Die Gehörlosenseelsorge im Bezirk Aalen

Ansprechpartner:

Pfarrer Thomas Adam
Hauptstr. 46
73540 Heubach
Tel: 07173 6009
Fax: 07173 6062
E-Mail: adamdontospamme@gowaway.kirche-heubach.de

 

Da Pfarrer Adam im Moment krankgeschrieben ist, übernimmt bis auf weiteres Pfarrrin Klaeger die Seelsorge und die Gottesdienste im Bezirk Aalen.

Kontakt:

Pfarrerin i.R. Monique Klaeger
Schnaitbergstr. 29
73434 Aalen
Fon: 07361 92 33 69
Fax: 07361 92 34 14
Mail: m.klaegerdontospamme@gowaway.web.de

Weitere Informationen über die Gehörlosenseelsorge in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg finden Sie hier.

Die Gehörlosengemeinde im Bezirk Aalen feiert in der Regel alle zwei Monate in der Evangelischen Stadtkirche in Aalen ihren Gottesdienst in Gebärdensprache.

Anschließend gemütliches Beisammensein im nahen Café.

 

 

Allgemeine Informationen

Gehörlos

Ungefähr jeder tausendste Mensch in Deutschland ist gehörlos. Die gehörlosen Menschen können nur eingeschränkt an der täglichen Kommunikation teilnehmen. Sie können Gesprächen nur schwer folgen, das Radio nicht benutzen und sind beim Fernsehen auf die wenigen Sendungen mit Untertiteln angewiesen.

Gehörlose Menschen müssen Gespräche von den Lippen ablesen. Nur ein Teil der Laute (etwa 30%) sind dabei eindeutig abzulesen, der Rest muss aus dem Zusammenhang kombiniert werden. Was in der Stimme neben den Worten mitschwingt, das entgeht ihnen.

Untereinander verständigen sich gehörlose Menschen in der Gebärdensprache. Handzeichen, Mimik und Körpersprache zusammen bilden eine vollständige Sprache, in der sie sich unbehindert verständigen können. Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist in Deutschland seit 2002 als eigenständige Sprache anerkannt.

Gehörlose und Kirche

Nicht nur im Alltag, sondern auch im kirchlichen Gemeindeleben sind gehörlose Menschen von der „normalen“ Kommunikation ausgeschlossen.

Sie sind zwar Mitglied der jeweiligen Kirchengemeinde ihres Wohnortes, doch eine Teilnahme an den Veranstaltungen der Kirchengemeinde und ein Mitfeiern der Gottesdienste ist für gehörlose und stark schwerhörige Menschen voller Hindernisse, mühsam und unbefriedigend. Deshalb gibt es Gottesdienste und viele Möglichkeiten der Begegnung für Gehörlose und hörgeschädigte Menschen.

Gottesdienste in Gebärdensprache

Mit den Augen hören und mit den Händen verkündigen ist das Besondere an diesen Gottesdiensten. Mit Elementen wie Gebärden, Gebärdenliedern und visuellen Bestandteilen werden diese Feiern zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Anschließend ist Zeit für Begegnungen und zum Austausch. Der Zusammenhalt ist groß und neue Beziehungen können entstehen.

Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung…

können in der Gehörlosengemeinde oder mit der örtlichen Kirchengemeinde zusammen gefeiert werden. Dabei wirkt die Gehörlosenseelsorge bei der Gestaltung mit und möchte somit Brücken bauen und Menschen mit Hörschädigung den Zugang in die Kirchengemeinde vor Ort erleichtern und ermöglichen.