillante „Stunde der Kirchenmusik“ gestaltet. (Foto: mwi)
Einander zuhören, helfen und wertschätzen
Festwochenende zum 125-jährigen Bestehen des CVJM Aalen – Landesverbandsvorsitzender Uwe Rechberger predigt in der Stadtkirche
Nach einer brillanten „Stunde der Kirchenmusik“, gestaltet vom Posaunenchor unter Leitung von Wolfgang Böttiger und einem Begegnungsabend im „Gütle“ feierte der „Christliche Verein junger Menschen“ in der Stadtkirche mit einem Festgottesdienst sein 125-jähriges Bestehen.
Lothar Schell
Aalen. Rhythmisch und fetzig eröffneten die Posaunisten den von Fröhlichkeit getragenen Gottesdienst, zu dem Dekan Ralf Drescher auch Oberbürgermeister Martin Gerlach willkommen heißen konnte. CVJM-Vorsitzender Uli Mildenberger skizzierte die 125-jährige Entwicklung vom Jünglingsverein über den Christlichen Verein junger Männer hin zum Christlichen Verein junger Menschen und er dankte den vielen Ehrenamtlichen für ihre Mitarbeit.
Unter diesem Motto des Landesverbands stand auch das Jubiläumswochenende des CVJM Aalen und der Landesverbandsvorsitzende Pfarrer Uwe Rechberger stellte „Echt leben“ auch seiner Predigt zugrunde, nachdem Mitarbeiter zuvor in einer Spielszene verdeutlicht hatten, dass zwischen „Essen, Trinken, Arbeiten und . . . . Sterben“ mittendrin „Echt leben“ steht.
Der Name CVJM sei auch binnen 125 Jahren aktuell geblieben, meinte Pfarrer Rechberger. Und begründet sei die vielfältige Sozialarbeit des CVJM am Menschen durch das Psalm-Wort „Lobet den Herren meine Seele und vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat.“ Hinwendung zueinander, einander zuhören und helfen und sich wertschätzen stehe im Fokus des CVJM. Dies sei seine Chance – auch in der Zukunft. Gerade für junge Menschen sei es eine Riesenchance, die individuellen Gaben in einem geschützten Verein auszuprobieren „und mal auch den Karren gegen die Wand fahren zu können“, meinte der Prediger.
Dabei sei es wichtig, junge Menschen zu begleiten und nicht mit Lob zu sparen, so wie es viele Altvordere des CVJM vorgemacht hätten. „Echt leben heißt, aus der Gnade Gottes und zu seiner Ehre zu leben“, betonte der Landesverbandsvorsitzende und dabei ging er auf die vielfältigen Gruppierungen im CVJM Aalen ein. Echt leben bedeute einander wahrzunehmen aus der ganzen Vitalität der Seele heraus. „Und echt leben heißt, aufzuatmen mit Gott, der mich atmen lässt“, setzte Rechberger hinzu. Echt leben heiße aber auch, den Segen Gottes weiterzugeben und in die Gemeinde einzubringen. Je früher man dies im Leben verinnerliche, desto besser gelinge dies im Alter.
Oberbürgermeister Martin Gerlach überreichte namens der Stadt eine Jubiläumsgabe in Höhe von 250 Euro. Er unterstrich die wertvolle Arbeit an der Jugend, auch er habe in seiner Jugend die Zeit beim CVJM in Wasseralfingen genossen.
Dekan Ralf Drescher überbrachte Grüße und Glückwünsche der evangelischen Kirchengemeinde. Der CVJM habe sich in ganz besonderer Weise um die kirchliche Jugendarbeit verdient gemacht im Netzwerk von Kindern, Jugendlichen und Familien. Besonders hob Drescher das Engagement des evangelischen Posaunenchors hervor, ohne den beispielsweise ein Gottesdienst im Grünen undenkbar wäre. „Der CVJM Aalen ist ein wichtiger Pfeiler in der kirchlichen Arbeit vor Ort“, schloss Dekan Drescher.
Beifall und Respekt der Kirchenbesucher galt zwei hoch verdienten Altvorderen des CVJM Aalen. Hanspeter Pfeiffer (50 Jahre) und Eberhard Mildenberger (60 Jahre) wurden vom Landesverbandsvorsitzenden für ihren verdienstvollen aktiven Posaunendienst zum Lobpreis Gottes und zum Lobgesang ausgezeichnet. Viele Gottesdienste und Feste hätten sie mit ihrer musikalischen Tätigkeit bereichert und sie seien damit klassische Vorbilder für die Jugend.
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Bürgermeister Karl Bux sprach am Sonntagsmorgen in der evangelischen Stadtkirche Ellwangen. (Foto: Klemm)
Bürgermeister hielt die Predigt
Aktion sollte vor allem das Bewusstsein für die Probleme Langzeitarbeitsloser schärfen
Ein Bürgermeister predigt vorne am Ambo: Das gab es am Sonntag in der evangelischen Stadtkirche in Ellwangen. Beigeordneter Karl Bux sprach über die Sorge für die Langzeitarbeitslosen; Pfarrer Martin Schuster gestaltete mit Kantor Reinhard Krämer den festlichen Gottesdienst.
RUDOLF GRUPP
Ellwangen. Die nicht alltägliche Predigt eines Bürgermeisters in der Kirche war der Aktion „Mit neuem Schwung aus der Langzeitarbeitslosigkeit“ zu verdanken, und so war auch das Opfer dieses Gottesdienstes für den „Förderverein Regionales Bündnis für Arbeit“ zur Unterstützung von Projekten im Ostalbkreis gegen Langzeitarbeitslosigkeit bestimmt.
Karl Bux, der zum Jahresende in den Ruhestand tritt, deutete wie der Pfarrer das Tagesevangelium von den Arbeitern im Weinberg. Er stellte gleich eingangs die Frage: Müssen wir gerade in Ellwangen mit der sensationell niedrigen Arbeitslosenquote unter drei Prozent auch an Langzeitarbeitslose denken?
Er bejahte diese Frage und erinnerte auch an den internationalen Aspekt dieses Themas: Menschen ohne Arbeit, etwa in Spanien, Portugal oder Griechenland. Für das Wohl aller zu sorgen, sei unsere Aufgabe, mit Gerechtigkeit für alle. Der Schwache dürfe nicht unterliegen. Und solche Schwachen gebe es durchaus auch in unserer überschaubaren Stadt Ellwangen. Wir dürften sie nicht vergessen, sondern müssten ihnen Gemeinschaft geben, sie wieder in die Gesellschaft hereinnehmen, ihnen Perspektiven geben und so die Zukunft öffnen.
Pfarrer Martin Schuster ließ diese Gedanken auch in ein Gebet einfließen: Verdichtet wurden diese Gedanken im Schlusssegen des Pfarrers: Die Langzeitarbeitslosen sollten sich nicht verstecken, und sie sollten auch nicht vergessen werden.
Gemeinsam beteten die Gläubigen beider Konfessionen das ökumenische Glaubensbekenntnis; gemeinsam empfingen sie das Abendmahl in beiderlei Gestalt; gemeinsam unterstützten sie mit einer Spende das Anliegen des Bündnisses für Arbeit; gemeinsam nutzten sie am Ende das Gespräch beim Stehempfang mit Kaffee und Kuchen. Als Dank und Geschenk überreichte Pfarrer Schuster dem Prediger Karl Bux ein Gesangbuch der evangelischen Landeskirche.
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Feierliche Verabschiedung des Pfarrerehepaars Heike Ehmer-Stolch und Jochen Stolch in der Magdalenenkirche
In einem feierlichen Gottesdienst hat sich das Pfarrerehepaar Heike Ehmer-Stolch und Jochen Stolch von der Wasseralfinger und der Hüttlinger Kirchengemeinde verabschiedet. In den vielen, herzlichen Grußworten wurde deutlich, wie engagiert die beiden in den vergangenen knapp neun Jahren ihre Berufung ausgefüllt haben.
Aalen-Wasseralfingen.
Der Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Wasseralfinger Magdalenenkirche war so
gut besucht, wie sonst nur zu Weihnachten. Der Anlass war für viele jedoch eher
ein etwas trauriger. Das Pfarrerehepaar Heike Ehmer-Stolch und Jochen Stolch
verlassen zum Monatsende die Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen in
Richtung Schwarzwald.

Am 1.
November werden sie in Ostelsheim im Dekanat Calw ihren Dienst antreten. Doch
zuvor haben sie sich in einer über dreistündigen Feier mit
Abendmahls-Gottesdienst von der hiesigen Gemeinde verabschiedet.
Bereits der Gottesdienst unterstrich das Wirken der beiden Seelsorger für
Kinder, Jugendliche und Familien; aber auch das Engagement für Ghana und den
dortigen Partnerbezirk mit der Presbytery Akyem Abuakwa in Ghana von Heike
Ehmer-Stolch. Die stellte in ihrer Predigt (2. Epheserbrief) am
Partnerschaftssonntag das Haus in den Mittelpunkt. Das Haus als
Existenzgrundlage, als Ort der Geborgenheit, des Rückzugs und der Heimat. „Gott
muss ein Schwabe sein“, sagte die Pfarrerin mit Blick auf die hiesigen
Häuslebauer und dass auch Gott in ein „Großprojekt“ investiere. In dessen Haus
seien die Türen und Fenster weit geöffnet und das Treiben bunt. Gleichzeitig
sei er aber auch eine umtriebige Ghanaerin, schlug Heike Ehmer-Stolch den Bogen
nach Afrika. Sie mahnte die Gläubigen den Menschen dort auf Augenhöhe zu
begegnen. Respekt und Partnerschaft seien auf beiden Seiten gefragt.
Wie offen auch im Bereich der Ökumene das Pfarrerehepaar ist, zeigte die
explizite Aufforderung an die Vertreter der katholischen Schwestergemeinde auch
am Abendmahl teilzunehmen, ehe sich die Grußworte anschlossen.

Ein „historisches Dokument“, den Gemeindebrief, in dem sich die zwei Seelsorger
im April 2003 erstmals vorgestellt haben, hatte Diakon und Kirchengemeinderatsvorsitzender
Jörg Dolmetsch im Gepäck. Es dürfe in unserer Kirchengemeinde ein neues Muster
entstehen, mit neuen Farben, sei dort zu lesen. „Dafür habt Ihr gesorgt“,
meinte der Diakon. Ein farbenprächtiges Bild sei entstanden, mit Hilfe von K 3-
und K 8-Kindern, mit Schulkindern über den Religionsunterricht und Familien.
Und auch die ghanaischen Partnerinnen und Partner hätten mit an dem Bild
gearbeitet. Bei all diesem sei aber das diakonische Gepräge nicht zu kurz
gekommen. Dolmetsch erinnerte an das Umweltzertifikat „Grüner Gockel“.

„Wir werden die Ghana-Arbeit neu aufstellen müssen“, sagte der Vorsitzende des
Kirchenbezirks Heinz Schmidt. Er dankte auch im Namen von Dekan Ralf Drescher
(der war zur gleichen Zeit beim CVJM-Jubiläumsgottesdienst) für den Mut und die
Ideen, mit denen Heike Ehmer-Stolch und Jochen Stolch ihr kirchliches Wirken
vorangetrieben hätten. Gleich drei Vertreter zählte die Abordnung der
katholischen Schwesterkirchengemeinde St. Stefanus. Pfarrer Harald Golla
betonte, wie sehr er es bedauere, dass mit den „Stolchs“ auch Ökumeniker die
Stadt verlassen. „Ökumene ist mehr als große Gesten und Zeichen“, sagte der
Priester. Ökumene zeige, was im Alltag möglich ist. Bei gemeinsamen Hochzeiten,
bei Schulgottesdiensten oder bei der Bibelwoche. Gemeinsam habe man eine
Vertrauensbasis geschaffen, die Grundlage für die Ökumene.

Weitere Grußworte sprachen Ortsvorsteherin Andrea Hatam, Erika Probst für den
ghanaischen Partnerschaftsverein, Achim Falkenberg für die Tal-, die
Braunenbergschule und Schuldekan Meinhardt, für den Mittwochsfrauenkreis
Heidrun Bauer und für die Marienhöhe Carmen Wolfsteiner.

Der
Kirchenchor unter der Leitung von Dagmar Barsacq und an der Orgel Sabine
Ott-Seeling umrahmten die Feier musikalisch.
„Große Kirche für kleine Leute“ richtet sich an Kinder von bis sieben Jahre
Wenn kleine Leute in die große Kirche gehen, dann machen Stühle Sitzkissen auf dem Boden Platz, dann werden fröhliche Lieder gesungen und überhaupt ist vieles anders als sonst. Die „Große Kirche für kleine Leute“ gibt es seit 20 Jahren. Heute, Samstag, 15. Oktober, 16 Uhr, wird in der Markuskirche ein „Tauferinnerungsgottesdienst“ gefeiert.
Aalen. „Normalerweise feiern
wir die Kirche für die kleinen Leute immer in der Johanneskirche, jeden dritten
Samstag im Monat um 16 Uhr“, sagt Martina Frasch, die neben Inken Broocks,
Kerstin Letzgus und Michaela Weiß zum vierköpfigen, ehrenamtlichen
Vorbereitungsteam gehört. Auch wenn es sich dabei um eine evangelische Kirche
handelt: „Wir sind für alle Konfessionen offen, auch unser Team ist
ökumenisch“, lädt sie alle von null bis sieben Jahren samt Eltern, Großeltern
und Geschwister zum Kommen ein.
„Irgendwie gemütlich“, beschreibt Martina Frasch die Atmosphäre in der Kirche
für die Kleinen. „Zwischenrein plappern“ oder auch Krabbelversuche auf dem
Boden stören hier niemand, dafür sei die Kirche für die Kleinen schließlich da.
Zwar gebe es eine feste Liturgie, angelehnt an den Gottesdienstverlauf der
Großen, aber freilich werde auf ein kindgerechtes Konzept geachtet. Es wird
gesungen und gebetet, biblische Geschichten mit Rollenspielen, Erzählfiguren,
Bodenbildern und Bilderbüchern erzählt. „Es wurden auch schon einige Kinder während
des Gottesdienstes für die Kleinen getauft“, erzählt Martina Frasch.
Für feierliches Ambiente beim Gottesdienst mit
Kindern von null bis sieben Jahren sorgen Kerzen auf Tischen, während die
Kleinen eher am Boden krabbeln.
Orientierung für die aufgegriffenen Themen geben die christlichen Feste im
Jahresverlauf. „Entsprechende Mitmachangebote sollen alle Sinne ansprechen“,
erklärt Martina Frasch, die seit acht Jahren bei den Vorbereitungen dabei ist.
Entstanden sei die „Große Kirche für kleine Leute“ aus einem Hauskreis heraus,
erzählt sie. Aus vier Familien schlossen sich die Gründungs-Mütter Christine
Krauth, Gisela Neuberg-Heid, Christiane Pierro und Sabine Weinbrenner zusammen
und erarbeiteten mangels kirchlichen Angebots für diese Altersgruppe ein
Konzept.

Die Hände der kleinen Kirchenbesucher auf einem Plakat während eines Tauferinnerungsgottesdienstes verewigt.
„Das erste Mal wurde im März 1991 zusammen Gottesdienst gefeiert. Damals hieß
der Gottesdienst noch Singen und Beten“, weiß Martina Frasch. „Eine der
„Ur-Mütter“, Christine Krauth blieb gar 15 Jahre dem Team treu“, ergänzt sie.
Einmal im Jahr, so auch am heutigen Samstag, weicht die Kirche für kleine Leute
in die Markuskirche aus. Dann nämlich soll Tauferinnerungsgottesdienst mit Pfarrer
Marco Frey gefeiert werden. „Wir haben rund 90 Kinder aus drei Jahrgängen,
Zwei- bis Vierjährige, angeschrieben und eingeladen“, ergänzt sie. Dieser
Gottesdienst dauert dann etwas länger als sonst: Statt 30 Minuten wird etwa
eine Stunde lang gefeiert. An diesem Gottesdienst soll Rück- und Ausblick
gehalten werden und wer von den Kindern möchte, darf sich einen Segen
zusprechen lassen. Eine Flötengruppe wird musizieren. Nach jedem Gottesdienst -
nicht nur am heutigen Tauferinnerungsgottesdienst bleibt im Anschluss bei Essen
und Trinken noch ein wenig Zeit für Gespräche zwischen den Großen und dem
Spielen der Kleinen. „Das wird sehr gerne von den Familien angenommen“, freut
sich Martina Frasch über eine gute Resonanz.
Die „Große Kirche für kleine Leute“ Termine:
15. Oktober, Tauferinnerung in der Markuskirche 16 Uhr,
19. November und 17. Dezember, jeweils in der Johanneskirche um 16 Uhr.
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Der Christliche Verein junger Menschen, kurz CVJM, feiert am Wochenende seinen 125. Geburtstag
An diesem Wochenende feiert der Christliche Verein junger Menschen, kurz CVJM, seinen 125. Geburtstag. Dieses Jubiläum feiert der Aalener Verein mit einer Kaffeestunde für Ehemalige, einer Bläserfeierstunde und einem Begegnungsabend am Samstag sowie einem Festgottesdienst am Sonntag.
Ulrike Schneider
Aalen. Seine Geschichte
ist bewegt. In 125 Jahren hat der CVJM, zunächst als „Jünglingsverein“, dann
als „Verein Junger Männer“ und seit 25 Jahren als „Verein Junger Menschen“ sich
als „ein beständiger und zuverlässiger Partner der evangelischen
Kirchengemeinde erwiesen, sagt dessen Vorsitzender Uli Mildenberger. Weil der
CVJM Aalen in Landesverband und den CVJM-Gesamtverband Deutschland eingebunden
ist, ist er Teil der weltweit größten Vereinigung für Jugendarbeit, dem
Weltbund der YMCA.
Die kirchliche Jugendarbeit hat sich der Aalener CVJM ebenso auf die Fahnen
geschreiben. In regelmäßigen Gruppenstunden und Programmen, Freizeiten und
Wochenenden spricht er Kinder und Jugendliche genauso an wie junge Erwachsene
und Familien. „Insbesondere in der Ausbildung junger Jugendmitarbeiterinnen und
-mitarbeiter im Anschluss an die Konfirmandenzeit (das so genannte
„Mitarbeiter-Trainee“) hat der CVJM in den vergangenen Jahren Akzente gesetzt“,
erklärt Mildenberger. Der Posaunenchor des CVJM bringe sich in Kirchenmusik und
in die musikalische Vielfalt der Stadt Aalen ein. Bei der Evangelischen Allianz
und der „Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen“ wirkt der CVJM bei größeren
Projekten wie „JesusHouse“ oder „ProChrist“ mit.

Ein historisches Bild des „Gütle“, die Heimat des
Christlichen Vereins junger Menschen seit vielen Jahren. (Archivfotos)
„Neben den vielfältigen Unternehmungen, diversen Foren und zeitgemäßen Aktionen, bleiben in der CVJM-Arbeit das gemeinsame Bibellesen, Beten und die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus in vielfältigsten Formen zentrale Inhalte – und insofern eine bedeutsame Tradition, die nicht aufgegeben werden soll“, konstatiert der langjährige Vorsitzende und verweist auf die konkreten Angebote in Gruppen und Kreisen; etwa die Bubenjungschar (freitags, 18 Uhr), die Mädchenjungschar (mittwochs, ab 18 Uhr), der Jugendkreis „eX-Seekers“ (14-tägig mittwochs, 19.30 Uhr), der Hauskreis für junge Erwachsene (14-tägig donnerstags, 20 Uhr), der Bibelabend (mittwochs, 20 Uhr) und der Posaunenchor (freitags, 20 Uhr). Auch in der Jugendkirche ZAGG bringen sich Mitarbeiter des Christlichen Vereins junger Menschen ein.

Traditionell wird das Sommerfest des CVJM im
Garten des „Gütle“ an der Jahnstraße mit einem Gottesdienst im Freien gefeiert.
Das Bild zeigt diesen im Jahr 1992.
Auch wenn heute die demografische Entwicklung und das
nachlassende christliche Grundverständnis in den Familien vor dem CVJM nicht
Halt macht, finden immer wieder neue Mitglieder ins Vereinsheim „Gütle“. Dessen
Beginn ist auf das Jahr 1913 datiert. Mit Hilfe von Spenden kam der Verein zu
seinen Grundstücken am oberen Ende der heutigen Jahnstraße. Zunächst wurde hier
eine hölzerne Turnhalle gebaut. „Damit hatte der CVJM Aalen eine eigene Heimat,
das ‘Gütle’, das auch heute noch, nach Erweiterungen und Renovierungen, das
Zentrum des Vereinslebens ist“, erinnert der Vorsitzende. Eines Vereinslebens
im Zeichen Jesu Christi. „Jesu Zusage ‘Ich
aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.’ aus
Johannes 10, 10, haben wir erfahren und vertrauen auch zukünftig darauf“,
erklärt Uli Mildenberger. Deshalb laute das Motto für das Jubiläumsjahr: Echt. Leben.
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Der Posaunenchor des CVJM bringt sich in Kirchenmusik und in die musikalische Vielfalt der Stadt ein. (Foto: privat)
CVJM Aalen feiert 125-jähriges Bestehen
Aalen / pm Der CVJM Aalen hat sein 125-jähriges Bestehen gefeiert. Durch die Einbindung in Landesverband und CVJM-Gesamtverband Deutschland ist der CVJM Aalen Teil der weltweit größten Vereinigung für Jugendarbeit, dem Weltbund der YMCA.
Der CVJM Aalen steht für kirchliche Jugendarbeit und führt regelmäßige Gruppenstunden und Programme, Freizeiten und Wochenenden für Kinder und Familien durch. Insbesondere in der Ausbildung junger Jugendmitarbeiter im Anschluss an die Konfirmandenzeit setzte der CVJM in den vergangenen Jahren Akzente. Der Posaunenchor des CVJM bringt sich in Kirchenmusik und in die musikalische Vielfalt der Stadt ein. Im Rahmen der Evangelischen Allianz und „Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen“ wirkt der CVJM bei größeren Projekten wie „JesusHouse“ oder „ProChrist“ mit.
Neben den vielfältigen Unternehmungen und Programmen, die sehr von der jeweiligen Zeit geprägt sind, bleiben in der CVJM-Arbeit das gemeinsame Bibellesen und Beten und die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus in vielfältigsten Formen zentrale Inhalte – und insofern eine bedeutsame Tradition, die nicht aufgegeben werden soll.
Info: Aktuell gibt es im CVJM Aalen folgende Gruppen und Kreise: Bubenjungschar (freitags, 18 Uhr), Mädchenjungschar (mittwochs, ab 18 Uhr), Jugendkreis „eX-Seekers“ (14tägig mittwochs, 19.30 Uhr), Hauskreis für junge Erwachsene (14tägig Donnerstag, 20 Uhr), Bibelabend (mittwochs, 20 Uhr), Posaunenchor (freitags, 20 Uhr).
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(Foto: privat)
Erntedank in der Fachsenfelder Kirche
Nicht nur in den katholischen, sondern auch in den evangelischen Pfarrkirchen in der Region werden die Kirchenräume zum Erntedank geschmückt. Zum Erntedankfest gab es einen feierlichen Gottesdienst in der evangelischen Pfarrkirche in Fachsenfeld, an dem auch der evangelische Kindergarten Lebensbaum mitwirkte. Dazu wurde der Altar mit Erntegaben geschmückt, um auch in der heutigen, modernen Zeit für die Erträge der Felder zu danken. (Foto: privat)
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(Foto: privat)
Erntedankschmuck
Auch die evangelische Quirinuskirche in Essingen ist von ehrenamtlichen Helfern zum Erntedank mit Obst, Gemüse und Getreide festlich geschmückt worden. „Die gestifteten Erntegaben werden von der Caritas abgeholt für die täglichen Mahlzeiten Obdachloser“, informiert SchwäPo-Leser Richard Ziegler. (Foto: privat)
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Über fairen Handel konnten sich die Besucher des Gemeindefestes am Eine-Welt-Stand informieren. (Foto: ls)
Zwei Taufen im Mittelpunkt Evangelische Kirchengemeinde feiert fröhliches Gemeindefest mit Festgottesdienst in der Quirinus-Kirche
Beim Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde Essingen waren die Sitzplätze eng besetzt und viele Gäste von der katholischen Schwestergemeinde feierten mit. Beim Festgottesdienst wurden auch die neuen Konfirmanden vorgestellt.
Lothar Schell
Essingen. „Kostbar wie eine Perle“, lautete das Motto des Festgottesdienstes mit Pfarrer Christoph Bäuerle und dem Posaunenchor unter Leitung von Reinhard Liebhäußer. Die Taufe zweier Kinder nahm Pfarrer Bäuerle zum Anlass, auf die Bedeutung von neu Getauften als Söhne und Töchter Gottes hinzuweisen und das Motto zu unterstreichen: „Kostbar wie eine Perle“.
Die Konfirmanden hatten große Perlen aus Papier gefertigt und notiert, was für sie im Leben wichtig und notwendig ist. Begriffe wie Familie, Geborgenheit, Liebe, ein richtiges Zuhause oder Freundschaft waren dabei zu lesen. In Verbindung mit dem Predigttext brachte Pfarrer Bäuerle die Bedeutung des Miteinanders und Füreinander in der Gemeinschaft der Menschen unter dem Mantel Jesu Christi zum Ausdruck.
Von „einem richtigen Renner“ sprach Pfarrer Bäuerle in Bezug auf den gut bestückten Bücherflohmarkt, der seit langem von Renate Schnotz betreut wird und dessen Erlös – wie auch des gesamten Gemeindefests – für die Kirchenrenovierung eingebracht wird. Am Eine-Welt-Stand informierten sich die Besucher über fairen Handel und regen Absatz fanden fair gehandelte Produkte. Auch Selbstgestricktes wurde zahlreich an den Mann (die Frau) gebracht.
Beide evangelische Kindergärten traten am Nachmittag auf, nachdem sich die Sonne am Himmel zeigte. Großen Beifall gab es für Gretel Bezler, die von Pfarrer Bäuerle für ihre 15-jährige Betreuung des Kuchenstands geehrt wurde und diese Arbeit nun an Rosemarie Quendt übergibt. Höhepunkt des Nachmittags war der evangelische Kirchenchor, der seit 115 Jahren besteht und ein Gemeindequiz vorbereitet hatte.
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Bündnis gegen Langzeitarbeitslosigkeit startet – 80 Gottesdienste bis Weihnachten, Kollekte für Beschäftigungsprojekte
„Mit neuem Schwung aus der Langzeitarbeitslosigkeit“: Die Predikt- und Kollektenaktion des Regionale Bündnisses für Arbeit ist gestartet. 80 Gottesdienste sind bis Weihnachten vorgesehen. „Arbeit zu haben bedeutet viel mehr, als Geld zu verdienen“, predigte Landrat Klaus Pavel am Samstagabend in der Aalener Stadtkirche.

„Jeder Mensch, der arbeiten will, muss in unserer Gesellschaft einen Platz finden“: Landrat Klaus Pavel predigte in der Aalener Stadtkirche. (Foto: opo)
Aalen. Es war ein würdiger Auftakt – mit zwei Mut machenden Predigten und einem fantastischen Chor „Joy of Gospel“. Es war ein Gottesdienst, der mehr als die gut 100 Besucher verdient hätte. Das meinte auch der katholische Dekan Dr. Pius Angstenberger, der den ersten Teil der Predigt hielt. Zuvor hatte der evangelische Dekan Ralf Drescher begrüßt.

„Was
gibt es Schlimmeres, als
nicht gebraucht zu werden?“, fragte Angstenberger. Was sei schlimmer,
als nicht
mitwirken und ein menschenwürdiges Dasein führen zu können? Der Dekan
erzählte
aus der Bibel die Geschichte des Mannes, der 38 Jahre krank war und von
Jesus
geheilt wurde. Nicht der körperliche Schmerz habe ihn am meisten
geplagt,
sondern das Alleinsein. „Offensichtlich hat sich niemand für ihn
interessiert
und um seine Not gekümmert.“
Die Hoffnungslosigkeit des Kranken sei mit der trostlosen Situation
vieler
arbeitsloser Menschen vergleichbar, sagte Angstenberger und las aus der
von der
katholischen Betriebsseelsorge im Jahr 2010 herausgegebenen Broschüre
„Merkwürdige Begegnungen“ die Lebensgeschichte einer früher
selbstständigen
Frau. Nach der Insolvenz kamen die Krankheiten und der soziale Absturz.
Neuen
Mut hat ihr das Enkelkind gemacht. Aber ihr ist klar, dass sie ihren
Enkel nie
wie andere Großeltern mit teurem Spielzeug wird beschenken können.
Die Predigt- und Kollektenaktion will Beschäftigungsprojekte für
Langzeitarbeitlose unterstützen und ein Bewusstsein schaffen für die
Menschen,
die niemanden haben, sagte Angstenberger: „Einem Menschen Arbeit zu
geben,
heißt, ihn wieder auf die Beine zu stellen.“

Wie
Angstenberger erinnerte
Landrat Klaus Pavel daran, dass aktuell rund 7300 erwerbsfähige
Menschen im
Ostalbkreis von Hartz IV leben – trotz des wirtschaftlichen Hochs und
einer
Arbeitslosenquote von nur 3,7 Prozent. Es sei bedrückend, sagte Pavel,
wenn
Menschen sich nach Kräften mühen, eine Arbeit zu finden und immer
wieder
Absagen bekommen. Es sei bedrückend, wenn junge Menschen, die sich in
der
Schule und im Studium mächtig angestrengt haben, am Schluss mit leeren
Händen
dastehen. „Wir müssen Brücken in die Arbeitswelt bauen.“ Dazu gehören
für Pavel
maßgeschneiderte Eingliederungsmaßnahmen wie sie die vielen
Beschäftigungsprojekte für Menschen mit den unterschiedlichsten
Handicaps
anbieten. Sie stünden sonst auf verlorenem Posten. „Jeder Mensch, der
arbeiten
will, muss in unserer Gesellschaft einen Platz finden.“
Pavel stellte klar, dass die Beschäftigungsprojekte unkonventionell
sind, über
das übliche Instrumentarium hinausgehen und eine Finanzierungsgrundlage
brauchen. Er warb um Unterstützer und Verbündete, die ein Zeichen der
sozialen
Verantwortung und der christlichen Nächstenliebe setzen sollen – gegen
Gleichgültigkeit und Ausgrenzung.
Ausdrücklich lobte der Landrat das 1998 gegründete Regionale Bündnis
für Arbeit
als beispielhaftes Modell der kommunalen, kirchlichen und
wirtschaftlichen
Partnerschaft. Und er freut sich über dessen neue, breite
Solidaritätskampagne,
die übrigens auch von den Bischöfen Frank Otfried July und Dr. Gebhard
Fürst
unterstützt wird. Dass sich die Kirche an die Seite der kommunalen
Parter stelle,
sei keine Selbstverständlichkeit.

Das
Bündnis gegen
Langzeitarbeitslosigkeit im Ostalbkreis wird bis zum vierten Advent
fortgesetzt. Insgesamt 80 Gottesdienste sind geplant, 66 katholische
und
evangelische Kirchengemeinden beteiligen sich, 46 Personen des
öffentlichen
Lebens halten eine Predigt.
Die ACK-Deligiertenversammlung, v.l: Bernhard Richter, Werner Laveuve, Rainer Zimmerschitt, Hilde Westhauser, Thomas Hiesinger, Dr. Karl Buschoff, Steffen Seibold, Rosemarie Löwisch, Matthias Harsanyi, Theo Lunz und Dr. Pius Angstenberger.
Ökumene duldet keinen Stillstand
Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen plant vierten ökumenischen Kirchentag
Die Erklärung zur Gründung einer Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen (ACK) wurde am 12. Juni 2005 während des Festgottesdienstes des ökumenischen Kirchentags in der Greuthalle unterzeichnet. In dieser Erklärung verpflichten sich die katholische, die evangelische, die methodistische und die baptistische Gemeinde zu einer engen Zusammenarbeit.
Aalen. Wie der derzeitige ACK-Vorsitzende Pfarrer Bernhard Richter betont, ist allen Mitgliedern der Delegiertenversammlung wichtig, dass sich die Christen in der ACK in ihrer konfessionellen Verschiedenheit akzeptieren und sich auch näher kennenlernen. Und ohne Unterschiede verwischen zu wollen, möchte die ACK ein starkes Zeugnis des Glaubens in diese Stadt hinein leben.
Und so hat sich die ACK für dieses Jahr einen Themenreihe mit vier Abenden vorgenommen, die alle unter der Überschrift stehen: „Einander begegnen. Miteinander glauben!“ Dabei spielte bei der Konzeption dieser Abende die Überlegung eine wichtige Rolle, in die einzelnen Kirchen der ACK-Gemeinden zu gehen, um wirklich auch deren Leben und Eigenheiten näher kennen schätzen zu lernen.
Die Themenreihe begann bei den Baptisten in der Oesterleinstraße unter dem Motto: „Wie viel Wasser darf es denn sein?“, und machte den Teilnehmenr bewusst, wie eng Glaube und Taufe zusammengehören. Der zweite Abend fand im Ökumenischen Gemeindezentrum Peter-und-Paul statt, wo Gemeindereferentin Angelika Keßler die katholische Seelsorgeeinheit vorstellte und Dekan Dr. Pius Angstenberger ein Impulsreferat unter der Überschrift „ Heiligenverehrung und der eine Mittler „Jesus Christus“ hielt. Der dritte Abend im evangelischen Gemeindehaus stand unter der Überschrift des Petrusbekenmntnisses „Du hast Worte des ewigen Leben“ und war geprägt von einem reformatorischen Anliegen, das Pfarrer Uwe Quast in einem Vortrag erläuterte. Pfarrer Marco Frey übernahm die Vorstellung der Evangelischen Landeskirche und der Aalener Kirchengemeinde.
Der letzte Abend dieser Themenreihe wird die ACK am Donnerstag, 17. November, in die Räume der methodistischen Kirche führen, wo der neue Pastor Rainer Zimmerschitt seine Kirche unter der Überschrift „Kirche für Glaubende und Suchende“ vorstellen wird.
Nach dieser Reihe, die für das gegenseitige Verstehen der verschiedenen Konfessionen werben sollte, macht sich die ACK an ein großes Vorhaben im übernächsten Jahr. Nach 2000, 2005. und 2009 soll es am zweiten Juni-Wochenende 2013 einen vierten ökumenischen Kirchentag in Aalen geben. Neben den vielen unkomplizierten ökumenischen Projekten in Diakonie und Caritas und dem guten Miteinander bei vielen Veranstaltungen, von der Bibelwoche bis zur Adventseröffnung, scheint es der ACK wichtig, in zeitlichen Abständen ein ökumenisches Highlight zu setzen.
Programm-Vorschläge für einen Kirchentag 2013 gibt es bereits: eine Ausstellung im Rathaus etwa, einen Hauptvortrag mit einem überregional bekannten Redner, eine Nacht der offenen Kirchen, ein Mitmachkonzert für Kinder, das durchgängige Lesen der Bibel in der Stadtkirche und natürlich einen ökumenischen Festgottesdienst mit anschließendem gemeinsamen Mittagessen.
Ökumene, dessen ist sich Pfarrer Bernhard Richter sicher, duldet keinen Stillstand und braucht ab und zu ein starkes Zeichen des Glaubens und der gemeinsamen Verbundenheit, das nach außen strahlt und in die Stadt hineinwirkt.
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Evangelische Gemeinde Aalen feiert ihre Senioren
Evangelische Gemeinde Aalen feiert ihre Senioren
Rund 200 ältere Gemeindeglieder hat Dekan Ralf Drescher am Nachmittag des Erntedankfestes im evangelischen Gemeindehaus begrüßt. Traditionell feiert die Kirchengemeinde an diesem Tag das Altenehrenfest, zu dem alle über 70-Jährigen eingeladen waren. Festlich begann der Nachmittag mit Gesang. Der neue Dekan, Pfarrerin zur Anstellung Caroline Bender und Kirchenmusikerin im Praktikum Gabriele Bender stellten sich als neue Mitarbeiter in der Gemeinde vor. Pfarer Marco Frey hielt die Andacht. Pfarrer Bernhard nahm die Ehrung vor. Die zehn ältesten Gemeindeglieder und auch das jüngste wurden mit einem Blumengruß geehrt (Foto). Gabriele Bender (Gesang) und Oliver Buchstab (Flügel) musizierten. Nach der Pause mit Kaffee und Kuchen führte Christine Schlegelmilch mit ihrem Figurentheater das Märchen „Der König und die kluge Frau“ auf. Dankbar für diesen Nachmittag stimmten alle ein in das Lied „Großer Gott wir loben Dich“. (Foto: privat)
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Die Kirche steht im Mittelpunkt
Die Kirche steht im Mittelpunkt
AALEN-UNTERKOCHEN / jo Jedes Jahr zum Erntedank feiert die evangelische Kirchengemeinde Unterkochen/Ebnat ihr Gemeindefest. Unter dem Motto „Zusammenhalten“ gab es einige Aktionen, wie beispielsweise ein Herzpuzzle, bei dem jeder seine Gedanken und Wünsche zum Motto niederschreiben und in einer symbolischen Handlung veröffentlichen konnte. Nach dem Erntedankgottesdienst wurden die Gemeindemitglieder zunächst zum „Kirchenkaffee“ eingeladen. Danach wurde mit einem gemeinschaftlichen Kanon das Fest eröffnet.
Das Besondere am Fest ist, dass hier die Kirche im wahrsten Sinne des Wortes im Mittelpunkt steht. Während andere Kirchengemeinden ihre Feste auf die Gemeindehäuser beschränken, wurden in der Friedenskirche Tische und Bänke aufgestellt. Auch das Büfett und die Getränke wurden in der Kirche angeboten. Wie jedes Jahr war das Büfett kostenlos. Wer wollte, durfte spenden.
„Unser Gemeindefest soll keine kommerzielle Veranstaltung sein“, sagte Harry Bauer vom Festausschuss. Das Spendenaufkommen sei bisher immer kostendeckend gewesen. Die Kirchengemeinde nutzte das Fest, um sich vorzustellen. So gab es beispielsweise einen Bläser Crashkurs, der für die Mitgliedschaft im Jungbläserchor warb. Eine Spieleecke bot Unterhaltung für Kinder und Jugendliche und auch der Spielplatz des Kindergartens „Schatzkiste“ war geöffnet.
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Investitur: Die Pfarrstelle in Bopfingen-Oberdorf teilt sich das Pfarrer-Ehepaar Anne und Stephan Stiegele
Bopfingen-Oberdorf. Die Pfarrstelle der Kirchengemeinde Oberdorf teilen sich ab sofort Pfarrer Stephan Stiegele und die seitherige Pfarrerin Anne Stiegle je zur Hälfte.

Bei der Investitur am Sonntag wurde Pfarrer Stephan Stiegele von Dekan Ralf Drescher in seinem neuen Amt verpflichtet. Seit nunmehr dreieinhalb Jahren lebt das Ehepaar Anne und Stephan Stiegele in Oberdorf. „Ich bin hier heimisch geworden und fühle mich als Oberdorfer", sagte der neu eingesetzte Pfarrer Stephan Stiegele. Die letzten Monate hat er sich ausschließlich um seinen Sohn Clemens gekümmert. Da er sehr gerne Pfarrer sei, könne er nun zusammen mit seine Frau Familie und Beruf vereinen: „Geteilte Freude ist doppelte Freude und geteilte Arbeit ist doppelter Ertrag." Einen Teilauftrag wird er auch in der evangelischen Kirchengemeinde Bopfingen wahrnehmen. „Das ist heute ein ganz besonderer Gottesdienst", freute sich eingehend Dekan Rolf Drescher. "Auch deshalb, weil es uns am Erntedankfest recht gut geht, und wir in diesen Breiten in relativem Frieden leben." Er setzte Pfarrer Stephan Stiegele in sein neues Amt ein und übereichte ihm für seine erste Pfarrstelle die Ernennungsurkunde.

Er wünschte dem Pfarrer-Ehepaar eine gute gemeinsame Zeit, Gottes Segen und der Kirchengemeinde gratulierte er zu Pfarrerin und Pfarrer. Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler freute sich, dass Stephan Stiegele nun seine Persönlichkeit in seinen Pfarrberuf mit einbringe. „Zwei Pfarrer am Ort, welch ein Glück", frohlockte Heinz Schmidt, Vorsitzender der Bezirkssynode. Denn trotz der Stellenteilung werden die Gemeindemitglieder durch die unterschiedlichen Gaben der beiden Pfarrer einen Mehrwert erleben. Dieter Beck von der evangelischen Kirchengemeinde Bopfingen freute sich ebenfalls auf eine gute Zusammenarbeit und wünscht den Beiden eine gute Zeit in Oberdorf und Bopfingen. „Es ist für Oberdorf einmalig, dass die Pfarrstelle geteilt wird" sagte Ernst Scheidle, 2. Vorsitzender des Kirchengemeinderates von Oberdorf. Hans Schwenniger übermittelte die Grüße der Katholischen Kirchengemeinde. Er war sicher, dass sich die geteilte Arbeit positiv auf die Gemeinde auswirken wird. „Es gibt hier nun eine doppelte Kompetenz" sagte Synodalin Dr. Waltraud Bretzger.

Die Kinder der Kinderkirche Oberdorf erfreuten die Besucher mit einer Aufführung, in der deutlich wurde, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir alle genug Lebensmittel kaufen können. Der Altar war deshalb auch nicht reich gedeckt. Stattdessen war am Ausgang der Kirche ein "Einkaufszettel" angebracht, mit denen die Kirchenbesucher den symbolischen Kaufmannsladen bestücken sollen.

Die Gaben werden an die Tafel
Bopfingen weitergeleitet.
Den feierlichen Gottesdienst umrahmte der Posaunenchor Oberdorf mit
seinem
Leiter Florian Mark. Im Anschluss feierte die Kirchengemeinde
Gemeindefest. Der
Erlös einer Tombola ist für das Waisenhaus „Christ Outreach" in Ghana
bestimmt.
(Günter Ott)
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So bunt kann Leben sein
Evangelisches Gemeindefest in Unterkochen Motto: „Zusammenhalten"
Aalen-Unterkochen. Zusammen spielen, zusammen Mittagessen und Kaffe trinken und zusammen ganz locker und fröhlich Gottesdienst feiern.

Mit Spiel und Gesang. Von den kleinsten Kindergarten-Kindern bis hin zu den Senioren sind alle integriert.

„So bunt kann Leben sein", sagt Pfarrer Friedrich Stotzka am Erntedanktag, als die Kleinsten vom Kindergarten vom Zueinandergehören und vom Zusammenklang von Natur und Mensch singen.

Das Lied ist Symbol für den Festgottesdienst zum Auftakt des Gemeindefests der evangelischen Christen aus Unterkochen und Ebnat. Und die Kirche ist bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Kirchenchor den musikalischen Auftakt präsentiert. „Zusammenhalten in der Kirche ist schön", sagt Pfarrer Stotzka bei der Vorstellung der „Konfi-3-Kinder" und des Konfirmandenjahrgangs der Klasse acht. Ein bunt gemixtes Programm hat sich der Festausschuss ausgedacht mit Kinderprogramm, Herzpuzzle, Perlen- und Kettenfädeln und meditativen Tänzen.

Teilen bringt Segen
Auch alle Facetten des Festgottesdiensts sind auf das
Stichwort
Zusammenhalten, aufs Miteinanderteilen und Sich-an-die-Hand-Nehmen
ausgelegt.
„Zusammenhalten schweißt Gruppen zusammen", betont Pfarrer Friedrich
Stotzka
in seiner Predigt. Dieser Zusammenhalt gehe von gemeinsamen Wurzeln
aus, zum
Beispiel auch von der gemeinsamen Kultur und Religion. Am Erntedankfest
freuten
sich die Menschen über jene Lebensmittel, die Gott geschenkt habe und
Teilen
werde durch den Glauben zum besonderen Ausdruck des Zusammenhaltens.
Eine
Geschichte aus einem afrikanischen Dorf berichtet vom „Geheimnis des
Teilens", das darin besteht, auch in extremen Situationen Egoismus
beiseite zu schieben und danach zu schauen, „dass der andere nicht auf
der
Strecke bleibt", sagt Pfarrer Stotzka in seiner Predigt. Egoismus dürfe
nicht Maßgabe sein fürs Überleben auf der Erde. Pfarrer Stotzka zitiert
Gottes
Grundsatzregel: „Starke nehmen Schwache an die Hand und tragen sie
mit."
Auf dem Teilen liege Gottes Segen. (Lothar Schell)
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Während Hochschulseelsorger Tobias Obele sein erstes Semster an der Hochschule in Aalen verbringen wird, hat Pfarrer Bernhard Richter im 25. Semester schon reichlich Erfahrung gesammelt. (Foto: sf)
Die Suche nach Mutigen
Evangelische und katholische Hochschulgemeinde startet ins Wintersemester
Der „globale Querschnitt“ an Menschen kommt in der Hochschule Aalen zusammen. Als verbindend, inspirierend, hilfestellend, als Christ begleitend und noch mehr verstehe sich die Hochschulseelsorge. Während Pfarrer Bernhard Richter vor seinem 25. Semester steht und reiche Erfahrungen hat, startet Pastoralreferent Tobias Obele als „Erstsemester“.
Sandra Fischer
Aalen. Pastoralreferentin Elisabeth Beyer hatte nach 13 Jahren die Seelsorgeeinheit Aalen und damit auch die Hochschulseelsorge verlassen, um in den Schuldienst zu wechseln. „Die freiwerdende, ausgeschriebene Stelle hat mich sehr interessiert“, sagt Tobias Obele, der sich daraufhin für die neue Aufgabe bewarb. Seit kurzem ist der in Ellwangen Geborene in der Seelsorgeeinheit Aalen mit Schwerpunkt Hochschulseelsorge eingesetzt. Hier versucht der 38-Jährige im Vorfeld keine großen Erwartungen zu haben und sich überraschen zu lassen. Ein Leitgedanke könne das „genaue Hinhören und Hinsehen“ sein, meint der zweifache Familienvater. Angelehnt und passend für das Studieren an der „Hochburg des Forschens“, dort wo dieses stark gefragt sei, ergänzt er. Genau hinhören und hinsehen auf den Menschen, wenn er sich in stressigen Zeiten, bestimmten Situationen befindet oder in Fragen der Lebensgestaltung Hilfe braucht.
Das Angebot gelte im Übrigen nicht nur für Studierende, sondern auch für alle Mitarbeiter. Doch weiß er, dass für die Studierenden ein neuer, aufregender und zugleich oft schwieriger Lebensabschnitt beginne. „Viele sind dabei sich neu zu ordnen, fernab der vertrauten Familie und den alten Freunden“, sagt er. Obele selbst hat nach seinem in Bopfingen abgelegten Abitur in Ehingen und in Tübingen studiert. Die Ausbildung zum Pastoralreferenten hat er in Nagold gemacht.
Mit der Hochschulseelsorge soll Raum für Gemeinschaft geboten werden, sei es mit regelmäßigen und punktuellen Angeboten. Immer wieder kehrende Termine sind etwa jeden Donnerstag „Come together“, das „etwas andere“ Mittagessen mit guten Gesprächen oder offene Mediationsabende am Montag.
Die Vereinsamung trotz vieler Kommilitonen sei oft groß, weiß Pfarrer Bernhard Richter aus Erfahrung. Deshalb möchte die Hochschulseelsorge Raum für Gemeinschaft mit der Kernbotschaft des christlichen Glaubens vereinen und bieten. Keine leichte Aufgabe, wie Richter weiß.
Obele hofft auf viele mutige Menschen, die sich dafür öffnen und sich Fragen stellen wollen. Eine starke Verschulung, die Zeit ist oft vom ersten Tag an verplant oder die eigene Lebensweise des Studenten ist von der Kirche weit weg, gelten oftmals als Hemmschuh.
„Toll“ findet Pfarrer Richter, dass es einen gemeinsamen Anfangsgottesdienst zu Semesterbeginn gibt. „Dabei darf man die Leute natürlich nicht überrennen“, sagt er und weist auf die vielen unterschiedlichen Kulturen, Lebensentwürfe und Religionen hin, die an der Hochschule zusammen kommen. Die Kirche sollte sich aus diesem Lebensabschnitt der jungen Leute zwischen 20 und 30 Jahren nicht „raus stehlen“, ist Pfarrer Richter der Meinung. Hier sollte die Kirche für alle Nöte und Sorgen da sein, findet er. Und wer weiß schon? „Heute sind sie Studierende, später vielleicht einmal tragende Säulen“, sagt er.
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