© Aalener Nachrichten 24.02.2012

Bild 1

Am Montag beginnt im Jenningenheim wieder die "ökumenische Ellwanger Vesperkirche". Sie geht über eine Woche. (Foto: Schneider)

Die Vesperkirche beginnt am Montag
Eine Woche lang gibt es im Jeningenheim einen gedeckten Tisch für Arm und Reich
 
Von Josef Schneider
 
Ellwangen „Du deckst mir den Tisch“, unter diesem biblischen Motto (Psalm 23) beginnt am Montag, 27. Februar, die sechste „Ökumenische Ellwanger Vesperkirche“ im Jeningenheim. Eine Woche lang, bis Sonntag, 4. März, genießen Besucher täglich zwischen 11.30 und 13.30 Uhr für zwei Euro eine Tasse Tee, ein warmes Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen.
 
„Willkommen sein, miteinander essen und trinken, beieinander sitzen und erzählen, voneinander hören und erfahren, den Akku laden, mit seinen Gedanken nicht allein sein, einfach gastliche Gemeinschaft erfahren“, das will die „Ökumenische Ellwanger Vesperkirche“ ermöglichen, wie es im Flyer heißt. So gehören zum Mittagessen ein gemeinsames Tischgebet und die Gespräche bei Tisch dazu, sodass in der Vesperkirche Leib und Seele gestärkt werden. Die katholische Gesamtkirchengemeinde und die evangelische Kirchengemeinde laden alle ein, egal ob arm oder reich, ob evangelisch oder katholisch oder Moslem, vor allem auch alleinlebende und einsame Menschen. „Wir denken bei der Vesperkirche besonders an die Menschen mit schmalem Budget in unserer Stadt, aber auch an die, die sich danach sehnen, in gastlicher Gemeinschaft zu essen“, fasst der katholische Pfarrer Anton Eßwein das Anliegen zusammen.
 
„Jede zum regulären Preis ausgegebene Mahlzeit verursacht einen Spendenbedarf von circa 2,50 Euro. Mit einer Spende von zehn Euro ermöglichen Sie also vier warme Mahlzeiten“, bittet der evangelische Pfarrer Martin Schuster um Spenden. Schirmherr der Vesperkirche ist Oberbürgermeister a. D. Dr. Hans-Helmut Dieterich. Bei der vergangenen Vesperkirche im März 2011 konnten circa 1300 Gäste begrüßt werden.
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 24.02.2012

Bild

Ein Notfallseelsorger klopft an die Tür. Was er braucht, ist ein gewisses Gespür für das, was der Betroffene in den nachfolgenden Momenten braucht. (Archivfoto)

Dasein, wenn es Not tut
 
Derzeit bildet die Notfallseelsorge Ostalbkreis neun neue Notfallseelsorger aus
 
Wenn für Menschen die Welt zusammenbricht, sind die Notfallseelsorger für sie da. Sie fangen die ersten Momente der Trauer ab, wenn Menschen vom plötzlichen Tod eines nahen Angehörigen erfahren. Sie bleiben und harren aus, wenn in den ersten Schockmomenten keine klaren Gedanken gefasst werden können.
 
Sandra Fischer
 
Ostalbkreis. Momentan werden neun neue Notfallseelsorger aus sämtlichen Berufs- und Altersgruppen für diese Aufgabe geschult. Im Oktober 2001 wurde die Notfallseelsorge im Ostalbkreis eingerichtet und das sei gut so, sind sich Gemeindediakon Jürgen Schnotz, Dekanatsreferent Martin Keßler und Pfarrer Bernhard Richter einig.
Wenn Einsatzkräfte Bedarf sehen, wird der diensthabende Notfallseelsorger alarmiert. Rund 40 bis 50 Einsätze pro Jahr werden von zwölf Diensthabenden in Aalen/Bopfingen/Neresheim – und ein paar Einsätze weniger von elf Diensthabenden in Ellwangen geleistet, fasst Keßler zusammen. Im Bereich Schwäbisch Gmünd ist KIT, das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes, in der Betreuung im Einsatz.
Die Tendenz an Einsätzen sei steigend. Mit ein Grund, dass man stets bemüht sei, neue Notfallseelsorger für diese Aufgabe zu gewinnen. Teil der Ausbildung ist es, die Mitarbeiter von Rettungsleitstelle und der Polizeidirektion als „wichtige Kontaktpersonen“ näher kennen zu lernen.
Was die Notfallseelsorger vorort bei betroffenen Angehörigen erwartet, sei nie vorherzusehen. Mal könne ein Einsatz 45 Minuten dauern, mal seien es Stunden, bis man einen Angehörigen gut versorgt wisse und gehen könne, sagt Schnotz. Ein gewisses Gespür für das, was der Betroffene in diesen Momenten braucht, sei unabdingbar.
Das Fachwissen vermittelt den künftigen Notfallseelsorgern die Notfallseelsorge Ostalbkreis. Die Ausbildung starte mit einer der „härtesten Aufgaben“, der Überbringung der Todesnachricht, so Schnotz. In der Praxis überbringe diese die Polizei und nehme einen Notfallseelsorger mit, ergänzt Richter. Weiter werde mit Referaten speziell auf die Themen Suizid, Trauer und Trauerarbeit bei Einsätzen, sowie speziell bei Kindern und Jugendlichen eingegangen. Auch posttraumatische Belastungsstörungen werden nicht ausgelassen.
Grundsätzlich könne jeder aufgrund seiner persönlichen Eignung Notfallseelsorger sein, sagt Keßler. „Ein Notfallseelsorger darf nicht vor der Not der Anderen erschrecken“, fasst er in Worte, was den Notfallseelsorger psychisch erwarte. Hier sei es wichtig, dem Gegenüber mit einer „professionellen Distanz“, zu begegnen. Die Trauer des anderen zwar sehen und voll für ihn dasein, jedoch die Trauer nicht selbst zu übernehmen. Dies sei eine Kunst, die trainiert und gelernt werden könne, weiß er.
Die Notfallseelsorge Ostalbkreis steht im Dienst der Evangelischen und Katholischen Kirche, sei aber für alle da, die ihre Hilfe benötigen und annehmen wollen. Die offizielle Beauftragung der neuen Notfallseelsorger ist am 27. April in der Rettungsleitstelle Aalen durch Dekan Dr. Pius Angstenberger und Dekan Ralf Drescher.
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 20.02.2012

Bild

1000 Euro Spende für Vesperkirche

1000 Euro Spende für Vesperkirche Wasseralfingen
 
Mit 1000 Euro unterstützt die VR-Bank Aalen die Vesperkirche in der Magdalenenkirche in Wasseralfingen. Vorstandssprecher Hans-Peter Weber brachte die Scheine zum Mittagessen mit. „Wir unterstützen die Vesperkirche seit vielen Jahren sehr gerne – sowohl finanziell als auch über unsere Mitarbeiter durch deren ehrenamtliches Engagement“, hob Weber hervor. Er betonte, dass man als genossenschaftliches Institut Verantwortung für die Region habe, die man gerne wahrnehme und solche Projekte unterstütze. Pfarrerin Ursula Richter freute sich über die traditionelle Spende und auch darüber, dass VR-Bank-Mitarbeiter sich in der Vesperkirche engagieren. Von links Hans-Peter Weber, Ralf Weiher, Pfarrerin Ursula Richter, Ute Küster und Friedrich Fetzer. (Foto: privat)
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 17.02.2012

WORT ZUM SONNTAG
 
Immer wenn ich Schlittschuhläufer sehe, faszinieren mich die fließenden Bewegungen, Linien, Punkte und Kurven. Ab und an Unterbrechungen – Luftsprünge.
„Es gibt zielgerichtete Bewegungen, die die direkte, schnelle Verbindung zwischen zwei Punkten suchen. Es gibt Abweichungen vom schnellen Weg zum Ziel – Umwege, die sich aber ebenfalls von ihrem Ziel her bestimmen. Und es gibt Bewegungen, die sich nicht unter solche Kategorien oder Wertungen fassen lassen. Tanzen zum Beispiel“, meint Anselm Grün und zitiert den Benediktiner Steindl-Rast: „Schließlich tanzen wir ja nicht, um irgendwo hinzukommen.“
Wann haben Sie zum letzten Mal getanzt? Tanzen, einfach um zu tanzen. Mitmachen oder zuschauen: sei es Eislaufen, Staatsballett oder abends beim Ausgehen. Tanzen, um des Tanzens willen, ohne weiteren Sinn und Zweck.
War Tanzen in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit nicht völlig überflüssig?
Wir können im Tanzen die gemeinsame Bewegung genießen, die Welt vergessen. Im Tanzen eine gemeinsame Linie verfolgen – was statt durch Kontrolle ja viel leichter durch ein Sich-Loslassen und Sich-Einlassen geht (Anselm Grün). Ganz im Rhythmus, der Musik, im Augenblick aufgehen. Ganz in der Gegenwart sein, sich hingeben. So spüren sich Körper, Geist und Seele zusammen. In diesem Sinn hat Tanzen auch etwas Spirituelles.
Für unsere Gottesdienste wünsche ich mir das auch: Bewegung, Linien, Punkte, Zentrierung. Ab und an Unterbrechung im Alltag – vielleicht sogar Luftsprünge. Was brauchen Sie, damit im Gottesdienst die Seele in diesem Sinn „tanzen“ kann?
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 17.02.2012

Bild

In der Johanneskirche in Aalen werden in diesem Jahr die Wochenschluss-Gottesdienste zu besonderen Themen gefeiert. (Foto: opo)

Neue Gottesdienste im Kleinod
 
Andere liturgische Formen im Jahr des Gottesdienstes in der Johanneskirche
 
Um einen Erneuerungsprozess im gemeindlichen Leben anzustoßen, hat die evangelische Landeskirche für 2012 das „Jahr des Gottesdienstes“ ausgerufen. In drei Phasen gliedert sich dieses Jahr. Für die erste Phase „Von Gott berührt – vom Atemholen der Seele und den Kraftquellen des Glaubens“ hat sich das Stadtkirchen-Team um Dekan Ralf Drescher für die Johanneskirche andere liturgische Formen überlegt.
 
Sibylle Schwenk
 
Aalen. Als eine Chance sieht das Stadtkirchen-Team mit Dekan Ralf Drescher, Pfarrer Bernhard Richter, Pfarrerin Caroline Bender und die Kirchenmusiker Gabriele Bender und Thomas Haller den Wochenschluss-Gottesdienst in der Johanneskirche.
Jeden Samstag um 19 Uhr, beginnend am 3. März, wird es dort ein besonderes Thema, um das sich die Liturgie rankt, geben. Gregorianik, Abendmahl-Gottesdienst, Gottesdienst nach Formen von Taizé, ein Tauf-Gottesdienst. „Wir wollen zum einen neue Formen ausprobieren und zum anderen die Johanneskirche als Kleinod der Stadt aufwerten“, beschreibt Pfarrer Bernhard Richter. Berührende, meditative Gottesdienste, wie es etwa der Taizé-Gottesdienst (17. März) sein kann, gewähren Raum zum Stillwerden.
Das liturgische Tempo wird reduziert und lässt „Nachhallzeiten“ zwischen den einzelnen Schritten des Gottesdienstes wirken. Übergänge werden nicht moderiert, sondern durch Stille gestaltet. Ansagen werden minimiert.
 
Das Miteinander von klassischen und neuen Formen fördern
Eine besondere Form bildet auch das liturgische Abendgebet mit gregorianischen Gesängen (3. März). Auch dort wird die Musik, die den Text in seiner Bedeutung und Wirkung unterstützen will, eine große Rolle spielen und den meditativen Aspekten großen Raum gewähren. Der Abendmahlgottesdienst (10. März) soll die Geste des Brotteilens und die dadurch zu spürende Gemeinschaft mit Christus in den Mittelpunkt stellen. Und am 24. März wird dann die Taufe im Abendgottesdienst näher beleuchtet.
All diese Gottesdienstformen wollen die Idee im Jahr des Gottesdienstes unterstützen, die Freude und Wertschätzung für den Gottesdienst zu fördern, Menschen neu zum Gottesdienst einzuladen, unterschiedliche Gottesdienstformen miteinander ins Gespräch zu bringen und das Bewusstsein zu vertiefen für Gottesdienstgestaltung und für die Beteiligung von Gemeindegliedern.
Das Miteinander von klassischen und neuen Gottesdienstformen soll dabei gefördert werden. „Die Vielfalt musikalischer Stile und die Vernetzung vieler Einrichtungen innerhalb der Gemeinde können dadurch neu erlebt werden“, sagt Pfarrer Bernhard Richter.
Die Phasen übers Jahr
1. Phase Der Auftakt war bereits am 8. Januar und dauert noch an: Von Gott berührt – Vom Atemholen der Seele und von den Kraftquellen des Glaubens
2. Phase Auftakt am 15. April: Gemeinsam feiern – Der Gottesdienst mit seinen Elementen Aufführung der Kantate BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesu Christ“
3. Phase Auftakt am 14. Oktober: Gott bewegt – Gottesdienst im Alltag der Welt – Gemeidegruppen beteiligen sich.
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 16.02.2012

Bild

Lions Club unterstützt Vesperkirche

Lions Club unterstützt Vesperkirche
Mit einer Spende von 1000 Euro haben Andreas Schirpke, Präsident des Lions Clubs Schwäbisch Gmünd-Aalen-Ellwangen und Schatzmeister Hans-Peter Schwarz das Mitarbeiter-Team der Vesperkirche erfreut. Auf dem Bild v.l.: Hans-Peter Schwarz, Andreas Schirpke, Uwe Maier, Pfarrerin Ursula Richter, Fritz Liebold, Wolfgang Heitzenreder und Viktor Dirlein. (Text/Foto: sik)
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 16.02.2012

Probleme eines kleinen Ortes
 
In Walxheim fand der Auftakt zur Visitation durch Dekan Ralf Drescher statt
 
Eine gelungene Auftaktveranstaltung zu den Visitationen durch Dekan Drescher fand jetzt in Walxheim statt. Man schüttete vor dem Besucher gerne das Herz aus.
 
Unterschneidheim-Walxheim. Man traf sich in der evangelischen St. Erhardkirche in Walxheim. Ralf Drescher, Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Aalen, erläuterte, Visitationen fänden etwa alle acht Jahre statt und bedeuteten im wesentlichen eine Bestandsaufnahme und einen Beratungsprozess.
Kindergottesdienstteam, Jungschar und der Jugendkreis erläuterten Drescher ihre Sicht der Dinge, nannten Wünsche, Pläne und Kooperationen. F. Scherer sprach für den Frauenkreis, H. Peyk für den Posaunenchor, F. Rinckleb für die Patchwork-Gruppe und Dietmar Pflanz für den Kirchengemeinderat. Kreisrätin, Marlies Kleinhans benannte die Berührungspunkte des Ostalbkreises mit den Kirchen. Sie spannte einen Bogen von Landflucht und Landarztmangel über das vielfältige Vereins- und Dorfleben und sprach auch über den Fortschritt der Ökumene in Walxheim.
Anschließend berichtete Pfarrer Schmid aus Tannhausen über seine schon 18-jährigen Erfahrungen, die er in nachbarschaftlicher und gemeinschaftlicher Kirchenarbeit gesammelt hat. F. Drost vom Handels- und Gewerbeverein Unterschneidheim trug vor, wie die Vereine die Kirchengemeinde sehen und wies darauf hin, dass die Bürger der auswärtigen Orte vermehrt angesprochen sowie Jugendliche nach der Konfirmation besser integriert werden sollten.
Ortsvorsteher Wolfgang Schäfer gab einen detaillierten Überblick über die Gemeinde. Sein persönliches Anliegen ist vor allem, dass die Zusammenarbeit sowohl zwischen Kirchengemeinde und kommunaler Gemeinde wie auch zwischen den Konfessionen weiterhin funktioniert. Nachdem Pfarrer Bergius im November in den Ruhestand geht, bat Schäfer Dekan Drescher, eine volle Pfarrstelle einzuplanen. Was Drescher mit „Ich streng mich an“ beantwortete.
Gottlieb Schierle als geschäftsführender Schulleiter der Gemeinde sprach über die Schwierigkeiten, in kleinen Dorfschulen einen evangelischen Religionsunterricht zu ermöglichen, weil die Kinderzahl zu gering ist. Bisher wurden die evangelischen Kinder von Zöbingen und Zipplingen gemeinsam unterrichtet, was jedoch einen großen Fahr- und Planungsaufwand bedingte. Heuer sei die erforderliche Schülerzahl gar nicht gegeben, die evangelischen Kinder werden deshalb im katholischen Religionsunterricht mitunterrichtet.
Zum Abschluss der Visitation wurde in kleinen Gruppen erarbeitet, was jetzt und in der Zukunft wichtig ist. Hier wurde vor allem Vorschläge gesucht, um weitere Gemeindeglieder besser anzusprechen, zum Beispiel: In Walxheim fehle ein großer Saal, um den Weltgebetstag der Frauen und den Adventsnachmittag wie bisher zu feiern, wurde beklagt; vielleicht könne wieder ein Gospelchor starten; die Kirchengemeinderatsarbeit sollte transparenter gestaltet werden. Dekan Drescher sieht vor allem eine Herausforderung in der Struktur des Ortes: . Walxheim ist sehr klein. Wie können weitere Menschen der umliegenden Gemeinden mobil gemacht werden? Man müsse noch mehr auf die Leute zugehen, meinte er, zugleich sehe er auch eine große Chance in der Vertrautheit der Kirchengemeindemitglieder untereinander: Dies sei ihm von Beginn an aufgefallen.
-> zurück zur Übersicht 2012

© Aalener Nachrichten 14.02.2012

Bild 1

Katholiken wollen Filialkirchen aufgeben

Katholiken wollen Filialkirchen aufgeben
 
Von Eckard Scheiderer
 
Aalen. Die katholische Gesamtkirchengemeinde Aalen will sich aus wirtschaftlichen, aber auch pastoralen Gründen auf längere Sicht von ihren Filialkirchen trennen oder zumindest deren Nutzung als Gotteshäuser aufgeben.
 
Damit hat sie in der Frage, welche ihrer insgesamt 42 Gebäude sie langfristig behalten kann und von welchen sie sich notfalls trennen muss, eine wichtige Grundsatzentscheidung getroffen. Diese besagt, dass die Gebäudekomplexe von Sankt Maria und von Salvator als zwei multifunktionale Zentren in der Kernstadt erhalten und im Hinblick auf ihre künftige Nutzungsstrukturen auch energetisch saniert werden sollen. Dafür stehen die übrigen Filialkirchen an der Peripherie der Kernstadt schrittweise zur Disposition.
 
Die Alternative wäre gewesen, diese Filialen langfristig zu erweitern und zu stärken und das kirchliche Geschehen in der Kernstadt dann nur noch auf ein Zentrum zu konzentrieren. Konkret heißt das, man hätte entweder die Gebäude von Sankt Maria oder von Salvator aufgeben müssen. Nicht zuletzt unter dem Aspekt der Identifikation der Gemeindemitglieder mit diesen zentralen Baulichkeiten sowie ihrer Bedeutung für Aalen insgesamt hätten die Gremien diese Lösung aber verworfen, sagt der vorsitzende Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde, Dekan Dr. Pius Angstenberger.
 
Zusammen mit Salvator-Pfarrer Martin Dörflinger, Gesamtkirchenpfleger Jochen Breitweg sowie den Laienvorsitzenden der Kirchengemeinderäte, Robert Benz (Sankt Maria), Helmut Erhardt (Salvator) und Angelika Barthelmess (Sankt Bonifatius), hat Angstenberger am Dienstag über diesen wichtigen Entscheidungsschritt in dem vor über drei Jahren begonnenen Prozess zur Gebäudeentwicklung in der katholischen Gesamtkirchengemeinde informiert. Nicht zuletzt habe, so Angstenberger, das Bischöfliche Ordinariat in Rottenburg, das den Prozess seit zwei Jahren begleitet, im vergangenen Spätherbst auf eine solche Grundsatzentscheidung gedrängt. Ende Januar sei sie dann in den beteiligten Gremien vor Ort gefallen.
 
Die Arbeit geht aber jetzt nicht weniger intensiv weiter. Im gemeinsamen Bauausschuss der Gesamtkirchengemeinde und in der Pastoralgruppe sollen nun in den vier Bereichen pastorale Konzeption, pastorales Personal, Haushaltsentwicklung und kirchliche Standorte/Immobilien die weiteren Schritte erarbeitet werden. Dabei sollen alle 42 Gebäude Gebäudepässe erhalten, für den Komplex von Sankt Maria wird zudem ein bedarfsorientierter Energieausweis erstellt. Für jedes der beiden Zentren wird außerdem ein Gesamtkonzept unter den Aspekten künftige Nutzung und Energie erarbeitet. Und erst wenn diese beiden Zentren für die Zukunft leistungsfähig gemacht seien, könne man Schritt für Schritt an die Ablösung der Filialkirchen gehen, so Angstenberger und Breitweg. Dabei wird es dann auch um die Frage gehen, wo die beiden muttersprachlichen Gemeinden der Italiener und der Kroaten künftig eine Heimat finden können.
 
Einen Zeitplan, wann welche Filialkirche aufgegeben wird, gibt es bislang noch nicht. Wohl werde aber eine Prioritätenliste nötig werden, so Angstenberger. Außerdem werde es um die Frage gehen, für welches Objekt man Interessenten oder alternative Nutzungen finden könne oder wo man sich auch mit der evangelischen Kirche zusammentun könne. Bis Spätsommer oder Herbst sollen aber auch hier konkretere Aussagen möglich sein. Filialkirchen, die zur katholischen Gesamtkichengemeinde Aalen gehören, sind Sankt Michael im Pelzwasen, Sankt Elisabeth im Grauleshof, Sankt Augustinus in der Triumphstadt, die Heilig-Kreuz-Kirche im Hüttfeld, das ökumenische Gemeindezentrum Peter und Paul auf der Heide sowie Sankt Thomas in Unterrombach.
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 14.02.2012

Bild 1

Katholiken schließen Kirchen

Katholiken schließen Kirchen
 
Aalener konzentrieren sich auf die Kirchenstandorte St. Maria und Salvator – Filialkirchen stehen zur Debatte
 
Die katholische Kirchengemeinde von Aalen hat in Absprache mit der Diözese beschlossen, sich künftig auf zwei multifunktionale Standorte in St. Maria und Salvator zu beschränken. Damit einher geht, dass die Filialkirchen schrittweise zur Disposition stehen. Konkret bedeutet das: In der Aalener Kernstadt werden katholische Kirchen geschlossen.
 
Ulrike Schneider
 
Aalen. Die katholische Kirchengemeinde in Aalen wird in den kommenden Jahren Kirchen schließen. Daran lässt Pfarrer Dr. Pius Angstenberger keinen Zweifel. Er nennt es Rückbau. Doch dahinter verbirgt sich eine Immobilienkonzeption, die künftig mit weniger Gebäuden auskommen will und muss.
Insgesamt 42 Gebäude(teile) nennen die drei katholischen Einzelgemeinden, die in der Seelsorgeeinheit Aalen zusammengeschlossen sind, aktuell ihr Eigen. Darunter neun Kirchen, sieben Gemeindezentren und zehn Kindergärten (im Vergleich: Wasseralfingen hat eine Kirche und ein Gemeindezentrum). Der finanzielle Aufwand dafür ist immens. Als „regelrecht erdrückend“ bezeichnet Kirchenpfleger Jochen Breitweg den Bestand. Denn den freien Rücklagebeständen in Höhe von 300 000 Euro stehen im kirchlichen Haushalt knapp 400 000 Euro an Schulden gegenüber. Für die Bewirtschaftung und den Gebäudeunterhalt seien jährlich knapp 200 000 Euro nötig. Mittelfristig müsse man zudem mit über vier Millionen Euro rechnen, um die Gebäude zu sanieren.
Daher sucht man in den kirchlichen Gremien schon seit geraumer Zeit nach einer Lösung. „Wir haben lange diskutiert und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, betont Angstenberger als vorsitzender Pfarrer der katholischen Seelsorgeeinheit. Die Entscheidung sei nach zwei Klausurtagungen zu diversen Beratungen jetzt zwischen zwei Varianten gefallen. Zunächst habe noch ein Zentrum mit gestärkten Filialkirchen zur Debatte gestanden.
Mehrheitsfähig sei nun allerdings die Variante mit den zwei großen multifunktionalen Zentren Salvator und St. Maria. „Die sind zwar kostenintensiver, jedoch stiften sie Heimat und fördern die Identität“, sagt Angstenberger. Zudem gebe es viele Gruppenräume. „Wir lassen die Kirche in der Stadt“, meint der Pfarrer weiter.
In der Folge stehen dann allerdings die Filialkirchen in den Wohnquartieren schrittweise zur Disposition. Konkret bedeutet das, dass sieben Kirchengebäude, etwa Heilig-Kreuz im Hüttfeld, St. Michael im Pelzwasen, St. Elisabeth im Grauleshof oder St. Augustinus in der Triumphstadt geschlossen werden könnten. Noch ist offen, wo künftig kein Gottesdienst mehr gefeiert wird. So erhält noch in diesem Jahr jede Immobilie einen Gebäudepass. Der Energieausweis informiert über Kosten und den Sanierungsbedarf.
Doch nicht allein der wirtschaftliche Aspekt soll ausschlaggebend für eine Schließung sein. „Die pastoralen Aufgaben sind ebenso mitentscheidend“, sind sich die Laienvorsitzenden von St. Bonifatius, Salvator und St. Maria, Angelika Barthelmess, Helmut Erhardt und Robert Benz, einig. „Sanierungen und Nutzung müssen ermittelt werden “, sagt auch Pfarrer Angstenberger. Das ergebe dann die Prioritätenliste. Zudem erarbeite eine Gruppe eine pastorale Konzeption, die aufzeigt, wie das Gemeindeleben in Zukunft aussehen wird und wo es stattfinden soll.
In einem nächsten Schritt will Angstenberger sich auch an den evangelischen Partner in Aalen wenden. Ein erstes Sondierungsgespräch hat es bereits gegeben. Bis in den Sommer, spätestens Herbst, will der vorsitzende Pfarrer ein gutes Stück weiter sein und Ergebnisse präsentieren. Schließlich gelte es, die Chance zu ergreifen und den momentan noch vorhanden Gestaltungsspielraum zu nutzen. „Das bischöfliche Ordinariat in Rottenburg ist in unseren Konzeptionsprozess einbezogen“, sagt Angstenberger und fügt an: „Man hat uns auch zu mutigen Entscheidungen geraten.“ Die Aalener Seelsorgeeinheit sei Pilotprojekt; auch dafür, was mit einst geweihten, sakralen Gebäuden geschehen könne – kulturell oder ökonomisch.
-> zurück zur Übersicht 2012


© Aalener Nachrichten 14.02.2012

Bild 1

Andreas Malessa (links) und Pfarrer Bernhard Richter (Mitte) verteilen beim Gottesdienst zum Valentinstagin der Stadtkirche rote Herzen. (Foto: Thomas Siedler)

Liebe, Sehnsucht und Segen
 
Aalen / pm Zu einem etwas anderen Gottesdienst hat gestern Abend die evangelische Kirchengemeinde in die Stadtkirche eingeladen. Im Rahmen des Jahres des Gottesdienstes sollte es wieder einmal einen Gottesdienst zum Valentinstag geben. Er werde immer ein bisschen belächelt, wenn er zu diesem Gottesdienst einlade, sagte Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. Aber er sei der Überzeugung, dass dieser Tag nicht nur den Floristen und dem Süßwarenhandel überlassen werden dürfe. Sondern die ganze Bibel sei eine einzige Liebesgeschichte Gottes mit den Menschen und dieser Welt.
 
Als Pediger für diesen Abend konnte Andreas Malessa gewonnen werden, bekannt als Hörfunk- und Fernsehjournalist, in früheren Jahren auch als Sänger im Duo Arno & Andreas. Doch gestern sang er nicht, sondern sprach eine klare Botschaft von Liebe, Sehnsucht und Segen. Dabei ließ sich Andreas Malessa leiten von der Frage: ohne Liebe ist doch alles nichts, oder? Und dann ging es um alle nur denkbaren Themen: um den Reiz der ersten Liebe und den Schmerz der ersten Trennung, um das Glück einer erfüllten Ehe und die Kosten der Scheidung, um die Geborgenheit in einem eigenen Nest und die Mehrfachmühen in einer Patchwork-Familie, immer haben Menschen beides im Blick, wenn sich die Sehnsucht meldet. Eine überzeugende Predigt, die immer auch den Gottesbezug nicht aus den Augen verlor und die weit über den Valentinstag hinaus reicht.
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 13.02.2012

Pfarrstellen bleiben
 
Neue Pfarrer für Lauchheim-Westhausen und Walxheim
 
Der evangelische Pfarrer Uli Marstaller gibt seine Pfarrstelle zum Sommer 2012 auf und sucht in Oberkochen eine neue Herausforderung. Dass Lauchheim-Westhausen eine volle Pfarrstelle behält, gilt als sicher. Nun beginnt die Suche nach einem Nachfolger.
 
Martin Simon
 
Lauchheim/Westhausen. Rund acht Jahre hat Marstaller in seiner Seelsorgeeinheit mit rund 2000 Gemeindegliedern gewirkt. Im Sommer will er in Oberkochen sein neues Amt aufnehmen. „Der Sommer, wenn in den Schulen alles abgeschlossen wird, ist eine gute Zeit zum Wechsel“, findet Marstaller. Natürlich sei ihm seine Gemeinde sehr ans Herz gewachsen. Er habe manches anstoßen können und viel Positives erlebt, „aber man sollte dann aufbrechen, wenn es einem gut gefällt. Das gilt vor allem für den Pfarrerberuf, der auch vom Wechsel lebt. Alle acht bis zehn Jahre tut eine Veränderung gut“, sagt Marstaller.
Oberkochen ist für Marstaller kein Neuland. Vor seiner Zeit in Lauchheim leitete er dort das Kinderhaus.
Dass der Pfarrei in Lauchheim-Westhausen eine Vakanz droht, fürchtet Marstaller nicht. „Der Pfarrplan ist auf lange Sicht angelegt. Darin ist eine Pfarrstelle bis zum Jahr 2018 vorgesehen“, ist er zuversichtlich. Nun werde eben der „übliche Kirchenweg genommen“. Sprich, der Oberkirchenrat in Stuttgart werde sich mit der Nachfolge befassen. Die Stelle werde im Kirchlichen Amtsblatt ausgeschrieben, Bewerber gesichtet und dem Kirchengemeinderat präsentiert.
Das gleiche Prozedere geht auch bald in Walxheim von statten. Hier geht Pfarrer Gerhard Bergius im November 2012 in den Ruhestand. „Nach unseren letzten Informationen wird mein Nachfolger hier eine Hundert-Prozent-Pfarrstelle für die rund 1000 Gemeindeglieder erhalten“, sagt Bergius. Ob aber die Konzertreihe, die der musikalische Pfarrer in Walxheim etabliert hat, so weiterläuft, ist noch offen. „Das hängt vom Interesse des neuen Pfarrers ab“, sagt Bergius. Konzerte werde es aber auf jeden Fall in seinem Alterssitz, der Gnadentaler Mühle, geben, kündigt Bergius an.
-> zurück zur Übersicht 2012

© Aalener Nachrichten 12.02.2012

Bild 1

Marstaller wird Pfarrer in Oberkochen

Marstaller wird Pfarrer in Oberkochen
Oberkochen/Lauchheim / sz (ug) - Ulrich Marstaller wird neuer evangelischer Pfarrer in Oberkochen. Das hat das Besetzungsgremium der Kirchengemeinde diese Woche entschieden und das Ergebnis seiner Wahl am gestrigen Sonntag im Gottesdienst bekanntgegeben. Der 57-jährige Marstaller ist derzeit Pfarrer in Lauchheim und Westhausen. Voraussichtlich noch bis zum Sommer wird er dort sein Amt ausüben und danach nach Oberkochen wechseln. Marstaller ist dort kein Unbekannter. Viele Jahre hat er dort das Kinderhaus geleitet und sich auch kommunalpolitisch engagiert. Die Pfarrstelle in Oberkochen war im vergangenen Jahr frei geworden, nachdem das Pfarrerehepaar Ulrike und Albrecht Nuding eine neue Aufgabe innerhalb der Landeskirche übernommen hatte. 1998 hatte das Ehepaar seinen Dienst in Oberkochen angetreten. Vor seiner Pfarrstelle in Lauchheim und Westhausen, die er 2004 antrat, war Ulrich Marstaller rund vier Jahre lang in der Aalener Stadtkirchenparochie im Bereich Langert, Triumphstadt und Zochental tätig.
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 12.02.2012

Bellmann geht und Marstaller kommt zurück

Pfarrerwechsel in Oberkochen
 
Oberkochens evangelischer Pfarrer Achim Bellmann übernimmt eine neue Stelle in Murrhardt. Sein Nachfolger ist ein guter Bekannter – Pfarrer Ulrich Marstaller.
 
Oberkochen. Nach dem Gottesdienst in der Versöhnungskirche gab Pfarrer Bellmann zwei einschneidende personelle Veränderungen bekannt. Seit Dienstag ist klar, dass Ulrich Marstaller, bislang Pfarrer der Kirchengemeinde Lauchheim-Westhausen, die Pfarrstelle Oberkochen I vom Pfarrehepaar Nuding übernimmt. Dies nahmen die Gottesdienstbesucher mit Freude zur Kenntnis, da Marstaller als ehemaliger Leiter des Kinderhauses und Gemeinderat ein guter Bekannter ist.
Dafür schmerzte die zweite Nachricht sichtlich. Pfarrer Bellmann, aktuell auch Bezirksjugendpfarrer, wechselt nach Murrhardt. Am 22. Juli wird er verabschiedet. Ein herber Verlust ist dies für die Kirchengemeinde und für ganz Oberkochen auch deshalb, weil seine Frau Dagmar ihre Tätigkeit als Leiterin der ökumenischen Nachbarschaftshilfe und des Cafés Zuversicht für Menschen mit Demenz beenden wird. „Ich habe in Oberkochen unter den Nudings eine inspirierende Zeit und eine hohe Bereitschaft zum Ehrenamt erlebt“, sagte der scheidende Pfarrer. Mit 49 Jahren sei aber der richtige Zeitpunkt gekommen. Zudem sei er jetzt in dem Alter, in dem der Themenschwerpunkt Jugendarbeit nicht mehr oberste Maxime sein könne. Dagegen freut sich die ganze Familie Marstaller über die Rückkehr wie der 57-jährige alte und neue Pfarrer meinte. ls
-> zurück zur Übersicht 2012

© Schwäbische Post 08.02.2012

Bild

Die Konfirmanden sehen orange

Die Konfirmanden sehen orange
Rund 300 Jugendliche aus dem ganzen Kirchenbezirk, genauer gesagt, die Konfirmanden aus den verschiedenen Orten brachten durch den Verkauf von Orangen rund 9080 Euro zusammen. Vor Beginn der ZAGG-Jugendkirche (Zusammen an Gott glauben) in der Markuskirche im Hüttfeld in Aalen wurde der symbolische Scheck überreicht. Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg initiiere und unterstütze in jedem Jahr verschiedene Spendenaktionen, so der evangelische Pfarrer Marco Frey. Zur Auswahl stünden generell drei Projekte. Die Jugendlichen entschieden sich für ein „Straßenkinder-Projekt“ in Äthiopien. Hierbei werden Streetworker sowie der Bau von Häusern und die medizinische Versorgung unterstützt. An der Orangenaktion beteiligten sich Jugendliche aus folgenden Orten: Lauterburg, Trochtelfingen, Hüttlingen, Ellwangen, Adelmannsfelden, Wasseralfingen, Unterrombach, Essingen, Oberkochen, Abtsgmünd, Fachsenfeld, Neresheim, Aalen und Lauchheim. (Text/Foto: Susanne Rötter)
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 08.02.2012

Vereinte Christen
 
Abschluss der ökumenischen Bibelwoche in Oberkochen
 
Mit dem gemeinsamen Gottesdienst evangelischer, katholischer und koptischer Christen endete in der Versöhnungskirche die ökumenische Bibelwoche. Sie stand unter dem Thema „Psalmen“.
 
Oberkochen. „Es ist eine schöne Sache, wenn einmal im Jahr drei Kirchen in einem Kirchengebäude zusammen sind und füreinander beten“, sagte Pfarrer Achim Bellmann von der evangelischen Kirchengemeinde in seiner Begrüßung. Sein besonderer Gruß galt dem koptischen Pfarrer Johannes Ghali, dessen Gemeinde das ganze Jahr über Gottesdienst in der Versöhnungskirche feiert.
„Wir wollen über Konfessionen hinweg herausstellen, was uns eint und nicht was uns trennt“, setzte Pfarrer Bellmann hinzu. Nach einem Anbetungs- und Loblied koptischer Diakone auf den dreieinigen Gott gab Pfarrer Andreas Macho von der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul einen kurzen Rückblick auf die ökumenische Bibelwoche, die sich an zwei Abenden mit Lobpreis und Dank, aber auch mit Klage in Bedrängnis der Psalmen-Texte befasst habe.
Er hob die Aktualität dieser dreitausend Jahre alten Texte hervor, die viel Anlass geliefert hätten für die Diskussion um Glaubens- und Lebenserfahrungen.
Exemplarisch zeigte Pfarrer Macho am Psalm 22, wie ein verachteter und ausgegrenzter Mensch Zuflucht bei Gott sucht, aber zunächst keine Antwort erhält. Die Hoffnung nie aufgebend und im Spannungsfeld von abgrundtiefer Verlassenheit und Gottvertrauen öffnet sich der Psalm zum Lobpreis Gottes. Die Perspektive von Hoffnung und Zuversicht gerät in den Fokus des Psalms.
In dieser ganzen Spannung liege die christliche Existenz, betonte Pfarrer Macho und aus dem Beten mit den Psalmen könnten Christen lernen, auch in schweren Stunden nicht zu verzagen und nach vorne zu blicken.
Eben so, wie Gott diese unerträgliche Spannung zwischen Leben und Tod am Kreuz und in der Auferstehungsgeschichte ausgehalten habe. Gemeinsam wurde zum Abschluss das Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel gesprochen. su
-> zurück zur Übersicht 2012

© Schwäbische Post 07.02.2012

Bild

Vesperkirche bekommt 1000-Euro-Spende

Vesperkirche bekommt 1000-Euro-Spende
 
Aalen-Wasseralfingen / an Zum Auftakt der diesjährigen Wasseralfinger Vesperkirche haben Filialdirektor Michael Hirsch und Geschäftsstellenleiter Berthold Gloning von der Kreissparkasse Ostalb eine 1000-Euro-Spende an das Organisationsteam rund um Pfarrerin Ursula Richter, Corinna Pavel und Traudl Ostertag übergeben.
 
Bereits zum 16. mal seit 1997 findet die Vesperkirche statt, bei der bis zu 250 Essen am Tag und rund 6000 Essen während des vierwöchigen Aktionszeitraum ausgegeben werden. Insgesamt 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Schülerinnen und Schüler aus Wasseralfingen setzen damit ein Zeichen gelebter Menschlichkeit und Christlichkeit.
 
Menschen aller Altersklassen und sozialen Schichten erhalten Dank der Vesperkirche ein gutes, warmes Mittagessen im Wert von vier Euro.
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 05

 

© Schwäbische Post 05.02.2012

Soziales Miteinander


Schüler verteilten das Brot während der Vesperkirche (Foto: sik)

Die evangelische Magdalenenkirche Wasseralfingen wird zur Vesperkirche

Unter dem Motto „Gott is(st) mit dir, nimm bei ihm Platz“, wurde am Sonntag die Wasseralfinger Vesperkirche eröffnet. Zum 16. Mal laden Mitarbeiter aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde zu einem warmen Mittagessen in den Kirchenbänken vor dem Altar ein. Als wichtiger Bestandteil prägt das unvoreingenommene Miteinander das Profil der Vesperkirche.

Sibylle Schwenk

Aalen-Wasseralfingen. Nicht nur die Gäste, sondern auch die rund 120 Mitarbeiter, darunter Schülerinnen und Schüler der Karl-Keßler-Realschule und des Kopernikus-Gymnasiums, freuten sich am Sonntagvormittag auf die Eröffnung der 16. Wasseralfinger Vesperkirche. Längst hat sich das unter der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen stattfindende, insgesamt ökumenisch angelegte Projekt, seinen Platz zu Jahresbeginn gesichert.
Etwa 230 warme Mittagessen werden täglich in den kommenden vier Wochen bis zum 4. März jeden Tag in der Zeit von 11.30 bis 14.30 Uhr in der Magdalenenkirche verteilt.

„Die Vesperkirche hat nicht den Anspruch die Gesellschaft verändern zu wollen“, führte Pfarrerin Ursula Richter aus. Vielmehr stehe sie für ein anderes Bild der Kirche. „Mittendrin ist Gott und Jesus wendet sich denen zu, die ganz offensichtlich am Rand der Gesellschaft stehen“. Damit nahm die Theologin Bezug auf das Evangelium von Jesus und dem Zöllner Zachäus. Schon damals habe Jesus mit dem Besuch in Zachäus‘ Haus die „Maßstäbe der Frommen“ durcheinander gebracht. „Vor ihm sind alle Menschen gleich“, erklärte Ursula Richter. Und so wolle sich auch die Vesperkirche verstehen: Als einen Ort, wo es keine sozialen Unterschiede gibt, wo Menschen aus der Isolation heraus kommen und Freunde finden können. Mehr als nur das warme Essen und anschließend Kaffee und Kuchen zu genießen.
Der Beginn der Vesperkirche ist gleichzeitig auch immer der Abschluss der ökumenischen Bibelwoche. Pfarrer Harald Golla erinnerte in der Auslegung des Psalms 118 „Dies ist der Tag, den der Herr macht“ an einen Gott, der durch „große Aktionen aber auch durch kleine Gespräche“ stütze und Kraft gebe, auch zum Weitergehen ermutige. In einem freudigen und festlichen musikalischen Rahmen, den der ökumenische Kirchenchor unter der Leitung von Dagmar Barsacq zum Orgelspiel von Sabine Ott-Seeling mitbrachte, führten Diakon Jörg Dolmetsch, Ute Küstner und Leonie Stäbler den traditionellen Brotritus aus, der zum Brotteilen in der ganzen Gemeinde führte.

Berührende Momente gab es bei der Ehrung für Gudrun Fetzer, die vor 16 Jahren die Vesperkirche mit Pfarrerin Ursula Richter ins Leben gerufen hat. Gudrun Fetzer hatte die ganze Zeit über die Organisationsleitung des gesamten Projektes in den Händen und gab diese Leitung nunmehr an ein Team ab, bleibt jedoch dem Mitarbeiterkreis erhalten.

Sozialbürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher lobte die Vesperkirche als ein Zeichen, „das wir gegen die Stigmatisierung von Arbeitslosen und Hartz IV-Empfängern in die Gesellschaft senden müssen“. Landrat Klaus Pavel sagte: „Wir wollen hier auf der Ostalb keine soziale Kälte haben“. Dekan Ralf Drescher richtete seinen Blick auf die vielen ehrenamtlichen Helfer. „Sie haben die Vesperkirche zu ihrer Sache gemacht!“.


-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 03.02.2012

Lob für Gestaltung
 
Gemeinderat besichtigt Aussegnungshalle auf dem Friedhof
 
Für rund 380 000 Euro wurden die Aussegnungshalle und die Aufbewahrungräume auf dem städtischen Friedhof saniert und neu gestaltet. Architekt Mathis Tröster aus Ellwangen und die Oberkochener Künstlerin Christine Schönherr stellten Konzeption und Philosophie vor.
 
Oberkochen. „Wir können für Planung und Realisierung nur Lob spenden“, meinte Bürgermeister Peter Traub und auch die Rätinnen und Räte sparten nicht mit Anerkennung für die transparente und filigrane Gestaltung der Räume. Architekt Tröster ging auf die Grundriss-Veränderungen ein, die es möglich machten, flexibel auf große und kleinere Beerdigungen zu reagieren.
Eine wichtige gestalterische Komponente sei die neue Lichtführung mit integrierten Deckenstrahlern und einer neuen Altarbeleuchtung. Auch große neue Klarglasfenster wurden eingebaut, Türen und Beschläge blieben erhalten und der Sandstein wurde innen wie außen verfestigt.
Erfreut zeigte sich der Gemeinderat, dass Architekt Tröster eine Punktlandung in Sachen Kosten geschafft habe. Auch die beiden anwesenden Geistlichen, Pfarrer Andreas Macho von der katholischen und Pfarrer Achim Bellmann von der evangelischen Kirchengemeinde, zeigten sich sehr zufrieden mit der würdevollen Ausgestaltung. ls
-> zurück zur Übersicht 2012

© Schwäbische Post 02.02.2012

Bild

Auf die neuen Außenstelle stoßen an (von links): Sozialpädagoge Jörg Deutsch, Pfarrer Michael Rau, Bürgermeister Dr. Gunter Bühler und Sylvia Caspari, Geschäftsführerin des Kreisdiakonieverbandes Ostalbkreis. (Foto: ott)

Anlaufstelle für Menschen in Not
 
Kreisdiakonieverband und evangelische Kirche eröffnen neue Beratungsstelle im Gemeindehaus Bopfingen
 
Der Kreisdiakonieverband Ostalbkreis hat im evangelischen Gemeindehaus in Bopfingen in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Bopfingen eine neue Beratungsstelle eröffnet. Jeden Donnerstagvormittag können dort Menschen mit persönlichen, sozialen oder materiellen Schwierigkeiten Unterstützung finden.
 
GÜNTER OTT
 
Bopfingen. Mit einer kleinen Feierstunde wurden am Mittwochabend im Gemeindehaus die offizielle Eröffnung der Außenstelle Bopfingen begangen. Im Untergeschoss des evangelischen Gemeindehauses wurde eine Beratungsstelle eingerichtet. Das Angebot wird vom Kreisdiakonieverband Ostalbkreis und der evangelischen Kirchengemeinde Bopfingen gemeinsam getragen.
Für Pfarrer Michael Rau war es ein ganz erfreulicher Abend. „Für mich ist heute ein ganz besonderer Traum in Erfüllung gegangen“, freute er sich, denn schon seit Jahren habe er darum gerungen, dass in Bopfingen eine kirchliche Institution mit einer Zweigstelle präsent ist. Das Gemeindehaus stelle er für die zwei Beratungsstunden am Donnerstagvormittag gerne zur Verfügung.
Für Sylvia Caspari, Geschäftsführerin des Kreisdiakonieverbandes Ostalb, war es ebenso ein Tag der Freude. Sie wünscht sich, dass die Verstärkung der Diakonie in Bopfingen zu einer Erfolgsgeschichte wird und das soziale Netzwerk gut mit der Stadt und sozialen Einrichtungen zusammenarbeitet.
„Es ist ein gutes Zeichen, dass sich die Kirche auf die Menschen zubewegt“, sagte Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler. Er freut sich, dass hier eine dezentrale Struktur aufgebaut wurde. „Das wird eine Anlaufstelle für den östlichen Bereich des Ostalbkreises sein“, sagte er abschließend.
Der Gesprächspartner in Bopfingen wird Sozialpädagoge Jörg Dolmetsch sein. „Ich freue mich auf meine Tätigkeit hier“, sagte Dolmetsch. Seit 2005 ist er im heutigen Kreisdiakonieverband tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf der Sozial- und der Lebensberatung. Die Einrichtung und ihr Beratungsangebot soll für alle rat- und hilfesuchende Menschen erste Anlaufstelle sein.
In Bopfingen ist Dolmetsch kein Unbekannter, besetzte er doch zahlreiche weitere Knotenpunkte im sozialen Netz, wie etwa Vesperkirche, Sozialführerschein, oder den Treffpunkt Dienstagnachmittag. Von 2009 bis 2011 betreute er zudem die evangelischen Riesgemeinden und half dabei, Diakoniebeauftragte in den Gemeinden zu platzieren.
Die neue Außenstelle bedeutet für den Raum Bopfingen deutlich kürzere Wege, was es einfacher machen soll, das grundlegende Hilfsangebot der Sozial- und Lebensberatung des Kreisdiakonieverbandes Ostalbkreis wahrzunehmen.
 
Die Beratungsstelle im evangelischen Gemeindehaus in Bopfingen ist donnerstags von 9 bis 11 Uhr besetzt und in dieser Zeit telefonisch unter (07362) 7680 zu erreichen.
-> zurück zur Übersicht 2012


© Schwäbische Post 01.02.2012

Bild

ie wollen für einen reibungslosen Ablauf der Vesperkirche sorgen: von links Christine Möhler, Pfarrerin Ursula Richter, Ursula Hubel, Benjamin Schulz (KKR), Corinna Pavel, Jörg Dolmetsch, Gerhard Dorn(KKR), Wolfgang Möhler. (Foto: sik)

Mehr als eine warme Mahlzeit
Vom 5. Februar bis 4. März ist wieder Vesperkirche in der Magdalenenkirche Wasseralfingen
 
Zum 16. Mal öffnet die evangelische Magdalenenkirche ihre Pforten für die Vesperkirche. Vom 5. Februar bis zum 4. März bietet sie neben günstigen Mahlzeiten auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, sich auszusprechen, nicht alleine zu sein. Mit einem ökumenischen Gottesdienst um 10 Uhr am Sonntag beginnt die Vesperkirche unter dem Motto „Gott is(s)t mit dir, nimm bei ihm Platz.“
 
Sibylle Schwenk
 
Aalen-Wasseralfingen. Als eine der Ersten im Land hatte die evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen die Vesperkirche etabliert. Vier Wochen lang bieten knapp 120 Mitarbeiter, darunter Schüler der Karl-Keßler-Realschule und des Kopernikus-Gymnasiums nicht nur eine warme Mahlzeit, Kaffee und Kuchen, sondern auch menschliche Nähe und Gemeinsamkeit.
„Wir begeben uns damit auf die Spuren Jesu, blicken zurück auf die Urgemeinden“, sagt Pfarrerin Ursula Richter, die vor 16 Jahren die Vesperkirche mit ins Leben rief. Ein Grundgedanke sei, dass Menschen aus allen Schichten und allen Generationen zusammenkommen. Richter: „So begegnen sich hier Leute mit Rucksack und vielleicht auch mit Pelzmantel.“ Oft sehe man den Menschen ihre Armut auch nicht an. Und manchmal handele es sich auch nicht um finanzielle Armut, die Menschen in die Vesperkirche führt. „Niemand muss hier seine Lebensgeschichte erzählen“, fügt Christine Möhler, Mitarbeiterin im Organisationsteam hinzu, „aber viele tun es, weil sie das Bedürfnis haben“. Man habe im Vesperkirchen-Mitarbeiterteam genügend Menschen, die auch „nur“ zuhören können. Im Zentrum des Geschehens solle Gott stehen. Am Altar werden die Kerzen brennen, jeden Tag gibt es einen geistlichen Impuls.
„Deshalb muss die Vesperkirche auch in einer Kirche stattfinden“, meint Christine Möhler. Dort werden dann die Kirchenbänke ab- und Tischgarnituren aufgebaut sein. Rund 230 Mahlzeiten werden jeden Tag ausgeteilt. Für Erwachsene kostet ein Essen 1,50 Euro, für Kinder nur 50 Cent. In diesem Jahr bezieht die Vesperkirche ihre Mahlzeiten von hiesigen Metzgereien und Gastronomen und vom Rotary-Club Aalen-Limes.
Vier Euro muss die Vesperkirche pro Mahlzeit bezahlen. „Wir finanzieren den Rest ausschließlich durch Spenden“, sagt Jörg Dolmetsch vom Diakonie-Verband. Auch die Kuchen, die nach dem Essen ausgegeben werden, sind Spenden. „Die Leute kommen einfach und bringen uns einen Kuchen“, freut sich Mitarbeiterin Corinna Pavel. Neben den Mahlzeiten gibt es in der Vesperkirchenzeit vom 5. Februar bis zum 4. März täglich von 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr auch wieder den beliebten Kleiderbasar. Vom 11. bis 22. Februar können im Magda-Eckle günstig Second-Hand-Kleider erworben werden. Die Abgabe der Kleider ist am 9. und 10. Februar von 11.30 bis 17 Uhr möglich. Außerdem finden besondere Gottesdienste im Rahmen der Vesperkirche statt. Immer mittwochs gibt es in der Mittagszeit kostenloses Blutdruckmessen, der Kreisdiakonieverband ist immer dienstags präsent. Am 15. Februar werden Mitarbeiter der ökumenischen psychologischen Beratungsstelle für Gespräche zur Verfügung stehen.
 
Ökumenischer Eröffnungsgottesdienst mit dem ökumenischen Kirchenchor und Grußworten am Sonntag, 5. Februar, 10 Uhr, in der Magdalenenkirche.
-> zurück zur Übersicht 2012


© Aalener Nachrichten 01.02.2012

Bild 1

Hier finden alle ein offenes Ohr

Hier finden alle ein offenes Ohr
 
Die neue Beratungsstelle in Bopfingen ist immer donnerstags geöffnet
 
Von Bernhard Hampp
 
Bopfingen „Jeder kann kommen, egal mit welchem Problem, egal welcher Herkunft und Konfession“: Das sagt Sylvia Caspari, Geschäftsführerin des Kreisdiakonieverbandes, über das neue Sozial- und Lebensberatungsangebot im evangelischen Gemeindehaus Bopfingen. Jeden Donnerstag zwischen 9 und 11 Uhr finden Menschen ein offenes Ohr für ihre Anliegen. Ob finanzielle Sorgen, Arbeitslosigkeit, Familien- und Eheprobleme oder Einsamkeit: Im Gespräch mit Diakon Jörg Dolmetsch können sie Hilfe finden. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Das Angebot wird vom Kreisdiakonieverband Ostalbkreis und der Kirchengemeinde Bopfingen gemeinsam getragen.
 
„Ich fühle mich in dieser Region wohl“, sagte Dolmetsch, der in Bopfingen kein Unbekannter ist, gestern bei der Einweihung der Beratungsstelle. Der gelernte Zimmermann und studierte Sozialpädagoge ist seit der seit 2005 bei der Diakonischen Bezirksstelle, die mittlerweile im Kreisdiakonieverband aufgegangen ist, beschäftigt. In dieser Zeit betreute und begleitete er in Bopfingen zahlreiche Aktionen. Von 2009 bis 2011 war er im gemeindepädagogischen Auftrag tätig, um den Zusammenhalt der fünf evangelischen Riesgemeinden im Dekanat zu stärken. Dass Dolmetsch nun weiterhin in Bopfingen tätig sein kann, wird von vielen Ehrenamtlichen begrüßt.
 
„Für mich geht damit ein Traum in Erfüllung", sagte Bopfingens evangelischer Pfarrer Michael Rau, der sich seit langem für das Beratungsangebot einsetzt. Bopfingen und die Umgebung seien im Dekanat „ein bisschen abgehängt“, weshalb die neue Einrichtung sehr zu begrüßen sei. „Ich freue mich, dass sich die Kirche auf die Menschen zubewegt“, ergänzte Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler
 
Eine telefonische Terminvereinbarung für die Beratung über Telefon 07361 / 370510 wird empfohlen. Während der Beratungszeit selbst ist Jörg Dolmetsch unter Telefon 07362 / 7680 zu erreichen.
-> zurück zur Übersicht 2012